Beiträge von Daniel_567

    Vielen Dank für Eure positiven Worte, es freut mich, dass Euch mein Bericht gefällt.


    Ja, eine Infotafel dort wäre mit Sicherheit nicht schlecht. Ich weiss auch nicht, warum sich bis dato kaum Jemand für die Stele interessiert hat, vermutlich haben die, die doch mal etwas darüber wissen wollten, mal im www. geschaut, genauso wenig darüber gefunden wie ich und dann aufgegeben. Aber die nächsten Suchenden werden jetzt ja was dazu finden, denn über die Google-Suche erscheint dieser Bericht mit den Stichworten "Helmstedt Magdeburger Warte" an 6. Stelle, und so finden ja die Leute auch zu Schöner Reisen.

    Zumindest bei mir ist das so, könnt Ihr mal bitte probieren, ob das bei Euch auch so ist?


    Ihr habt für den Besuch des Wartturms einen schönen Tag erwischt, der einen weiten Blick erlaubte.

    Elke, ja, in der Tat, von dort aus sind es Schätzungsweise 60 km bis zum Brocken. Ich kann mich noch an die Worte meiner Oma erinnern, sie sagte, wenn man den Brocken sieht, gibt es schlechtes Wetter. Na ja, wir hatten an dem Tag wirklich Glück.


    Für mich persönlich sehr informativ, da ich den Teil Deutschland wenig kenne

    Steffi, die Region hier ist (noch) nicht die typische Urlauber-Region, wer hier her kommt fährt meist in den Harz. Aber vielleicht entwickelt sich ja hier noch mehr, wenn z.B. der Lappwaldsee seiner Bestimmung übergeben wird.


    Da hat sich dein Rätsel zu einem Krimi entwickelt,

    Johannes, das stimmt, da haben wir wohl alle nicht mit gerechnet. Als ich zu Hause dann die Bilder sichtete, hatte ich noch die Hoffnung, dass auf den anderen Tafeln etwas über die Stele vermerkt ist, aber so war es nicht.


    Wenn du so einen informativen E-Mail Schriftverkehr mit den zuständigen Stellen hattest, könntest du sie ja mal um eine Infotafel bitten, damit alle Nachdirkommenden was davon haben.

    Evelin, es ergibt sich bestimmt mal wieder, dann werde ich das sehr gern anregen. Und bis dahin können sich die Informationssuchenden hier bei Schöner Reisen dazu belesen.


    Im übrigen habe ich heute das Archiv Helmstedt und die KAS Sankt Augustin noch einmal angeschrieben und ihnen den Link hier zum Forum geschickt. Danke für die Anregung, liebe Elke.

    Vom Archiv Helmstedt habe ich schon eine Rückmeldung bekommen, die wirklich sehr nette und hilfsbereite Mitarbeiterin hat sich sehr darüber gefreut. Verständlicherweise ist es ihr nicht möglich, alle Pressemitteilungen zu durchforsten, um eventuell noch einen oder mehrere Beiträge zur Stele zu finden.

    Und sie hat mich gebeten, dass, wenn ich noch weitere Informationen zu der Stele von anderen Einrichtungen erhalte, ich ihr diese dann auch zukommen lasse. Dieser Bitte werde ich dann natürlich sehr gern nachkommen, denn es ist, wie so oft, ein Geben und Nehmen.


    Liebe Grüsse, Daniel.

    Die Magdeburger Warte und Stele zum Gedenken an die Deutsche Teilung Helmstedt


    Südöstlich von Helmstedt steht ein alter Wartturm, die Magdeburger Warte. Wenn man die B1 in Richtung Magdeburg fährt, kommt man direkt am Turm vorbei. Auch ist die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt in unmittelbarer Nähe.


    Über diesen Turm weiss ich so gut wie gar nichts, meine Ausführungen stützen sich auf die Links, die ich am Ende des Berichtes einfüge.


    Die Magdeburger Warte ist ein Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert und hat heute eine Höhe von 10m.

    Der Turm stand auf dem Gebiet des Herzogtums Braunschweig, östlich verlief die Grenze zum Königreich Preussen.

    Nach 1945 war sein Standort die BRD, während in unmittelbarer Entfernung die Staatsgrenze zur damaligen DDR verlief. Zu dieser Zeit wurde der Turm vom Bundesgrenzschutz als Beobachtungsturm genutzt, und er war nur mit einer Leiter zu besteigen.

    Mittlerweile, mit Sicherheit nach der Wende, wurde eine Wendeltreppe gebaut, die aussen am Turm bis zur Tür führt und sich im Inneren des Turms dann fortsetzt. Nach 51 Stufen hat man die Aussichtsplattform erreicht.

    Direkt neben dem Turm wurde eine Stele errichtet, die an die Teilung Deutschlands erinnern soll.

    Zu dieser Stele habe ich leider so gut wie keine weiteren Informationen gefunden.


    Nun ein paar Bilder.




    Die Informationstafel neben dem Turm.



    Und eine Tafel mit einer Karte der näheren Umgebung.



    Nun geht es ans Erklimmen des Turmes.



    Die Aussicht auf Türhöhe.



    Der Blick Richtung Magdeburg blieb mir leider verwehrt. In dieser Richtung befindet sich auch ganz in der Nähe die DIE GEDENKSTÄTTE DEUTSCHE TEILUNG MARIENBORN



    Blick Richtung Westen. Unten verläuft die B1, rechts der Abzweig führt nach Helmstedt hinein.

    Vor den Windrädern befindet sich der LAPPWALDSEE und im Hintergrund erstreckt sich der Elm, ein Höhenzug bei Königslutter und Braunschweig.



    Und ein Blick mehr nach Süden. Zwischen den Windrädern ist das Kraftwerk Buschhaus zu erkennen, und etwas weiter links ganz im Hintergrund schemenhaft der Brocken.



    Unmittelbar neben der Warte steht diese Stele.



    Mahnen - Gedenken - Gestalten - Hoffen

    Und das Wappen von Niedersachsen.



    Als ich um die Stele herum ging, sah ich, das auf den anderen Seiten mehrere Wappen eingemeisselt waren.






    Ich gab da erstmal nichts drauf und stellte dann ein paar Tage später hier im Forum ein RÄTSEL dazu ein.

    Und durch die Fragen, die zur Lösung des Rätsels gestellt wurden und ich dann letztendlich im www. so gut wie keine Informationen dazu fand, war auch meine Neugier geweckt.


    Ich schrieb eine Mail an die Stadt Helmstedt, die meine Anfrage an das Stadtarchiv weiterleitete. Von dort bekam ich dann einige Tage später eine Antwort.


    Zitat Stadtarchiv Helmstedt:

    Sehr geehrter Herr ..............,

    vielen Dank für Ihr Interesse an der Magdeburger Warte. Über Ihre interessante Anfrage haben wir uns gefreut.


    Leider war die Urheberschaft der Stele nicht leicht auszumachen. Nach unseren Recherchen ist sie in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in der Zeit der „Neue Ostpolitik“ der sozial-liberalen Koalition von der CDU, genauer von der Jungen Union, aufgestellt worden. Ein genaues Datum konnten wir leider bisher nicht feststellen, obwohl der örtliche Verband der CDU sich um eine genaue Datierung noch bemüht.


    Die politische Konstellation legt nahe, dass die Aufstellung der Stele weniger im Zusammenhang mit der alten Reichsstraße 1 zu tun hat, als vielmehr mit der deutschen Teilung allgemein, deren Angedenken gepflegt werden sollte. Dementsprechend erfuhren wir, dass der örtliche CDU-Verband jeweils am 17. Juni offiziell und mit Musikbegleitung zu der Magdeburger Warte gegangen ist und dort eine Rede gehalten wurde.


    Die Wappen wurden daher von der Partei ausgewählt. Sie stehen jeweils für eine Region, die nach der Niederlage 1945 nicht zur neugegründeten Bundesrepublik Deutschland gehörte, also Sachsen, Thüringen, Anhalt, Pommern, Mecklenburg, Brandenburg-Preußen, Schlesien. Außerdem findet sich das niedersächsische Wappen.


    Für nähere Information zur Stele könnten Sie eventuell das Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin kontaktieren, das Ihnen sicherlich Auskunft geben kann.


    Mit freundlichen Grüßen,

    Zitat Ende.



    Ich folgte dem Rat und schrieb an das Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin, um von dort eventuell noch Antworten auf meine offenen Fragen zu bekommen. Ich schickte auch Bilder der Stele, auf der ich die Wappen nummeriert hatte, mit dort hin, um eventuell noch eine eindeutigere Zuordnung der Wappen zu bekommen.

    Auch von dort bekam ich eine sehr ausführliche Rückmeldung.


    Zitat Archiv KAS:

    Sehr geehrter Herr ...............,


    Ihre Anfrage zur "Magdeburger Warte" in Helmstedt ist an mich weitergeleitet worden, da ich im Archiv für

    Christlich-Demokratische Politik für Niedersachsen und damit für Helmstedt zuständig bin. Das Archiv verwahrt auch viele Akten von der CDU Helmstedt, allerdings nur wenige Unterlagen von der Jungen Union. Bis in die frühen 1970er Jahre reicht keine Akte zurück.


    Da ich angesichts der massiven Stele der Ansicht bin, dass es sich wohl eher um ein Denkmal der Jungen Union Niedersachsen als um eines der Jungen Union Helmstedt handelt (wofür auch das Niedersachsenroß auf der Stele spricht), habe ich auch in unserem Bestand zur JU Niedersachsen nachgesehen. Aber auch dort konnte ich keinen Hinweis auf die Magdeburger Warte finden. Wenn jährlich eine Veranstaltung an der Stele stattgefunden hat, müsste das Stadtarchiv doch in seinen Bestände dazu Presseartikel oder Aufrufe besitzen. Sicher weiß auch bei der CDU in Helmstedt noch jemand etwas über die Kundgebungen.


    Die Wappen auf der Stele gehören zu: 1. Niedersachsen, 2, Anhalt, 3. Thüringen, 4. Mecklenburg, 5.

    Brandenburg, 6. Provinz Sachsen-Anhalt, 7. Oberschlesien, 8. Niederschlesien, 9. Pommern, 10. Ostpreußen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Zitat Ende.



    An dieser Stelle möchte ich mich bei den Mitarbeitern des Stadtarchivs Helmstedt und des Archivs für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung Sankt Augustin für ihre Recherche und die Beantwortung meiner Fragen recht herzlich bedanken.



    Hier nun die Bilder der nummerierten Wappen und deren Zuordnung, die ich aus der Nachricht der KAS übernommen habe.


    1 - Niedersachsen



    2 - Anhalt, 3 - Thüringen.



    4 - Mecklenburg, 5 - Brandenburg, 6 - Provinz Sachsen-Anhalt.



    7 - Oberschlesien, 8 - Niederschlesien, 9 - Pommern, 10 - Ostpreussen.



    Ich denke, die meisten Fragen sind damit beantwortet, und letztendlich ist es ja auch nicht so wichtig, zu wissen, an welchem Tag genau die Stele errichtet wurde.

    Das die Recherchen zur Stele so aufwendig werden würden, hatte ich Anfangs gar nicht gedacht, und ich habe mich gefreut, dass ich auf meine Anfragen auch so informative Antworten erhalten habe.



    Zum Abschluss noch einige Links.


    Ein Link zu Wikipedia-Lappwald, hier steht etwas zum Wartturm geschrieben:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Lappwald#Geschichte


    Zu Helmstedt-Wiki:

    https://www.helmstedt-wiki.de/wiki/Magdeburger_Warte


    In diesem Link wird die Stele kurz erwähnt:

    http://www.wolfgangroehl.de/Gr…arbke/Lappwald-Harbke.htm


    Hier sind noch einige Informationen und interessante Bilder zu sehen:

    http://www.wolfgangroehl.de/Gr…rBus-MagdeburgerWarte.htm




    Viele Grüsse, Daniel.

    Hallo Evelin.


    Auch ich möchte mich für diesen wunderschönen Bericht einer mir völlig unbekannten Region bedanken.

    Du hast uns einige Länder vorgestellt, die ich bisher nur vom Namen her kannte.

    Und ich kann sagen, dass Du damit bei mir auch für ein Umdenken gesorgt hast, einerseits habe ich diese Region vorher nicht so sehr beachtet und andererseits hatte ich, ich will nicht sagen Vorurteile, aber Du weisst vielleicht, was ich meine.

    Auch dafür ein grosses Dankeschön an Dich.:thumbsup:


    Liebe Grüsse, Daniel.

    Hallo Evelin.


    Ja, durch dieses Rätsel und den damit verbundenem Auftauchen der Fragen zur Stele hat es mich nun selbst auch gepackt und ich will das jetzt genau wissen.:)

    Ich hätte nicht gedacht, dass es doch so schwierig ist, an Informationen dazu zu kommen.

    Der recherchierte Bericht zu der Warte samt Stele trägt dann vielleicht wieder ein kleines bisschen zur Informativität des Forums bei.


    Viele Grüsse, Daniel.

    Hallo Ihr Lieben.


    Heute bekam ich bezüglich meiner Anfragen zur Stele die Rückmeldung vom Stadtarchiv Helmstedt.

    Sie hat auf jeden Fall eine politische Bedeutung, denn sie wurde wohl in den 1970er Jahren von der Jungen Union der CDU aufgestellt.

    Um aber alle Fragen restlos klären zu können, wurde mir angeraten, mich an das Archiv der Konrad-Adenauer-Stiftung zu wenden. Dies werde ich nun gleich im Anschluss tun und Euch natürlich auf dem Laufenden halten.


    Es bleibt also weiterhin spannend.:)


    Liebe Grüsse, Daniel.

    Hallo Evelin.


    Ihr habt sehr viel Interessantes auf Eurer Reise gesehen. Super, dass Du uns daran teilhaben lässt.

    Dadurch habe ich etliche neue Eindrücke einer mir unbekannten Region gewonnen.

    Vielen Dank für das Zeigen und Mitnehmen. Super.:thumbsup:


    Liebe Grüsse, Daniel.

    Hallo Evelin.


    Vielen Dank für Deinen Bericht.

    Mir geht es genau so, wie Elke schon schrieb, man hört den Namen Baku, hat aber keinerlei Vorstellung, wie es dort überhaupt aussieht. Jetzt kann auch ich mir darunter etwas vorstellen.:)


    Verwandte von uns haben so eine Tour vor ein paar Jahren auch mal gemacht, kombiniert Flug - Bus - Bahn. Sie berichteten hinterher, dass es super war, aber auch sehr anstrengend. Du hattest weiter oben ja geschrieben, dass Ihr es auch so empfunden habt.


    Liebe Grüsse, Daniel.

    Hallo Johannes.


    Ich habe in Deinem herrlichen Bericht viel Bekanntes und auch viel mir Unbekanntes gesehen, und ein paar Tipps erhalten, was man in Istrien noch alles Schönes unternehmen und sehen kann.

    Da komme ich doch gleich noch mehr in Urlaubsstimmung, in etwas mehr als 3 Wochen geht es los.


    Du hast in Hum übernachtet, war es das Hotel mit den hellblauen Fensterläden? Auf dem Bild, welches Du aus einem oberen Fenster gemacht hast, ist doch der Souvenirshop zu sehen, der teilweise fast wie ein kleines Museum wirkt.


    Vielen Dank für Deinen Bericht Johannes, super.:thumbsup:


    Viele Grüsse, Daniel.

    Ich hatte heute früh schon einen Tipp-Beitrag geschrieben, und eben sehe ich, dass ich ihn nicht abgeschickt habe. Wieder was gelernt......;(;)


    Läuft aus den gebogenen Rohren Wasser? Oder sind es Ent- oder Belüftungsrohre, wie Elke vermutet?

    Oder soll es an einen Schiffsuntergang erinnern, den vielleicht eine berühmte Persönlichkeit überlebt hat?


    Viele Grüsse, Daniel.

    Hallo Elke.


    Es freut mich wirklich sehr, dass mein Bericht so gut angekommen ist.

    Es ist ja auch keine unbedingt einfache Thematik, aber es ist schön, wenn ich damit etwas zur Informativität des Forums beitragen konnte.


    Über die Grenze selbst, also deren Aufbau, wussten wir hier in Grenznähe auch nicht unbedingt mehr als andere. Es war halt ein erhöhtes Militäraufkommen hier, auch hauptsächlich die Sowjets. Und mit einigen von denen hatte ich in soweit Kontakt, als dass sie mehrere Tage und Nächte auf der Strassenkreuzung als Posten abgesetzt wurden, um den endlosen Kolonnen den Weg zu weisen. Das waren grösstenteils ganz arme Schlucker, die nicht einmal wussten, warum sie hier sind, geschweige denn mit ihrem System konform waren. Sie wurden, zumindest hier, von einigen Leuten, auch von uns, die mit dem System hier auch nichts am Hut hatten, immer mal mit Kaffee und was zu essen versorgt, Also von Mensch zu Mensch! Die haben sich da gefreut wie verrückt und waren dankbar ohne Ende, das durften natürlich deren Vorgesetzte nicht mitbekommen, sonst hätten sie riesen Ärger bekommen.

    Ich bin zwar ein wenig abgeschweift, aber beschreibt es doch den krassen Gegensatz zu dem, was hier damals immer gepredigt wurde.


    Die Karte der damaligen BRD hatte hier sehr viele weisse Flecken, selbst einige neuralgische Ortschaften im Sperrgebiet waren nicht oder absichtlich falsch eingezeichnet, auch teilweise die Strassenverläufe, um möglichen Flüchtlingen kein detailliertes Kartenmaterial zur Verfügung zu stellen.


    Liebe Grüsse, Daniel.

    Hallo Elke.


    Eine schöne Aufnahme hast Du da gemacht.:)

    Bei uns war in der Nacht zum Sonntag der Vollmond nur in der ersten Nachthälfte zu sehen, dann trübte es sich ein und gegen Morgen war es Neblig. Am Tage hatten wir dann bis zu 25 Grad bei strahlendem Sonnenschein.


    Liebe Grüsse, Daniel.

    Hallo Jürgen.


    Mit den Links ging es mir bei meine Recherche so, dass ich mich von einem zum nächsten geklickt habe, hier und dort gelesen und dabei die Zeit um mich herum total vergessen habe.

    Dabei stiess ich zum Teil auf Informationen, die mir auch noch nicht bekannt waren bzw. wieder in mein Gedächtnis zurückgerufen wurden, die im Laufe der Jahre schon etwas verblasst waren.


    Ja, zum Glück ist es 1989 so gekommen und vor Allem, es ist friedlich abgelaufen.


    Viele Grüsse, Daniel.

    Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn - Teil 4 und Ende


    Nördlich des Stabsgebäudes (links im Bild) befindet sich ein kleineres separates Areal. Man gelangt dorthin durch ein Tor und überquert dann die Abfahrtstrasse des heutigen Autobahnparkplatzes.



    Die Beschaubrücke.





    Die Nummer 20, der Kommandoturm.

    Die Infotafel hierzu habe ich wahrscheinlich übersehen.

    Soweit ich weiss, kann er im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

    Hier noch ein Zitat aus dem PdF-Flyer "gedenkstaette-marienborn.sachsen-anhalt.de" (*):

    "20 Kommandantenturm

    Befehlszentrale des diensthabenden Offiziers der Grenztruppen der DDR. Hier liefen sämtliche Informationen zusammen. Alle Leit- und Sperrsysteme wie Ampeln, Schlagbäume und Kfz-Rollsperren konnten ausgelöst werden und bei einem Fluchtversuch den gesamten Verkehr auf der GÜSt stoppen."

    Zitat Ende.



    Ein Blick vom Fusse des Turms aus.



    Sowjetische Alliiertenkontrolle.




    Eine Rollschranke.





    Wieder zurück auf dem Hauptgelände sahen wir neben dem Stabsgebäude die Gamma-Kanone oder zumindest Teile davon. Die eigentliche Röntgentechnik ist bis heute spurlos verschwunden.


    Laut dem darauffolgenden Foto mit dem Schild ist dies der "Korpus der Strahlenquelle".


    An anderer Stelle auf der Anlage sah ich vorher schon diese beiden Teile liegen.






    Soweit zur eigentlichen Kontrollstelle. Ich hatte ja auf dem äusseren Gelände die Anfangs erwähnten und schon kurz gezeigten Gebäude entdeckt. Und diese möchte ich Euch nun auch zeigen.


    Hier ein Blick auf die Gebäude, die ich als nächstes erkundete.



    Als Erstes die Trafostation.




    Hinter der Trafostation sind die oberirdischen Teile der Dieseltanks für die auf dem vorletzten Bild beschriebenen Notstromaggregate zu sehen.



    Und hinter der Trafostation das Heizhaus.




    Und nun noch zu den anderen Gebäuden, die teilweise einen recht verfallenen Eindruck machen.


    Anhand der offenen Beifahrertür meines Autos könnt Ihr erkennen, dass meine Frau mittlerweile die Besichtigungstour ihrerseits beendet hatte und sich setzen musste. Wir waren zu diesem Zeitpunkt auch schon über 2 Stunden auf der Anlage unterwegs und auch bei mir machten sich die ersten Erschöpfungserscheinungen bemerkbar. Aber egal.




    An dieser Stelle befand sich vermutlich die auf dem Übersichtsplan mit der Nummer 16 beschrifteten Gasübergabestation, zumindest ist das die Stelle, an der die Nummer vermerkt ist.



    Der Garagenkomplex.





    Das Mehrzweckgebäude, die Nummer 18.

    Zitat: (*)

    18 Mehrzweckgebäude

    Hier befand sich eine Telefonabhöranlage für die Überwachung von Gesprächen innerhalb der GÜSt sowie der in dieser Region geführten Telefongespräche zwischen DDR- und Bundesbürgern. Gleichzeitig diente es als Kantine bzw. als Versammlungsraum für Bedienstete, z. B. für Politschulungen.

    Zitat Ende.



    Ich ging zwischen dem Garagenkomplex und dem Mehrzweckgebäude weiter und dort steht rechtsseitig dieser Mehretagige Plattenbau. Ich vermute, dass es die Kaserne war.




    Weiter hinten steht diese Rampe. Hier wurden die Fahrzeuge gewartet.



    Und rechts davon befindet sich noch dieses Gebäude. Vielleicht war es der Hundezwinger, aber genau weiss ich es nicht.


    Ein Hochsitz auf einer Art Kufen.



    Vorn Richtung Strasse steht noch dieses Gebäude.




    Nach einem Blick durch die Fenster könnte es auch möglich sein, dass dieses die Gasübergabestation war, der Standort würde in etwa auch dafür sprechen.


    Ein kleiner Gaskessel.



    Weiter hinten steht noch dieses zugewucherte Gebäude.



    Und davor dieses Loch mit einer Brüstung herum. Auch hier kann ich nur vermuten, was es damit aufsich hat, vielleicht ein Regenwasser-Sammelbecken oder ein Eingang zu den unterirdischen Verbindungsgängen?



    Damit ist nun unser Besuch der Gedenkstätte Marienborn zu Ende. Erschöpft, bedrückt und auch nachdenklich, aber mehr als froh, dass diese Anlage nun schon fast 30 Jahre ausgedient hat und nur noch ein Relikt des Kalten Krieges ist, verliessen wir das Gelände.



    Wir fuhren dann noch zum Autobahn-Parkplatz Waldkater. Dieser befindet sich an der A2 westlich von Marienborn in Niedersachsen und man gelangt auf ihn, ohne direkt auf die Autobahn auffahren zu müssen. Hier befand sich laut meiner Kenntnis die Grenzstation und der Zoll der damaligen BRD.


    Auf diesem Parkplatz wurde 1995 zum 5. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung das Denkmal

    "La voûte des mains - Die Wölbung der Hände" des französischen Künstlers Josep Castell errichtet.




    Ich habe diesen Bericht so geschrieben, wie die Gedenkstätte sich mir bei meinem Besuch erschloss. Auch meine Kenntnisse um die Grenze sind mit eingeflossen. Zitate habe ich deutlich kenntlich gemacht.



    Hier nun wieder ein paar informative Links.


    Zu Google Maps mit der Karte, wo die Gedenkstätte sich befindet::

    https://www.google.com/maps/place/Gedenkstätte+Deutsche+Teilung+Marienborn/@52.2130272,11.0681317,13z/data=!4m5!3m4!1s0x0:0x2483869640ff423d!8m2!3d52.2148136!4d11.0828089


    Zur Homepage der Gedenkstätte:

    https://gedenkstaette-marienbo…sen-anhalt.de/startseite/


    Zu Wikipedia:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Grenzübergang_Helmstedt/Marienborn


    (*) Zum Flyer "gedenkstaette-marienborn.sachsen-anhalt.de":

    https://gedenkstaette-marienborn.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/STGS/Marienborn/Bilder_neue_Homepage/flyer_stiftungsdesignEVP.pdf


    Zu Wikipedia - Denkmal "Die gewölbten Hände":

    https://de.wikipedia.org/wiki/La_voûte_des_mains


    Zu einem Beitrag des MDR über die Tunnelanlage der ehemaligen GÜSt:

    https://www.mdr.de/damals/archiv/artikel90732.html

    Und passend dazu ein Video auf Youtube:

    https://www.youtube.com/watch?v=awF-78o6cCM


    Ein weiteres Youtube-Video mit Zeitzeugenberichten:

    https://www.youtube.com/watch?v=8rDlg9iGeg4


    Ein Bericht auf Spiegel-Online aus dem Jahr 1994 zur Thematik Gamma-Kanone:

    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687249.html


    Zu Google-Bilder:

    https://www.google.com/search?q=grenzübergang+helmstedt/marienborn+bilder&tbm=isch&source=univ&sa=X&ved=2ahUKEwjtzM2R2ZriAhWlM-wKHXVrCFoQsAR6BAgIEAE&biw=1366&bih=625


    Zu MDR-Radio mit einem kurzen Interview eines Zeitzeugen:

    https://www.mdr.de/mdr-sachsen-anhalt/audio392428.html


    Für die Campingfreunde hier ein paar Links:

    https://www.stadt-helmstedt.de…tur/wohnmobilplaetze.html


    https://www.campingplatz-mariental.de/


    http://www.campingplatz-raebke.de/


    Zum Bericht über das Grenzdenkmal Hötensleben, dieses gehört zur Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn:

    Das Grenzdenkmal Hötensleben



    Viele Grüsse, Daniel.

    Hallo Steffi.


    Ja, es ist schon so, dass, wenn man nicht unbedingt Verwandtschaft hüben wie drüben hatte, man kaum etwas davon wusste, wie es an den Übergängen zuging.

    Ich weiss z.B. von unserer Verwandtschaft in Sachsen, sie hatten keine nähere Verwandtschaft in der damaligen BRD, dass auch sie kaum wussten, was gerade hier im ehemaligen grenznahen Gebiet so abging.

    Meine Grosseltern und Urgrosseltern, die ihre Wurzeln teilweise in Niedersachsen und NRW haben und Anfang der 1930er Jahre hierher zogen war es auch sehr schwer, da sie Deutschland ohne Grenze kannten, und auf einmal gab es hier nur noch 3 Himmelsrichtungen, in die man fahren konnte.


    Ohne die Grenzöffnung hätten wir uns nie kennen gelernt, da hast Du recht.

    Wir erinnern uns auch gern an unser Treffen auf der Meersburg zurück. :)


    Liebe Grüsse, Daniel.

    Ich denke, einige arbeiten ihre Vergangenheit auf, indem sie z.B. bei Führungen erzählen und erklären, wie es damals war. In meinem letzten Teil stelle ich hierzu auch ein paar Links mit ein.

    Einige wiederum, die nach der Wende von der Bildfläche verschwunden waren, jetzt meist schon Rentner, sind verbittert und haben eine Grenze im Kopf, die, wenn es nach ihnen ging, noch mindestens 5 Meter höher sein muss als sie war. Und sie spielen sich manchmal immer noch als Sheriff auf........Das habe ich sogar mal selbst erlebt, als wir dienstlich in einem Mehrfamilienhaus zu tun hatten.


    Gruss, Daniel.

    Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn - Teil 3


    Nun kommen wir zum Stabsgebäude. Hier befindet sich rechts im EG eine Information, man kann sich dort Prospekte holen und es werden auch Sachbücher zum Kauf angeboten. Auf der linken Seite kann man sich eine Ausstellung anschauen, die sich dann im 1.OG fortsetzt.





    Die nun folgenden Bilder habe ich in der Ausstellung aufgenommen.

    Die meisten Bilder erklären sich von selbst, und ich habe auch wieder etliche Beschreibungen fotografiert.


    Diese Ausstellungsstücke stammen aus dem ehemaligen Tagebau Wulfersdorf/Harbke (jetzt Lappwaldsee, in Flutung), zumindest lässt es das schwarze Schild vermuten.



    Ein Dienst-Motorrad des Herstellers MZ (Motorradwerk Zschopau).



    Ein Kontrollspiegel.



    Ein selbstgebauter Trichter.




    Die Passkontrolleinheit.



    Mit diesem Equipment gelang 3 DDR-Bürgern die Flucht über die Grenze.






    Fluchtversuche und deren Erfassung.





    Strafverfolgung und Vollzug.




    Die Selbstschussanlage SM-70.





    Und weitere unmenschliche Waffen, um DDR-Bürger an der Flucht zu hindern.




    Funkgeräte und andere Kommunikationstechnik.



    Ein Schulungsmodell der Grenzübergangsstelle.





    Ein rekonstruiertes GÜSt-Büro.




    Ein Blick auf die Anlage aus den Fenstern im 1. OG.





    Schweigend verliessen wir die Ausstellung.



    Die Veterinärstation war leider verschlossen, aber ich konnte einige Aufnahmen durch die doch recht breiten Torspalte machen.









    Hier ist vermutlich die Gatteranlage oder Teile davon zu sehen, die zur Veterinärstation gehörten. Heute wird sie als Abstellraum für Relikte der GÜSt genutzt.







    Diese beiden Garagen stehen in der äussersten Ecke der Anlage, unmittelbar an der ehemaligen Ausfahrt von der Kontrollstelle zurück auf die A2.

    Es wird vermutet, dass hier "2 Westfahrzeuge" mit "Westkennzeichen" für "besondere Einsätze" vorgehalten wurden.



    Ende Teil 3.

    Ein 4. und letzter Teil ist noch in Arbeit, er wird dann auch einige Links zum Thema enthalten.


    Viele Grüsse, Daniel.