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Im Winter nach Krk? Ein Besuch der Stadt

  • Gast001
  • 16. Februar 2009 um 18:04
  • Gast001
    Gast
    • 16. Februar 2009 um 18:04
    • #1

    Im Winter nach Krk?

    In der Stadt Krk

    Ja, wir haben diese Reise unternommen.
    Selbstverständlich war es kein Strand- und Badeurlaub, der Schwerpunkt lag auf dem Kennenlernen von Landschaft, Kultur und Geschichte von Insel und Stadt.

    Mitte Januar ging die Reise bei minus 10 Grad vom bayrischen Zuhause im Wohnmobil über die italienische Autobahn , Rijeka , Bakarac


    über die Brücke auf die Insel Krk.

    Zunächst gab es eine Überraschung: die Straße in die Stadt Krk war gesperrt . Die Umleitung über eine schmale Landstraße ( Skrbcici, Vrh) verschaffte uns einen ersten Eindruck von der Insel: Macchia und viele Steine, nichts als Steine links und rechts der Straße.

    Das Bild änderte sich nach Salatici : es ergab sich ein weiter Blick über die grüne Bucht von Krk mit vielen Gärten und parkähnlichen Anlagen.
    Die Bucht öffnet sich nach Süden, dem Jugo ausgesetzt, ist jedoch recht gut geschützt vor der Bura aus dem Nordwesten.

    Während unserer zweiwöchigen Reise trafen wir nur einen einzigen geöffneten Campingplatz an: Autocamp Bor, in dem wir für 3 Tage die einzigen Gäste waren.

    Weitere Überraschung: in Krk war Mitte Januar schon der Frühling zu spüren

    Der Blick vom Autocamp Bor über die Stadt und den Hafen

    Zum Wetter zu dieser Zeit auf Krk:
    Es war mild , jedoch wechselten sich Sonne, Regen, Nebel und heftiger Jugo ab.

    An einem Jugotag:

    Blick auf die Bucht

    Die Wellen schlugen hoch über die Hafenmauer

    An der Mauer des alten Kastels war die Brandung ein Schauspiel

    Aber das schien einige junge Slowenen geradezu herauszufordern – auf ihren Surfbrettern jagten sie in der Bucht hin und her.


    Einmal bei Regen, am anderen Tag bei Sonne erkundeten wir die Stadt.

    3000 Jahre Geschichte haben Spuren in Krk hinterlassen.
    32 Mal hat die Insel ihre „Staatsangehörigkeit“ ändern müssen: Liburner, Römer, Byzantiner, Frankopanen, Venezianer , Österreicher, Franzosen, Italiener, Kroaten.... usw fanden alle Gefallen an dieser Insel und prägten sie mehr oder weniger stark.
    Dabei haben die Bewohner von Krk bis zum Einmischen der Habsburger 1867 es immer verstanden, ein gewisses Maß an Selbstständigkeit bei Gesetzgebung und Verwaltung zu erhalten, was bereits das „Statut von Krk“ aus dem 13./14. Jhd eindrucksvoll erkennen lässt.

    Unser Spaziergang begann am alten Hafen – im Winter ein Ort geschäftiger Ort für zurückkehrende Fischerboote.

    Die Hafenpromenade - nahezu ohne Touristen – bietet einen schönen Blick auf die Altstadt.


    Noch heute kann man sehen, dass die Stadt nahezu vollständig von einer Stadtmauer umgeben ist – nicht immer gut erkennbar ( weil von Efeu überwuchert).An manchen Stellen wurden Neubauten in die alte Mauer eingefügt. ( z.B. das neue Hotel Marina am Hafen - das Gebäude mit den roten Jalousien)

    Von der alten Stadtbefestigung sind heute noch Türme übriggeblieben:

    Der eckige Hafenturm mit dem eingemauerten römischen Grabmal (1.Jhd) und der Inschrift von 1407 mit dem Stern der Frankopanen, dem damaligen Fürsten von Krk.


    Der viereckige Turm des Stadtrats (Stara gradska vijecnica ) am ehemaligen Haupttor und Eingang zum Vela Placa mit seiner besonderen Uhr mit dem 24 Stunden Ziffernblatt.

    Bei diesem Regentag waren offensichtlich nur Hunde und „Crazy Tourists“ unterwegs.

    Aber auch bei Sonne sah man kaum Menschen.


    Der alte Zürgelbaum (Celtis australis) an der Stadtmauer, ein Treffpunkt in der Stadt (leider durch einen Sturm fast zerstört)

    Ganz in der Nähe des Vela Placa wurden in der Ribarski Gasse bei Renovierungsarbeiten römische Mosaiken aus dem 2. Jhd freigelegt.

    Bei Regen führte uns unser Spaziergang durch die Stadt vorbei an dem verwinkelten Gebäudekomplex mit der Kathedrale, der Kirche der Hl. Margarethe, der romanischen Quirinuskirche bis zum Platz Kemplin.

    Es waren nicht viele Menschen unterwegs – man könnte behaupten, es seien mehr Katzen als Menschen zu sehen gewesen.


    Der runde Turm am Frankopanenkastell mit dem geflügelten Löwen der Venezianer.

    Beim Weg zurück hätten wir fast den unscheinbaren Eingang zur Kathedrale Maria Himmelfahrt übersehen.
    Sie war geöffnet und wir konnten sie besuchen.

    Das Innere mit dem Hauptaltar aus weißem Stein und der Marienstatue aus dem 17.Jhd.
    Links die hölzerne Kanzel und der Lesepult aus Stein

    Die Orgel

    Zwei Seitenaltäre

    Die gotische Kapelle der Heiligen Barbara, 1450 vom Frankopanenfürsten Ivan VII in Auftrag gegeben

    Enge Straße führen vorbei am großen Neubau der Schule hinauf in Richtung Oberes Stadttor, von dem aber nichts mehr zu sehen ist.
    Die Römerstraße führte von hier in die neue Hauptstadt Fulfinum ( Nähe Omisalj) und von dort weiter an die Küstenstraße nach Dalmatien.

    Bemerkenswert dort oben sind die romanische Kirche Sankt Michael und das Franziskanerkloster mit einem Kreuzgang.

    Die Kirche Sankt Michael gehörte früher zu einer Benediktinerabtei aus dem 13. Jhd

    Das Franziskanerkloster wurde 1277, kurz nach dem Tod des Hl. Franziskus in die Stadtbefestigung eingebaut.
    Interessant ist, dass Ende des 15.Jhd der Frankopanenfürst Ivan VII die ursprünglichen Mönche des Franziskanerordens vertrieb und Franziskaner aus Bosnien holte, wie sie auch in Klöstern an der Küste ( z.B. Zaostrog ) zu finden waren. Diese „Bosniaken“ hielten die Messe in altslawischer Sprache.
    In Krk wurden sie allerdings in der Zeit der Venezianer wieder vertrieben und die ursprünglichen „Konventualen“ Franziskaner wieder geholt, die die Messe in lateinischer Sprache hielten.
    Seit 1783 bis heute gehört das Kloster den Franziskanern des Dritten Ordens.

    Der Rückweg durch eine enge, steinige Gasse führte vorbei am Kloster der Benediktinerinnen mit der Kirche der Hl. Maria von den Engeln– streng abgeriegelt, kein Fenster des großen Gebäudes ist ohne Gitter.

    Das Kloster hat heute praktisch keine Bedeutung mehr, es leben dort nur noch wenige betagte Nonnen.
    Zu Beginn, im 13. Jhd, wurden dort nur adlige Bewohnerinnen von Krk aufgenommen, später auch andere Krker Frauen. Von 1806 bis 1903 gab es im Kloster eine kirchliche Grundschule, später ein Mädcheninternat.

    Im Winter ist die Auswahl nicht groß, wenn man in Krk ein Restaurant oder eine Cafebar besuchen möchte.
    Wir entschieden uns, bei Mate in der Ribarski Gasse, dort wo die römischen Mosaiken sind, einen Cappuccino zu genießen und uns von ihm etwas über Krk erzählen zu lassen.
    Bei ihm konnten wir auch das Buch von Denis Lesic erwerben, in dem auf 239 Seiten mit vielen Bildern sehr lebendig die Stadt Krk beschrieben wird und das ich jedem Besucher von Krk empfehlen möchte.

    Es fehlt noch vieles an einem vollständigen Portrait der Stadt Krk: Bilder und Geschichten von Steinen, Mauern, Gassen, Toren, Inschriften, Museeen, Galerien, Stränden und vieles mehr.

    Es gibt es nur eines: selbst hinfahren- es lohnt sich ( besonders außerhalb der Hauptsaison)


    ELMA

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    • 16. Februar 2009 um 19:24
    • #2

    hallo Elma,

    bei den Wellen hat man das Gefühl fast daneben zu sitzen. Fehlen nur noch die Spritzer und das rauschen vom Wasser!

    dem Wauzi hat es anscheinend nicht gefallen, warten zu müssen.
    dafür hat sich die Katze es sich richtig bequem gemacht. warscheinlich war die Motorhaube vom Auto warm. Kenn ich von unseren 2 Damen!

    auf jeden Fall wieder ein toller Bericht, liebe Elma

    mach weiter so

    liebe Grüße

    Ini

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  • Josef
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    • 16. Februar 2009 um 19:44
    • #3

    Hallo Elma!

    Herrliche Schilderung und Fotos der Stadt Krk.

    Ja da hast du recht im Sommer ist mehr Betrieb in der Stadt. :)

    Liebe Grüße

    Josef

    Liebe Grüße

    Josef

  • Gast001 20. Juli 2019 um 20:08

    Hat das Thema aus dem Forum Istrien und Kvarner Region nach Kvarner Bucht verschoben.

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