Sommer 2014 in Kroatien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro

  • 27.8.14
    Gestern Abend zogen dicke Gewitterwolken herein



    Am Morgen: Regen, 10 Grad – kalt!
    Es war Zeit zusammenzupacken und es war Zeit für’s Meer.


    Von Zabljak zur montenegrinischen Küste sind es rund 200km.


    An der Tara gibt es an einer einsamen Nebenstraße ein kleines orthodoxes Kloster in Dobrilovina mit der Kirche des Hl. Georg .
    Trotz Regen fuhren wir die schmale Straße hinunter zu diesem Kloster.




    Eine junge Nonne hatte uns schon entdeckt und kam mit einem riesigen Schlüssel, um uns die Kirche aufzuschließen.




    Der kleine Umweg hatte sich gelohnt – vom Boden bis zur Decke war die Kirche mit naturfarbenen Fresken vom Beginn des 17. Jahrhunderts bedeckt – nicht alle unbeschädigt, aber die Szenen und Farben waren noch sehr schön erkennbar.
    Wir waren die einzigen Besucher. Leider durfte ich keine Fotos vom Innenraum machen und auch die Nonne wollte nicht fotografiert werden, was ich natürlich respektierte.


    Weiterfahrt Richtung Mojkovac - durch das wilde Moracatal nach Podgorica.




    Der Regen hatte aufgehört und die Temperatur war auf knapp 30 Grad gestiegen.


    Nur wenige Kilometer von der Küste entfernt : Der Skutarisee



    Wir hatten es eigentlich nicht ernsthaft geplant : aber es zog uns wieder weiter nach Süden – nach Ulcinj.


    Und wieder einmal sind wir in Ada bei Ulcinj gelandet – auf dem FKK Campingplatz, der inzwischen schon ziemlich leer geworden ist.
    Wir haben viel Platz rund ums herum.



    Und auch am Strand ist viel Platz- wie hier an der Mündung der Bojana. Es ist schön warm, nicht heiß – ein Klima zum Wohlfühlen.
    Mal sehn, wie lange wir es hier aushalten.
    Nicht auf die Uhr schauen müssen, Zeit haben und Natur beobachten können - das ist Luxus.



    An der Mündung der Bojana




    29.8.14

    mein tausendund....ter Sonnenuntergang
    Gestern südlich von Ulcinj , am Velika Plaza



    Wir sind immer noch auf der Insel Ada- Sonne, blauer Himmel, leichter Wind.


    Heute waren wir in Ulcinj, es war Markttag - das Angebot an Obst und Gemüse überwältigend : Riesenmelonen, Trauben . Pfirsiche, Nektarinen, Feigen... Gurken, Tomaten usw... alles, was die Bauern auf ihren Feldern hier anbauen, ,meistens sind es Albaner, die hier ihre Produkte anbieten.





    Ich habe den Eindruck , in Ulcinj kann man alles kaufen - von der Elektronik über techn. Geräte, Schmuck, Uhren ("Markenware", zumindest nach der Aufschrift ) Haushaltswaren bis hin zu Kleidung und "Souvenirs" jeglicher Art ( v.a. chinesischer Herkunft....)



    Sehen und gesehen werden: Am Stadtstrand in Ulcinj



    Dabei gibt es am nur wenige Kilometer entfernten 12 km langen Sandstrand Velika Plaza noch viele Abschnitte mit viel Platz.


    Nach drei Stunden Hektik und Gedränge in der Stadt waren wir froh, dass uns der Bus wieder in das ca 15km entfernte Ada fuhr.
    Das Meer ist so warm, dass man auch abends noch sehr gut schwimmen kann .


    Und abends kann man am FKK Strand von Ada Bojana auch schon mal ein Foto von dem langen Strand mit dem dunklen Sand machen.


  • Wie immer ein super Bericht.
    Ja Ulcinj ist eine lebendige Stadt.

    Liebe Grüße

    Josef

  • Hallo Elke,


    dein Kroatienbericht ist allererste Sahne, danke fürs zeigen ....

  • 31.8.14
    Länger als 4-5 Tage halten wir es nicht an einem Ort aus- auch nicht hier bei Sonne und Meer im Süden von Montenegro.


    Der Wetterbericht kündigt zwar entlang der Adriaküste Regen an und sinkende Temperaturen - aber wir werden trotzdem morgen nach HR aufbrechen und mal schauen, wie es in Süddalmatien sein wird.

    1.9.14

    Heute jagte ein Gewitter das andere.


    Sturzbäche auf den Straßen- in Budva stand das Wasser auf der Hauptstraße stellenweise 10cm hoch. Teilweise war nur Schritttempo möglich.


    Da wir in vergangenen Jahren oft sehr lange Wartezeiten bei der Einreise von MNE nach HR ( Debeli Brig) erleben musste, wählten wir dieses Mal den kleinen Grenzübergang Njivice (Richtung Halbinsel Prevlaka)


    Blick von dort in die Bucht von Kotor und nach Herzeg Novi




    Das war gut so, nur ein Auto vor uns musste abgefertigt werden. Irgendjemand hatte erzählt, die Straße sei schlecht und schmal - das war nicht so : sie war breit und mit neuem Asphalt.


    Jetzt sind wir in HR angekommen – in Molunat auf CP Monika , ganz im Süden , im Konavle.


    Wir stehen geschützt hinter Oliven und unter einem Johannisbrotbaum. ( Heute Nacht werde ich sicher öfter erschrecken, wenn die Früchte - dunkelbraune, ca 15cm lange Schoten - auf das Dach prasseln)



    Molunat ist ein kleines, etwas verschlafen wirkendes Dorf in einer schönen Bucht- es gibt Apartmenthäuser, aber kein großes Hotel, einen Market, zwei Cafebars, zwei Restaurants, drei Minicampingplätze ( Adriatic I und II, CP Marinero) auf kleinen Wiesen direkt am Hafen. Ich könnte mir vorstellen, dass man hier noch einen recht ruhigen Urlaub verbringen kann.


    Ein wirklich kleiner Campingplatz, direkt am Meer, direkt an der Bucht mit vielen Bojen.




    Diese Bilder sind alle bei einem Spaziergang im Regen entstanden - bei Sonne und blauem Himmel sieht das alles anders aus.





    Der Regen hat nachgelassen, aber der Sturm wird im Moment immer stärker und die Wellen überrollen die kleine Badebucht und donnern 2-3m hoch gegen eine Natursteinmauer.


    Es ist dunkel geworden, aber es sind immer noch 25 Grad.


    2.9.14


    CP Monika ist ein netter Platz - wegen dem milden Klima sicher auch im späten Herbst oder im ganz zeitigen Frühjahr recht angenehm. Im Sommer soll er oft komplett belegt sein.


    Der Platz ist etwas eng und die Zufahrten und Terrassen sind schmal.



    Wegen dem Unwetter hatten wir keine Zeit, uns auf den Terrassen nach verschiedenen freien Plätzen umzuschauen und standen ganz unten zwischen Rezeption und Restaurant.


    Während draußen der Regen herunterprasselte, ließen wir es uns im Restaurant auf dem Platz schmecken.


    Ich erinnere mich nicht, so viele aufeinanderfolgende Gewitter und so starken Regen erlebt zu haben wie gestern bis zum frühen Morgen . Die stundenlange „Blitzbeleuchtung“ erinnerte mich an eine kaputte, ständig flackernde Neonröhre.
    Ich kenne Monsunregen in Indien - aber das war noch viel heftiger.


    Das Restaurant am Camp stand unter Wasser .


    In Dubrovnik fielen 150 l pro qm ( laut HR TV ) Sturzbäche schwemmten Erde ins Meer, die teilweise ganze Buchten schmutzigbraun färbten (Slano, Zaton)


    Wir hatten gestern richtig Glück, relativ früh dran zu sein. Freunde, die 2 Stunden später von Ulcinj wegfuhren , kamen nicht mehr durch: Schlammlawinen, Muren, unterspülte Straßen. Sie haben sich in der Verzweiflung dann (als Camper) irgendwo ein Hotel gesucht.


    Da ging es uns unter unserem Johannisbrotbaum richtig gut.


    Am Morgen blauer Himmel – Blick von Frühstücksplatz zur noch etwas aufgewühlten Badebucht.



    Weiterfahrt -
    Bucht von Molunat



    Ein paar Tage dort wären sicher schön gewesen. Wir werden sicher nochmals dorthin zurückkehren.



    Aber ein Blick nach Südosten und auf die Wetterkarte verhieß nichts Gutes.
    Um 9 Uhr morgens bereits wieder Gewitterstimmung.


  • Im Camp Monika hat es uns auch sehr gut gefallen. Monika stammt übrigens aus Bergkamen, einem Nachbarort von uns.

    Viele Grüße
    Bernd
    _______________________
    Wenn Du auf Reisen gehst um etwas anderes zu sehen, dann beklage Dich nicht wenn alles anders ist.
    www.Bernds-Reiseziele.de

  • Au weh, dass ihr da durch diese Wetterkapriolen durch musstet.


    Schade auch, dass du von Budva , dort war ich ja 1969 , kein Bild einstellen konntest, weil ihr sicher andere Sorgen hattet.


    Vielleicht haben diesen nachfolgenden Bericht meines Besuches von Budva noch nicht alle hier gelesen. Etwas zum schmunzeln und nachdenken.

    Budva


    Gott sei Dank seid ihr wenigstens von den Muren verschont geblieben, insgesamt gesehen ein Abenteuer , auf das ihr sicher gerne verzichtet hättet.


    Die Bilder von Ulcinj sind immer wieder , wie Klein Rimini in der Hochsaison.


    Frage: hat man gemerkt , dass tatsächlich weniger Russen unten waren?


    Insgesamt habe ich beim Verinnerlichen der Fotoserien wieder nur gestaunt. Allein schon die Vielfalt der Waren in den Obstmärkten. Wenn ich nicht selbst bei mir im Hofladen so große Zwiebel und und kaufen könnte, wäre ich direkt neidisch, lach.


    Wieder ein schönes Kaleidoskop einer aufregenden Reise.


    Ganz lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Zitat von Wallbergler


    Schade auch, dass du von Budva , dort war ich ja 1969 , kein Bild einstellen konntest, weil ihr sicher andere Sorgen hattet.
    .


    Helmut, selbst bei schönstem Wetter hätten wir dort nicht angehalten. So wie Du Budva erlebt hast, ist es schon lange nicht mehr. Aber Deine Erinnerung an diesen Urlaub ist nach wie vor sehr unterhaltsam! :-) - typisch "Wallbergler! :wink:


    Die Bucht von Budva mit Budva, Becici, Milocer gehört zum Hässlichsten, am schlimmsten Verbauten , Verkehrsreichsten, usw. ...was ich in Montenegro gesehen habe.
    Die Altstadt haben wir 2003 angeschaut - sie ist sehenswert - aber in diesen Jahren wurde so viel planlos gebaut, dass es fast schon kriminell ist .( Nicht nur fast - es gab inzwischen etliche Festnahmen wegen Korruption)


    https://www.aargauerzeitung.ch…va-festgenommen-102804993
    https://www.sz-online.de/nachr…in-montenegro-343370.html
    https://www.br.de/fernsehen/ba…4042013-nachbarn-100.html



    Schade, dass bei Hartmuts Bildberichten von 2006 über Budva, Milocer die Bilder verschwunden sind ( sie waren in einer Datenbank, die es nicht mehr gibt)
    https://www.schoener-reisen.at…Stadtrundgang-Fotobericht
    https://www.schoener-reisen.at…oru-ehemals-Castel-Lastua


    Auch Lucky hat darüber geschrieben ( 2007)
    https://www.schoener-reisen.at…-Teil-2-4&highlight=Budva
    Auch diese Bilder sind inzwischen "historisch".



    Zitat

    Frage: hat man gemerkt , dass tatsächlich weniger Russen unten waren?

    Die ganz reichen Russen ( nicht nur Russen) leben versteckt hinter Mauern, in Parks usw, z.B. auf der Halbinsel Lustica- und haben ihre Megayachten in der neuen Marina Tivat Porto Montenegro ( mit Wahnsinnsgebühren) liegen.
    Ob weniger Russen da sind, weiß ich nicht.


    Nebenbei bemerkt:
    Eine Bemerkung auf dieser Seite, die nachdenklich macht:
    https://www.portomontenegro.com/de/about-us
    Zitat:
    "Leider ist der Eintrag nur auf 中文, Russian und English verfügbar."



    Was uns seit 2 Jahren auffällt ist, dass man an den Straßenrändern kaum mehr diese riesigen Werbewände für Immobilen in kyrillscher Schrift sieht.
    Vielleicht ist das ein Indiz, dass sich die Käufergruppe geändert hat.


    Gruß,
    Elke

  • Es geht weiter:



    2.9.14
    Das grüne Konavle mit seinen Zypressen ist eine sehr schöne Landschaft- ich kenne in Kroatien keine, mit der ich sie vergleichen könnte.



    Eigentlich hätten wir gerne weiter nördlich im Velebitgebirge unsere Wanderschuhe wieder ausgepackt.
    Aber das genaue Studium der Wetterkarte ( gelobt seien die Möglichkeiten, die man mit dem Internet hat) zeigte eine dicke Wolkendecke und Regen entlang der gesamten Küstenregion.


    Hier bei Ston konnte man schon die Wolkenwand im Norden, in Mitteldalmatien erkennen.



    Nur ein schmaler Streifen weit draußen im Meer war laut Wetterkarte verschont: Im Westen der Insel Korcula.


    Und jetzt sind wir dort, wo wir es wirklich nicht geplant hatten und wo wir schon oft waren: auf Camp Mindel am äußersten Ende der Insel Korcula.


    Ringsum ( auf Hvar,auf Lastovo , an der Küste, auch auf Vis) regnet es – hier hat es nur ca 10 Min leicht geregnet bei 26 Grad.


    Ich spreche nicht oft und nicht sehr gern von Sehnsuchtsorten – aber das hier ist wirklich so einer – wir sind hier fast zu Hause (für die nächsten 3-4 Tagen) Die Ruhe, der Duft nach Pinien, nach trockenen Kräutern, das Zirpen der Zikaden, der weite Ausblick über Inseln und das Meer, der nächtliche Sternenhimmel, der durch keine Straßenlichter beeinträchtigt wird, und dazu die Gastfreundschaft und ehrliche Freude über unser spontanes Kommen vermitteln ein wunderbares Lebensgefühl, das ich nur ganz schlecht beschreiben kann.

    5.9.14

    Schon wieder ist fast eine Woche um.
    Wir wollten gar nicht so lange hier auf Korcula bleiben.


    Aber der Blick Richtung Festland zu all den grauen Regenwolken ließ uns unsere Weiterreise von Tag zu Tag verschieben.



    Das kroat. TV zeigt Regen vor allem in Nordkroatien und wir sind froh, hier zu sein.


    Zwischen Vis, Susac ( bei Lastovo) und dem Westende der Insel Korcula scheint es ein magisches Wetterdreieck zu geben: Es regnet hier viel weniger. ( Das ist kein Wunschdenken, es ist nachgewiesen!)


    So auch in den letzten Tagen .
    Es war immer warm, oft auch sonnig, nur heute gab es 2 Stunden Regen.


    So waren wir einfach faul: Schwimmen, in Olivenhainen herumspazieren, Feigen essen ( sie sind wunderbar reif und süß und es gibt viele wilde Feigenbäume, um die sich niemand kümmert), Lesen, usw. Nichts Aufregendes, nichts Spannendes.


    Einer unserer Lieblingsplätze : Martina Bok mit Blick hinüber nach Hvar - ca 20 Min Fußmarsch vom Campingplatz entfernt.




    Spazierwege rund um Camp Mindel




    An 4 Abenden konnten wir wunderbare Sonnenuntergänge beobachten (Hier der von gestern


    Die Sonne „verschwindet“ hinter der Insel Vis



    Morgen geht es weiter- wir müssen langsam Richtung „nach Hause“ fahren.

  • Helmut, selbst bei schönstem Wetter hätten wir dort nicht angehalten. So wie Du Budva erlebt hast, ist es schon lange nicht mehr.
    Die Bucht von Budva mit Budva, Becici, Milocer gehört zum Hässlichsten, am schlimmsten Verbauten , Verkehrsreichsten, usw. ...was ich in Montenegro gesehen habe.
    Die Altstadt haben wir 2003 angeschaut - sie ist sehenswert - aber in diesen Jahren wurde so viel planlos gebaut, dass es fast schon kriminell ist .( Nicht nur fast - es gab inzwischen etliche Festnahmen wegen Korruption)


    Vielen Dank , liebe Elke,


    dass du dir soviel Mühe gemacht hast, meine Fragen aufzuklären. Danke auch für das Lob.


    Gerade deine Links zeigen doch ein erschreckendes Bild und bestätigen deine Ansicht besonders ausdrucksvoll.


    Es ist , wie es eine Lebensweisheit sagt: manchmal ist es besser, nicht mehr an einen Ort zurück zu kehren, der einem besonders gefallen hat.
    Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, aber oft ist dann die Enttäuschung extrem groß.


    Und dieser Korruptionshaufen erschreckt mich besonders , wenn ich den Hafen der Russen ansehe. Gier und Geld regiert die Welt. Hier wird er wahr.


    Schade.



    Unabhängig davon tut es mir sehr leid, dass ihr in diesem Urlaub oft unter dem Wetterwechsel leiden musstet. Camp Mindel aber, bekräftigt meine Aussage von vorhin,
    Ausnahmen bestätigen die Regel.


    Wieder ein wunderbarer Bildreigen, den ich ab Ston persönlich kenne.




    ganz lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • 21.8.14



    Danke für diese eindrucksvollen Bilder, liebe Elke.


    Zu den Rindviechern oben:
    Solche hab ich über Sarajevo auch oft gesehen, die wanderten vollkommen unbewacht an den Straßen herum und - von gelegentlichen Spontanüberquerungen abgesehen - kommen auch gut mit dem Straßenverkehr aus. Meistens grasen sie am Straßenrand und kümmern sich nicht um die vorbei fahrenden Autos.

  • Zitat


    Zu den Rindviechern oben:
    Solche hab ich über Sarajevo auch oft gesehen, die wanderten vollkommen unbewacht an den Straßen herum und -


    Grizzly- zwar nicht völlig unbewacht - aber immer mit "Vorfahrt": das kannst Du auch hier abends in OBB erleben , wenn die Bauern ihre Tiere von der Weide holen und 30, 40 Kühe gemächlich die Straße überqueren.
    Und seltsam : niemand hupt " (würde auch nichts nützen) - alle Auto bleiben stehen.


    Die Ziegen und Kühe auf den Straßen in BiH und Montenegro sind auch unbeeindruckt von Autos - sie bleiben höchstens stehen und schauen neugierig , was da los ist. Und dann dauert es noch länger, bis man vorbei kommt.


    Gruß,
    Elke

  • Hallo Elke,
    nun habe ich die gesamte Fahrt auf der Landkarte "mitgefahren" und mich über die vielen schönen Eindrücke und Bilder gefreut
    (das "grüne" Bild von der HOchebene gefiel mir besonderes gut) und nun frage ich mich, wo steckt ihr jetzt?
    Seid ihr immer noch unterwegs oder schon wieder zuhause. Da fehlt doch noch was ;-)
    Diese wunderbare Fahrt braucht doch einen würdigen Abschluss!

    Lieben Gruß Karin
    Wer der Sonne entgegen wandert lässt den Schatten hinter sich. (Bruno Hans Bürgel)

  • Karin - wir sind schon eeeewig lang wieder daheim ( schon seit 4 Wochen :wink:)
    Jetzt kommen noch zwei Teile- der letzte ist dann der ( hoffentlich einigermaßen würdige) Abschluss einer langen und sehr abwechlsungreichen Sommerreise)


    Hier der vorletzte Teil:


    5.9.14
    Wir sind auf dem Rückweg und bummeln so langsam nach Norden .


    Dieser Ausblick ist bekannt – aber immer wieder beeindruckend: Der Korculanski Kanal , rechts Orebic, links Korcula


    Abschied von Süddalmatien



    Wir benützten nicht die Fähre von Trpanj nach Ploce, sondern fuhren wieder den "Umweg" über die Halbinsel Pelejsac



    Blick zum Festland



    Vorbei an Ston mit der großen Mauer , die über den Berg von Mali nach Veliki Ston führt.


    Wie immer: ein Cappuccino und ein Sladoled in der CaffeBar Placa in Ston - die junge Bedienung kennt uns schon - wir sind jedes Jahr mindestens 2 Mal dort.



    Im Neretvadelta kaufen wir schon seit Jahren immer bei der gleichen Bäuerin ein – je nach Saison Obst , Gemüse und selbstgemachte Marmeladen.
    Man kennt sich, immer werden wir freudig begrüßt. Oft bekommen wir noch ein großes Stück Brot, selbst gebacken unter der Peka in der Holzfeuerasche.
    Man fragt nach den Kindern, den Enkeln.... dieses Jahr war es trauruig, da der Chef Anfang August mit 72 Jahren unverhofft gestorben ist und sein Bild mit der Todesanzeige ( wie es in HR oft der Brauch ist) an der Wand hing.
    Eine herzliche Umarmung, Anteilnahme , die sehr dankbar aufgenommen wurde.



    Zwischenübernachtung in der Nähe von Sibenik auf CP Marina bei Lozovac .


    Am nächsten Tag – schon wieder sehr viel weiter nordwärts- fuhren wir erstmals auf dieser Straße ( D 25) , die von Gospic über das Velebitgebirge hinüber ans Meer bei Karlobag führt.
    Wir sind selbst überrascht, dass wir dort noch nie waren: Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise.


    Sicher sind wir hier nicht zum letzen Mal gefahren, zumal wir einen urigen kleinen CP entdeckt haben, mitten in den Bergen, ohne Komfort, einfach auf einer Wiese bei einer Berghütte . Sicher könnte man von diesem Platz aus schöne Bergtouren unternehmen.


    Zu beachten : Nur bis 31 .8. geöffnet.
    https://www.kampvelebit.com/index_e.html
    Wir waren zu spät dran.


    Eine Bergsteigergruppe war gerade am Zusammenräumen.





    Ein phantastischer Ausblick am Ostarijske Vrata
    Blick hinunter auf den Velebitski Kanal und auf die Insel Pag







    Blick hinunter nach Karlobag



  • Danke, ich hab meine Karte wieder auf dem Tisch und reise mit :up:

    Lieben Gruß Karin
    Wer der Sonne entgegen wandert lässt den Schatten hinter sich. (Bruno Hans Bürgel)

  • Kein Wunder , liebe Elke,


    dass du beim vorletzten Teil , wenn man wieder die herrlichen Bilder sieht, von Wehmut geplagt bist.


    Im Besonderen auch durch deine angeklungenen Freundschaften, die das Ganze mit Leben erfüllen.


    Und auch für mich Freude erzeugen, da ich bei einigen Motiven über die gezeigten Naturschönheiten eine unauslöschliche Erinnerung habe.


    Ganz lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Ja, Ston besuchen wir auch jedes mal, wenn wir in die Nähe kommen.

    Liebe Grüße

    Josef

  • 7.9.2014
    Heute war ein langer Fahrtag- wir sind bis in die Nähe von Udine durchgefahren und stehen auf dem Campingplatz Tri Communi am Lago di Cavazzo bei Alesso , einem sympathischen kleinen Platz direkt am See, zu dieser Jahreszeit schon fast leer.



    Nur wenige Kilometer vom Lago die Cavazzo entfernt ist die Stadt Venzone.


    Schon oft sind wir daran vorbeigefahren und schon oft haben wir uns vorgenommen, sie einmal zu besuchen.
    Jetzt hatten wir Zeit , jetzt war die Gelegenheit dazu.


    Unser Navi ( Eingabe: "der kürzeste Weg" ) führte uns über einen Höhenzug zunächst über Interneppo nach Bordano.


    Der "kürzeste Weg" war schließlich ein sehr, sehr schmales Sträßchen am Fluss Tagliamento entlang.


    Eine letzte Herausforderung dieser Reise für Auto und Fahrer: die Zweige hingen tief herunter und die Straße war noch nicht einmal so breit, dass Radfahrer und unser Auto aneinander vorbeikamen. Zum Glück gab es keinen Gegenverkehr. Einer hätte zurückfahren müssen.
    Mit unserem anderen Wohnmobil hätten wir keine Chance gehabt.


    Über eine schmale Brücke über den Tagliamento ging es von Pioverno hinüber nach Venzone.



    Venzone ist die Stadt , die nach einem verheerenden Erdbeben von 1976 wieder wunderbar aufgebaut wurde.





    Mehr darüber hier

    9.8.2014

    Das Wetter ist herrlich, spätsommerlich warm. Die Fahrt über den Plöcken war gestern wieder ein Vergnügen.


    In Kötschach Mauthen genehmigten wir uns eine ausgedehnte Kaffepause - keinen Bijela Kava mehr , keinen italienischen Espresso, sondern einen Braunen und einen Topfengolatschen ... wir sind in Österreich.


    Auf der anderen Seite des Gailbergpasses wollten wir gestern auf dem Campingplatz in Oberdrauburg eigentlich nur ein Mal übernachten- aber jetzt werden es 2 Tage.
    Der CP Platz ist fast leer.


    Die Fahrräder blieben heute auf dem Fahrrädträger- wir waren zu Fuß unterwegs.
    Ein Spaziergang hinunter ins schmucke Örtchen.


    Die Drau






    Das schöne Wetter lockte zu einer kleinen, nicht schwierigen, einstündigen Wanderung hinauf zur Burgruine Hohenburg.
    Ein breiter Fahrweg führte von Oberdrauburg an einer Kapelle vorbei hinauf zu auf den Rosenberg.








    Ein wunderschöner Blick über das Drautal



    Nachmittags wollten wir den letzten warmen Tag genießen - für morgen ist schlechtes Wetter angekündigt.




    Es ist unübersehbar: Der Herbst kommt!






    10.09.2014

    Es ist definitiv unser letzter Urlaubstag.


    Bei trübem Wetter ging es über Lienz, den Felbertauern, Mittersill, Pass Thurn, Kitzbühel, Kufstein auf der Autobahn nach Hause.


    An der Ersatzstraße Felbertauern gab es auch dieses Mal keine Probleme.



    Mit Interesse verfolgen wir die Baufortschritte bei der neuen Trasse. Im Sommer 2015 soll sie ferig sein.


    ___________________________________________________________________________________


    5 Wochen liegen hinter uns - wir haben vieles spontan gemacht, viel Neues gesehen, haben uns nie unter Druck gesetzt, sind geblieben wo und so lange es uns gefallen hat - halt "slow travelling"....
    Ich weiß nicht, wie viel Kilometer wir gefahren sind, es dürften etwas mehr als 3000 gewesen sein, ich habe nicht aufgeschrieben wie viel Diesel und Maut wir gebraucht haben - wir waren einfach unterwegs und haben uns jeden Tag überraschen lassen.


    Unser (inzwischen nicht mehr ganz neuer) Kleiner hat uns Freude bereitet und uns nie im Stich gelassen.


    Nach eingehender Reinigung innen und außen steht er wieder in der Scheune bei einem Bauern. Er braucht jetzt Winterreifen , mal sehen, wohin uns die nächste Fahrt führt.


    Zum Abschluss noch eine Skizze des Reiseverlaufs.



    Copyright und Lizenz für die Verwendung der Karte siehe
    https://www.openstreetmap.de/


    Elke

  • Hallo Elke,


    danke für die Fortsetzungen über den Abschluß dieser wunderschönen Reise. Täglich bin ich mitgefahren und habe die Gegend durch deine Bilder bewundern können.
    Als alter Camper hatte ich solche Reisen auch mal auf dem Plan, aber alles ist anders gekommen. So war es eine große Freude dich hier am PC zu begleiten.


    5 Wochen liegen hinter uns - wir haben vieles spontan gemacht, viel Neues gesehen, haben uns nie unter Druck gesetzt, sind geblieben wo und so lange es uns gefallen hat - halt "slow travelling"....
    Ich weiß nicht, wie viel Kilometer wir gefahren sind, es dürften etwas mehr als 3000 gewesen sein, ich habe nicht aufgeschrieben wie viel Diesel und Maut wir gebraucht haben - wir waren einfach unterwegs und haben uns jeden Tag überraschen lassen.


    So stelle ich mir Urlaubsreisen vor, die aber nur möglich sind, wenn man "sein Bett dabei hat" ;-)

    Lieben Gruß Karin
    Wer der Sonne entgegen wandert lässt den Schatten hinter sich. (Bruno Hans Bürgel)

  • Vorab ein herzliches DANKESCHÖN von mir, du hast mir einige neue Anlaufpunkte aufgezeigt. In nächster Zeit werde ich mit Irmgard zusammen diesen wunderbaren Bericht nochmals in Ruhe studieren. Eine tolle Reise habt ihr gemacht!


    Gruß,
    Klaus

  • Liebe Elke,


    was für ein berauschender Abschluss deiner grandiosen Camping Fahrt. Ja, nur diese Möglichkeit bietet so viele Facetten der Erlebnisse.


    Dafür herzlichen Dank, dass du dir diese Riesenmühe für Wort und Bild gemacht hast, und uns laufend in Kenntnis und damit in wiederkehrendes Staunen gebracht hast.


    Geht es dir auch so, dass irgendwann mal wieder auf der Rückfahrt der erstaunliche Punkt erreicht ist, froh zu sein, wieder im eigenen Haus und damit in seiner vertrauten Umgebung zu wohnen? Auch wenn das Gefühl nicht soooooooooooo arg anhält.


    Das beweist ja auch schon dein, in diesem Fall zielführendes ,Resümee.


    Vielen Dank nochmal


    ganz lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

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