Etwa eine Fahrstunde von uns zu Hause entfernt befinden sich der Forggensee und der Hopfensee. Weil in den Bergen noch zu viel Schnee liegt, haben wir vor drei Tagen beschlossen, eine kleine Wanderung von Rieden am Forggensee zum Hopfensee zu unternehmen. Los ging’s am Sägewerk erst einmal zum Faulensee.
Leider muss man immer noch Hundebesitzer darauf hinweisen, dass der Hundekot in einer Wiese wo Rinder weiden für diese Tiere nicht gerade gesund ist.
So mancher hat über den Winter in den Wäldern der Gegend nicht nur Brennholz und Holz fürs Sägewerk geschlagen, sondern sich auch künstlerisch betätigt.
Nach kurzer Zeit erreichen wir den Faulensee der ziemlich schattig liegt und deshalb immer noch zugefroren ist.
Vor wenigen Tagen war rund um die Faulenseehütte noch Schnee.
Ob man hier die Hände desinfizieren muss bevor man sich die Schuhe anzieht, glaube ich eher nicht.
Die Berge des Ostallgäus sind noch schneebedeckt.
Am Koppenkreuz geht’s für uns links weg.
Hier könnte man auch gemütlich rasten.
Die Jugend von Rieden oder einem anderen Dorf im Umkreis hat sich hier einen passenden Baum als Maibaum ausgesucht. Der lagert an dieser Stelle bis er im Dorf geschmückt wird.
Unser Zwischenziel ist die Burgruine Hopfen, die wir nach etwa 1 Stunde und 15 Minuten Gehzeit erreichen.
Viel ist nicht mehr übrig von dieser einst mächtigen Burg hoch über dem Hopfensee.
Der Ausblick von dieser Stelle ist natürlich toll. Links im Bild sieht man den Tegelberg, in der Mitte den Säuling.
Rechts vom Baum erkennt man den Breitenberg und den Aggenstein.
Am nördlichen Seeufer liegt das Dorf Hopfen. Man nennt diesen Abschnitt am Ufer auch die Allgäuer Riviera. Das Klima passt wohl nicht so ganz zu diesem Begriff. Die dortigen Preise für die Gastronomie und Hotellerie schon eher.
Obwohl ich in dieser Gegend aufgewachsen bin, wusste ich bis in die achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts nichts von der Burgruine Hopfen. Der Grund liegt darin, dass die bis auf einen kleinen Mauerrest komplett vom Wald überwuchert war.
Nun wird der Wanderer an Ort und Stelle über die Geschichte der Burg aufgeklärt.
Der Weg führt uns nun hinunter zum Seeufer.
Wochentags ist es dort auch bei schönem Wetter verhältnismäßig ruhig. Kein Vergleich mit sonnigen Wochenenden. Da ist jeder Parkplatz belegt, die PKW stauen sich auf der Uferstraße und mehrere 1000 Spaziergänger umrunden den See im ewigen Kampf um Raum mit Radfahren und Joggern.
Wir genießen unseren Latte Macchiato vor dem Dorfladen. Die Preise dort sind etwa halb so hoch wie in den anliegenden noblen Restaurants.
Anschließend geht es ein Stück der Uferpromenade entlang bevor wir den See in nordöstlicher Richtung verlassen und am Kurzentrum Enzensberg vorbei uns auf dem Weg zurück nach Rieden machen.
Ein letztes Mal genießen wir die Aussicht auf die Allgäuer Berge.
Der Betreiber des örtlichen Sägewerks hat eine Marktlücke gefunden und stellt aus Holz verschiedene Gegenstände her die direkt ab Werk verkauft werden.
Ob sich Urlauber als Kunden für die sperrigen Gegenstände der Höllmühle finden weiß ich nicht.
Vielleicht ist das ja der Thron von König Donald aus dem Trumplland. ![]()
Es gibt mehrere Varianten dieser Rundwanderung von Rieden über die Burgruine Hopfen, den Hopfensee und Enzensberg. Unsere Tour hat einschließlich einer ausgiebigen Rast vor dem Dorfladen etwa drei dreiviertel Stunden gedauert. Im Juni empfiehlt sich zudem ein Abstecher zu den blühenden Rhododendren.
Jürgen