hallo Sylvie,
so schnell wirfst du die Flinte ins Korn? Es gibt doch so viele Möglichkeiten, sich an die Lösung heranzutasten.
grüsse
jürgen
hallo Sylvie,
so schnell wirfst du die Flinte ins Korn? Es gibt doch so viele Möglichkeiten, sich an die Lösung heranzutasten.
grüsse
jürgen
hallo Sylvie,
du kommst mit deinen Fragen der Lösung durchaus näher weil alles völlig daneben geraten ist. Damit kann all das oben von dir zitierte ausgeschlossen werden. ![]()
Einzig und allein der Begriff Kiste passt.
grüsse
jürgen
hallo Rätselfreunde,
wer kann mir sagen, wo ich war und was ich da genau gesehen habe?
Viel Spaß wünscht
jürgen
hallo Dieter,
nachdem das Wetter bei uns meist von Westen kommt, hier der aktuelle Stand 30 km südlich von Augsburg.
Den Tag haben wir mit kaum Wind, Wolken und Sonne und um die 11 Grad herum gebracht. Seit einer halben Stunde regnet es und der Wind hat zugenommen. Es wird dich also in spätestens einer Stunde auch treffen. ![]()
grüsse
jürgen
Bei unserem Aufenthalt in Andalusien haben wir auch die Region Huelva am Rio Tinto, das liegt ganz im Westen nahe der Grenze zu Portugal, besucht. Palos de la Frontera hat eine besondere Beziehung zum großen Entdecker, weil Kolumbus im dortigen Kloster Aufnahme fand. Hier konnte er schließlich das spanische Königspaar Ferdinand und Isabella davon überzeugen, ihm eine kleine Flotte zu finanzieren um den Seeweg nach Indien zu erkunden.
Der geschichtliche Hintergrund ist hier gut zusammengefaßt dargestellt.
http://www.spanien-bilder.com/spanische_gesc…d_ferdinand.php
Am 3.8.1492 startete Kolumbus mit seiner kleinen Flotte, bestehend aus den Schiffen Santa Maria, Nina und Pinta von Huelva in Richtung Westen. Gegenüber von Huelva, in Palos, wurde vor einigen Jahren ein kleiner Museumshafen errichtet in welchem Nachbauten dieser drei Schiffe vor Anker liegen. Das durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Alle drei Schiffe liegen hier nebeneinander und können betreten und besichtigt werden
Daneben wurden Hütten erreichtet, die denen ähneln sollen, in welchen die Ureinwohner der Insel Hispaniola bei der Ankunft der Europäer wohnten.
Das Gelände befindet sich am Rio Tinto, der hier unmittelbar vor der Mündung ins Meer einige hundert Meter breit ist. Zwischen den Palmen erkennt man die Masten der Schiffe.
Dargestellt ist auch, wie es in so einem Hafen um diese Zeit aussah. Die Lebensmittel, die Kolumbus für seine mehrmonatige Reise mitnahm, konnten damals nur in Steingutgefäße, Flaschen oder Kisten verpackt werden. Kühlung gab es natürlich nicht. Die einzige Konservierungsart war das Pökeln mit Salz,
Schon nach wenigen Wochen haben sich die Seeleute angewöhnt, ihre Nahrung nur noch bei Nacht zu sich zu nehmen. Da sah man die Würmer und Maden nicht im Fisch oder Fleisch. Skorbut hatte praktisch jeder, weil die Bedeutung von Vitaminen noch nicht bekannt war.
Die Bedeutung von Brantwein für die Seefahrt , später dann Rum, der war billiger herzustellen, darf nicht unterschätzt werden. Allgemein stand den Seeleuten ein halber Liter pro Tag zu. Das klingt in unseren Ohren nach viel. Andererseits beruhigte der Alhohol sicherlich auch die Gemüter auf einer langen und auch langweiligen Seereise.
Hier ist schematisch in Salz eingelegter Fisch dargestellt.
eine Schmiede
Schauen wir uns doch mal auf den Schiffen um. Die Santa Maria war mit ihren 23 Metern Länge das größte der drei Schiffe. Auf ihr hielt sich Kolumbus bis zum Schiffbruch vor der Insel Hispaniola auf.
Weil der link zu Wikipedia nicht funtioniert, habe ich euch den kurzen Artikel gleich hier reinkopiert.
"Die Santa Maria war das Flaggschiff von Christoph Kolumbus’ erster Expedition von 1492 bis 1493, auf der er einen westlichen Weg nach Ostasien suchte. Begleitet wurde sie von den deutlich kleineren Schiffen Niña und Pinta. Die Santa Maria fuhr unter der Flagge der Königreiche Kastilien und León, was heutzutage spanischem Territorium zuzuordnen ist.
Das von Kolumbus als Nao (altspanischer Ausdruck für Schiff) bezeichnete, robuste Schiff gehörte Juan de la Cosa und wurde für das Vorhaben an Kolumbus vermietet. Damals hieß das Schiff noch nach dem Ort, wo es erbaut wurde, „La Gallega“ („die Galicierin“). De la Cosa befand sich auch an Bord, doch Christoph Kolumbus führte das Schiff als Kapitän bis zu dessen Strandung, siehe unten.
Statt eines Seewegs nach „Ostasien“ – wie es sein wahres Ziel war (siehe Einleitung zu Christoph Kolumbus) –, entdeckte Kolumbus auf seiner ersten Reise Amerika für Europa wieder. Allerdings nicht den Kontinent, sondern Inseln am nordöstlichen Rand der Bahamas, wie die von den Ureinwohnern „Guanahani“ genannte Insel (vergl. Eintrag im Logbuch am 12. Oktober 1492), der Kolumbus den Namen San Salvador gab.
Am 25. Dezember 1492 lief die Santa Maria auf eine Sandbank vor Hispaniola, der Insel mit den heutigen Staaten Haiti und Dominikanische Republik. Das Schiff konnte nicht mehr gerettet werden. Das Holz wurde für den Bau der ersten spanischen Siedlung auf amerikanischem Boden, La Navidad, verwendet, in der Kolumbus etwa 30 bis 35 seiner Leute zurückließ.
Zitat:
„Weder die allgemeine Literatur über die Schifffahrt, noch die spanische Fachliteratur liefern genaue Angaben zu den Schiffen des Kolumbus. Was wir wissen, stammt größtenteils aus dem Logbuch des Genueser Navigators.“ Daher sind die Angaben zu den Abmessungen keineswegs so genau, wie es in der rechten Tabelle den Anschein hat.
2003 wurde vor der Küste Haitis ein Wrack aufgefunden, bei dem es sich angeblich um die Überreste der Santa Maria handeln sollte. Dies wurde erst im Mai 2014 publiziert. Nach Untersuchungen der UNESCO ist das Wrack jedoch viel zu modern und stamme wahrscheinlich aus dem 17. oder 18. Jahrhundert.
Die Experten streiten sich darüber, in welche Schiffsklasse die Santa Maria einzuordnen ist: Sie ist vom Aufbau her eine Karavelle – die Besegelung ähnelt allerdings mehr der einer Karacke, weshalb sie eher als solche gesehen wird.
Der Großmast hatte eine Höhe von 26,6 m, an dem sowohl ein mit einem roten Kreuz verziertes Haupt- als auch ein zusätzliches Topsegel befestigt waren. Der Fockmast war mit einem Rahsegel ausgestattet, während der Besanmast mit einem Lateinersegel versehen war. Darüber hinaus konnten an der Rahe zwei Leesegel und am Bugspriet noch die Bugsprietsegel gesetzt werden.
Kolumbus vermerkte im Logbucheintrag vom 26. Dezember 1492: „[…], denn die Santa Maria war ein sehr schwerfälliges Schiff und für Entdeckungsfahrten nicht geeignet."
Das Holz des auf Grund gelaufenen Flaggschiffs wurde zum Bau der ersten Siedlung in der neuen Welt verwendet. Auch die Pinta ging später verloren. Lediglich die Nina kam zurück nach Spanien."
Leider sind wir etwas spät in dieses Freilichtmuseum gekommen. So sind manche Bilder etwas dunkel. Dies lag nicht nur daran, daß wir an dem Tag schon viel herumgekommen sind, sondern auch am ausgiebigen Essen nur zwei Kilometer entfernt. Beim Essen soll man es bekanntlich nicht eilig haben...![]()
Tatsächlich war es unter Deck natürlich bei weitem nicht so leer wie es auf den Bildern erscheint. Im Gegenteil. Kaum eine Maus fand Platz zwischen all dem Proviant und den mitgeführten Dingen wie Werkzeug, Ersatzsegel, Waffen und Munition, Brennholz für den Ofen in der Kombüse und natürlich ausreichend "Frischwasser" in Fässern. Von Frischwasser war nach einiger Zeit nicht mehr die Rede. Regen auf See war der Traum eines jeden Seemanns auf so einer Reise. Frisches Wasser welches nicht übel roch und in dem nicht irgendwelches Viehzeug schwamm.
Bei ruhiger See schliefen die Matrosen an Deck. Da war es nicht so eng und stank nicht so wie im unbelüfteten Unterdeck.
Toiletten gab es auch Jahrhunderte später noch nicht auf solchen Schiffen. Nicht wenige Seeleute gingen beim Gang zum Örtchen, welches die Bordwand war, über Bord. Bei schwerem Seegang oder Krankheit mußten die Matrosen sich gegenseitig festhalten.
die Santa Maria
Wer beim Gehen an Deck über eines der vielen Taue stolpert und über Bord fällt, der ist so gut wie verloren. Das Schiff kann nicht anhalten und Seeleute konnten damals eh nicht schwimmen.
Bordkanonen, Armbrüste und Büchsen, wie die Gewehre damals genannt wurden, führte jedes Schiff mit sich. Zielgenau waren diese Gerätschaften natürlich nur auf nahe Distanzen. Allein schon der Krach und Pulverdampf dürfte jeden Gegener eingeschüchtert haben.
Mein Traumjob wäre es bei dieser Reise sicherlich nicht gewesen, oben am Ausguck in knapp 20 Meter Höhe nach Land Ausschau zu halten.
Angegliedert ist in Palos auch ein kleines Museum.
Wer von euch jemals in diese Gegend kommt, dem kann ich den Besuch der Muelle de las Carabellas unbedingt empfehlen.
http://www.andalucia.org/de/kultureller…-las-carabelas/
Diese Säule erinnert an den Bau der Anlage im Jahr 1992.
Für die Geschichtsfans habe ich hier noch einen kurzen Ablauf der Ereignisse bei der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Entdeckung_Amerikas_1492
jürgen
In den nördlichen Kornaten befindet sich die Insel Vela Sestrica mit dem Leuchtturm Tajer Kravljacica. Der ist ständig mit einem Leuchtturmwärter besetzt. Damit es ihm auf der sonst unbewohnten Insel nicht langweilig wird, sind zwei Ferienwohnungen vorhanden. Die kosten ab gut 700 € pro Woche. Die Überfahrt für die Gäste von Sukosan aus dauert etwa eineinhalb Stunden. Man sollte sämtliche Dinge des täglichen Bedarfs mitnehmen, weil der nächste Laden gaaaaanz weit weg ist und das Schwimmen über die Distanz wohl die Kräfte raubt.
grüsse
jürgen
hallo Johannes,
eine Bilderbuchlandschaft stellst du uns hier mit einem Bilderbuchwetter vor.
Nachdem es gestern bei uns fast den ganzen Tag geschneit hat und heute strahlender Sonnenschein herrschte, waren wir nachmittags auch draußen. Mich hat nur gewundert, daß der Birkensee im Nachbardorf Gennach überhaupt nicht zugefroren war wohingegen unser Gartenteich eine Eisschicht hat.
grüsse
jürgen
hallo Johannes,
du bist aber fleißig. Da können wir Gelegenheits-Nepomuk-Sammler nie und nimmer mithalten. ![]()
grüsse
jürgen
hallo,
ich habe euch noch ein paar Bilder vom Norden Madeiras. Genaugenommen sind sie um Faial, das liegt ein paar Kilometer südöstlich von Santana, aufgenommen worden. Auch hier erkennt man gut die Landschaft und das Geländeprofil. Das üppige Grün kommt vom vielen Regen an der Nordküste.
Zu welchem Zweck dieses kleine Haus am Hang einmal gedient hat, erschließt sich dem Laien oder Fachmann erst, wenn man ins Innere schaut. Die Portugiesen nennen das Lagar, eine Einrichtung zur Weinproduktion.
Eine einfache Eindeckung mit Schilf zeigt uns, daß hier wohl nicht Menschen gewohnt haben, sondern das Häuschen einem bestimmten Zweck gedient hat.
Meine Nachfrage bei Ortskundigen hat ergeben, daß hier früher Weintrauben gekeltert wurden. Die Trauben kamen in den Steintrog rechts im Bild. Die erste Pressung erfolgte vermutlich traditionel mit den Füssen. Dort wurden die Trauben ausgequetscht und der Saft lief über den Ausguß in der Mitte in das links darunter befindliche Becken.
Dieser runde Stein ist kein Mühlstein sondern diente wohl auch der Weinherstellung. Er diente als Lager für eine massive Holzspindel, mit dessen Hilfe ein schwerer Balken zum Pressen der Trauben im Becken in der Höhe verstellt werden konnte. Damit holte man dann den Rest an Saft aus den Früchten.
Es könnte sich um einen selbst hergestellten und mit einer Gravur versehenen Kalkstein handeln. Dieses Gestein ist auf der Insel recht selten. Meist findet man nur poröses Vulkangestein welches nicht für solche Zwecke geeignet ist.
Die engen Kurven der Straße im Tal gehören zu einer Gokart-Bahn.
Hellgrün sticht das Feld mit Weißkraut ins Auge.
jürgen
Hallo Daniel,
Danke erst mal für deinen Brioni Bericht. Dankbar bin ich dir vor allem, dass du das Thema Tito nur ganz am Rande erwähnt hast. Ich habe leider den Eindruck, dass dem ehemaligen Diktator auf der Insel viel zu viel Raum gewährt wird. Irgendwie wird dort die angeblich gute alte Zeit unter Tito in Ehren gehalten. Ich sehe aus politischem und geschichtlichem Interesse das Thema wohl mit anderen Augen als die meisten Kroaten. Deshalb konnte ich mich bisher noch nicht zu einem Besuch der Insel entschließen. Zumindest die Rundfahrt von Pula aus um die Inselgruppe möchte ich in diesem Jahr endlich mal unternehmen. Oder ich wage doch mal wieder einen Rundflug von Medulin aus.
Deine Verweise im Artikel auf die Fremdenführerin bestätigen meine Ansicht von der "chinesischen Art" der Vermarktung dieser Sehenswürdigkeit. Was ich damit meine, willst du wissen? Ganz einfach. Tourigruppe in kürzester Zeit zu den wichtigsten Punkten karren, jedem sein Selfie ermöglichen und dann ab indie Kneipe und zu den Souvenirständen. So möchte ich nie ein Land kennenlernen.
Grüsse aus dem vielen Schnee sendet dir
Jürgen