Ein tolles Erlebnis

  • Eines Tages sitze ich am Ufer des Balaton, und höre ein komisches Geräusch. Chuch chuch chuch.
    Ich schaue nach oben, und da kommt ein Heißluftballon gefahren. Mensch sage ich zu meinen Sohn, da müssen wir uns aber malerkundigen, wo man sowas machen kann.
    Bei den Reisebüro Siofok haben wir erfahren, das man es von Siofok Kiliti, ein Flugplatz machen kann.

    Wir sind also hin gefahren und haben eine Fahrt gebucht.
    So einfach ist das aber nicht, man muss da schon ein bischen Geduld haben. Der Kapitän hat sich unsere Handynummer geben lassen, und gesagt, er ruft uns an.
    Ist Gewitter in der Luft, dann geht es nicht oder auch bei viel Wind.
    2 Tage später bekamen wir den Anruf. Wir also nach Kiliti.


    Nach der Fahrt wird man mit Sekt, das Getränk der Ballonfahrer getauft, und bekommt einen Namen.

    Meiner ist Kilitibuszaföld Essy Kiliti ist der Ort wo wir gelandet sind Buszaföld Weizenfeld und Essy Graf. Wenn man dann nächste Mal fährt, ich bin so 5 X gefahren, kommt harmlos die Frage, sind Sie schon mal gefahren?

    Sagt man ja, wird man nach den Namen gefragt, weiß man den nicht, kann man direkt eine Runde Sekt geben.

    Viele liebe Grüße aus der Teufelsstadt


    Willipitschen

  • Wie so vieles im Leben ist doch alles noch steigerbar.

    So der richtige Reisecamper war ich eigentlich nie. Ich fuhr auf einen Campingplatz, und blieb da eben den ganzen Urlaub. Ich habe in meinen Arbeitsleben 3 Schichten gemacht, und wenn ich eben mit meiner Familie zusammen war, so den ganzen Tag, dann hatte ich Urlaub. Auch waren wir auf den Platz viele Freunde, gemischt, Holländer, Österreicher, Ungarn und Ostdeutsche. Wir haben nie darauf geachtet wo einer her kam.

    Ganz im Gegenteil, Abends saßen wir oft zusammen, und es wurde etwas getrunken, Musik gemacht und gesungen.

    Wir wurden immer mehr. Am Tag kam der Nachbar und sagte ihr wart aber gestern lange auf.

    Dann haben den am nächsten Tag eingeladen, damit er sich nicht beschweren ging.

    Und eines Tages flog etwas über unseren Campingplatz, was mich ja so direkt interessierte. Ein Drachen. Da musste ich natürlich raus bekommen, wo der herkam.

    Ein Ungar sagte mir , Auto Mozi (Autokino)

    Na dann mal los dorthin.

    Na ja, wir sind dann geflogen, kann ich jeden Empfehlen, sehr schön.



    Natürlich nicht vergleichbar mit Ballonfahren. Man sitzt auf den Drachen wie auf einen Campingstuhl rum herum ist nichts, es kribbelt bedeutend mehr im Bauch.

    Viele liebe Grüße aus der Teufelsstadt


    Willipitschen

  • kann ich jeden Empfehlen, sehr schön.

    Ich würde so etwas gern heute auch mal wieder machen !!

    Prinzessin Elke vom Abendrot, die mutige Himmelsstürmerin am blauen Abendhimmel


    Hast Du auch neuere Erfahrungen mit Ballon, Drachen oder ähnlich Spannendes ?


    Schau Dich doch mal im Forum um - hier gibt etliche Abenteuerlustige, die sich verrückte Dinge trauen !

    z.B.

    Geburtstagsgeschenk

    Oder so etwas?

    Flug mit einemTragschrauber

    und noch mehr

    Ein Riesenspaß: Die Zipline in Omiš


    Wie sind alle neugierig auf Abenteuertipps!


    Gruß,

    Elke

  • Na klar habe ich noch was.

    Ach da gibt es noch was Schönes, das heißt Tandemspringen.

    Also, auch hier geht es nicht ohne Termin. Wir sind also Freitags zum Flugplatz Siofok-Kiliti gefahren und haben uns über den Tandemsprung informiert. Mein Sohn, seine Freundin, mein Neffe und ich haben uns für einen Sprung angemeldet. Meiner Frau habe ich es freigestellt, aber sie wollte nicht. Es waren Jungs aus Cottbus. Die hatten eine 35 Personenmaschine Iljuschin. Sie haben uns dann auch noch gesagt, dass sie eine Helmkamera hätten und uns ein Video vom Flug machen könnten. Damit waren wir natürlich einverstanden. Aus rechtlichen Gründen flogen die Jungs aber für einen Ungar mit dem wir auch einen Vertrag hatten.

    Am Montag sollte es dann losgehen. Von dem Tag an habe ich nicht mehr ruhig geschlafen. Ich, der sehr wenig träumt, hatte immer Träume von Kirchen, die man von oben sah. So klein wie Streichholzdosen. Als Kind, wenn irgendwo ein Gerüst stand, dann kletterte ich hoch, setzte mich in die Dachrinne, und ließ die Beine runterbaumeln. Ich hatte dann so ein komisches Kribbeln im Bauch, und dieses Gefühl hatten ich im Traum auch.

    Als wir Montags nach Kiliti kamen, war die Maschine weg. Oh, war das toll. Der Ungar bot uns eine andere Maschine an, doch versuchte ich, immer einen Nachteil zu finden damit wir nicht hoch mussten. Ich führte an, wir hätten ein Video bekommen, was jetzt nicht der Fall wäre. Der Ungar sagte: Wir hätten doch 2 Kameras, wir könnten doch einen von uns mit hochschicken, der könnte von oben aufnehmen, der andere von unten. Der Mensch war so zuvorkommend, jeden Nachteil hat er entkräftet.

    Na ja, es blieb mir also nichts anderes übrig. Mein Neffe und ich waren also das erste Paar, das springen sollte. Es war ein altes Flugzeug. Die Sitze und eine Seitentür waren ausgebaut, sodass hinten 2 Tandemspringer sitzen konnten. Nach einer kurzen Einleitung wie wir uns verhalten sollten ging es also los. Man merkte, dass das Flugzeug Schwierigkeiten hatte hoch zu kommen. Der Flugzeugführer kurvte auch immer zur offenen Tür hin, was wieder das Kribbeln verursachte.

    Dann, plötzlich, sagte jemand: noch 100m. Von da an habe ich mir nur noch Vorwürfe gemacht, was bin ich doch bekloppt, habe ich das nötig, werde jetzt 60 Jahre muss ich mir das noch beweisen? Wenn zu diesen Zeitpunkt jemand gesagt hätte, sollen wir mit den Flugzeug landen ohne zu springen, dann hätte ich gesagt, ja mach das. Das hat aber keiner gesagt, statt dessen hieß es jetzt: raus. Die Bilder, die ich schon im Traum gesehen hatte, waren Wirklichkeit geworden. Kiliti lag so klein da. Also, dann eben los. Wir schwenkten zur Seite, der Springer schob uns immer weiter raus, und plötzlich waren wir unterwegs. Es verschlug mir fast den Atem. Nach ein paar Sekunden lagen wir stabil in der Luft und rasten auf die Erde zu. Mein Gott, war das ein herrliches Gefühl. Ich bin heute noch nicht in der Lage, das zu beschreiben. Man sah auch schon Einzelheiten: da war also der Wohnwagen, wo meine Leute waren und warteten. Ich habe überhaupt kein Zeitgefühl mehr, wie lange wir im freien Fall waren. War es eine halbe Minute oder mehr?. Die schönen Zeiten gehen immer sehr schnell vorbei. In diesem herrlichen Gefühl knallt es plötzlich fürchterlich, als wenn einer neben meinem Ohr eine Pistole abgeschossen hätte. Der Fallschirm hat sich geöffnet. Die Gurte reißen furchtbar an den Beinen. Man hat das Gefühl, man wird hoch gerissen. Und dann kommt die Phase, in der man ganz leicht zum Boden schwebt. Beim Aufsetzen ruft einer Hoppla und alle klatschen. Man ist froh, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben.

    Es war wunderschön, aber würde ich es noch mal machen? Ich glaube nicht. Noch mal soviel Angst ausstehen? Einmal im Leben reicht mir.

    Am meisten Angst hatte ich, dass ich oben meine Angst nicht hätte überwinden können und gesagt hätte, dass ich nicht springe. Diese Option hatte ich ja, aber so ist alles gut gegangen.

    Wenn man sich das Bild ansieht: So habe ich noch nicht ausgesehen als ich krank war. Man sieht die Angst, die ich dort hatte



    Viele liebe Grüße aus der Teufelsstadt


    Willipitschen

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