"Hammer" könnte heissen "haben wir" - aber was ?
Beiträge von Grizzly
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Zu den "handfesten" Lehrerargumenten (sorry ich schweife ein bissl ab, weil's m.E. kein Religionslehrer war, aber ich weiss nicht, wo's sonst hinpasst) fällt mir noch ein:
Am Nordende von Heidelberg, im Stadtteil Handschuhsheim, haben sie Ende der 70er eine Neubausiedlung hingestellt, in der es eine Fritz-Frey-Straße gibt. In der residierte meine letzte Heidelberger WG Anfang der 80er. Neben unserem Block steht ein kleines Denkmal für Fritz Frey, wonach er Handschuhsheimer Lehrer und Heimatforscher war. Über seine sonstigen Qualitäten berichtete ein alter Handschuhsheimer, der meine Mitbewohnerin beim abendlichen Trampen nach Hause mitgenommen hatte (das sind aus der Altstadt ca. 4 km, also eine ganze Ecke, wenn die letzte Straßenbahn weg ist):
"Hajo, der Fritz Frey. Der hot bees zuschlage gekennt ..." -
Sorry, ich hab meinen Bericht von 2009 gar nicht fertig gemacht, hier ist der Rest:
Von Hamburg aus kommen wir auf einmal in die USA, so schnell geht das hier, und sehen die - zum Leidwesen der Ureinwohner - in den Fels gehauenen Präsidentenköpfe.
Damit auch US-Züge und LKW fahren können, braucht es zB ein Bergwerk, hier isses:
... und der Grand Canyon ist auch nicht weit.
Der Minenzug geht mitten durch's Dorf der Pueblo-Indianer (das trau ich den Yankees sogar im Original zu),
und - schwupps ! - sind wir wieder in Europa, diesmal in Skandinavien.
Das hier könnte die Brücke über den Götaälv in Göteborg sein ...
Ein schwedischer Fiktivbahnhof,
in den grad ein typischer schwedischer Regionalzug mit der blauen E-Lok einfährt.Und schon sind wir in den Erzbergwerken von Kiruna -
sie erscheinen kalt und ungemütlich,
und auf einem zugeforenen Teich ganz rechts im Bild (wegen Unschärfe schwer zu sehen)
dreht ein einsamer Eisbär seine Runden -
jedenfalls wenn man ihn per Knopfdruck in Bewegung setzt.Die Holzkirche gehört m.E. nicht nach Kiruna, der Feuerlöscher daneben auch nicht,
aber irgendwo muss sie ja ihren Platz finden.Damit war mein Miniwunderlandausflug zu Ende, zumal ein Photographieren ohne massenhaft dazwischenlaufendes Publikum inzwischen (ca. 10 Uhr) kaum noch möglich.
Die ganze Aktion hat vor sechs Jahren stattgefunden, das heisst, es gibt inzwischen einiges an Neuem, vielleicht ist einiges von dem oben Gezeigten auch nicht mehr zu finden.
Wer keinen Bock auf Gewühle hat, kann hier die voraussichtliche Wartezeit erfahren:
https://www.miniatur-wunderland.de/besuch/wartezeiten/erwartungen/
oder hier ein Ticket vorbuchen (wenn er mit Internetforumlaren nicht so auf Kriegsfuß steht wie ich):
https://www.miniatur-wunderland.de/besuch/tickets/Und so kommt man mit dem HVV zum Miniwunderland:
ZitatBaumwall (U3 Richtung Barmbek, ca. 7 Minuten Fußweg)
Messberg (U1 Richtung Norderstedt, ca. 9 Minuten Fußweg)
Überseequartier (U4 Richtung Überseequartier, ca. 12 Minuten Fußweg)
Stadthausbrücke (S1 und S3, ca. 10 Minuten Fußweg)
Zudem fahren die Buslinie 6 (vom Hauptbahnhof aus kommend bis zur Station "Auf dem Sande") und die Buslinie 111 (vom Bahnhof Altona via Landungsbrücken bis zur Station "Am Sandtorkai") direkt zum Miniatur Wunderland.
Viel Spaß wünscht Euch Grizzly.PS
Mein Ausflug ist, wie gesagt von 2009, die Elbphilharmonie ist da noch nicht drin, und der Lokführerstreik auch nicht:
https://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fo…tml?p10941524=1ZitatLokführerstreik im Miniaturwunderland Hamburg. Figuren, die streikende Lokführer darstellen
sollen, stehen am 05.11.2014 im Miniaturwunderland in Hamburg und halten ein Schild mit der
Aufschrift "Wir lassen heute keinen mehr fahren". Na Gott sei Dank... -
Zitat
Die Besonderheit an der Kirche hat mit einer Krankheit zu tun.
War das die Pest ? -
Es macht auch Laune, innerhalb von 2 Stunden eine Dreiländerrundfahrt mit dem Radl zu machen, Einkehr (in Tschechien an der Neisse-Brücke) inbegriffen. Aber Achtung ! Abends steht manchmal der Zoll o.ä. auf der deutschen Seite und lässt die Radler blasen. Führerscheinbesitzer sind ab 1,6 Promille dann keine mehr ... Wer das Radl schiebt, dem passiert nix.
Zittau ist auch als Ausgangspunkt für weitere Tagestouren interessant, zB mit dem Dampfzug nach Oybin, sowie nach Liberec/CZ, nach Görlitz oder Bautzen.
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hallo Grizzly,
als Zittau-Reisender wirst du mir ja in meiner Einschätzung zustimmen, daß dieser kleine Ort ein wirklich sehenswertes Kleinod in Sachen ist.
Auf jeden Fall !
Meinen eigenen Bericht kann ich derzeit leider schlecht hierher übertragen, weil viele Bilder zur angehängt sind:
https://weitblickforum.de/forum/thread.php?threadid=799
Könnte es sein, daß dein Hotel der Gasthof "Zur Goldenen Sonne" war?
Nein, das war's nicht, siehe hier (unter 06). Es war die Pension am Markt, teilweise auch als "Pension Marktlücke" im Netz.. -
Muss doch auch mal etwas Positives über unsere Religionslehrer loslassen.
In der 10. Klasse war ich grottenschlecht, keine Lust zu nix, entsprechend sah das Zwischenzeugnis aus.

Unser Religionslehrer in diesem Jahr, Pfarrer Ost, war ein durch und durch gutmütiger Mensch. Schlechtere Noten als 3 gab es bei ihm nicht, und die bekamen nur Leute, die durch keinerlei Unterrichtsaktivitäten aufgefallen waren. Normalerweise wäre ich in diesem Jahr ein Dreierkandidat gewesen, siehe oben.
Eines Tages kurz vor Schuljahresende saß ich in meiner Bank (ziemlich weit hinten), der Lehrer erzählte vorne etwas, keine Ahnung was - ich war mit dem Abschreiben von Hausaufgaben eines anderen Fachs beschäftigt. Hörte mit einem Ohr, wie er fragte, wann Zinzendorf gelebt hatte.
Ich hatte diese Daten irgendwo aufgeschnappt, und ich habe ein gutes Zahlengedächtnis.
1700 bis 1760, brummte ich.
Der Lehrer wurde hellhörig. Eine konstruktive Äusserung aus dieser Ecke war er nicht gewohnt, noch dazu, wenn derjenige eigentlich mit etwas Fachfremdem beschäftigt war (was ich freimütig zugab, denn bei dem guten Mann war das erlaubt).
Und so bekam ich allein aufgrund dieses Lichtblicks einen Zweier in Religion.
(Wittenberg 2009) -
Ein Kirchenmann hat mich nicht geschlagen, aber wir hatten Schulschwestern und eine davon hat kräftig ausgeteilt.
1965 hat mir ein evangelischer Pfarrer die Brille zertrümmert, weil er so in Rage war, dass er vorher vergessen hat, mich zum Abnehmen derselben aufzufordern, was das ungeschriebene Regelment vorgesehen hätte. Hat dann freiwillig die Reparaturkosten übernommen - mit dem Nachteil, dass mein Vater auch davon erfuhr. Ob mir dies weitere Nachteile gebracht hat, weiss ich nicht mehr, d.h. das war dann wohl nicht mehr so aufregend. Hätte aber sein können.Heute muss ich gelegentlich bei einer hausärztlichen Untersuchung den Patienten bitten, die Brille abzunehmen. Und jedes Mal fällt mir die damalige Bedeutung dieser Aufforderung ein: "Nimm die Brille ab ..."
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Dankschön für die tollen Bilder, lieber Jürgen, die mich an meine eigene Zittau-Reise von 2007 erinnern, mit leider meist noch undigitalisierten Bildern ...
Jedenfalls bin ich damals auch auf den Johanniskirchenturm gestiegen (schnauf - schwitz !) und hatte wie Du das Glück, von einen versiertem Türmer alles erklärt zu bekommen, u.a. dies:ZitatI.
Man kann die Turmstube für Feierlichkeiten mieten, für Hochzeiten etwa. Mehr als Brautpaar + Trauzeugen + Schwiegereltern passen da allerdings nicht rein, und wenn dann das Bett für die Hochzeitsnacht aufgeschlagen wird (das müssen sie wohl zusammengeklappt da oben deponiert haben), ist die gute Stube so gut wie ausgefüllt.II.
Auf fast allen Zittauer Türmen hat's Falken, die eifrig von Turm zu Turm flattern.
Wenn der Türmer mich nicht drauf hingewiesen hätte, hätt ich sie gar nicht bemerkt - aus der Entfernung sehen sie aus wie Tauben ...
Und mein Marktplatz-Quartier hab ich auf einem Deiner Turmbilder auch wiederentdeckt (das schmale hellgrüne Haus ganz links):
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22.7.2014
Nach dieser Aktion vom Juli 2013 musste ich nochmal mach Gävle ...
ZitatOriginal von Grizzly
... zum Fängelsemuseet, dem Gefängnismuseum,
das, wie meistens in solchen Einrichtungen, wirklich mal eines war.Im Museumsgarten steht ein Pranger, sowas kennt man aus unseren Mittelalterausstellungen,
aber dieses pferdeähnliche Gebilde links daneben ?
Nun, stellt Euch vor, ein böser Mensch zwingt Euch, auf diesem Holztier zu sitzen, stundenlang womöglich - dann gesteht Ihr womöglich, dass Ihr selbst das Stockholmer Blutbad angeordnet habt und nicht der dänische König Christian II., nur damit ihr von diesem Martergaul wieder runterkommt, so tut Euch der Hintern weh.
Wir haben Vormittag, das Museum hat offen, und später die Kantine auch. Sogar die Sonne scheint ...... aber nicht für die, die dort und, früher, im benachbarten Schloss einsitzen mussten.
Diese Sammelzellen wurden im Rahmen einer Justizreform im 19. Jahrhundert beseitigt ...
ZitatDie Strafreform von 1832 unter Oscar I. füllte die Gefängnisse, da der König die körperliche Strafe abgeschafft hatte und die Todesstrafe seltener wurde. Die Alternative war daher Strafarbeit oder Gefängnis, wobei die Gefangenen während der Arbeitszeit nicht miteinander sprechen durften. Die Unterbringung in Zellen wurde im Laufe der Jahrzehnte immer häufiger und erreicht seinen Höhepunkt zwischen 1892 und 1916.
Ganzer Text: https://schweden-geschichte.blogspot.de/2012/03/geschi…-schwedens.html... wobei die Haftbedingungen aus heutiger Sicht nicht unbedingt humaner wurden - denn stattdessen gab es absolute Einzelhaft. Die Gefangenen durften nicht nur nicht miteinander sprechen, sondern mussten ausserhalb der Zellen auch solche weissen Masken tragen, um von ihren Mitgefangenen nicht erkannt zu werden.
Die Wärter wiederum schlichen mit extra leisen Schuhen herum, um ungehört die Gefangenen kontrollieren zu können und bei ihnen das Gefühl der totalen Überwachung zu verstärken.
Wer die Regeln einhielt, bekam allmählich kleine Vergünstigungen, wie dieser Schuster
der dann neue Wärterschleichschuhe zusammenschustern durfte ...Mehr als hundert Jahre später, die Isolationshaft war längst abgeschafft, bastelte sich ein Knacki ein Paar Spezialschuhe mit Zaunübersteighilfen zwecks Verkürzung seiner Haftzeit ...
... was leider (aus der Sicht des Betroffenen) nicht funktioniert hat, wie im Begleittext ersichtlich.Mehr zum Museum, leider nur in der Landessprache
https://sverigesfangelsemuseum.se/om-museet/