Beiträge von Johannes56

    Jedenspeigen, Bezirk Gänserndorf, Weinviertel. Niederösterreich


    Zwei Nepomuks


    Heute habe ich den zarten Sonnenschein genützt und bin nach dem Büro ins Weinviertel ausgeritten.


    Alsbald lag das Schloss Jedenspeigen vor mir:





    Beim Aufgang zum Schloss befindet sich eine Kapelle mit Glockenturm.




    In der Kapelle, hinter Gitter, steht ein ziemlich verfallener Nepomuk.




    Seine Hände sehen nach schwerem Martyrium aus. Der Begleitputto ist redlich bemüht, das Kreuz hochzuhalten. Wenn er sich noch länger so anstrengt ohne restauratorische Hilfe, wird ihm bald ein Arm abfallen....




    Auf dem Sockel findet sich die Jahreszahl 1731



    Im Ortszentrum gibt es noch einen zweiten Nepomuk, aus der Barockzeit, der in einer Nische eines älteren Bildstocks untergebracht ist.




    Gottlob bin ich nicht vom Denkmalamt, das hätte zwei Beanstandungen in Jedenspeigen gegeben. Wobei die missbräuchliche Verwendung des Bildstocks als Unterstand für den Nepomuk vermutlich schon länger zurückliegt. Aber der denkmalgeschützte Nepomuk beim Schloss könnte durchaus eine gründliche Restaurierung vertragen.


    Johannes

    Auch wir haben, wie jedes Jahr, die Vögel an den Futterhäusern in unserem Garten gezählt. Obwohl sie heuer ein Luxushaus dazubekommen haben, geschützt unter einer Dachkonstruktion, war das Zählen schnell erledigt:


    Ganze drei Kohlmeisen. Sonst niemand da. Alle wie weggezaubert. Auch an den Futterstellen merken wir es, in vergangenen Jahren war innerhalb einer Woche alles weggefressen, dieses Jahr sind die Futterhäuser auch nach drei Wochen noch nicht leer.


    Das gleiche bei den Nachbarn. Das gleiche bei Freunden etwas weiter weg.


    Es fiel aber auch bereits im Sommer auf, dass due Brutkästen leer blieben.


    Ich bin gespannt, was die Auswertung der Vogelzählung ergibt.


    Johannes

    Die Kirche ist jeden Sonntag und zu den Feiertagen um 18:00 zu den Gottesdiensten geöffnet. Allerdings muss man wissen, wo sich der eher versteckte Eingang in das Areal befindet. Ich hatte eine halbe Stunde davor einen Besichtigungstermin mit dem Militärpfarrer, der ein sehr ausführliches Buch über die Geschichte dieser Kirche geschrieben hat.


    Die hölzerne Statue stammt wahrscheinlich aus der Alservorstadt, wo sie von Wallfahrern angebetet wurde. Sie ist sicher älter als die Kirche.


    Johannes

    Wien 1130 Hietzing


    St. Johannes Nepomuk am Fasangarten, Invalidenhauskirche, Militärpfarre


    Zur Epiphanie hatte ich Gelegenheit, das Innere dieser Kirche zu besichtigen, an der ich schon sicher hundert mal vorbeigefahren bin, da sie auf dem Weg von mir zuhause nach Schönbrunn führt, wo meine Eltern wohnten.




    Die Invalidenkirche wurde von ihrem ursprünglichen Standort im dritten Bezirk in die Vorstadt verlegt. 1908 wurde ein Grundstück am Stranzenberg vom Kriegsministerium erworben und dort eine Siedlung samt Kirche erbaut. Heute sind noch einige Wohnhäuser und die Kirche, die dem hl. Nepomuk geweiht ist, erhalten.


    Die Kirche ist in einem eigenwilligen Stilgemisch aus Jugendstil und Historismus erbaut und wird von einer großen Kuppel und einem secessionistischen Leuchter dominiert. Aus der alten Kirche wurde das barocke Altarbild übernommen.



    N


    Für den Kaiser gab es eine eigene Loge:



    Über eine Seitentüre gelangt man nicht in eine Sakristei, wie man vermuten würde, sondern in einen großen Saal, den Ehrensaal, wo der österreichischen Geschichte gehuldigt wird. Leider sind die Bilder ob des schwachen Lichtes etwas unscharf geworden, sollen aber dennoch einen Eindruck dieses Saales vermitteln:












    Den hl. Nepomuk musste man lange vergebens suchen, denn obwohl die Kirche diesem Heiligen geweiht war, fand er sich darinnen nicht. Erst später hat man diese ältere Statue angebracht, dem Wunsch der Besucher folgend:



    So habe ich mit dem hl. Nepomuk wieder ein Stück Geschichte in Wien kennengelernt!


    Johannes

    Wien 1130, Hietzing


    In der Sankt-Veit-Gasse steht vor der Pfarrkirche Unter Sankt Veit diese Nepomukstatue:




    Sie stammt aus 1855 und wurde 1962 renoviert. Der Heilige zeigt die Schweigegeste.



    Auf dem Sockel steht der Spruch:


    „Wer seine Zunge im Zaum hält, bewahrt seine Seele“



    Auf dem Weg nachhause bin ich an dieser Kirche vorbeigekommen, die ich morgen, zur Epiphanie, vor der hl. Messe besichtigen darf. Diese Kirche ist ein Baujuwel des Jugendstils und dem hl. Nepomuk geweiht. Heute ist sie Militärkirche, morgen darf ich hinein!



    das sind die kleinen, aber besonderen Freuden während des Lockdowns!


    Johannes

    Wien 1010, Innere Stadt, Jesuitenkirche.


    Ich habe heute einen kleinen Abendspaziergang durch die Stadt gemacht und bin bei der Jesuitenkirche vorbeigekommen.



    Die Kirche stand offen, aber es war dunkel innen, nur der Hauptaltar war beleuchtet und bei einem Seitenaltar auf der rechten Seite war dieses Predellenbild beleuchtet, welches den hl. Nepomuk zeigt. Ich habe versucht, es mit verschiedenen Beleuchtungen einigermaßen darzustellen.



    Er trägt ein Medaillon mit einer Darstellung der Maria von Altbunzlau.



    Hier ein Link zur Beschreibung der schönen Kirche:


    https://jesuitenkirche-wien.at/kirchenraum/#galerie


    Johannes

    Das Medaillon über dem Beichtstuhl ist ein schönes Beispiel, welches sich in unseren anderen Darstellungen auf Beichtstühlen einfügt. Der andere Heilige ist keinesfalls ein Nepomuk, kein Bart, keine Haare auf dem Kopf, keine Mozetta, nichts spricht dafür.


    Danke für deine Bemühungen!


    Johannes

    Oh, wie schön. Im Botanischen Garten in Wien blüht er auch schon, das ist der Bodnant-Schneeball, auch Winteschneeball oder duftender Schneeball genannt.


    Leider ist der Botanische Garten seit gestern geschlossen, wegen des Lockdowns, so kann ich die verschiedenen Winterblüher dort nicht einfangen. Und gestern war es mir zu kalt und stürmisch für einen größeren Ausflug, der muss also warten.


    LG


    Johannes

    Bei Josef scheint es immer Sonnentage zu geben, fragt sich nur, wer der Engel ist, der das bewirkt?


    Schöne Aufnahmen mit ein wenig Sehnsucht nach dem Sommer....


    Johannes

    Lieber Tom,


    das ist der gleiche. Er steht unter der Kirche auf dem Platz und die Beschreibung mit dem Sockel meint den selben Nepomuk. Es gibt noch einen weiteren Nepomuk auf einer Hausfassade, den hatte ich bei meinem letzten Besuch in Weissenkirchen übersehen und einen in der Kirche, den bereits Susanne beschrieben hat.


    Es ist aber gut möglich, dass es noch andere Nepomuk-Statuen dort gab, die verschwunden sind. In Wien waren über tausend Nepomuk-Statuen beschrieben, von denen nur etwas über 100 erhalten sind. Dafür sind neue, moderne dazugekommen.


    Johannes

    Gefühlsmäßig würde ich das Bild auch nach Weissenkirchen verorten. Ich war erst im Juni wegen des einen Nepomuk dort, werde aber im Frühjahr nochmals hinsehen, da sowieso noch ein anderer Nepomuk auf der to-do Liste in Weissenkirchen steht.



    Dann schaue ich mir alle Wege und Häuser nochmals genau an.


    LG


    Johannes

    Nun hoffe ich, du @Johannes freust dich etwas über mein Weihnachtsgeschenk.

    Ja, ich freue mich übe jeden Nepomuk hier und ich gehe immer mit, weil ich das auch so gut kenne, vor einer verschlossenen Türe zu stehen und dann noch herumzuschauen, ob es irgendwie eine Möglichkeit gibt, an den Nepomuk heranzukommen. Gut gemacht.


    Danke Tom für die Recherche. Es ist schwierig nach mehr als 100 Jahren ein Objekt zu finden,weil sich so viel geändert hat. Manchmal kann man sich an Bäumen orientieren, den diese bleiben oft länger erhalten. Ich finde Spurensuche immer interessant, aber so mancher Nepomuk ist über die Zeit auch verschwunden.


    LG


    Johannes