Ende November 2025 bin ich für etwa vier Wochen nach Thailand geflogen und habe dabei einen Tag und eine Nacht in Doha, der Hauptstadt von Qatar verbracht. Was ich mir dort alles angesehen habe könnt ihr in diesem Bericht verfolgen.
Stopover in Doha - Qatar
An Weihnachten ging es nun mit Qatar Air zurück nach Europa. Und auch diese beiden Flüge habe ich so gewählt, daß erneut ein Stopover in Doha über Nacht mit der Möglichkeit der Besichtigung der Stadt für einen halben Tag eingeplant war. Der knapp siebenstündige Flug mit der Boeing 777 von Phuket nach Doha war angenehm und auch die Einreise ins Land selbst ging am Automaten mit Portraitaufnahme und Abnahme der Fingerabdrücke schnell. Den Weg zur Metro Station die leider außerhalb des Flughafens liegt kannte ich bereits und auch mein Tagesticket für etwa 1,50 € hatte ich schnell aus dem Automaten gezogen. Blöd ist, daß im gesamten Flughafen die Metro wie die U-Bahn hier genannt wird nirgendwo angeschrieben ist. Scheinbar reisen kaum Besucher ins Land ein und wenn, dann gehts gleich mit dem Taxi weiter.
Neben der Metrostation steht eine Moschee. Das gesamte Gelände ist mit Tief- und Hochgaragen bebaut.
der Eingang zum Terminal
Für die kommende Nacht hatte ich ein anderes Hotel in der Nähe der National Museums von Qatar gebucht. Einmal umsteigen in Mrseireb und dann den richtigen Ausgang finden um nach gerade mal fünf Gehminuten im Hotel zu sein war schnell und einfach.
Das Museum selbst ist schon architektonisch ein Hingucker. Ich hatte allerdings nicht vor es zu besuchen. Mein Ziel lag ein paar U-Bahnstationen weiter weg ebenfalls am Meer.
Das 3-Sterne Hotel Sovereign ist etwas abgewohnt, aber dafür ruhiger als das vor knapp einem Monat in der Stadt. Einchecken ging schnell. booking.com hatte mir für eine Nacht ohne Frühstück etwa 50 Euro von der Kreditkarte abgebucht. Dann das Handgepäck ins Zimmer in den fünften Stock gebracht und los gings erneut zur U-Bahn.
Das Zweiklassensystem gilt auch in der U-Bahn. Das ist die Goldclass die grundsätzlich jeder buchen kann. Die Tickets sind halt etwas teurer. Mir genügte ein Blick in das Abteil ganz vorne in der U-Bahn. Die fährt natürlich vollautomatisch. Einen Zugführer gibts dort genauso wenig wie einen Fahrkartenkontrolleur. Schwarzfahren geht nicht weil sich die Schranken am Zugang und Ausgang jeder Station nur automatisch öffnen wenn man dem Lesegerät sein Ticket präsentiert. Das Ticketsystem ist auch bei weitem nicht so kompliziert wie bei uns. Es gibt die Einzelfahrt wo man auch umsteigen kann für etwa umgerechnet ein Fuffzgerl und die Tageskarte die bis drei Uhr in der Nacht gilt für 1,50 €. Alles cash oder mit Kreditkarte am Automaten zu bezahlen.
Eigentlich wollte ich am Abend nach meinem Ausflug in diesem Lokal eine Gehminute vom Hotel entfernt speisen. Kurzfristig habe ich mir das dann doch anders überlegt. Näheres dazu später.
So schaut es in diesem Viertel der Hauptstadt aus. Mein Hotel ist links in der Einmündung.
Ich habe mir vorgenommen das Katara Cultural Village anzusehen. Dort soll es ein großes Amphitheater geben und noch dazu schöne Parkanlagen, Strände und Nobellokale. Mal sehen was mich dort erwartet. Die rote Schachtel steht neben den Galeries Lafayette einem Luxuskaufhaus. Da muß ich genausowenig hinein wie in die Schachtel in welchem ein Kindermuseum welcher Art auch immer mit dem namen OliOli beheimatet ist.
Ich erklomm erst mal den Hügel gegenüber um mir von dort oben einen Überblick zu verschaffen. Die "Camper" waren anscheinend gerade nicht da.
Das Nobeleinkaufszentrum mit dem Kindermuseum
Architektonisch ist der Prachtbau schon ein Hingucker. Folglich werden sich bestimmt genügend Kunden finden die all das dort angebotene Zeug kaufen wollen und auch können.
Das ist der Lusail Expressway. Der führt sowohl in den Stadtteil Lusail als auch auf die künstlichen Inseln The Pearl bis hin zur Isola Dana. Dort wohnt das Herrcherhaus Hamad und andere mit ganz viel Geld.
Picknick im Grünen ist anscheinend sehr beliebt. Der Rasen darf betreten werden. In Ermangelung von Hunden tritt man auch nicht in deren Hinterlassenschaften. Der Hund gilt im Islam wie auch das Schwein als unrein.
Diese seltsame Kuppel ist keine Taucherglocke sondern symbolisiert die Kappe mit welcher dem Jagdfalken die Augen bedeckt werden. Erst wenn er zur Jagd losgeschickt wird nimmt man dem die Kappe ab.
In einem öffentlichen Park gibts auch eine öffentliche Toilette. Keiner muß aufs Klo, so daß ich mich nicht in der Türe täusche.
Eigentlich ist es doch klar, daß das hier der Eingang zur Herrentoilette ist. Um ja keinen Fehler zu machen habe ich gewartet bis jemand vor mir da hineingegangen ist. Drinnen war dann alles wie erwartet. Nach dem Gast hat ein Bediensteter die Anlage gereinigt.
tolle Aussicht auf The Pearl
Der regionale VW Käfer Club trifft sich hier auch an diesem Tag.
Der deutsche TÜV wäre vermutlich mit dem Aufsatz auf der Stoßstange nicht zufrieden.
Auch aus Kuwait ist jemand mit seinem VW angereist.
Ich werfe einen kurzen Blick in dieses Lokal und parke meinen Mietwagen so, daß ihn jeder sehen kann. ![]()
Die knapp 14.000 Kritiken des Lokals sind überwiegend gut. Gut sind auch die Preise. Eigentlich habe ich noch gar keinen Hunger. Also gehts weiter mit der Besichtigung.
Die Quelle unterhalb des Lokals ist sicherlich nicht natürlichen Ursprungs.
Sie mündet in einen schön gestalteten Bachlauf. 23 Grad Celsius ist übrigens die Temperatur an diesem Nachmittag.
Ich folge dem Bachlauf und bin wieder unten fast am Meer angelangt. Links vom Kreisverkehr steht das Hotel The Chedi. Fünf Sterne natürlich - was sonst?
Ein außergewöhnliches Design haben auch die Straßenlampen.
Unter der Falkenkappe ist die Al-Gannas Qatari Society, das ist anscheinend der nationale Falkenjagdverband, beheimatet.
Weiter gehts demnächst mit dem zweiten Teil meines zweiten Aufenthalts in dieser atemberaubenden Stadt.
grüsse
jürgen