Vor vierzehn Tagen waren wir am Lago di Ledro. Der liegt nur wenige Kilometer nordwestlich des Gardasees, jedoch einige hundert Meter höher. Deshalb ist das Klima dort auch nicht so mild wie unten. Südlich dieses Sees befindet sich der Tremalzopaß. Wikipedia erklärt den euch viel besser als ich. Von mir kommen ein paar Bilder dazu.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tremalzopass
Wir fuhren die einzige geteerte Zufahrtsstraße von Westen mit dem Auto nach oben.
Dort wo die Asphaltstraße endet steht ein Refugio, also eine Art bewirtschaftete Berghütte. Im Hintergrund ist der Berg zu sehen nach welchem der Paß benannt ist.
Etwas unterhalb eine Alm mit Einkehrmöglichkeit.
Ab dem Refugio geht es nur noch mit dem Mountainbike weiter. Zuerst etwa eine knappe Stunde für uns zu Fuß relativ sanft nach oben.
Die Profiradler fahren die Teerstraße nach oben und dann hier auf der Schotterstraße weiter wieder nach unten.
An manchen Stellen liegt Ende Mai noch Schnee.
An manchen sonnigen Stellen blüht es bereits.
Nach einer dreiviertel Stunde empfiehlt sich ein kleiner Abstecher vom Weg. Von dort aus kann man dann auf den Lago di Ledro hinab sehen.
Herangezoomt
An dieser Stelle erwachen die Krokusse zum Leben. Der Monte Tremalzo ist 1975 Meter hoch. Ihn sehen wir im Bildhintergrund.
Der Berg an sich wäre einfach zu erwandern. Unser Ziel jedoch war ganz was anderes. Der Höhepunkt des Passes ist der Tunnel auf der Paßhöhe von 1830 Metern.
Nach etwa einer Stunde gemütlicher Gehzeit sind wir endlich an diesem berühmten Tunnel angekommen.
Innen geht es etwas rustikal zu.
Keine Angst. Da wird doch nicht ausgerechnet jetzt wo wir da sind etwas von der Decke fallen.
Das ist immer noch der selbe Tunnel. Scheinbar ist beim Bau der Beton ausgegangen...
Wenn ich mich nicht täusche, müsste das eine Christrose sein. Die wachsen hier vereinzelt.
Anders als gedacht hatten wir am östlichen Tunnelausgang keinen Blick auf den Gardasee. Also durften wir noch ein Stück weiter laufen.
Erste Frühlingsboten im Hochgebirge waren jedoch nicht zu übersehen.
Da ist er endlich - der Gardasee bzw. sein Nordteil. Im Hintergund ist der Monte Baldo in Wolken gehüllt.
Reizen würde es mich schon, mal mit dem Rad hier rauf zu fahren und auf der geschotterten Seite wieder nach unten. Unser Hotel in Pieve di Ledro hatte passende Räder da. Leider hatte ich nicht die Zeit und das Wetter war auch sehr durchwachsen. Vielleicht nehme ich mir mal die Zeit und pack es an. Einfach wird diese Tour sicherlich nicht, muß man doch von 655 Meter Seehöhe rauf auf 1830 Meter fahren. Das Hotel an sich hat mir sehr gut gefallen. Durchaus denkbar, daß wir wieder mal hier sind. Dann hoffentlich bei besserem Wetter.
Wir haben im übrigen ausschließlich Radler mit herkömmlichen Bikes, also kein einziges Ebike gesehen. Respekt vor der Leistung dieser Radler.
jürgen