Es zeigt einen fast jugendlichen Heiligen.
Also der ist sicher kein Nepomuk und der in der Kapelle ist vielleicht schon verschwunden. Das gibt es öfter.
Johannes
Es zeigt einen fast jugendlichen Heiligen.
Also der ist sicher kein Nepomuk und der in der Kapelle ist vielleicht schon verschwunden. Das gibt es öfter.
Johannes
Das ist eine faszinierend schöne Kirche und ein ganz besonderes Deckenfresko. Ich würde gerne mehr darüber erfahren. Wer war der Künstler, welche Personen sind zu sehen?
Nepomuk, neben der Märtyrerpalme kniend mit seiner Zunge in der Hand, aber neben ihm sind zwei weitere Personen mit Märtyrerpalme, einer davon mit Bischofsstab und Bischofsmütze.
Alle blicken hinauf zur Vespernbildszene.
Das Deckenfresko erinnert mich an das Fresko in der Salinenkapelle in Hall, aber es dürfte nicht von Joseph Adam Mölk sein.
Sehr schön renoviert!
Danke für die gut gelungen Aufnahmen
Johannes
Seebruck, OT der Gemeinde Seeon-Seebruck, Landkreis Traunstein
Hier noch ein Beitrag aus der Nepomuk-Jäger-Bruderschaft mit einem weitern Nepomuk aus der Gegend um den Chiemsee: .
Schon 50 n.Chr. war an der Stelle des heutigen Seebruck am nördlichen Chiemsee der römische Ort Bedaium entstanden. Er entwickelte sich rasch zum Verkehrsknotenpunkt zwischen Inn und Salzach. Hier überquerte die Römerstraße Via Julia von Augsburg nach Salzburg auf einer Brücke die Alz. Die Alz ist der Abfluss des Chiemsees . Die Brücke über die Alz gibt es schon seit vielen Jahrhunderten. Sie hat nach wie für den Verkehr rund um den See große Bedeutung. Ich bin schon oft über diese Brücke gefahren, einen Nepomuk habe ich nicht gesehen. Die Brücke wurde 2022 aufwändig erneuert. Vielleicht kommt einmal jemand auf die Idee, eine Nepomukstatue auf diese geschichtsträchtige Brücke zu stellen. Sie würde sehr gut passen. Eine Brücke, ein Fluss, ein See, der hin und wieder den vielen Segelbooten recht gefährlich werden kann. St. Nikolaus, der Patron der Seefahrer und Fischer könnte da hin und wieder sicher Unterstützung brauchen.
Unweit der Brücke steht auf einer Anhöhe die Pfarrkirche St. Thomas und St. Stephan. Auf dem Vorplatz unterhalb der Kirche befindet sich das Römermuseum Bedaium. Bei meinem Besuch im Winter war es geschlossen, im Sommer ist es gewiss einen Besuch wert.
Ich dachte mir, dass dort ein Nepomuk zu finden sein könnte und machte mich auf den Weg hinauf auf die kleine Anhöhe.
Die Kirche steht auf dem Platz des ehemaligen römischen Kastells.
Bei der Restaurierung wurde festgestellt, dass die Kirche zum größten Teil aus Steinen des römischen Kastells erbaut wurde, auf dessen Grundmauern sie errichtet wurde. Die Kirche macht einen hellen, freundlichen, sparsam ausgeschmückten Eindruck
Bei der Restaurierung wurde auf eine ruhige, ausgeglichene Farbgestaltung des Netzgewölbes geachtet, was mir gut gefiel. Der Altar im gotischen Stil war zur Fastenzeit teilweise mit violettem Tuch verhüllt. Er zeigt die Madonna im Strahlenkranz, den Apostel Thomas, (links) und den Heiligen Stephanus (rechts)
Ich suchte den Heiligen Nepomuk und fand ihn an der nördlichen Seitenwand des Kirchenschiffes als eine von drei Heiligenfiguren, unverkennbar unter anderem durch die Schweigegeste.
Weitere Beiträge folgen, so wird unsere schöne Nepomuksammlung Stück für Stück erweitert.
Johannes
Chieming, Oberbayerischer Landkreis Traunstein, Deutschland
Nachdem ich derzeit mit sehr üblen Schmerzen in der Wirbelsäule aufgrund eines Wirbeldeckenplatteneinbruchs und einer sehr schmerzhaften Facettengelenksentzündung zu kämpfen habe, kann ich nicht auf Reisen gehen, sondern nur zu diversen Untersuchungen und Therapien. So lasse ich von meiner Arbeitsgemeinschaft Nepomuks sammeln:
Die Familie meiner Schwägerin ist ebenso wie mein Bruder Mitglied der Nepomuk-Jäger-Bruderschaft
Von meinem Bruder kommt demnächst wieder ein äußerst interessanter Fund, wie ich finde. Inzwischen wurde die Nepomuk-Jäger-Bruderschaft, zu der auch einige Schwestern gehören, erweitert und ich darf mit Erlaubnis folgenden Text und Bilder hier einstellen:
Chieming im Landkreis Traunstein liegt am östlichen Ufer des Chiemsees und ist ein bedeutender Urlaubsort am See.
Direkt am See entlang führt eine lange Uferpromenade.
Folgt man ihr, so kommt man vor ein schlossähnliches Gebäude. Es ist in Privatbesitz, nicht öffentlich zugänglich.
Es sind die Gebäude der ehemaligen Hofmark, der Bezeichnung für einen abgegrenzten Herrschaftsbezirk in Süddeutschland und Bayern, wo im Mittelalter das Recht der niederen Gerichtsbarkeit ausgeübt wurde.
Bevor man um die Ecke biegt und den See vor sich sieht, steuert man direkt auf das Eingangstor der Hofmark zu. An der Mauer links davon fällt eine hinter Glas geschützte Statue des hl. Nepomuk auf. Wieso hier, abseits einer Kirche, dieser hier zu finden ist , ist leicht zu erklären.
Durch das Grundstück der Hofmark fließt der Krebsbach. Bevor er in den Chiemsee mündet, speist er noch eine alte Mühle. Der Uferweg führt zuvor über eine kleine Brücke.
Wahrscheinlich führt der Krebsbach manchmal gefährlich viel Wasser, so dass der Nepomuk hier seinen Platz fand.
Text und Fotos: E.H.
Ergänzende Bemerkung von mir:
ich habe im Traunsteiner Tagblatt einen Artikel über diese Nepomukstatue gefunden.
Chieming: Nepomuk steht wieder an der Schlossmauer (traunsteiner-tagblatt.de)
Hier steht, dass die Figur vor 1762 angeschwemmt worden sein musste, da ein Votivbild mit seiner Darstellungin der Kirche bereits 1762 existierte. Ein Foto des Votivbildes für diese These habe ich leider nicht gefunden, aber wir werden sehen, ob es in der Kirche existiert.
Johannes
Danke für den schönen Bericht mit den imposanten Bildern! Auch wenn es für den Besucher bei Regenwetter nicht so toll ist, sind die Fotos für den Betrachter sehr schön. Die Stimmung in dieser mittelalterlich anmutenden Stadt ist sehr gut eingefangen.
Und abseits des Marketings - das gibt es ja in Deutschland auch - etwa in Bamberg mit dem Klein-Venedig - finde ich diese tschechischen Städte mit ihrem unverfälschten Charme absolut sehenswert.
LG
Johannes
Was wäre ein Schlosspark ohne Nepomuk.
Was wäre eine Tschechische Stadt ohne Nepomuk! Schöner Bericht aus einem Land, welches ich gerne bereise. In Tschechien gibt es so viel zu entdecken!
Liebe Grüße
Johannes
Den Bart hat der Künstler auch vergessen.
Der sieht ja in der Tat etwas - wie sage ich es höflich - merkwürdig drein.
Bildet euch euer eigenes Urteil über diese Figur aus Beton.
Den finde ich jedenfalls besser als den Tönernen.
Aber immerhin, Nepomuk auf den Brücken, das muss man anerkennen!
Danke für diese Exemplare, jede Sammlung hat auch ihre Kuriositäten.
Johannes
Suetschach/Sveče, Ortschaft in Feistritz im Rosental/Bistrica v Rožu, Bezirk Klagenfurt - Land, Kärnten
Suetschach ist ein zweisprachige Ort, deutsch /slowenisch. Eine Nichte von meiner Schwägerin hat ein paar Fotos geschickt. Die Kirche ist markant, ob sich dort ein Nepomuk befindet, wissen wir nicht.
Aber an der Ecke dieses alten Hauses hat sie einen entdeckt und dokumentiert.
Fotos Kathi N.
Die Familie meiner Schwägerin ist ebenso wie mein Bruder Mitglied der Nepomuk-Jäger-Bruderschaft ![]()
Johannes
Mich hat eine Stellungnahme von Michael Mössmer erreicht, der darum bittet, den Sachverhalt um den Weinbetrieb in Retz, der im Artikel im Standard nicht korrekt beschrieben wurde und den ich folglich auch so übernommen hatte, klarzustellen.
In einer Leserreaktion auf den Standard-Artikel stellte er klar:
"Der Wahrheit die Ehre...
Wenn auch ein wenig spät, aber dennoch, um der Wahrheit die Ehre zu geben. Wenn Vene Maier, meint, "Auch wenn die Nachfahren des Herr Mössmer ihr regionales Imperium letztlich etwas skandalträchtig in den Sand – von dem es hier, was man ihnen vielleicht zugute halten muss, nun wirklich genug gibt – gesetzt haben.." sei angemerkt, daß es nicht die "Nachfahren des Herr (!) Mössmer" waren, sondern die "Nachfolger". Denn nach einem Ausgleich 1968 wurde die Familie aus dem Unternehmen gedrängt und hatte danach keinerlei Einfluß auf dessen Führung. Sie hat vielmehr durch Fehlentscheidungen derselben alles verloren, so wie es auch vielen Gläubigern ergangen ist."
Gerne komme ich seinem Wunsch nach, denn die Familie Mössmer soll nicht diskreditiert werden, es ist Schicksal genug, wie es Herr Mössmer beschreibt.
Johannes
Es gab immer schon Gute und Böse und weniger Gute und weniger Böse. Borromäus gehörte nach seiner Vita zu den Eiferen in Sachen Inquisition. Er hat auch Gutes getan und seine Heiligsprechung wird man ihm nicht aberkennen, aber ein kritischer Blick auf ihn sei erlaubt.
Manche Taten der Kirche im Allgemeinen werden sicher auch verzerrt dargestellt. Hier ein Beitrag dazu.
Allerdings wurden Kritiker, der Kirche und der kirchlichen Gewalt wie Ian Hus, gnadenlos verfolgt und hingerichtet. John Wyclif war bei seiner Verurteilung bereits 30 Jahre tot, was die Obrigkeit nicht daran hinderte, ihn posthum zu verurteilen und seine Gebeine zu verbrennen.
Die Zeit damals mag seltsam klingen, die Frage bleibt, ob das Böse seither weniger geworden ist.
Für mich bleibt, dass ich für diesen Borromäus keine Kerze anzünden würde.
Johannes