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Beiträge von waldi

  • Sandskulptur in Tinnye

    • waldi
    • 15. Oktober 2025 um 14:25

    Seit 2019 habe ich in Tinnye keine Sandskulptur mehr gesehen, außer dem Osterhasen im letzten Jahr. Den hatte ich Euch hier schon gezeigt.

    Dieses Jahr entdeckte ich einen mächtigen Monolithen am Ortseingang.

    Tinnye Skulptur1.jpg
    Der Künstler hat das Material gewechselt.

    Tinnye Skulptur2.jpg
    Auf der Rückseite ist eine Informationstafel angebracht.

    Tinnye Skulptur4.jpg
    Der Text besagt sinngemäß: Errichtet im Jahre 2024 zum 750. Jahrestag der Gründung der Siedlung, zum Gedenken an die Helden und Opfer der Gemeinde im 20. Jhd.
    Die Gemeinde Tinnye
    Schöpfer: Ferenc Monostori

    Hmmm....
    Was hat ein schlafendes Mädchen mit den Helden und Opfern des Ortes zu tun?
    Neugierig wie ich bin, habe ich ein bisschen gegraben und habe herausgefunden was es mit dem Mädchenkopf auf sich haben könnte.

    Die Legende zur Entstehung des Garancsi-Sees.
    Während der Türkenzeit lebte ein Adliger namens Csepke Hajmási in einer Burg in der Nähe von Tinnye, die von den Einwohnern als "Kleines Schloss" bezeichnet wurde. Dieser Herr hatte eine schöne unverheiratete Tochter, die der Sohn des türkischen Kommandanten des nahegelegenen Schlosses Zsámbék einmal auf der Jagd sah und sich unsterblich in das schöne Mädchen verliebte. Auch sie verliebte sich in den feschen Burschen. Um zu verhindern, dass die Eltern diese unschickliche Beziehung entdeckten, trafen sie sich heimlich an einem der schönsten Punkte der Gegend, in einem Tal, das von hohen bewaldeten Bergen umgeben war, wo sich eine erfrischende Quelle unter Trauerweiden befand. Unser Herrgott konnte aber nicht länger zusehen, dass ein ungarisches christliches Mädchen sich freiwillig in die Arme eines ungläubigen Heiden werfen würde. Es öffnete sich die Erde unter ihnen und verschlang sie beide, und das Wasser des Brunnens überschwemmte das gesamte Tal. Daraus entstand der noch heute existierende Garancsi-See, der seinen Namen von dem türkischen Jungen erhielt. Und an der Stelle des Brunnens gibt es immer noch einen Wirbel im Wasser des Sees, der in den Jahrhunderten seit seiner Entstehung mehr als eine hanfröstende Jungfrau oder ein badendes Kind mitgerissen hat.

    Der Garancsi-See liegt am Rande von Tinnye in Richtung Piliscsaba, in einer wunderschönen Umgebung. Der einzige See der Region ist ein beliebtes Ausflugsziel. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wird er erstmals in einer Karte erwähnt. Lange Zeit galt er als natürlichen Ursprungs, aber nach neueren Forschungen entstand er durch anthropogenen Einfluss irgendwann im Mittelalter, in einem Tal mit lehmigem Boden, das durch Straßenbau blockiert wurde. Seine Wasserversorgung wird nicht durch Quellen gewährleistet, wie bisher angenommen, sein Wasservolumen ist ausschließlich eine Funktion des Niederschlags. Im Sommer 2000 wurde hier größtenteils der Film "Glastiger" gedreht und später mehrere Szenen der zweiten und dritten Fortsetzung des Films. Der Buffetwagen, der während der Dreharbeiten verwendet wurde, blieb vor Ort und wurde zu einer Touristenattraktion am Ufer des Sees.

    In Verbindung mit dem See und seiner Umgebung haben sich in den umliegenden Siedlungen mehrere Legenden und Erzählungen entwickelt. Die obige Geschichte ist eine davon.
    Ich fand zwar keinen Beleg dafür, aber das Mädchengesicht im Monolithen soll vermutlich die verschwundene Fürstentochter darstellen.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 15. Oktober 2025 um 10:21

    H: Perbál, Kreis Budakeszi im Komitat Pest

    Eigentlich dachte ich, diesen Nepomuk schon vor einigen Jahren hier vorgestellt zu haben. Doch meine Suche im Forum blieb erfolglos. Dann hole ich es hiermit nach.
    Er steht an der Hauptstraße vor dem Pfarrhaus in Perbál.
    Die ersten drei Bilder stammen aus dem Jahr 2012.

    Perbál1.jpg

    Perbál2.jpg

    Perbál3.jpg

    Mit Freude stellte ich fest, dass er inzwischen restauriert wurde.

    Perbál4.jpg

    Perbál5.jpg

    Perbál6.jpg

    Perbál7.jpg

    Sogar die Inschrift im Sockel ist wieder lesbar. Bravo!

    Perbál8.jpg

    Zu Ehren des allmächtigen Gottes und in Verehrung des Hl. Johannes, gewidmet dem Gedenken an Josef Tserno, Bürger der königlichen Stadt Esztergom der an diesem Ort seinen Tod fand, aufgestellt von seiner Lebensgefährtin Anna Gubovics im Jahr 1820.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 14. Oktober 2025 um 17:55

    H: Pákozd, Kreis Gárdony, Komitat Fejér in Westungarn

    Hinter der römisch-katholischen Szent József-templom (St. Josef-Kirche) steht eine spätbarocke Nepomukstatue.

    Pákozd1.jpg
    Pákozd2.jpg
    Pákozd3.jpg

    Pákozd4.jpg

    Pákozd5.jpg

    Die Inschrift im Sockel verrät uns dass das Denkmal 1834 aufgestellt wurde.

    Pákozd6.jpg

    Ursprünglich wurde die Statue des Hl. Johannes Nepomuk im Jahr 1834 aufgrund der Spende von Sándor Szabó, dem Kassierer des Gutshofes, vor dem herrschaftlichen Verwaltungsgebäude enthüllt. Der Zeitpunkt der Umsiedlung an die Kirche ist mir nicht bekannt.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • Martonvásár in der Tök Jó Hét

    • waldi
    • 13. Oktober 2025 um 23:40
    Zitat von claus-juergen

    Offizielle Biografien des bekannten Komponisten verschweigen diese Tatsache.

    Das ist nicht so, Jürgen. Ich habe meine Informationen größtenteils von der deutschen Wikipediaseite von Ludwig van Beethoven. Dort ist eine ausführliche Abhandlung dem Verhältnis zwischen ihm und der Gräfin Josephine Brunsvik gewidmet und belegt. Und sie war wahrhaftig nicht die einzige der ein Verhältnis zu Beethoven nachgesagt wird.

    Gräfin Josephine Brunsvik

    250px-Josephine_Brunsvik.jpgGräfin Josephine Brunsvik als Gräfin Deym, unbezeichnete Bleistift-Miniatur, vor 1804

    Besonders freundschaftlich wurde Beethoven von der ungarischen Familie Brunsvik aufgenommen. Die Schwestern Therese, Josephine, Charlotte und ihr Bruder Franz begegneten dem Komponisten erstmals 1799.[72] Als die Familie nach 18 Tagen wieder in ihre ungarische Heimat zurückkehrte, schrieb Beethoven in Josephines und Thereses Album einen Auszug von Goethes Gedicht Ich denke dein.

    Auf Drängen der Mutter, die ihre schöne Tochter mit einem wohlhabenden Adligen vermählen wollte, heiratete Josephine Brunsvik noch im Sommer 1799 den Grafen Joseph von Deym, zog zu ihm nach Wien und gebar in ihrer kurzen Ehe vier Kinder. In dieser Zeit war Beethoven regelmäßiger „standhafter Besucher der jungen Gräfin“[73] und erteilte ihr „viele Stunden hintereinander“ „kostenlos“[74] Klavierunterricht. Nachdem Graf Deym Anfang 1804 unerwartet gestorben war, entwickelte sich zwischen Beethoven und Josephine eine Liebesbeziehung. Zwischen 1804 und 1809 schrieb Beethoven ihr mindestens vierzehn teils leidenschaftliche Liebesbriefe, in denen er sie unter anderem als „Engel“, „mein Alles“ und als seine „einzig Geliebte“ bezeichnete und ihr „ewige Treue“ schwor. Trotz heißer Liebesworte blieben aber beide Partner nicht nur vor der Verwandtschaft, sondern auch in den Briefen bei der förmlichen Anrede „Sie“, während Beethoven Josephines Bruder Franz ja duzte.[75] Der Briefwechsel, soweit erhalten, dokumentiert denn auch die seelischen Konflikte des Paares, die aus dem Widerspruch zwischen ihren persönlichen Gefühlen und den Zwängen der Realität resultierten:[76] Josephine hatte vier Kinder zu versorgen, und im Falle einer Heirat mit dem nichtadligen Beethoven hätte sie die Vormundschaft für sie verloren.[77] Im Herbst 1807 zog sich Josephine schließlich auf Druck ihrer Familie von Beethoven zurück. Bereits 1805 hatte Therese voller Besorgnis an Charlotte geschrieben: „Aber sage mir, Pepi und Beethoven, was soll daraus werden? Sie soll auf ihrer Hut sein! … Ihr Herz muß die Kraft haben nein zu sagen, eine traurige Pflicht, wenn nicht die traurigste aller.“[78]

    1810 ging Josephine eine zweite Ehe mit dem estländischen Baron Christoph von Stackelberg ein, die sich für sie äußerst unglücklich entwickelte. Ende Juni/Anfang Juli 1812 verließ Stackelberg sie. In ihrem Tagebucheintrag vom 8. Juni 1812 heißt es: „Ich habe heute einen schweren Tag. – Die Hand des Schicksals ruht düster auf mir – Ich sah nebst meinem tiefen Kummer auch noch die Entartung meiner Kinder und – fast – aller Muth wich von mir –!!!“[79] Kurz darauf notierte sie in ihrem Tagebuch, dass sie beabsichtigte, nach Prag zu reisen: „St. will daß ich mir selbst sitzen soll [er hat mich sitzen gelassen]. er ist gefühllos für bittende in der Noth. […] Ich will Liebert in Prague [!] sprechen. ich will die Kinder nie von mir lassen. […] Ich habe Stackb zu liebe [mich] physisch zugrunde gerichtet indem ich […] noch so viele Kummer und Krankheit durch ihn zugezogen habe.“[80] In Prag traf Beethoven am 3. Juli eine Frau, die er drei Tage später in einem (nie abgeschickten) Brief an sie, ohne ihren Namen zu erwähnen, seine „Unsterbliche Geliebte“ nannte. Der Brief ist nicht nur seiner intimen Sprache wegen bemerkenswert, sondern auch deshalb, weil es sich hierbei um den einzigen erhaltenen Brief Beethovens an eine Frau handelt, in dem er die Adressatin durchweg duzt.[81]

    1817 notierte Therese, die weiterhin mit Beethoven in Verbindung blieb, in ihrem Tagebuch über ihre kranke Schwester: „Ob Josephine nicht Strafe leidet wegen Luigi’s Weh? Seine Gattin – was hätte sie nicht aus dem Heros gemacht!“[82] Eine Tagebuchnotiz Thereses von 1848 lautet: „Ich Glückliche hatte Beethovens intimen, geistigen Umgang so viele Jahre! Josephinens Haus- und Herzensfreund! Sie waren füreinander geboren und lebten beide noch, hätten sie sich vereint.“[83]

    Zahlreiche Beethoven-Forscher, vor allem im deutschsprachigen Raum, darunter La Mara, Siegmund Kaznelson, Harry Goldschmidt, Brigitte und Jean Massin, Marie-Elisabeth Tellenbach, Carl Dahlhaus und Rita Steblin, halten Josephine für Beethovens „Unsterbliche Geliebte“. Neun Monate nach dem wahrscheinlichen Treffen der beiden in Prag brachte Josephine ihre Tochter Minona (* 8. April 1813 in Wien; † 21. Februar 1897 ebenda) – Minona ist ein Palindrom zu Anonym – zur Welt. Sie soll in jungen Jahren eine verblüffende („striking“) Ähnlichkeit mit Beethoven gehabt haben.[84] Daher erachten etliche Forscher es für wahrscheinlich, dass Beethoven der leibliche Vater Minonas ist.[85][86]

    Quelle: Wikipedia


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 13. Oktober 2025 um 20:36

    H: Martonvásár, Kreisstadt, Komitat Fejér in Westungarn

    Die Suche nach Nepomukstatuen führte mich Ende September an einem Samstag auch nach Martonvásár, einer Kleinstadt mit etwa 6000 Einwohnern in der Mitte zwischen Budapest und Székesfehérvár. Ich wunderte mich über die vielen Menschen im Zentrum des Ortes und hatte Mühe einen Parkplatz in der Nähe der Kirche zu finden, wo der gesuchte Nepomuk stehen sollte. Ich stellte fest, dass ich in der "Tök Jó Hét" zu Besuch war. Mehr darüber findet Ihr hier.

    Ich fand das gesuchte Denkmal an der Kirche im Schlosspark.

    Martonvásár1.jpg

    Der Nepomuk ist rechts neben der Kirche im dunklen Schatten kaum erkennbar.

    Das Brunszvik-Schloss ist an die Kirche angebaut.

    Martonvásár2.jpg
    Die Statue wurde 1775 von der Familie Brunszvik an der Brücke des Baches Szent László aufgestellt, von wo aus sie in den 1950er Jahren neben die Kirche umgesiedelt wurde.

    Martonvásár3.jpg

    Martonvásár4.jpg

    Martonvásár5.jpg

    Martonvásár6.jpg

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    Im Sockel ist das kleine Wappen derer von Brunszvik zu sehen.

    Martonvásár8.jpg

    In der Kirche steht auch ein Nepomukaltar mit dem Gemälde Nepomuks Himmelfahrt. Aber auch an diesem Samstag war die Kirche leider verschlossen.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • Martonvásár in der Tök Jó Hét

    • waldi
    • 13. Oktober 2025 um 20:35

    Die Suche nach Nepomukstatuen führte mich Ende September an einem Samstag auch nach Martonvásár, einer Kleinstadt mit etwa 6000 Einwohnern in der Mitte zwischen Budapest und Székesfehérvár. Ich wunderte mich über die vielen Menschen im Zentrum des Ortes und hatte Mühe einen Parkplatz in der Nähe der Kirche zu finden, wo der gesuchte Nepomuk stehen sollte. Ich stellte fest, dass ich in der "Tök Jó Hét" zu Besuch war. Das ist die Kürbiswoche in Martonvásár (Martinsmarkt). Sie begann am 27. September und endete am 5. Oktober 2025.

    Ich fand den gesuchten Nepomuk an der Kirche im Schlosspark.

    Martonvásár1.jpg

    In den Nischen stehen zwei ungarische Könige die heilig gesprochen wurden, László und István.
    Der Nepomuk ist rechts neben der Kirche im dunklen Schatten kaum erkennbar.

    Martonvásár4.jpg

    Leider war die Kirche verschlossen.
    An die Kirche ist das Brunszvik-Schloss angebaut.

    Martonvásár2.jpg
    Dazu etwas Geschichte.
    Brunszvik ist die ungarische Schreibweise einer aus Deutschland stammenden Familie. Die heute gebräuchliche deutsche Schreibweise Brunswick ist auf den niederdeutschen Ortsnamen Brunswiek für Braunschweig zurückzuführen. Wie kommt diese Familie nach Martonvásár?
    Martonvásár war ein Gutshof mit einer kleinen Siedlung die durch die Türkenfeldzüge die in den Jahren 1526, 1528, 1541, 1543, 1545 und 1551 durch den Ort führten so in Mitleidenschaft gezogen wurde dass er bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts fast vollständig entvölkert war. Während des 15-jährigen Krieges wurde Martonvásár dann vollständig zerstört. Der sogenannte "Lange Türkenkrieg" war ein von 1593 bis 1606 währender Krieg zwischen dem Osmanischen Reich und mehreren christlichen Staaten, insbesondere der Habsburgermonarchie. Die leere Puszta fiel zuerst in die Hände der Familie Sajnovics, die auch den Nachbarort Tordas besaß. Dann ging sie in den Besitz des österreichischen Militäroffiziers Sándor Beniczky über. Von ihm wurde das Gut mit dem Herrenhaus mit einigen wenigen Einwohnern gepachtet. Am 7. Oktober 1775 erhob Kaiser Joseph II. (oder Maria Theresia) den k.k. Hofrat Anton I. Brunsvik (* 1709, † 1793) in den Grafenstand und er durfte dadurch auch das Adelsprädikat "de Korompa" im Namen führen (nach Dolná Krupá in der heutigen Westslowakei, deutsch Unterkrupa, ungarisch Alsókorompa). Außerdem erhielt er als Lehen die Herrschaft Martonvásár, die dann 1771 von Antal Brunszvik dem Älteren gekauft wurde.
    Dieser begann mit der organisierten Landwirtschaft. Ab den 1770er Jahren brachte er slowakische, deutsche und ungarische Siedler auf das Gut und baute auch zwischen 1773 und 1776 die römisch-katholische Kirche Szent Anna. Über deren Eingang prangt das große Wappen derer von Brunszvik.

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    In den Jahren 1784-85 ließ Antal Brunszvik jun. das einstöckige Schloss im Barockstil errichten. Er begann mit der Entwicklung des englischen Parks und schaffte es sogar, dass das neu erbaute Dorf 1789 von Joseph II. den Rang einer Marktgemeinde erhielt. Nach seinem Tod erbte sein Sohn Ferenc Brunszvik das Anwesen. In den 1820er Jahren ließ Ferenc Brunszvik das Schloss aufstocken und baute es im klassizistischen Stil um. Sein Sohn, Géza Brunszvik, ließ das Schloss zwischen 1872 und 1875 im neugotischen Stil umbauen.

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    Martonvásár9.jpg
    Martonvásár ist stolz auf seine Verbindung zu Ludwig van Beethoven. Wie kam es dazu?
    Im Jahr 1799 begab sich die Witwe von Antal Bruszvik, geborene Baronin Anna Seeberg, mit ihrer 24-jährigen Tochter Teréz und der 21-jährigen Josephine nach Wien, mit dem unverhohlenen Ziel, die eine oder andere ihrer Töchter zu verheiraten. Damals bat sie Beethoven, den Mädchen das Klavierspielen beizubringen. Beethoven lehrte nicht gerne. Er war der Meinung, dass diejenigen, die nicht komponieren können, lehren sollten. Aber bei Mädchen machte er eine Ausnahme. Beethoven arbeitete 16 Tage lang mit den Mädchen. Josephine Brunszvik heiratete noch im Sommer 1799 den Grafen Joseph von Deym, zog zu ihm nach Wien und gebar in ihrer kurzen Ehe vier Kinder. In dieser Zeit war Beethoven regelmäßiger Besucher der jungen Gräfin und erteilte ihr viele Stunden hintereinander kostenlos Klavierunterricht. Nachdem Graf Deym Anfang 1804 unerwartet gestorben war, entwickelte sich zwischen Beethoven und Josephine eine Liebesbeziehung. Im Herbst 1807 zog sich Josephine schließlich auf Druck ihrer Familie von Beethoven zurück. 1810 ging Josephine eine zweite Ehe mit dem estländischen Baron Christoph von Stackelberg ein, der sie aber Ende Juni/Anfang Juli 1812 verließ. Am 3. Juli traf Beethoven in Prag eine Frau, die er drei Tage später in einem (nie abgeschickten) Brief, ohne ihren Namen zu erwähnen, seine "Unsterbliche Geliebte" nannte. Neun Monate nach dem wahrscheinlichen Treffen der beiden in Prag brachte Josephine ihre Tochter Minona – Minona ist ein Palindrom zu Anonym – zur Welt. Etliche Forscher halten es für wahrscheinlich, dass Beethoven der leibliche Vater Minonas war.

    Jedenfalls lernte Beethoven durch die beiden Mädchen Ferenc Brunszvik kennen, den Bruder der beiden, der später sein Freund und Förderer wurde. Bis 1808 besuchte Beethoven Martonvásár dreimal. 1806 vollendete er hier die Klaviersonate Nr. 23, die Appassionata, die er Ferenc Brunszvik widmete.

    Auch Teréz Brunszvik respektierte Beethoven zutiefst. Letztere eröffnete übrigens den ersten Kindergarten in Ungarn. Martonvásár feiert 2025 ihren 250. Geburtstag.
    Das Beethoven-Gedächtnismuseum, das im Schloss eingerichtet ist, zeigt die Korrespondenz der weiblichen Familienmitglieder mit Beethoven, sowie Dokumente aus dem Leben des Künstlers und seiner Familie. Zu sehen sind unter anderem eine Haarlocke des Komponisten, eine Büste und ein Porträt, aber auch seine Werke mit Bezug zu Ungarn kann man kennenlernen.

    Im Jahr 1927 modellierte János Pásztor für die Drehers die Natursteinbüste des großen musikalischen Genies. Am 22. Mai sollte die Einweihung der Statue in Martonvásár das Abschlussprogramm der nationalen Feierlichkeiten zum 100. Todestag Beethovens sein. Es wurden Sonderzüge angekündigt, und laut Programm sollte der aus dem Ort stammende Opernsänger Sándor Pusztai bei der Sühnemesse Lieder des Musikdichters singen, aber die Zeremonie wurde aus irgendeinem Grund abgesagt. Die Einweihung der Statue im Schlosspark fand erst am 14. September 1954 statt. Die habe ich aber nicht gefunden.

    Vier Generationen lang besaßen die Brunszviks Martonvásár, aber in der Krise musste sich die Familie Ende des 19. Jahrhunderts von ihren Gütern trennen. Das Gelände wurde von Erzherzog Joseph von Habsburg, dem Sohn des Palatins Joseph und Besitzer von Alcsút, für seinen Sohn gekauft, weil er es als Hochzeitsgeschenk beabsichtigte. Nach drei Jahren wechselte der Besitz jedoch von ihm zum Brauereibesitzer Antal Dreher, der nach und nach die Ländereien des Areals aufkaufte.
    Sein Sohn Jenő Dreher und seine Kinder besaßen das Anwesen bis zur Verstaatlichung. Nach der Verstaatlichung war geplant, hier eine landwirtschaftliche Universität zu errichten, und nach der Gründung dieser in Gödöllő wurde in Martonvásár das Landwirtschaftliche Forschungsinstitut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften gegründet. Mit seinem Versuchsbauernhof ist das Forschungsinstitut seit Jahrzehnten ein guter Eigentümer des Brunszvik-Erbes, das auch heute noch der Verwalter des Schlosses und des Parks ist.

    Ein ordentlicher Wachstumsschub begann in Martonvásár nach 1991 durch die Organisation der ersten "Martonvásár-Tage". Sie haben sich zu einer Touristenattraktion entwickelt.
    Es gibt zahlreiche Aktivitäten während dieser Kürbiswoche. Mehrere Ausstellungen, Bauernmarkt, Käsemarkt, Handarbeitsmarkt und andere warten auf Besucher. Es gibt Konzerte, natürlich auch mit Musik von Beethoven. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

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    Damit den Kindern nicht langweilig wurde, konnten sie zwischen Kinderschminken und Glitzertattoos wählen, bei einem Spiel mitmachen, oder der "Märchentante" (rechts) zuhören.

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    Im Park werden Kompositionen mit Kürbissen gezeigt.

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    Inmitten von Fliegenpilzen steht die Büste von László Baross, einem verdienten Forscher im Bereich Landwirtschaft.

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    Einer der Bäume dahinter ist Ludwig van Beethoven gewidmet.

    Ein Höhepunkt der Kürbistage ist das Kürbiswiegen!

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    Vor dem Eingang zum Brunszvik-Schloss steht der Gewinner.

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    In diesem Jahr landete dieses Monstrum auf Platz 1.

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    Der Imker Tibor Kókai, der in Tápiószentmárton in der Nähe von Cegléd lebt, hat sich vor einigen Jahren ein neues Hobby zugelegt und mit dem Anbau von Riesenkürbissen begonnen. 2023 erreichte er mit einem Kürbis von 865 kg einen neuen ungarischen Rekord. Sein diesjähriger Champion hat "nur" 832 kg. Aber auch dieses Gewicht reichte um beim Kürbiswettbewerb in Kikinda (Serbien) und hier den ersten Platz zu erreichen. Dies verriet mir dieses Schild.

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    Zum Abschluss noch ein Oldtimer, einen FSC Żuk A-15 C oder A-156 B.

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    Hier musste ich etwas länger warten um zu einem Foto zu kommen. Die Eltern standen Schlange um ihre Kleinen auf der Bank sitzend abzulichten.

    Der Aufenthalt in Martonvásár hatte länger gedauert als geplant. Ich musste weiterfahren. Es warteten noch einige Nepomuks auf meinen Besuch.
    Mehr Bilder vom Nepomuk in Martonvásár findet Ihr hier.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 12. Oktober 2025 um 11:13

    H: Nagytétény, Teil des XXII. Budapester Bezirks Budafok-Tétény

    Das Schloss Nagytétény, oder auch Schloss Száraz-Rudnyánszky, geht auf eine gotische Burg des 13. Jahrhunderts der Familie Tétény zurück. Die Überreste dieses Vorgängerbaus bilden den Kern des heutigen Schlosses.

    Nagytétény1.jpg
    Es erhielt seine heutige Gestalt um 1766, als es für den Baron Száraz nach dem Vorbild des Schlosses Gödöllő fast vollständig neu errichtet wurde. Das Schloss wird heute vom Ungarischen Museum für Kunstgewerbe (Magyar Iparművészeti Múzeum) genutzt und es werden dort europäische Möbel und Kleidung sowie Uhren aus der Sammlung von Ferenc Radvánszky gezeigt.

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    Derzeit ist das Schloss nicht zugänglich weil es renovierungsbedürftig ist. Der Schlossgarten ist seit Ende September wieder für Publikum geöffnet. Der Pavillon auf dem Foto oben weist auf die Eröffnungsfeierlichkeiten hin.

    Gegenüber vom Schlosstor steht eine Gloriette mit einer Nepomukstatue darin.

    Nagytétény3.jpg

    Das mit einem mit Schindeln gedeckten Kuppeldach versehene Baldachinhaus ist nach drei Seiten durch Arkadenbögen offen, die auf einem Foto von 1962 auch noch tatsächlich offen waren.

    Nagytétény Foto 1962.jpg

    Heute schützen Metallgitter die darin stehende Nepomukstatue aus bemaltem Kalkstein im Barockstil, die um 1740 entstanden sein soll, und 1751 in die dafür errichtete Gloriette einzog.

    Die Gloriette von Nagytétény wurde 1751 aus sehr alten römischen Steinen erbaut. Die Jahreszahl ist im Schlußstein des Hauptbogens erkennbar.

    Nagytétény3a.jpg
    Die Nepomukstatue wurde nach 1817 auf Kosten des Grafen Zsigmond Hugonnai, 1968 von Ernő Kovács, und zuletzt 1990 renoviert. Nach nur kurzer Zeit war die Gloriette, besonders das Dach, in einem so schlechten Zustand, dass dies auch die Statue gefährdete. Die erneute Restaurierung der Statue und ihrer Behausung begann 2019 nach mehrjährigen Vorbereitungen und Beratungen unter der Leitung des Restaurators und Denkmalexperten Péter Módy. Für das Dach konnten Lärchenschindeln aus Siebenbürgen besorgt werden. Die Eisengitter wurden demontiert und nach Gödöllő transportiert, wo ein Schlosser hervorragende Arbeit leistete. Er tauschte die beschädigten oder fehlenden Scharniere professionell und originalgetreu aus und ließ die Türen der renovierten Metallgitter mit neuen Schlössern verriegeln. Da in das Mauerwerk oft Grundwasser einzog, musste auch dieser unglückliche Zustand beseitigt werden, was aufwändige Arbeiten am Fundament nötig machte. Auch die Graffiti wurden von den Wänden entfernt.
    Die Statue des Hl. Johannes Nepomuk und die Gloriette am Schlosspark von Nagytétény erstrahlten 2020 in neuem Glanz. Das Werk des unbekannten Künstlers wird, wie alle öffentlichen Skulpturen im Besitz der Hauptstadt, von der Budapester Galerie kuratiert.

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    Der Sockel war mit einem Wappen verziert.

    Nagytétény Wappen.jpg

    Einem Buch zufolge deuten die heute nicht mehr erkennbaren Wappen von Daróczy und Száraz darauf hin, dass die Statue aus der Zeit vor 1743 stammt, weil mit dem Tod von György Száraz, der mit Julianna Daróczy verheiratet war, 1743 der Familienzweig erlosch.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 11. Oktober 2025 um 20:25

    H: Budafok, Teil des XXII. Budapester Bezirks Budafok-Tétény

    Die barocke Statue des Heiligen Johannes Nepomuk wurde um 1750 im Zentrum von Budafok, auf dem Hosszúhegy-Platz, an der Kreuzung von Magdolna und Kölcsey Straße, aufgestellt. Früher war das der Szent János tér, der Johannesplatz.

    Budafok1.jpg
    Die 1,7 Meter hohe Statue aus weichem Kalkstein wurde vermutlich aus Buda oder Kiscell nach Budafok gebracht. Der unbekannte Bildhauer stellte den Heiligen Johannes Nepomuk in hohepriesterlichen Gewändern dar, mit dem Zeichen des Martyriums – dem Palmzweig, und dem Kreuz in seiner Hand. Ursprünglich saß ein Engel auf jeder Seite des Heiligen, welche jedoch über die Jahre verschwanden.

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    Der Restaurator, Zoltán Zsolt Varga aus Gödöllő, führte Voruntersuchungen durch und es stellte sich heraus dass der Kopf der in Budafok aufgestellten Statue, der sich zum Kreuz neigte, 1925 von Vandalen zerstört wurde, und später ein zu großer und mittig positionierter Kopf, an seine Stelle gesetzt wurde.

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    Von der ursprünglich bemalten Originalstatue ist nur Archivbild erhalten geblieben – eine undeutliche Postkarte, die zeigt, wie der Kopf der Figur und der fehlende Sternenkranz aussahen, und, wenn auch sehr verschwommen, die beiden Putti daneben.

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    Der Künstler, der das Werk renovierte, ersetzte die Sandalen an den Füßen der Statue durch Schuhe, da der Heilige Johannes Nepomuk kein Mönch, sondern ein Hohepriester war, und er korrigierte auch die Position des Beffchens.

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    Bei der Renovierung wurde der Kopf der 1,7 Meter großen Figur durch einen neuen Kopf ersetzt, und auch sein fehlender Sternenkranz wurde dem Heiligen zurückgegeben. Die frisch restaurierte Statue wurde am Freitag, dem 18. Juni 2021, um 15 Uhr von Bürgermeister Ferenc Karsay und seiner Stellvertreterin Erzsébet Németh enthüllt und von Pater Gáspár Ailer, Pfarrer der Kirche St. Leopold, geweiht.

    Budafok6.jpg

    Eine Gedenktafel erinnert daran.

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    "Zu Ehren des Gedenkens an den Heiligen Johannes Nepomuk wurde 2021 am Gedenktag der Brücken und Brückenbauer die Statue von A-Híd Zrt. restauriert."

    Seit fast zehn Jahren finanziert und überwacht die A-Híd Zrt. jedes Jahr die Renovierung einer Statue des Hl. Johannes Nepomuk, die einen monumentalen Wert darstellt. Die Statue, die sie als Geschenk der Theologischen Hochschule in Eger erhalten hatte, wurde im Jahr 2013 von der führenden Gesellschaft des ungarischen Brückenbaus renoviert und im Hof des eigenen Hauptsitzes in Budapest aufgestellt. In der Folge verpflichtete sich die Firma, die Statue einer ungarischen Siedlung, die den Heiligen Johannes Nepomuk darstellt, jedes Jahr auf eigene Kosten zu renovieren. Nach Óbuda, Soroksár, Gödöllő, Csömör und Tornalja in Oberungarn hat die Pandemie die A-Híd im Jahr 2020 nicht gestoppt. Da wurde in Kisbér eine 230 Jahre alte Statue von Nepomuk restauriert. Den hatte ich Euch 2015 gezeigt. Da muss ich nächstes Jahr noch mal hin und nachsehen ob die Restaurierung gelungen ist.

    Eine zweite Tafel berichtet von einer Restaurierung 1935 durch den Oltáregyesület (Altarverein) von Budafok.

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    Das ist ein Verein der 1859 auf Initiative des Piaristenmönchs János Trautwein und des Grafen János Cziráky gegründet wurde um die Verehrung des Allerheiligsten Sakraments zu vertiefen und arme Kirchen zu unterstützen.

    Als ich nachsehen wollte was auf dem Band des Kranzes steht krabbelte mir dieses Untier entgegen - vermutlich eine Hornisse.

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    Am Denkmal verspricht dieser QR-Code mehr Informationen.

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    Die Enthüllung bei YOU-TUBE.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 10. Oktober 2025 um 11:06

    H: Bicske, Kreisstadt, Komitat Fejér in Westungarn

    Vor der Dreieinigkeitskirche in Bicske steht eine Nepomukstatue aus Sandstein aus den Jahren um 1770.

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    Nach einer Restaurierung kehrte sie 1990 an ihren Platz zurück.

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    Leider habe ich keine weiteren Informationen zu dieser Statue gefunden.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 9. Oktober 2025 um 11:31

    H: Szapárfalu, Ortsteil von Fegyvernek, Kreis Törökszentmilós, Komitat Jász-Nagykun-Szolnok in Ostungarn

    Am Ortsrand von Szapárfalu steht ein verfallender dreieckiger Pavillon mitten in einem Feld, in Nachbarschaft zu unschönen elektrischen Anlagen.

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    Es muss mal ein schöner Pavillon gewesen sein.

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    Auf diesem ebenfalls dreieckigen Sockel stand mal ein Nepomukdenkmal, errichtet von Terézia Berényi im Jahre 1775. Damals führte hier eine Brücke über einen Bach oder Kanal.

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    So sah es noch 2003 aus.

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    Autor: Zsófi Nagy
    Quelle: https://www.kozterkep.hu/31047/nepomuki…r#vetito=353870

    2017 hatte der Nepomuk keinen Kopf mehr, Hände und Füße waren abgeschlagen. Sogar dem Jesuskind hatte man den Arm abgetrennt.

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    Autor: Anna Tüskés
    Quelle: https://www.kozterkep.hu/31047/nepomuki…r#vetito=274446

    Daher wurde die Statuengruppe im Herbst 2020 an einen geschützten Ort gebracht. Im November 2021 übernahm Hunor Egri, zertifizierter Steinbildhauer und Restaurator in Penc bei Vác, die Wiederherstellung des einzigartigen Denkmals. Danach wollte man es nicht an seinen ursprünglichen Platz im Feld unter den Hochspannungsleitungen und inmitten von Mais oder Getreide zurückstellen, wo es für Interessierte nur im Winterhalbjahr zugänglich gewesen wäre. Deshalb stand das hervorragend restaurierte Denkmal vorübergehend in der römisch-katholischen Kapelle von Szapárfalu und im Herbst 2023 wurde im Park vor der Kapelle mit dem Bau eines Pavillons in ähnlicher Struktur wie dem ursprünglichen begonnen und im Mai 2024 wurde hier die Statue aufgestellt und neu geweiht.

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    Die zentrale Figur der Komposition, die Jungfrau Maria, sitzt auf einer Wolke, ihr Kopf ist von einem Sternenkranz umgeben, ihr linker Fuß steckt in einer Sandale, die auf einer Mondsichel steht, und ihre Aufmerksamkeit ist auf Johannes Nepomuk gerichtet. Mit beiden Händen hält sie zu ihrer Rechten das auf einem hoch aufragenden Wolkengipfel stehende Jesuskind, dessen Haupt von einem Strahlenkranz umgeben ist. Mit der linken Hand die auf dem Arm seiner Mutter ruht, hält es Nepomuk einen Palmzweig hin. Auf Marias linker Seite kniet der Heilige Johannes Nepomuk auf einer Wolke und bietet Mutter und Kind seine Zunge in einem Strahlenkranz dar.

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    Bei der Restaurierung wurde die Modellierung der Köpfe von Maria und Jesus geändert, und Nepomuk hielt zuvor seine Zunge zwischen zwei Fingern.
    Trotz, oder gerade wegen dieser Änderungen finde ich die Restaurierung hervorragend gelungen. Man merkt dass der Bildhauer extra einen Besuch in Prag absolviert hat um möglichst viele Informationen über die ursprünglichen Darstellungen des Johannes Nepomuk zu sammeln.

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    Die Zunge im Strahlenkranz!

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    Der Schlüssel!

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    Nepomuks Schuhe mit den zeitgenössischen Absätzen!

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    Marias Sandale auf der Mondsichel!

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    Die Darstellung mit Maria, Jesuskind und Nepomuk erinnert mich an das Altarbild in Ottobeuren.

    Beitrag

    RE: (12) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 12

    Landkreis Unterallgäu - Ottobeuren - Basilika:


    Wer Ottobeuren sagt denkt automatisch an die dortige Benediktinerabtei und die sagenhafte Basilika. Ich war zwar schon der öfteren dort und habe mir von einem Pater einen "falschen Nepomuk" unterschieben lassen und so war ich heute erheblich besser vorbereitet um den echten Nepomuk ablichten zu können.

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    Allein die Ausmaße des Baus sind gewaltig.

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    Die Pracht im Inneren ist zumindest im deutschsprachigen Raum bekannt.

    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_75930

    Es gibt zigtausend Bilder im Netz und…
    claus-juergen
    27. Juli 2023 um 22:39

    Johannes hatte nach dem Maler gefragt: Das Gemälde stammt von Franz Anton Zeiller (1716–1794).


    Liebe Grüße von waldi :174:

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