Bei Oberstdorf liegt der Freibergsee auf gerade mal 940 Metern Höhe. Wir haben das Auto in der Nähe des Flusses Stillach abgestellt und sind etwa 200 Meter höher gewandert um diesen See nicht ganz zu umrunden.
Anfangs ging es auf einem Forstweg etwas steil bergan. Dafür hat man zwischendurch einen schönen Blick auf Oberstdorf.
Am See selbst kann man nicht entlang wandern. Der Rundweg liegt etwas höher. Weil diese Gegend im Sommer von vielen Touristen besucht wird gehts da auch manchmal vor allem am Wochenende zu wie am Münchner Stachus. Der steht bei uns als Synoym für Trubel und Verkehr. Nicht umsonst haben die Verantwortlichen diese Wege auch für Radler gesperrt. Gerade mit einem Ebike schafft es ja fast jeder hier hinauf. Konflikte mit Wanderern und Familien mit Kindern wären vorprogrammiert.
Teilweise handelt es sich um geschotterte Fahrwege. Dies weil es hier auch vereinzelt Ferienhäuser gibt.
Nach einer guten halben Stunde Gehzeit dann der erste Blick auf den See.
Komplett ist er eigenlich nur von der gegenüber liegenden Badeanstalt aus zu sehen.
Südlich des Gewässers liegt die Heini-KIopfer Skiflugschanze.
Deren Architektur ist schon beeindruckend. Immerhin 14 Meter sind die Stahlanker im Fels hineinzementiert.
Die Schanze wurde 1972 neu errichtet und löste einen Vorgängerbau aus dem Jahr 1947 ab. Erstaunlich, daß kurz nach dem Krieg bereits Geld für solch ein Infrastrukturprojekt vorhanden war.
Wir sparen uns die 15 Euro Eintritt zumal ich mit dem Sport nichts anfangen kann.
Das ist der Rest der alten Schanze von 1949.
Unser Weg führt nur hinab zum Ufer wo sich eine Gaststätte, der Bootsverleih und eine Badeanstalt befinden.
Eine Menge Sonnenschirme sind dort aufgespannt.
Tatsächlich haben allerdings nur sehr wenige Gäste darunter Platz genommen. Ob das daran liegt, daß wir Wochentags da waren? Oder liegt es an der Vorsaison Anfang Mai und dem doch nicht allzu warmen Tag? An den Preisen liegt es sicherlich nicht weil jeder weiß was ihn in Oberstdorf erwartet. ![]()
Die Badeanstalt ist zwar geschlossen. Und doch wagt es eine junge Frau eine Runde im See zu schwimmen. Respekt bei dieser vermutlich noch einstelligen Wassertemperatur.
Auch wir finden einen schönen Platz mit Blick auf den See und die Berge um die mitgeführte Brotzeit zu genießen.
Von Anfang an hatten wir diese Tour als Rundweg geplant und so gehts nun von dort aus hinab ins Stillachtal.
Erneut ergibt sich ein schöner Blick auf Oberstdorf. Im Hintergrund erkennt man den Grünten, der als "Wächter des Allgäus" gilt.
An der Stillach angekommen kann man auf beiden Seiten des Flusses entlang wandern. Immer wieder ergeben sich Möglichkeiten die Seite zu wechseln. Ein paar Kilometer flußaufwärts befindet sich der Weiler Einödsbach der als die südlichste Ortschaft Deutschlands gilt. Da war ich schon Jahrzehnte nicht mehr. Es wird also Zeit mal wieder die einfache Wanderung dorthin zu unternehmen.
Die Stillach, die Trettach und die Breitach fließen nördlich von Oberstdorf zusammen. Ab dort spricht man vom Fluß Iller. Dazu hatten wir einmal dieses Rätsel.
D 1887 Bayern > Illerursprung > drei nackte Frauen
Wer kann mir sagen, wo mir diese drei Nackten begegnet sind?
Viel Spaß wünscht
jürgen
jürgen