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die Militärgeschichtliche Sammlung MGS in der Lechfeldkaserne

  • claus-juergen
  • 17. Februar 2026 um 13:01
  • claus-juergen
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    • 17. Februar 2026 um 13:01
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    • #1

    Nur wenige Kilometer von meinem Wohnort entfernt befindet sich seit weit über 100 Jahren ein besonderer Standort des Militärs. Westlich vom Lech ist das Gelände über viele Kilometer hinweg ziemlich eben und dazu aufgrund des steinigen Bodens von jeher landwirtschaftlich nur extensiv genutzt. Damit war es ideal um etwa ab 1860 als Schießbahn für die Erprobung von Kanonen der königlich bayerischen Armee zu dienen. Zu Beginn des ersten Weltkrieg hat man dann hier mit der Militärfliegerei begonnen. Die existiert bis zum heutigen Tag in einer Anlage die recht groß ist und ein paar Tausend Menschen beschäftigt. Vor etwa 30 Jahren haben pensionierte Militärs damit begonnen eine Sammlung von militärischen Gerätschaften in der Kaserne anzulegen. Diese Sammlung ist alle paar Wochen für die Öffentlichkeit zugänglich. So einen Termin habe ich Anfang Januar zusammen mit meinen Enkeln genutzt. Wir konnten uns einer Führung von Werner Bischler, einem derjenigen, die diese Sammlung angelegt hatten anschließen.

    MGS

    Es war winterlich kalt und die Ausstellungsräume waren geheizt. So hielten wir uns anschließend nur kurz draußen auf um die dortigen Exponate in Augenschein zu nehmen.

    MGS

    Auf der alten Karte ist der Lech noch unreguliert. Rechts im Bild sind Baracken eingezeichnet die den Militärs dienten.

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    Während des Ersten Weltkriegs hat man dazu ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet. Die einfachen Soldaten mußten arbeiten wohingegen die Offiziere von der Arbeitspflicht befreit waren. Die Arbeiten wurden dazu auch entlohnt.

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    Mancher hat sich vor der Arbeitspflicht anscheinend auch gedrückt.

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    Aus der Zeit des ersten Weltkriegs gibt es nur wenige Ausstellungstücke.

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    Der Zweite Weltkrieg hingegen ist an diesem Standort gut dokumentiert. In der Zwischenkriegszeit durfte Deutschland laut Friedensvertrag keine Luftwaffe besitzen. Tatsächlich wurde die hingegen nach 1933 zügig wieder aufgebaut.

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    Im Zweiten Weltkrieg war der Fliegerhorst Lagerlechfeld dann ein wichtiger Standort der Luftwaffe und wurde wiederholt bis zum Kriegsende von den Alliierten bombardiert.

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    Adolf Galland war einer der erfolgreichsten deutschen Kampfpiloten. Am Ende des Krieges war er zudem Testpilot des Düsenjägers ME 262. Den Gedenkstein hatte man urspünglich auf dem Areal des Fliegerhorsts aufgestellt. Heute sieht man Galland nicht nur als fähigen Piloten an sondern betrachtet auch sein gesamtes Wirken im III. Reich.

    MGS

    Am Ende des Krieges befanden sich ein Dutzend flugtaugliche Messerschmidt ME 262 in Lechfeld. Die amerikanischen Piloten waren nicht in der Lage diese wichtige Kriegsbeute in die USA zu schaffen weshalb deutsche Luftwaffenpiloten gezwungen wurden, diese Maschinen nach Frankreich zu fliegen von wo aus sie mit einem amerikanischen Flugzeugträger in die USA transportiert wurden. Deutschland war 1945 das einzige Land welches düsengetriebene Kampfflugzeuge besaß.

    MGS

    Nach Gründung der Bundeswehr im Jahr 1956 wurde der Fliegerhorst Lagerlechfeld zügig wieder aufgebaut.

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    Das ist ein Düsentriebwerk.

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    Und das auch.

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    Die Entwicklung der Kommunikation per Funk ging rasend schnell. Aber auch am Boden wurde ein angeblich abhörsicheres Telefonnetz benötigt.

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    Auch der Fernschreiber gehörte zur Grundausstattung einer Telefonzentrale.

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    Der Satz "fasse dich kurz" beim Telefonieren ist sogar mir noch ein Begriff. Die Militärs hatten tatsächlich eine Grenze von drei Minuten für jedes Gespräch eingeführt.

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    Tom und Alex gelingt es nicht eine Verbindung herzustellen.

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    Die Flugzeuge wurden schneller und schwerer und konnten damit mehr Bomben und Raketen tragen. Dazu flogen sie höher was die Anforderungen an Piloten und die Technik erhöhte.

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    Feuerfeste Anzüge und Sauerstoff waren irgendwann Standard.

    MGS

    Nicht nur die Flugzeuge wurden immer teurer. Auch die Piloten und deren Ausbildung kosteten ein Vermögen. Da kam es gerade recht, daß der Schleudersitz erfunden wurde.

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    Am Ende des für mich, nicht für die Kids, kurzweiligen Vortrags schauen wir uns draußen noch um.

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    Vom Starfighter wurden knapp 1000 Stück für die Bundesluftwaffe angeschafft. Ein gewisser Franz-Josef Strauß war damals Verteidigungsminister. So manches bei diesem Großauftrag für den amerikanischen Hersteller liegt bis heute im Dunkeln. Der F 104 G wie das Flugzeug offiziell genannt wurde war anscheinend für die Witterung in Europa, aber auch für das Gelände nicht so gut geeignet weil mehr als 100 Flugzeuge abstürzten. Auch die Piloten waren mit dem Düsenjäger manchmal überfordert. Meist kamen dabei auch die Piloten ums Leben.

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    Das sind die Reste von Versuchen innerhalb kürzester Zeit den Starfighter mit Hilfe eines Zusatzantriebs bei zerstörter Rollbahn fast senkrecht zu starten.

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    So ein Dummy hatte zwar nicht die Forum, hingegen das Gewicht des Flugzeugs. Nach ein paar Versuchen am Standort Lagerlechfeld brach man dieses Vorhaben ab.

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    Für mich war es jedenfalls interessant zu erfahren wie sich der Standort in gut 150 Jahren entwickelt hat. Was heute dort alles genau in militärischer Hinsicht geschieht weis ich nicht. Leider muß wohl auch die Bundesluftwaffe weiter aufgebaut und an neue Herausforderungen angepaßt werden. Ab uns zu muß ich mit dem Krach der über meinen Heimatort fliegenden Kampfflugzeuge leben. Aber besser die fliegen über mein Haus als die des neuen Zaren.

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    Jürgen

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