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  2. claus-juergen

Beiträge von claus-juergen

  • 1921 Bronnerlehe im Unterallgäu - Kamin der ehemaligen Flachsfabrik

    • claus-juergen
    • 14. März 2026 um 23:36

    Gratulation Steffi. Das ist die Lösung. Hier nicht weit weg von der sogenannten östlichen Mindel steht bis heute diese ehemalige Flachsfabrik. Wir beide wissen, dass man früher vom blauen Allgäu sprach. Das hat nichts damit zu tun, dass die Allgäuer öfters blau waren, sondern mit der Tatsache, dass vor der Zeit der Milchwirtschaft also bis Mitte des 19. Jahrhunderts der Flachsanbau vor allem im Unterallgäu weit verbreitet war. Flachs blüht blau, weshalb man vom blauen Allgäu sprach.

    Flachs wurde mühsam von Hand geerntet und dann in dieser Fabrik in Bronnerlehe weiter verarbeitet. Dazu mussten zuerst einmal die Samenkapseln entfernt werden und um danach die Fasern zu gewinnen. Dann wurde der Flachs vor Ort versponnen und zu Stoffen gewebt.

    Das Fabrikgebäude zusammen mit dem Kamin steht heute noch und laut Auskunft von Herrn Mayer sen. der nebenan eine Biogasanlage betreibt nicht unter Denkmalschutz.


    Ob sich im Gebäude noch alte Maschinen oder Gerätschaften befinden, weiß ich nicht. Die Anlage konnte ich nicht näher in Augenschein nehmen.

    Mir ist allerdings bekannt, dass sich im Dachgeschoss der Gemeindeverwaltung von Kirchheim ein kleines Heimatmuseum befinden soll und da ich einen Angestellten und auch die Bürgermeisterin kenne, muss ich mal nachfragen, ob ich einen Blick in dieses gewöhnlich geschlossene Museum werfen kann um vielleicht dort näheres über dieses Einmalige Industriedenkmal in meiner Heimat zu erfahren. Sollte das der Fall sein werde ich dieses Rätsel noch entsprechend ergänzen. Vielleicht findest du ja oder jemand anders noch weitere Informationen zu dieser ehemaligen Flachsfabrik.

    Vielen Dank fürs mitmachen sagt

    Jürgen

  • 1921 Bronnerlehe im Unterallgäu - Kamin der ehemaligen Flachsfabrik

    • claus-juergen
    • 14. März 2026 um 21:33
    Zitat von Steffi

    …ist aber noch Landkreis Unterallgäu?

    Von Pfaffenhausen aus Richtung Kirchheim oder Breitenbrunn?…

    Hallo Steffi,

    Ja, grob gesagt in der Nähe der ehemaligen Bahnlinie von Pfaffenhausen nach Kirchheim.

    Grüße

    Jürgen

  • 1921 Bronnerlehe im Unterallgäu - Kamin der ehemaligen Flachsfabrik

    • claus-juergen
    • 14. März 2026 um 14:23
    Zitat von Steffi

    Hallo Jürgen,

    Mindelheim?…

    Nein Steffi,

    Flussabwärts musst du suchen.


    Grüße

    Jürgen

  • 1921 Bronnerlehe im Unterallgäu - Kamin der ehemaligen Flachsfabrik

    • claus-juergen
    • 14. März 2026 um 13:53
    Zitat von Steffi

    Hallo Jürgen,

    Iller, Wertach oder Mindel?…

    Das Wasser der Mindel fließt dort vorbei.

    Grüße

    Jürgen

  • 1921 Bronnerlehe im Unterallgäu - Kamin der ehemaligen Flachsfabrik

    • claus-juergen
    • 14. März 2026 um 12:50

    Und noch einen Tipp gebe ich euch in Form eines weiteren Bildes. Der Industriebetrieb hat natürlich auch Strom benötigt. Vorher war es die Wasserkraft oder auch eine Dampfmaschine welche zur industrieellen Fertigung verwendet wurde. Das Wasserkraftwerk nebenan steht heute noch. Der erzeugte Strom wird sicherlich ins Netz eingespeist.

    grüsse

    jürgen

  • 1921 Bronnerlehe im Unterallgäu - Kamin der ehemaligen Flachsfabrik

    • claus-juergen
    • 14. März 2026 um 12:42
    Zitat von Steffi

    ...du schreibst zwar Ziegelei scheidet aus, könnte es doch das alte Ziegelwerk Erkheim sein?

    Wenn nicht, Papierfabrik Ettringen oder Salamander Türkheim?

    Ansonsten in welche Richtung von Erkheim oder Ettringen/Türkheim?...

    hallo Steffi,

    vergiß alles rund um Ziegel. Auch Papier oder die Fa Salamander sind nicht gefragt. Hier wurde einst ein für das Allgäu typisches Produkt hergestellt.

    Ein Tipp zum Standort. Nördlich der Autobahn A96 mußt du suchen. Dazu auch nördlich von Erkheim und Ettringen. Es gibt auch noch nördlich der A96 "etwas Unterallgäu". Frag mal Heinz. ;)

    grüsse

    jürgen

  • 1921 Bronnerlehe im Unterallgäu - Kamin der ehemaligen Flachsfabrik

    • claus-juergen
    • 14. März 2026 um 12:13
    Zitat von Steffi

    Hallo Jürgen,

    ist der Schlot im Unterallgäu?...

    hallo Steffi,

    ja, der Standort stimmt.

    grüsse

    jürgen

  • 1921 Bronnerlehe im Unterallgäu - Kamin der ehemaligen Flachsfabrik

    • claus-juergen
    • 14. März 2026 um 12:03
    Zitat von Steffi

    Hallo Jürgen,

    Zitat von claus-juergen

    Nein, eine Ziegelei oder Brauerei gibt’s ja überall. Hier geht’s oder ging es um ein ganz anderes Gewerbe.

    Scheidet ja schon Mal aus.

    Warst du mit dem Auto, Fahrrad oder zu Fuß unterwegs von Langerringen aus?

    Handelt es sich bei dem alten Schlot um eine alte Dampfmolkerei oder Mühle eventuell?...

    hallo Steffi,

    ich war mit dem Auto da. Theoretisch hätte ich auch mit dem Fahrrad hinfahren können auch wenn das ein Weilchen gedauert hätte.

    Lebensmittel welcher Art auch immer sind hier nie verarbeitet worden.

    grüsse

    jürgen

  • Wanderung durch den Paterzeller Eibenwald zum Zellsee

    • claus-juergen
    • 13. März 2026 um 22:38

    Vor ein paar Tagen haben wir eine Wanderung von eindreiviertel Stunden durch den Eibenwald von Paterzell gemacht. In diesem Eibenwald sollen mehr als 2000 alte Eiben wachsen, was den Wald zu einem einzigartigen Naturschutzgebiet in Deutschland macht. Der Wald befindet sich nicht weit weg von Wessobrunn und das liegt zwischen Landsberg am Lech und Weilheim.

    Ein kleiner Parkplatz mitten im Wald genügt zum abstellen des PKW und dann geht’s schon los zu Fuß. In diesem Wald stehen nicht nur Eiben, sondern auch andere Bäume. Er ist ein naturnaher Mischwald.


    Die Eibe ist ein besonderer Baum. Als einziger heimischer Nadelbaum ist die Eibe giftig. Allerdings sind es nicht die roten Beeren, sondern die Eibenzweige und die Nadeln die giftig sind. Rehe vertragen die scheinbar zumindest in einer bestimmten Menge. Hingegen kann schon eine geringe Menge Eibennadeln ein Pferd töten. Darum beseitigten früher Fuhrleute und Hirten die Eibe. Ein Mensch müsste um sich zu vergiften 50-100 Eibenzweige essen. Die Eibe wird mittlerweile in der Medizin als Mittel gegen Krebs genutzt.

    Der Eibenwald bei Paterzell steht auf meterdickem Tuffstein. Das ist wohl die Besonderheit, warum sich der Wald hier über Jahrhunderte hinweg erhalten hat. Der Tuffstein selbst wurde seit langer Zeit in der Gegend abgebaut und als Baustoff für Gebäude verwendet. Heute gibt es nur noch einen betriebenen Steinbruch bei Weilheim.

    Einzelne Eiben sind in diesem Wald besonders gekennzeichnet. Beispielsweise gibt es drehwüchsige Exemplare.

    Dieser Baum ist auf der Länge von mehreren Metern gespalten und trotzdem lebt er noch.

    Es gibt einen Rundweg der ist nur gut einen Kilometer lang.

    Vor über 400 Jahren nutzte man Eiben systematisch, um aus ihrem Holz Bögen und Armbrüste zu bauen. Wegen ihrer Bedeutung für die Herstellung von Kriegs – und Jagdwaffen waren Eiben schon um 1600 in Oberbayern weitgehend ausgerottet.


    Diese Kugeln an den Nadeln sind anscheinend die Fruchtstände der Eiben. Es gibt übrigens männliche und weibliche Pflanzen. Das Holz ist nahezu harzfrei. Weil die Eibe sehr langsam wächst, sind die Jahresringe eng beieinander.

    Wir haben von Anfang an nicht nur geplant, diesen einfachen Rundweg zu begehen. Vielmehr wollten wir auch den naheliegenden Zellsee erkunden.

    Dazu verlassen wir den Wald und kommen an der Moosmühle vorbei. Hierbei handelt es sich um ein Gestüt. An dieser Hütte kann man sich selbst verpflegen.

    Wir nähern uns dem Zellsee von Süden her. Dabei besteht dieses Gewässer eigentlich nicht nur aus einem See, sondern aus einer Vielzahl von Fischteichen, die heute nur noch teilweise genutzt werden.

    Am Westufer führt ein begehbarer Damm entlang. Der Großteil der Teiche und des Schilfgürtels sind für Besucher aus Gründen des Naturschutzes gesperrt.

    Der Zellsee ist ein künstliches stehendes Gewässer, welches im 15. Jahrhundert von den Mönchen des nahe gelegenen Kloster Wessobrunn angelegt wurde. Fisch war über Jahrhunderte hinweg vor allem in der Fastenzeit ein wichtiges Nahrungsmittel für den Klerus.

    Hier kann man es aushalten während man Graugänse, Bläshühner, Enten und Schwäne beobachtet.

    Der Weg wird anscheinend gepflegt. Ich könnte mir vorstellen, dass hier am Wochenende nicht so eine Einsamkeit wie wochentags herrscht.

    Nicht nur die Haselnuss blüht bereits und sorgt durch die Pollen dafür, dass mir die Augen etwas tränen.

    Wir verlassen in den See und kommen zurück in den Wald. Hier ist eine Eibe vor vielen Jahren umgestürzt. Vertikal wachsen aus dem Stamm neue Triebe in die Höhe. Das zeigt, wie robust dieser Baum ist.

    Dieser Baumstumpf ist etwa 700 Jahre alt. Im Jahr 1997 hat den Baum irgendjemand aus Unvernunft angezündet. Ärgerlich wie ich meine.

    Die Informationen dieses Berichts stammen aus einer Broschüre der bayerischen Staatsforsten, die im Eibenwald ausliegt. Es ist schon seltsam. Seit Jahrzehnten weiß ich von diesem Naturschutzgebiet und seit Jahrzehnten bin ich viele Male hier vorbei gefahren. Nun haben wir endlich Zeit gefunden, uns dieses Kleinod in der Heimat näher anzuschauen. Wie ich meine hat es sich gelohnt.

    Jürgen

  • 1921 Bronnerlehe im Unterallgäu - Kamin der ehemaligen Flachsfabrik

    • claus-juergen
    • 13. März 2026 um 22:27
    Zitat von waldi

    Der Kamin ist doch sicher extra für den Storch aufgestellt worden! ;)

    Ich tippe auf Brauerei oder Ziegelei…

    Hallo Waldi,

    Störche gibt’s bei uns ja jede Menge. Nein, eine Ziegelei oder Brauerei gibt’s ja überall. Hier geht’s oder ging es um ein ganz anderes Gewerbe.

    Grüße

    Jürgen

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