Gratulation Steffi. Das ist die Lösung. Hier nicht weit weg von der sogenannten östlichen Mindel steht bis heute diese ehemalige Flachsfabrik. Wir beide wissen, dass man früher vom blauen Allgäu sprach. Das hat nichts damit zu tun, dass die Allgäuer öfters blau waren, sondern mit der Tatsache, dass vor der Zeit der Milchwirtschaft also bis Mitte des 19. Jahrhunderts der Flachsanbau vor allem im Unterallgäu weit verbreitet war. Flachs blüht blau, weshalb man vom blauen Allgäu sprach.
Flachs wurde mühsam von Hand geerntet und dann in dieser Fabrik in Bronnerlehe weiter verarbeitet. Dazu mussten zuerst einmal die Samenkapseln entfernt werden und um danach die Fasern zu gewinnen. Dann wurde der Flachs vor Ort versponnen und zu Stoffen gewebt.
Das Fabrikgebäude zusammen mit dem Kamin steht heute noch und laut Auskunft von Herrn Mayer sen. der nebenan eine Biogasanlage betreibt nicht unter Denkmalschutz.
Ob sich im Gebäude noch alte Maschinen oder Gerätschaften befinden, weiß ich nicht. Die Anlage konnte ich nicht näher in Augenschein nehmen.
Mir ist allerdings bekannt, dass sich im Dachgeschoss der Gemeindeverwaltung von Kirchheim ein kleines Heimatmuseum befinden soll und da ich einen Angestellten und auch die Bürgermeisterin kenne, muss ich mal nachfragen, ob ich einen Blick in dieses gewöhnlich geschlossene Museum werfen kann um vielleicht dort näheres über dieses Einmalige Industriedenkmal in meiner Heimat zu erfahren. Sollte das der Fall sein werde ich dieses Rätsel noch entsprechend ergänzen. Vielleicht findest du ja oder jemand anders noch weitere Informationen zu dieser ehemaligen Flachsfabrik.
Vielen Dank fürs mitmachen sagt
Jürgen