Graubünden: SANKT MORITZ-DORF > Stadtführung

Es gibt 10 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Hartmut.

  • Am Nordufer des Sankt Moritz Sees liegt der Ortsteil Sankt Moritz-Dorf mit der Bergregion Suvretta,

    Das Bild zeigt den Blick nach Südwesten in Richtung Silvaplana und Silvaplanersee.


    während Sankt Moritz-Bad am Südwestufer liegt.


    Zur Gemeinde gehören auch noch Teile von Champfèr, westlich von Bad gelegen vor dem nächsten kleineren See auf dem oberen Bild.


    Das Wahrzeichen der Stadt ist der schiefe Kirchturm der ehemaligen Mauritiuskirche.


    In dem Wintersportort endet die Zugfahrt des Glacier Express von Zermatt im Wallis "via Chur" kommend,
    während der Bernina Express von Chur über Sankt Moritz nach Tirano in Norditalien verkehrt.


    Der Ort Sankt Moritz verdankt dem Erbauer des Kulm-Hotels Johannes Badrutt den Aufstieg zum Treffpunkt des Jetsets.

    Denkmal am Mauritiusplatz – Johannes Badrutt *1819 †1889


    Er sorgte auch dafür, dass man als erste Schweizer Ortschaft über elektrisches Licht zu Weihnachten 1878 verfügen konnte.


    Sein damaliges Marketingkonzept war ein voller Erfolg.
    Er wettete mit vier Engländern, dass sie so lange Urlaub in Sankt Moritz verbringen durften, wie sie es wollten.
    Das war der Start für eine erfolgreiche touristische Grundlage.


    Die Sportart Skeleton hat hier ihre Wurzeln.

    Das Denkmal steht unterhalb des schiefen Kirchturms in Sankt Moritz-Dorf



    Die Sonne ist das Logo der Stadt Sankt Moritz
    (Eingang zum Parkhaus)



    Am Tag nach unser Fahrt mit dem Glacier Express von Brig nach Sankt Moritz stand noch eine Stadtbesichtigung mit der örtlichen Reiseleiterin Eliane an.


    Der Rundgang begann am Bahnhofsparkplatz


    und führte uns zuerst durch das teuerste Parkhaus der Alpen (siehe Bilderrätsel 0558).


    zu dessen Steg einer Aussichtsplattform oberhalb des Sankt Moritz Sees.


    Hier konnten wir einen Blick über den See in Richtung Sankt Moritz-Bad


    sowie das Hotel Badrutt’s Palace werfen,


    Die großen Hotels sind im Sommerhalbjahr geschlossen. Finanziell rechnet sich der Betrieb nur für die Wintersaison.
    Gegenüber der Wintersportsaison wirkt der Ort recht ausgestorben.
    Ausnahme ist eine Komplettanmietung für eine Veranstaltung, wie es Boris Becker 2009 anläßlich seiner zweiten Hochzeit tat.



    bevor wir über die längste Rolltreppe entlang der „The Sankt Moritz Design Gallery“ im Parkhaus Serletta ins Dorf hinauf rollten.


    Der Ausgang lag neben dem Hotelkomplex Badrutt’s Palace an der Via Serlas.




    Im Sommer nicht geöffnet!


    Über die Via da Vout gelangten wir zu einem namenlosen Kunstwerk, welches auf dem Sonnenplatz dem Symbol der Stadt errichtet wurde. Im Pflaster sind Sonnenstrahlen dargestellt.

    Bronzeskulptur von Joel Shapiro 2001-2003


    Nur wenige Meter daneben steht ein weiteres namenloses Bronzekunstwerk


    Danach gingen wir zum Rathaus am Mauritiusplatz, wo ich das oben gezeigte Denkmal zu Ehren Badrutt’s fotografiert habe.


    _
    Hochwasser- und Zeusdenkmal am Mauritiusplatz




    Weiter des Weges kamen wir an der Evangelischen Kirche vorbei



    und gingen zum Hotel Kulm, welches seinerzeit Johannes Badrutt erbaute.




    Schräg gegenüber dem Hotel Kulm steht der schiefe Kirchturm der ehemaligen Mauritiuskirche.



    Unterhalb des Kirchturms steht neben dem Skeleton-Denkmal auch die Straßenlampe zum Gedenken an das erste elektrische Licht in der Schweiz.


    Auf dem Weg zurück zum Bus genossen wir noch die Aussicht


    und kamen am Cafe Palace im Gebäudekomplex des Badrutt’s Palace vorbei.


    Aus der Ferne entstanden noch die Aufnahmen:



    Hotel Carlton



    Bahnhof


    Im Winter ist der See zugefroren und das Leben oder das Gesehen werden findet auf dem Sankt Moritzsee statt.



    Hotel Waldhaus am See


    Während der Heimreise kamen wir noch an Sankt Moritz-Bad vorbei und aus dem fahrenden Bus entstanden die nächsten Aufnahmen vom Hotel Kempinski und dem Casino



    und passierten den Kreisverkehr in Bad, der das Symbol der Stadt zeigt.



    Fotos: HMV 25.09.2009

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    Carpe Diem Annette und Hartmut


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  • So habe ich Sankt Moritz nicht in Erinnernung!
    Du zeigst es hier von einer mir völlig fremden Seite!


    Nun,
    erstens ist es schon lange her, dass wir dort waren,
    zweitens waren wir nicht mit dem Jet Set dort ( sondern in einer ganz einfachen Unterkunft in Moritz Bad)
    und drittens hatten wir keine Zeit und keine Lust für den Ort selbst:
    Uns lockten im Winter traumhafte Abfahrten... ich denke nur an den Corvatsch, an Bernina mit Lagalb, Diavolezza..und ...und.. da sanken wir abends todmüde in die Betten.


    Aber es ist interessant, den Ort nochmals von einer anderen Seite zu sehen.
    Danke für den Bericht, Hartmut!


    Gruß,
    ELMA

  • Na, das ist ja wieder eine Super Sightseeing Tour, Hartmut.


    Dieser Stadtrundgang hat einiges, was ich schon sehen durfte. Am Bahnhof angefangen, als wir seinerzeit als Jugendliche im Hochsommer mit Ski auf den Autos einen Einheimischen nach dem Weg zum Corvatsch-Gebiet fragten. Ihr kennt das doch, jung , dumm und auf Showeffekte aus. Also bei brütender Hitze Ski auf dem Dach. Dies wurde uns aber so richtig bewusst, als die eigentlich nicht erwünschte ,sehr derbe Antwort des gegerbten Mannes kam: (man stelle sich das im gedehnten Sschweizer Dialekt vor)
    " Was woolllllt ihr dennn da ooooben, das sind doch aaaaalllles lauter AAAAAArschlöecher die da oben faaaahren um die Zeit".
    Betretenes Schweigen, hastiges Abschiedsgemurmel und tief betroffen von dem misslungenen Showeffekt fuhren wir schnur straks zu unserem Sommerziel , den Comer See weiter.


    Aber als Cilli und ich, so lange hielt die Depression nicht an, lach, meine "Freunde" die Sozialpädagogen hätten da sicher einen Workshop daraus gemacht, im Winter nach Moritz (über den Julierpass) kamen, fuhren wir im herrlichsten Schnee zum Piz Nair, zum Corvatsch und zur Diavolezza
    im Rahmen eines Skiurlaubs.


    Da gings dann auch quer durch den Ort zur Talstation. Sehr verwinkelt das Ganze. Mit vielen alten "Kästen".
    Und man kommt aus dem Staunen nicht heraus, vor 15 Jahren hatte ich mal durch einen Bekannten die Gelegenheit in einem der "Kästen" sein Zimmer zu sehen, da gingen in einem 3 m hohen Raum
    die Heizungsrohre von oben nach unten sichtbar an Wand entlang.
    Also schön ist was anderes, und das Zimmer kostete damals 800.- DM.
    Also auch hier mehr Schein als Sein.
    Heute sicher auch anders.


    Und so hatte ich mich jetzt gefreut, dass du dieses Moritz einmal auch genauer gesehen hast und uns das wie gewohnt mit genauem Hintergrund aufzeigst.


    Aber , lach, auf einem Bild ist ersichtlich, dass du der Reiseleiterin auch nicht alles geglaubt hast.
    Da sieht man eine sehr skeptische Miene. grins.
    Nix für unguad Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Aber als Cilli und ich, so lange hielt die Depression nicht an, lach, meine "Freunde" die Sozialpädagogen hätten da sicher einen Workshop daraus gemacht, im Winter nach Moritz (über den Julierpass) kamen, fuhren wir im herrlichsten Schnee zum Piz Nair, zum Corvatsch und zur Diavolezza
    im Rahmen eines Skiurlaubs.


    Über den Julierpass kamen wir binnen nicht mal 18 Stunden insgesamt dreimal.
    1. Nach der Fahrt mit dem Glacier Express zum Hotel In Savognin (ab 18:15 Uhr)
    2. Vom Hotel zur Stadtführung
    3. Nach der Stadtführung auf der Heimreise


    So habe ich Sankt Moritz nicht in Erinnernung!
    Du zeigst es hier von einer mir völlig fremden Seite!


    Für Normalsterbliche sind die gezeigten Hotels auch von weniger Interesse.
    Und die Geschäfte haben teilweise auch nur während der Saison auf.
    Entsprechend dürften die Preise sein.


    zweitens waren wir nicht mit dem Jet Set dort ( sondern in einer ganz einfachen Unterkunft in Moritz Bad)
    und drittens hatten wir keine Zeit und keine Lust für den Ort selbst:
    Uns lockten im Winter traumhafte Abfahrten... ich denke nur an den Corvatsch, an Bernina mit Lagalb, Diavolezza..und ...und.. da sanken wir abends todmüde in die Betten.
    Aber es ist interessant, den Ort nochmals von einer anderen Seite zu sehen.


    Gibt es günstige Quartiere im Ortsteil BAD? Das riesige Kempinski und das Casino deuten da eher auch auf den Jetset hin.


    ELMA und Helmut > Danke für Euer Feedback zur Stadtführung

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    Carpe Diem Annette und Hartmut


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  • Aber , lach, auf einem Bild ist ersichtlich, dass du der Reiseleiterin auch nicht alles geglaubt hast.


    Helmut, meinst Du etwa diese Aufnahme?

    Das bin nicht ICH, sondern ein Mitreisender.
    Ich bin als Paparazzi tätig!


    Sie fragte, ob wir das Murmeltier orten könnten, welches wir gerade vorher akustisch hörten.


    Wir waren alle verdutzt. Es war Ihr Handyklingeln.

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  • Zitat von Hartmut


    Gibt es günstige Quartiere im Ortsteil BAD? Das riesige Kempinski und das Casino deuten da eher auch auf den Jetset hin.


    Ich habe das Hotel gefunden, in dem wir vor vielen Jahren 3 Mal waren. Damals eher Jugendherbergsstil mit 3 Bett-Zimmern, heute hat es sich zur "Wellnessoase" gemausert.
    httpss://www.laudinella.ch/HOTEL.2.0.html


    Gruß,
    ELMA

  • Damals eher Jugendherbergsstil mit 3 Bett-Zimmern, heute hat es sich zur "Wellnessoase" gemausert.


    Hast Du Dir mal die heutigen Preise auf deren Homepage angeschaut?

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    Carpe Diem Annette und Hartmut


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  • Hallo Hartmut,


    so stell ich mir eben St. Moritz vor.


    ein pompöser Bau neben den nächsten, Hotels die nach Aufmerksamkeit schreien...


    da stellt sich die Frage, ob da noch normale Leute hinverirren? Ich denke eher nicht. Es sei denn, sie kommen, wie ihr mit einer Reisegruppe zum "Schnelldurchlauf" durch St. Moritz.


    Danke für deinen ausführlichen Reisebericht.


    liebe Grüße


    Ini

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  • Hallo Hartmut,


    vielen Dank für Stadtführung durch das schöne St. Moritz!


    Von den "Reichen und Schönen" war wohl noch niemand da - so sieht es recht beschaulich, trotz der Prachtbauten aus.

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • Danke Hartmut, da zeigst du uns wo wir nicht unbedingt hin müssen. :24:


    Dir ist sicherlich auch ein Stein vom Herzen gefallen, dass die "Nobelläden" nicht geöffnet hatten. ;-) Wäre was für Irmgard: "Ich will ja nur gucken \\~" (macht sie dann aber auch nur).


    Gruß Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Danke Hartmut, da zeigst du uns wo wir nicht unbedingt hin müssen. :24:


    Dir ist sicherlich auch ein Stein vom Herzen gefallen, dass die "Nobelläden" nicht geöffnet hatten. ;-) Wäre was für Irmgard: "Ich will ja nur gucken \\~" (macht sie dann aber auch nur).


    So gesehen wäre es ja noch nicht mal tragisch zu schauen, wenn es dabei bleibt ;-).


    Zum Schauen sollte man im Winter nach Sankt Moritz, wenn der See zugefroren ist. Laut der Reiseführerin spielt sich dann das Leben auf dem zugefrorenen See ab.


    Sehen und gesehen werden steht dann an der Tagesordnung.


    Nur wer will uns schon sehen? Also kann man beruhigt daheim bleiben.

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    Carpe Diem Annette und Hartmut


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