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  2. Grizzly

Beiträge von Grizzly

  • Fjällbacka - bei Ingrid Bergman und Camilla Läckberg daheim

    • Grizzly
    • 30. August 2015 um 11:27

    Gleich rechts neben dem Ingrid Bergmans Torg hätte man durch die Schlucht Kungsklyftan gehen und von dort den Treppenaufstieg zum Plateau des 74m hohen Vettebergs angehen können. Allerdings liegt die Kungsklyftan voll mit unzähligen Steinbrocken, der Weg da durch ist anstrengender als der Treppenaufstieg zum Felsplateau. Wer konditionelle oder Gelenkprobleme hat, sollte erst durch den ganzen Ort gehen und die Treppe von hinten nehmen, sonst schafft er hinterher das Plateau mit dem wirklich beeindruckenden Panoramablick nicht mehr.

    Rechts unten der Treppenaufgang -
    irgendein Depp hat da seine Bierflasche vergessen.

    Schon auf den Wendestellen des Treppenaufgangs stauen sich die Photographen, geduldig steht man Schlange bis man dran ist; es fehlt nur noch ein Wartenummernautomat wie an schwedischen Schaltern üblich mit der Aufforderung
    Ta en numerlapp ...

    Auch die Vegetation auf diesem Eiszeitrelikt ist beeindruckend.

    Und wer noch zweifelt, dass ich höchstpersönlich da oben war, guckt hier:

  • Fjällbacka - bei Ingrid Bergman und Camilla Läckberg daheim

    • Grizzly
    • 30. August 2015 um 11:26

    Das malerische Westküstendorf Fjällbacka war nicht nur Wahlheimat der großen Schauspielerin Ingrid Bergman und Geburtsort der Krimiautorin Camilla Läckberg, sondern auch Drehbuchort für "Ronja Räubertochter" und diverser Läckberg-Krimis (wahrscheinlich kommen da noch ein paar). Ich hab am 15. August von Borås aus eine Tagestour dorthin unternommen.

    Es fing erstmal mit Frust an - der Zug, an dem ich jeden Morgen auf meinem Weg nach Göteborg vorbeiging und der 5:58 nach Uddevalla fahren sollte, stand nicht da - irgendetwas Kleingedrucktes muss ich übersehen haben, jedenfalls fuhr das Ding am Samstag nicht. Also erstmal mit dem nächsten Bus nach Göteborg und von dort wieder mit dem Bus nach Uddevalla - der machte allerdings nicht am Bahnhof, sondern an einem abseits gelegenen Busbahnhof Endstation. Eine junge Frau erklärte mir den Weg zum Bahnhof (10 Min. zu Fuß) und wünschte mir lycka till, viel Glück. Ein Stadtbus ersparte mir dann den Fußweg, dafür verhalf ich am Bahnhof einem jungen Dänen zu seiner Fahrkarte, weil er mit dem Fahrkartenautomat nicht zurecht kam (ich brauch die Automaten zwar nicht, da Monatskarte, aber mit Trick kann man sich damit auch Verbindungen raussuchen, und das hatte ich schon ein paar Mal gemacht).

    Weiter mit dem Zug Richtung Strömstad, in einem Dorf namens Dingle (2. Station) wieder raus und in den Bus 875 nach Fjällbacka, das steht schon aussen drauf. Gut dass ich nicht mit dem Auto gekommen bin, denn der Parkplatz ist voll (und teuer).


    Kirche und Friedhof kennt man noch von den Krimiverfilmungen,
    und dann kommt man schon in den Ort unter dem riesigen Felsen, dem Vätteberg.

    Aus Anlass ihres 100. Geburtstags ist der Ingrid Bergmans Torg herausgeputzt worden.

    Zitat

    Ingrid Bergman machte regelmäßig auf der Insel Danholmen vor Fjällbacka Urlaub. Nach ihrem Tod wurde dort ihre Asche auf See verstreut. Ihr zur Ehren heißt der Hauptplatz beim Hafen heute Ingrid Bergmans Torg; dort befindet sich auch das 1983 errichtete Denkmal mit einer Büste des Bildhauers Gudmar Olofsson.


    httpss://de.wikipedia.org/wiki/Fj%C3%A4llbacka

  • Grizzly lernt Schwedisch

    • Grizzly
    • 30. August 2015 um 11:25
    Zitat von ELMA


    Dein Ziel, Schwedisch zu lernen, steuerst Du mit Schwung an , das tägliche Leben in Schweden kennst Du bereits recht gut, kennst auch die Menschen schon etwas - wirst Du irgendwann mal dorthin ziehen ?


    Nein, liebe Elke, das ist nicht geplant.

    Zitat von ELMA


    Eine Frage am Rande:
    Hast Du das, was Du uns hier erzählst, tatsächlich mit dem Smartphone geschrieben?
    Respekt!
    Ich schaffe mit diesem kleinen Ding kaum mal eine SMS - 10 Min für 20 Wörter.... ( Stehe mit dem Teil ohnehin etwas auf "Kriegsfuß... ")


    Nur das erste Posting. Das gute Stück hat ja auch eine komplette Schreibmaschinentastatur, wenn auch ohne Sonderzeichen.
    Die Bildberichte kommen jetzt in Extrathreads.

  • Grizzly lernt Schwedisch

    • Grizzly
    • 27. August 2015 um 19:01
    Zitat

    Und trotzdem lernt man sehr viel, da - zumindest in den von mir besuchten Kursen - die Unterrichtssprache ausschließlich die zu lernende Sprache war. Ist das bei Dir auch so?


    Liebe Helga,
    genau so war das.
    Ich bin ja, zumindestens bei nicht vollkommen exotischen Sprachen, in der Lage, die Anfänge im Eigenstudium zu lernen, so dass ich nirgendwo in den Anfängerkurs muss. Dort müssen sich die Lehrer/innen natürlich oft mit Deutsch oder Englisch behelfen, aber als Quereinsteiger in die 2. Gruppe bzw. A2 ist die Unterrichtssprache tatsächlich Schwedisch. Ich bin, da nicht in deutscher Umgebung untergebracht, und weil meine Tante inzwischen die Sprachen durcheinander haut bzw. das spricht, was ihr gerade in den Sinn kommt, inzwischen auch in der Lage, mich zumindestens im Ulricehamner Altenheim ohne deutsch/englische Hilfe zu verständigen, was schon deshalb sinnvoll ist, weil die Hilfsschwestern - mit unterschiedlichstem Migrationshintergrund - oft kein Englisch sprechen, und weil ich dann auch verstehe, was meine Tante mit ihren Mitbewohnern spricht. Und ich habe einem Dänen (!!) dazu verholfen, sich aus einem schwedischen Fahrkartenautomaten (der völlig anders funktioniert als die deutschen) sein Ticket zu holen - der kam mit dem Ding überhaupt nicht klar ...

    PS
    Inzwischen bin ich, da mein Smartphone vor einer Woche den Geist aufgegeben hat, inzwischen auch im Besitz eines schwedischen Billigmobiltelefons, dessen Display kein Deutsch versteht. Und da ich mit technischen Anleitungen egal in welcher Sprache eh auf Kriegsfuß stehe, hab ich die schwedische Version gelassen - englisch wär noch gegangen, sonst halt die nordischen Sprachen.
    Heut hab ich ihn mal, nach vorherigem Durchzählen der Möglichkeiten für den Rückweg, mal kurz auf Finnisch umgestellt - aufgrund meiner traumatischen Erfahrung von vor ein paar Jahren, als ich mein Gerät versehentlich auf Türkisch verstellt und in Panik die nächste Dönerbude aufgesucht hab, weil ich den Rückweg nicht mehr fand. Nun gibt es hier genug Dönerbuden, aber find mal einen Finnen hierzulande ...
    Inzwischen spricht das gute Stück wieder Schwedisch mit mir, und so kommt man dahin:
    Asetukset = Einstellungen
    Yl. Käyt. asetukset = Telefoneinstellungen
    Puhuleminen kieli = Sprachwahl
    Dann gibt er die Sprachen an, d.h. wenn Du dort bist, hast Du gewonnen.

    PS II
    Bei Finnisch müsste ich in A1.

  • 1 Tag in Stockholm

    • Grizzly
    • 27. August 2015 um 18:49

    Liebe Jofina,
    als einer, der zusammengerechnet schon Wochen in dieser schönen Stadt verbracht hat (siehe auch meine Schwedenpostings, wobei da noch einiges fehlt), beglückwünsche ich Dich zu dieser gekonnten Zusammenfassung der bedeutendsten Highlights.
    Herzlichen Dank !

  • Münster

    • Grizzly
    • 27. August 2015 um 10:59

    Dankschön für die Ergänzungen !
    Mit so schönen Blumenbildern konnte ich bei meinem März-Besuch natürlich nicht punkten.

  • Grizzly lernt Schwedisch

    • Grizzly
    • 27. August 2015 um 10:49

    PS I zu oben:
    In der 2. Kurswoche hat sich mein Tagesablauf soweit eingespielt, dass ich keinen Wecker mehr stellen müsste. Ich wach zwischen 5 und 5:30 auf, mach mich fertig, zuckele vom Campingplatz, an den das Vandrarhem angeschlossen ist, durch das um diese Zeit noch ziemlich leere Borås bis unter die Bahnhofsbrücke, wo ich den billigsten Parkplatz ausgemacht habe. Wackle über die Brücke und genehmige mir bei Pressbyrån (vorwiegend in Bahnhöfen angesiedelte Universalläden) ein Frühstück.

    Am liebsten nehme ich den Zug 6:58, weil ich da mehr Beinfreiheit hab und so besser schlafen kann - für die Fortsetzung der alten Schülertradition, die Hausaufgaben morgens im Zug zu machen, bin ich zu müde. Auch haben die meisten Züge keine Tischchen (ausser den ganz neuen, an einigen Plätzen). Die Busse fahren zwar im Halbstundentakt, aber nachdem ich mal grad noch rechtzeitig aufgewacht bin, bevor der Fahrer sein Fahrzeug zusperren konnte, ziehe ich endgültig den Zug vor. Dazu hatte er seinen Doppeldeckerbus schon auf einem abseitigen Platz geparkt - anscheinend hat er vergessen das Oberdeck zu kontrollieren. Im Zug passiert das nicht, der bleibt im Bahnhof erstmal stehen, und das Putzkommando kommt gleich nachdem der Letzte ausgestiegen ist (oder auch nicht).
    "Är du insomnat ?" oder sowas ähnliches war der ganze Kommentar des Busfahrers. "Insomna" heisst also einschlafen, wieder was gelernt.
    Interessant. Im Psychiaterdeutsch bezeichnet Insomnie, dass man NICHT schlafen kann.

  • Grizzly lernt Schwedisch

    • Grizzly
    • 27. August 2015 um 10:48

    Nach meinem zum 1.8. erfolgten Eintritt ins Rentnerleben hab ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und an der Vokshochschule Göteborg einen Schwedischkurs belegt, damit ich endlich mal auf meinen in Bröselschwedisch gestotterten Satz die Antwort nicht auf Englisch bekomme.

    Borås, 14.8.15
    auf meinem (inzwischen dienstunfähigen) Mobiltelefon geschrieben:

    Die Fahrt auf der A7 nach Kiel war grauenhaft, eine Baustelle nach der anderen - fuer 79 km über 2 Stunden gebraucht. Die Weiterfahrt auf der Fähre bzw von Göteborg nach Borås verlief dann problemlos. Hatte auf der Faehre einen netten Kabinennachbarn (21 Jahre jung), der in keiner Weise genervt oder geschnarcht und am Ende auch noch mitaufgepasst hat, dass ich nix vergesse (ich haette ja sein Opa sein koennen). Er kam zudem aus Oberfranken (Coburg), wo ich Abitur gemacht hab (in Hof), so dass auch für vertraute Ortsthemen gesorgt war.

    In meiner Klasse an der Folksuniversitet (Straßenbahnhaltestelle Järntorget) ist von Japan bis Argentinien alles vertreten, die Hälfte (8 von 16) deutschsprachig. Wobei ich auch hier der Opa bin, die Japanerin ist 41, alle anderen zwischen 18 und 31.

    Zwischendurch besuche ich meine inzwischen 95jährige Tante in Ulricehamn, das liegt ca 100 km östlich. Weshalb ich diesmal mein Auto mitgenommen und ein Quartier auf halber Strecke habe. Von dort fahre ich mit Bus/Bahn nach Göteborg oder eben mit dem Auto weiter nach Ulricehamn, bzw abends ins "Vandrarhem" von Borås. Schon das Parken am Borås' Bahnhof kostet 20 Kronen Minimum pro Tag, und in Göteborg ist es unbezahlbar, also besser Monatskarte.

    Am 2. Tag hab ich einen Mordsschreck gekriegt, weil mein Auto muckte. Auf dem Tachodisplay leuchte ein Symbol auf, das ich noch nie gesehen hatte. Fuhr zur Werkstatt, fragte einen Menschen der zwar freundlich war aber keine Ahnung hatte, startete wieder - und alles war normal, und blieb es bis heute. Das Auto wollte wohl signalisieren, dass es auch noch da war.
    Meine Schwester meinte, ihre Bekannte hätte ihrem Auto was vorgesungen, dann fuhr es besser. Sollte ich vielleicht auch machen - am besten morgens die Marseillaise, ist ja schliesslich ein Franzose (Renault). Allerdings kann ich nur den halben Text der 1. Strophe.

    Selbstkritik:
    Das nächste Mal lass ich das Auto wieder daheim. In Göteborg und ganz Västergötland gilt meine Monatskarte (Västtrafiks Regionen Runt für 1680 SEK), und für Ulricehamn incl. Tantenausflüge kann ich das Taxi nehmen (das Heim liegt 2 km auf dem Berg). Dagegenrechnen muss man nicht nur Stress, Sprit und Autofährkosten, sondern auch die Parkgebühren und in Göteborg ggf die Citymaut (ausser Sonntag).
    Gut, ohne Auto haette ich das dienstägliche Veteranbiltreffen (tolle Oldtimer aus S, D und den USA) in Borås nicht entdeckt, aber weiss ich ja wo das ist - falls es nächstes Jahr wieder stattfindet. Zum Marktplatz (Stora Torget) vom Bahnhof aus kann man das laufen.

    Das Wetter ist angenehm, aber deutlich kühler als, soweit ich das mitbekommen hab, zZt in Deutschland. Wenn abends die Sonne weg ist, wirds auf meinem Campingplatz, an den das Vandrarhem angeschlossen ist, schnell kuehl u.v.a. feucht vom Tau - ich sitz meistens draussen, weil mein Winzzimmer nur zum Schlafen taugt. Und morgens brauch ich die Jacke, die herumzuschleppen mich dann tagsueber zusaetzlich ins Schwitzen bringt. Naja - Schwitzen ist gesund.
    (PS.: Inzwischen wirds auch hier wärmer, die morgendliche Jacke ist verzichtbar und die sicherheitshalber mitgeschleppte dünne Regenjacke reicht fuer morgens/abends völlig).

    Gestern hab ich was gelernt, was meine letzte Klinikchefin (Psychiaterin und Feministin) in helle Begeisterung versetzt haette. Die hatte immer kritisiert, dass aus einer beliebig grossen Lehrerinnengruppe eine Lehrergruppe wird, sobald auch nur 1 männlicher Kollege dazukommt. Im Schwedischen ist das zwar meistens auch so, aber es gibt mindestens 2 Ausnahmen:
    FRÖKEN (Fräulein) gibt's zwar sonst nicht mehr, ist aber eine populäre Kinderbezeichnung für Grundschullehrer (ja, auch für Männer !), und mein früher mal erlernter Beruf, der hier geschlechtsuebergreifend SJUKSKÖTERSKA dh Krankenschwester heisst. So meldete ich mich gestern bei einer Telefonierübung im Kurs, bei der ich einen Klinikmitarbeiter zu mimen hatte, korrekterweise mit SYSTER GRIZZLY. Den Spitznamen hab ich jetzt wohl weg.

  • Ehemaliger Kontrollpunkt Dreilinden/Drewitz

    • Grizzly
    • 20. Mai 2015 um 08:18
    Zitat von vadda

    Ist zwar ot, aber - was haben wir damals in der Schule vom 2. Weltkrieg und unserer Rolle darin gelernt?


    Nicht viel, meistens hinkte die Lehrerin mit dem Lehrplan hinterher, so dass sie den 1. Weltkrieg ff. in die letzte Stunde vor den Ferien packen musste.

  • Was einem so alles zufliegt

    • Grizzly
    • 20. Mai 2015 um 08:14
    Zitat

    1 Ägyptisches Pfund sind 0,11 Euro


    1980 war ich, auf dem Rückflug von meinem Krankenhauspraktikum in Tansania, mit meinem Studienfreund drei Tage in Kairo. Damals entsprach ein Pfund 3 DM, unterteilt in 100 Piaster. Für 30 Piaster bekam man ein Glas frisch gepressten Orangensaft, ein Pfund wollte der Friseur von jedem von uns für's Haareschneiden haben, nachdem er uns abends um 9, ähnlich wie ein Aufreisser auf St. Pauli, in seinen Laden gezogen hatte.

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