Das kannst Du auch, Waldi.😆
Nee, nee!
Schon allein der Gedanke, dass ich das Hackfleisch mit dem Reis mit den Händen mischen und formen müsste...
Ich hasse es wenn meine Hände mit etwas matschichem in Berührung kommen.
Wenn ich meiner Frau ihre geliebte Honigmelone zerteilen und in kleine Würfel zerschneiden muss dann kostet es mich jedesmal Überwindung.
Oder wenn sie Tomaten mundgerecht zerstückelt haben möchte... Ich hasse Tomaten!
Ich könnte nie in eine reife Birne beißen! Da könnte ja der Saft an Mundwinkel und Händen runterlaufen. Igitt!
In diesem Punkt bin ich eine Mimose.
Nein, Kochen und Backen ist nichts für mich!
Übrigens habe ich heute Karalábéleves (Kohlrabisuppe) und Magyaros csirkemáj tört burgonyával (Hühnerleber ungarisch mit Stampfkartoffeln gekocht (oder in der Gaststätte geholt
). Super lecker, auch wenn ich etwas nachwürzen musste. Das kocht meine Gattin besser!
Hier ist ein klassisches Rezept für ungarische Hühnerleber mit Zwiebel-Stampfkartoffeln (für 4 Personen). Es steht in etwa 30 bis 40 Minuten fertig auf dem Tisch!
Für die Hühnerleber (Magyaros csirkemáj)
- 500 g frische Hühnerleber
- 2 große Zwiebeln, dann verwendet
- 2 EL Schweineschmalz (traditionell) oder Pflanzenöl, (wenn meine Frau hier in Ungarn selbst kocht, dann verwendet sie grundsätzlich Schweineschmalz vom Mangalica-Schwein, gekauft auf dem Wochenmarkt)
- 1–2 gehäufte TL edelsüßes ungarisches Paprikapulver
- 1 TL getrockneter Majoran (sehr wichtig für Leber!)
- 1 ungarische Spitzpaprika (TV-paprika) und 1 kleine Tomate (optional, für mehr Sauce)
- Nach Geschmack: Schwarzer Pfeffer und Salz (Salz erst ganz zum Schluss!)
Für die Stampfkartoffeln (Hagymás tört burgonya)
- 1 kg mehligkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln
- 1 große Zwiebel
- 1–2 EL Schweineschmalz oder Öl
- Nach Geschmack: Salz
Zubereitung
1. Die Beilage vorbereiten
- Die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und in reichlich Salzwasser weich kochen.
- In der Zwischenzeit die Zwiebel für die Kartoffeln fein würfeln. In einer Pfanne mit Schmalz oder Öl goldbraun und leicht knusprig anbraten.
- Die gekochten Kartoffeln abgießen, die gebratenen Zwiebeln samt dem Fett dazugeben und alles mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken. Warm beiseite stellen.
2. Die Hühnerleber zubereiten
- Die Hühnerleber gründlich putzen (Sehnen und eventuelle Gallenreste entfernen), trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden.
- Die zwei Zwiebeln halbieren und in dünne Streifen oder feine Würfel schneiden.
- Das Schmalz in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig bis leicht goldgelb dünsten. (Wer mag, gibt hier die kleingeschnittene Paprika und Tomate für 5 Minuten mit dazu).
- Die Pfanne kurz von der Hitze nehmen, das Paprikapulver einstreuen und schnell verrühren (wird es zu heiß, wird der Paprika bitter).
- Die Pfanne zurück auf den Herd stellen, die Hühnerleber hinzufügen und unter Wenden scharf anbraten, bis sie von allen Seiten die Farbe gewechselt hat.
- Den Majoran und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer dazugeben. Die Hitze reduzieren und die Leber im eigenen Saft ca. 10–12 Minuten schmoren lassen, bis sie durch, aber im Kern noch zart ist. Tipp: Kein Wasser dazugeben, die Leber und Zwiebeln bilden genug eigene Sauce!
- Der wichtigste Schritt: Die Pfanne vom Herd nehmen und das Gericht jetzt erst nach Geschmack salzen.
Servieren
Verteile die deftigen Zwiebel-Stampfkartoffeln auf den Tellern und gib die weiche Hühnerleber mit reichlich von der sämigen Zwiebel-Paprika-Sauce darüber. Dazu passen hervorragend ungarische saure Gurken (savanyúság) oder eingelegter Krautsalat.
Guten Appetit wünscht waldi aus Ungarn ![]()