Nicht gegessen? Kürbis?
sinniert waldi ![]()
Nicht gegessen? Kürbis?
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H: Szolnok, Kreisstadt, Komitat Jász-Nagykun-Szolnok in Ostungarn
Endlich mal ein ungarisches Nepomukdenkmal dessen Geschichte zumindest teilweise dokumentiert ist!
Der Teil der Stadt Szolnok, der früher von Holzarbeitern und Schindelmachern bewohnt wurde, der südwestliche Teil der Stadt, das heutige "südliche Industriegebiet", in dem das Holz der Flöße, die die Theiß herunter kamen verarbeitet wurde, war früher das Johannesviertel. Hier wurde im Jahr 1733 am Ufer der Theiß eine Kapelle errichtet die dem Heiligen Johannes Nepomuk geweiht war. Die Mauern der Kapelle wurden jedoch von der Tisza untergraben und sind 1860 zusammengebrochen. Es blieb leider nichts davon übrig.
Im Jahr 1562 wurde in Szolnok eine Pfahljochbrücke aus Eichenholz über die Theiß gebaut, die von den Türken errichtet wurde, die die Burg besetzt hielten. Seitdem wurde die Brücke mehrmals durch Brand oder Hochwasser beschädigt oder zerstört. 1911 wurde sie durch eine Stahlbrücke ersetzt.
1804 wurde vom Salzbeamten Pál Győrffy neben der Pfahlbrücke über die Theiß ein Nepomukdenkmal errichtet. Dessen genauer Platz wurde im Bildkalender des Délibáb (Luftspiegelung) von 1857 gefunden. Der großformatige Kupferstich mit der Unterschrift "Der Abfluss der Theiß bei Szolnok".
Es ist anzunehmen, dass die Zeichnung an Ort und Stelle entstanden ist, denn sie stellt die Nepomuk-Statue an der Theiß realistisch dar, eine geschwungene, starke Pfahlbrücke führt über die Theiß, und sie steigt in der Mitte so stark an dass Dampfschiffe darunter durchfahren konnten. Eine Reihe von Wagen überquert die Brücke in Richtung Szanda. An der Brückenrampe sitzt ein Wachmann mit Laternen, neben ihm ein Mädchen, das Wasser trägt. Das Wasser der Theiß wird mit einem hölzernen Schöpfer an einer Stange aus der Theiß geschöpft, das die Frauen in Holzeimern auf dem Kopf oder mit einer Wassertragestange auf den Schultern tragen. Im Vordergrund sind die Männer- und Frauentrachten von Szolnok zu dieser Zeit deutlich zu sehen. Auf der rechten Seite des Bildes kommen mit Salz beladene Wagen aus den Salzhäusern, abgedeckt, damit das Salz nicht durchweicht.
Die letzte Holzbrücke über die Theiß in Szolnok diente seit 1852 dem Verkehr.
Die 10 Felder starke, 190 Meter lange Brücke stammte von Lajos Obermayer, einem örtlichen Baumeister. Am 15. März 1909 wurde sie von einem weiteren Eisstoss zerstört. Bei Niedrigwasser ragen noch Reste der Baumstämme aus dem Wasser.
Als Ersatz wurde eine eiserne Brücke entworfen und gebaut. Diese ist ein Stück flussabwärts, an der anderen Seite der Mündung der Zagyva, einem Nebenfluss der Theiß, errichtet worden. Die nach König Franz Joseph benannte Brücke wurde 1911 eingeweiht. Sie wurde nach dem Vorbild der Franz-Joseph-Brücke (heute Freiheitsbrücke) in Budapest gebaut. Am 25. Oktober 1944 wurde sie leider von den sich zurückziehenden deutschen Truppen in die Luft gesprengt.
Das Nepomukdenkmal musste 1910 wegen der Bauarbeiten zum ersten Mal versetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt war das damit verbundene religiöse Bewusstsein bereits im Schwinden, und die Prozessionen, die am 16. Mai, dem Namenstag des Schutzpatrons, stattfanden, waren längst vergessen.
Dieses alte Foto zeigt vermutlich das Denkmal am neuen Standort.
Die Versetzung des Denkmals an die Burgkirche dürfte erst nach dem 1. Weltkrieg durchgeführt worden sein, weil auf Fotos von der beim Kampf zwischen der rumänischen und der Roten Armee 1919/20 stark beschädigten Kirche ist der Nepomuk nicht zu sehen.
Nun steht dieses Denkmal hinter der Burgkirche die der Gottesmutter geweiht ist, am Szent István tér (Stephansplatz).
Der Schöpfer der denkmalartigen Statue im klassizistischen Stil des Spätbarock ist unbekannt.
Die Engel die auf dem Kupferstich noch zu sehen sind wurden ein Opfer der Zeit.
Der Girlandenkranz blieb erhalten.
Das Relief des Hl. Florian auf dem Sockel hat schwer gelitten.
Liebe Grüße von waldi ![]()
Der Begriff Feldfrüchte schließt Gewürzpflanzen und Kräuter aus.
Dann mache ich mit Karotten weiter.
Liebe Grüße von waldi ![]()
Gehört das Förderband zu einer Erntemaschine?
fragt waldi ![]()
Geckos sind da noch die netten Besucher, bei mir waren z.B. am nächsten Morgen an der Zahnbürste sämtliche Borsten weg...Blitzblank. Da guckt man schon mal komisch.
Geckos fressen Zahnborsten? ![]()
Mir wurde erzählt, dass Geckos im Zimmer gerne geduldet werden weil sie das kleine Gekrabbel vertilgen, aber Zahnbürsten...
Zelten in Afrika wird wohl nie auf meiner Wunschliste stehen. Da wäre mir der Sicherheitsabstand zur wilden Umwelt zu gering. ![]()
Liebe Grüße von waldi ![]()
Warum entdecke ich dieses Thema erst heute? Seltsam!
Dabei bin ich doch täglich hier online.
Kenia, ein Land in einem Kontinent der mir völlig fremd ist. Nur die Bilder und Erzählungen meiner Enkel von Besuchen in Namibia haben mir einen kleinen Einblick verschafft.
Tolle Bilder - auch wenn sie nur eingescannt sind. Sie vermitteln die Nähe zur Natur und zu den Tieren. Die beiden Geparden sind doch auch klar erkennbar! Da musste ich nicht suchen.
Deine unterhaltsamen Kommentare runden das Gesamtbild des Beitrags wunderbar ab. Danke darür, Trogir!
Mich würde aber noch interessieren wie es mit der Tierwelt in der Lodge ausgesehen hat. Meine Enkel erzählten mir von ungebetenen Kleintieren im Zimmer. Mich macht schon eine gemeine Stubenfliege nervös. ![]()
Liebe Grüße von waldi ![]()
H: Szandaszőlős, Ortsteil von Szolnok, Kreisstadt, Komitat Jász-Nagykun-Szolnok in Ostungarn
Im Giebel des Wohnhauses in der Krúdy Gyula Straße 111 befindet sich in einer Nische eine bemalte Steinstatue im Provinzstil, die 1926 errichtet wurde.
Die Statue wurde von József Druga, königlicher Bezirksrichter, und der Lehrerin Margit Ludányi in der Wandnische ihres damaligen Sommerhauses aufgestellt.
Er hätte mal eine gründliche Restaurierung verdient!
Liebe Grüße von waldi ![]()
H: Tószeg, Kreis Szolnok, Komitat Jász-Nagykun-Szolnok in Ostungarn
Hinter der Michaelskirche in Tószeg versteckt sich der Hl. Nepomuk, obwohl er durchaus sehenswert ist.
Ein Nepomuk wie aus dem Bilderbuch, Stand im Kontrapost, bodenlange vorne geknöpfte Soutane, ein beschuhter Fuß schaut darunter hervor, darüber das spitzenbesetzte knielange Rochett, Stola, darüber den langen Umhang und das Birett auf dem Kopf. Er trägt einen kurzen Bart, im rechten Arm liegt das Kreuz mit Korpus, und in der linken Hand hält er die Märtyrerpalme.
Fast könnte man sagen: Auge in Auge mit dem Hl. Johannes Nepomuk.
Liebe Grüße von waldi ![]()
H: Törökszentmiklós, Kreisstadt, Komitat Jász-Nagykun-Szolnok in Ostungarn
Das Nepomukdenkmal in Törökszentmiklós habe ich 2016 schon gezeigt.
Aber es wurde 2020 restauriert und sieht jetzt etwas besser aus.
Ich musste zwar gegen die Sonne fotografieren, aber die Verbesserungen sind sichtbar.
Jetzt ist die Jahreszahl der Erneuerung zwar 1860 statt 1863, aber das ist ja kein großer Unterschied.
Liebe Grüße von waldi ![]()
H: Tiszapüspöki, Kreis Törökszentmiklós, Komitat Jász-Nagykun-Szolnok, Ostungarn
Im Jahre 1808 errichtete der damalige Patron der Siedlung, die Diözese von Szatmár, am westlichen Rand des Dorfes eine steinerne Statue des Hl. Johannes von Nepomuk, die später auf den Kirchhof umgesiedelt wurde. Der Zustand der Statue verschlechterte sich in den 1990er Jahren so sehr dass eine Instandsetzung nicht mehr möglich war. Nach Zeitungsberichten handelt es sich bei der im Jahr 2000 im Garten der römisch-katholischen Martinskirche eingeweihten Statue um eine Kopie davon.
Die Keramikstatue ist ein Werk von Gábor Varga.
Über den Verbleib der Originalstatue ist mir nichts bekannt.
Neben dem Nepomuk fiel mir dieser Findling auf.
Dieser Stein mit einem Fußabdruck markiert den Anfang eines Pilgerweges.
Der "Alföldi Szent Márton Zarándokút" ("St. Martin Pilgerweg der Großen Tiefebene") ist der beliebteste Pilgerweg im Komitat Jász-Nagykun-Szolnok, der Kunszentmárton und Tiszapüspöki verbindet. Der einzigartig markierte Wanderweg wurde zum 1700. Geburtstag des Bischofs St. Martin angelegt um die Wallfahrt in der Tiefebene zu fördern. Der mehr als 100 Kilometer lange, an natürlichen, architektonischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten reiche Fußweg verbindet die Kirchen der Siedlungen entlang des mittleren Abschnitts der Theiß.
Wer ihn gehen möchte kann sich hier informieren.
Liebe Grüße von waldi ![]()