Schade - die schönen alten Brücken werden eine nach der anderen platt gemacht, nur damit ein bissl schneller gerast werden kann. So wird es auch bald meiner Lieblingsbrücke, der Schleibrücke bei Lindaunis, ergehen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lindaunisbr%C3%BCcke
Beiträge von Grizzly
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Gag am Rande:
Während ich die braunen Infotafeln neben dem Grenzturm studierte, kamen zwei junge Jogger an, der eine fragte mich was da sei. Ich erklärte es so gut ich konnte und reicherte das Ganze mit meinen eigenen Grenzerfahrungen an. Die beiden hörten interessiert zu - als sie geboren wurden, gab's die DDR nicht mehr.Der eine meinte, in der DDR sei sowieso alles viel besser gewesen, man hätte mehr für die Jugend getan und jeder hätte ein Auto gehabt ... Ich warf noch ein, dass man meines Wissens auf einen Trabbi mehrere Jahre hätte warten müssen, dann verhinderte einsetzender Regen eine Fortsetzung der Diskussion.
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Irgendwie kam mir die Geschichte mit Breschnew und dem Petersberg bekannt vor.
Ich habe gesucht und gefunden!
https://www.schoener-reisen.at/forum/showthre…ighlight=leonid
und hier...
https://www.schoener-reisen.at/forum/showthre…ighlight=leonid
Im Alter lässt halt das Gedächtnis nach
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Zitat
Meine persönlichen Erfahrungen mit der DDR sind ohnehin sehr getrübt- mein Patensohn ( er hatte zugegeben eine sehr offene Art zu reden und scheute sich nicht, Dinge beim Namen zu nennen) kam mit 16 Jahren auf seltsame Weise ums Leben. Niemand durfte Nachforschungen anstellen, Zeugen befragen oder Fragen stellen .
Das ist ja grausslig. Womöglich wollte er über die Grenze und kam dabei ums Leben (Minen/erschossen ?). Die Art der Geheimhaltung spräche dafür. Bei der Stasiunterlagenbehörde (BStU) könntest Du als Patentante Akteneinsicht beantragen, wenn Du das willst.ZitatDie Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) stellt die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR zur Verfügung. Rechtliche Grundlage ist das Stasi-Unterlagen-Gesetz, es regelt unter anderem Antragsvoraussetzungen und Zugangsmöglichkeiten.
Jeder Einzelne kann einen Antrag auf persönliche Akteneinsicht stellen. Die Unterlagen vermisster oder verstorbener Personen sind für deren Angehörige zu bestimmten Zwecken eingeschränkt zugänglich.
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Münzen und Scheine sind auch im Zeitalter des Plastikgeldes noch von Bedeutung, weil: ohne Moos nix los.
Jetzt fliegt einem manchmal etwas zu, womit man gar nicht gerechnet hat, zum Beispiel hat sich diese Münze in meinen Geldbeutel verlaufen - ich hielt sie für 50 Euro-Cent, allein die Supermarktkassiererin war anderer Ansicht. Dann guckte ich mir das gute Stück erstmal genau an: Banco de Mocambique stand drauf, 50 Centavos auf der Rückseite zeigten mir einen Vogel, als wollte der sagen: Ätsch - mit mir bezahlst Du nicht !
Mosambik liegt im Südosten Afrikas, zwischen Tansania und der Republik Südafrika, das gute Stück ist also weit gereist. Der Geldwert wiederum hält sich in Grenzen, ein Euro sind derzeit etwa 40 Meticais, und ein Metical 100 Centavos, also viel kriegt man dafür nicht.
Ausser einem staunenden Gesicht. -
Dankschön für die Dankes, dafür gibt's noch einen Nachschlag:
Weiter geht's. Das Panzerdenkmal müsste noch vorhanden sein, wenngleich ohne Panzer, den haben die abziehenden russischen Truppen mitgenommen, auch damit er nicht pink oder rosa angemalt wird wie in Prag (inzwischen ist er auch dort weg). Der Weg ist ausgeschildert und geht auf der anderen, östlichen Seite in Richtung ehemalige DDR, d.h. wir sind, natürlich vollkommen unkontrolliert, schon drin. Den Blick auf die Autobahn versperrt wieder mal ein Zaun, diesmal aus Lärmschutzgründen.
Und da isser schon, d.h. nicht der Panzer, sondern der stehen gelassene Sockel,
mit einem rosa Schneepflug drauf (das ist irgendwie Kunst), und eingezäunt, damit er nicht wieder umgefärbt
oder sonstwie verändert wird.Der Panzer, ursprünglich Teil eines Gefallenendenkmals für die zehn Toten der 4. Gardepanzerarmee vor Ort, stand ursprünglich auf einem einfachen Klotz und wurde zweimal umgesetzt, zuletzt 1969 wegen der Verlegung der Autobahn auf DDR-Seite.
So, das Panzerdenkmal ist jetzt abgehakt - weiter südwärts ist noch ein Grenzmuseum ausgeschildert, also weiter entlang an Autobahn und Zaun, bis eine Brücke den Weg versperrt und ich mühsam die steile Böschung hochklettere. Jetzt hat man einen guten Blick auf die ehemalige Kontrollanlage.
So sah das mal aus (laut Gedenktafel, geschätzt Mitte 80er):
Am oberen Bildrand in der Mitte steht ein viereckiger Kontrollturm, der ist als einziges Bauwerk übrig geblieben. Zwischen den Autos sieht man die überdachten Fliessbänder, auf denen die Pässe eines jeden Fahrzeugs mit Kfz-Schein in einer roten Hülle Richtung Abfertigungsschalter transportiert wurden. Der NVA-Grenztruppenmensch las die Nummer des ankommenden Fahrzeugs ab und winkte dann das Auto heran, kontrollierte die Gesichter und gab das Bündel zurück. Dabei lag ein Kontrollzettel, den man bei Ausreise unbedingt wieder abzugeben hatte.Das obige Bild ist wohl von einem 1990 demolierten Wachturm aus gemacht worden.
Und so sieht das heute aus:
Der Turm beherbergt das angekündigte Grenzmuseum, ist allerdings nur sonntags geöffnet. Die braunen Infotafeln geben einen kleinen Einblick und mir die Möglichkeit, Vergleichsbilder von "damals" einzubauen, denn damals dachte ich nicht daran, das Ganze aufzunehmen, zumal es strengstens verboten gewesen wäre.
Und manchmal hält sich sogar ein Grizzly an Verbote
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Du hast das Stichwort gegeben, liebe Karin - ebenerdig und darunter fehlte noch, bis jetzt.
Der Michel besteht natürlich nicht nur aus Turm.
Bevor wir in die Krypta hinuntergehen, auch zwecks Geschichtsinformation, ein kleiner Rundgang durch die Hauptkirche - kommentarlos, zumal ich in Kirchenbaubeschreibungen nicht so firm bin.Unter der Hauptkirche ist Mitte des 18. Jahrhunderts ein Untergeschoss, genannt Krypta, eingezogen worden. Ursache waren die zahlreichen Gräber unter dem Kirchenboden, deren Grabplatten zum Teil schon zusammengebrochen waren und deren Inhalt einen üblen Gestank verbreitete, so dass ein Kirchgang der Gesundheit abträglich sein konnte. Und dort findet man auch ausführlichere Informationen über die Geschichte von Kirche und Gemeinde.
Anfang des 17. Jahrhunderts boomte Hamburg, und es entstand die heutige Neustadt. Die brauchten natürlich auch einen neue Kirche, und so entstand die erste St. Michaeliskirche.
Die wurde gegen Ende des Dreissigjährigen Krieges zu klein - Hamburg war neutral und nicht zerstört, deshalb gab es zahlreiche Zuzüge, und so wurde 200 Meter neben dem "Kleinen Michel" der große gebaut.
Der brannte 1750 infolge eines Blitzschlags ab
und wurde bis 1762 wieder aufgebaut.
Damals wurde die oben erwähnte Krypta unter der Hauptkirche eingezogen, und unter deren Boden die zahlreichen Särge samt Inhalt bestattet, mit ordentlich Stein und Erde dazwischen, damit die Gottesdienste jetzt ohne Geruchsbelästigung abgehalten werden konnten. Neue kamen nicht mehr dazu, mangels Platz und weil sich die Sitten geändert hatten.
1906 brannte die Kirche erneut ab, aufgrund eines Schwelbrands bei Dachstuhlarbeiten.
Bis 1912 war alles wieder ganz, rechtzeitig zum Beginn des Ersten Weltkriegs am 28. Juli 1914.
Was aber wurde aus dem Kleinen Michel ?
Der war bis Mitte des 18. Jahrhunderts so baufällig, dass er abgerissen wurde.
Bis 1757 entstand er wieder neu.Während der "Franzosenzeit", d.h. der napoleonischen Besetzung 1806 - 1814, diente er den zahlreichen Katholiken aus den französischen Truppen (die oft keine Franzosen waren) als Kirche, und dabei blieb es auch nach der Befreiung. Offiziell heisst die Kirche seither St. Ansgar, inoffizell weiter "Kleiner Michel". Während eines Bombenangriffs am 11. März 1945 wurde der Barockbau völlig zerstört und nach dem Krieg im Stil der 50er Jahre wieder aufgebaut.
Seinem großen Bruder war es während des Zweiten Weltkriegs etwas besser ergangen, wohl war das Dach der hauptkirche stark beschädigt, aber der Turm blieb stehen, und die - nach dem Wiederaufbau 1906 durch eine Betondecke verstärkte - Krypta diente als einigermaßen bombensichere Notkirche,
während drumherum alles zerstört war und der Senat die Bevölkerung um Kleiderspenden aufforderte
(mit, wie ich aus anderer Quelle weiss, auch per polizeilichem Nachdruck incl. Hausdurchsuchungen),
wobei dieser Mensch aus der Nachbarstraße des "Michel" konterte, er besitze, ausgebombt und eben aus britischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, nur einen einzigen Filzhut und den brauche er selber.P.S.
In den europäischen Nachbarstaaten - selbst in Westeuropa, sogar in Engand - sah es nach der Befreiung nicht besser aus, was aus der Sonderausstellung 1945 – Niederlage. Befreiung. Neuanfang. im Berliner Deutschen Historischen Museum hervorgeht, die noch bis zum 25. Oktober 2015 zu sehen ist.ZitatAm 8. Mai 1945 endete mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa. Wie ließen NS-Regime, Besatzung und Kriegsgeschehen die Länder zurück? In welchem Zustand befanden sich die Gesellschaften? Welche politischen Entscheidungen standen auf der Tagesordnung? Wie ging man mit Tätern und Mittätern um? Welche Probleme mussten die Menschen angesichts der erlittenen Traumata, der Verluste und Zerstörungen bewältigen? Diesen Fragen geht die Ausstellung am Beispiel von zwölf Ländern nach. Gezeigt werden wichtige Entwicklungen in der Zeit von 1944/45 bis etwa 1950. In diesen Jahren erfolgten Weichenstellungen, die die folgenden Jahrzehnte nachhaltig prägen sollten. Anhand jeweils eines ausgewählten Objektes pro Land erhalten Sie hier einen ersten Einblick in die Ausstellung.
Kritik an der Ausstellung:
Ganz Südosteuropa - Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Gesamt-Jugoslawien, Griechenland, Albanien - fehlt. -
12. Mai 2015, ca. 19 Uhr
Am 1. Juli 1990 wurde in der DDR die D-Mark eingeführt und die Grenzkontrollen nach der BRD abgeschafft - bekanntlich kamen DDR-Bürger bereits ohne größere Probleme seit dem 9.11.1989 über die Grenze, BRD-Bürger ohne den bisher notwendigen Pflichtumtausch seit dem 24.12.1989. Mit Ablauf des 30.6.1990 verloren also alle innerdeutschen Grenzkontrollstationen ihre Funktion. Seither brettern die Autos am Stadtrand von Berlin einfach weiter - aber was ist aus dem riesigen Kontrollplatz geworden ?
Ohne Auto ist es nicht ganz leicht hinzukommen, andererseits wäre ein solches, wenn man genauer hinschauen will, eher hinderlich. Ich steige einfach am Bahnhof Wannsee aus der S-Bahn und laufe los - inzwischen weiss ich, dass zwischen den Bahnhöfen Wannsee und Teltow der Bus 620 verkehrt. Von Wannsee aus hätte ich fast bis zum Autobahnkreuz, Haltestelle Isoldenstraße, fahren können; eine Station weiter - Heinrich-Hertz-Straße - wäre ich mitten auf dem alten Kontrollplatz gewesen.
Damals, d.h. vor der Grenzöffnung, wäre hier Parken nicht nur nicht verboten gewesen, sondern man musste es oft genug zwangsweise - es war der Rückstauparkplatz für diejenigen, die West-Berlin verlassen wollten und staubedingt noch nicht konnten. Jetzt ist dort ein Campingplatz.Die alte Raststätte Dreilinden ist verlassen, die Tankstelle ebenso.
Aus mir unerfindlichen Gründen gibt es hier noch einen Zollabfertigungsplatz, der manchmal geöffnet ist, aktuell aber nicht.
An diesem Parkplatz standen damals die zahlreichen Tramper, oft mit Schildern z.B. "Helmstadt" oder "Hof", manchmal auch "Herleshausen" - das waren die westdeutschen Grenzübergänge - oder mit der Angabe ihres Zielorts. Die Transitfahrer mussten hier eh langsam fahren, manchmal machten sie noch ein kleines Päuschen, und sie waren weitaus mehr als üblich bereit, einen wildfremden Menschen in ihr Auto zu lassen, um auf der für viele unheimlichen DDR-Durchquerung nicht allein sein zu müssen.
Ich war hier oft, als Fahrer und als Tramper.Zu dieser Brücke muss ich jetzt irgendwie hoch,
um die Autobahn zu überqueren - damals wär das auch zu Fuß gegangen. Der überdachte Übergang war und ist dem Zoll vorbehalten.
Also nix wie die Böschung hoch
ich war offensichtlich nicht der Erste.Das Brückenschild ...
... irritiert mich jetzt etwa, denn diese Brücke war schon damals da.
Des Rätsels Lösung:ZitatDie Königswegbrücke führt den Königsweg über die A 115. Die ursprünglich 1938–1940 erbaute Brücke wurde 1998 durch einen Neubau, der aufgrund einer Fahrbahnverbreiterung der Autobahn notwendig wurde, ersetzt. Zu Mauerzeiten lief die DDR-Grenze längs inmitten der Brücke. Zeitweise verschmälerte eine Absperrung die Radfahrer- und Fußgängerbrücke in eine begehbare nördliche Hälfte und eine südliche auf DDR-Territorium.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der…ken_in_Berlin/KHier geht's nach Berlin
und hier ging's in die DDR.
So sah das 1961 kurz nach dem Mauerbau aus -
Eine US-Militärkolonne hat die DDR passiert und erreicht Westberlin.und so in den Achtzigern.
Ab 1988 hatten der Westberliner Zoll dann noch die rechte Spur für Fahrzeuge aus Polen reserviert, die im Gegensatz zu den Deutschen eine Zollkontrolle über sich ergehen lassen mussten.
Zitat1988 erlaubte Warschau seinen Bürgern Reisefreiheit. Und die nutzten diese Möglichkeit zu Hunderten, zu Tausenden, um in die visumfreie Stadt Berlin zu fahren. Im Juni 1989 waren es 40.000, die kamen - jeden Tag. Sie reisten mit der Eisenbahn an - 1,80 Mark kostete das Ticket für Berlin-Stettin und zurück -, mit Autos und in Bussen, die an der Straße des 17. Juni parkten, einer hinter dem anderen wie heute die Touristenautos.
Die Polen aber wollten sich nicht die Stadt anschauen. Sie wollten Waren verkaufen. Zum Beispiel T-Shirts, die in Polen umgerechnet 5 Pfennig kosteten. Die Rechnung war einfach: Wenn man in Berlin 20 Shirts für 2 Mark das Stück verkaufte, dann hatte man einen Monatsverdienst in Polen zusammen.
Für ausländische Korrespondenten war der Polenmarkt das große Medienereignis im Frühsommer des Jahres 1989. Bilder, die kurz darauf nur vom Fall der Mauer übertrumpft wurden. Egal ob junge Männer, ältere Frauen, ob Lehrer oder Ärzte - sie alle breiteten am Reichpietschufer und später am Potsdamer Platz unweit der Philharmonie ihre Decken aus und boten darauf polnische Würste an, eingelegte Pilze, Kristall, Zigaretten, Schnaps. Es waren Bilder vom Handel in seiner Urform.
https://www.taz.de/1/archiv/print…41d0fbd0bf65a5cIch erinnere mich noch an die Kolonnen Ladas und Polski-Fiats, auf deren Dächern sich das Gepäck türmte, so dass das Auto oft doppelt so hoch war wie vorher.
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P.S.
ZitatOriginal von Grizzly
Mit der Bahn über Polen und Litauen isses eine tierische Gurkerei - zwei Nächte und den Tag dazwischen verbringt man in insgesamt acht Zügen, so dass man, Verspätungen nicht eingerechnet, ab Hamburg Hbf. 38 1/2 Stunden unterwegs ist.
Geht immer noch nicht schneller (auch ohne Lokführerstreik), zumal ich übersehen hab, dass die Strecke zu allem Überfluss noch ein Stück durch Weissrussland geht, d.h. man bräuchte wohl ein Visum. -
Bevor ich nach Lettland fuhr, wollte ich mir wenigstens ein paar einheimische Scheine einstecken und fragte auf meiner Bank nach ein paar Lats. So heisst das dort.
Hatte die Bank natürlich nicht da, weil nicht jeden Tag einer danach fragt.Nach ein paar Tagen durfte ich mir zwei Scheinchen abholen, auf denen die Zahl 20 stand und dahinter litu sowie darunter Lietuvos Banka. 70 Euro wollten sie mir dafür von meinem Konto abziehen.
Noch in der Bank wurde ich stutzig. Heisst Lettland nicht Latvija anstatt Lietuva ? Nach kurzer Beratung stellte sich heraus, dass die Zentrale geschlampt hatte - ich hatte litauische Litas bekommen, die zusammen mal grad 10 € wert gewesen wären ...
Ich tauschte dann auf der Fähre.
Das sind 20 Lats

(die Häuser sind m.W. aus dem Ethnographischen Freilichtmuseum Riga)
Wann es Lat und wann Lats heisst, weiss ich nicht. Lats ist auf jeden Fall die Einzahl.
Ein Lats wird in 100 Santim unterteilt.
Die kleineren Santim-Münzen kommen mir irgendwie bekannt vor:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lats#Kursm.C3.BCnzenEine Straßenbahnfahrt in Riga kostete 2002 z.B. 20 Santim, ein Bier um die 50 Santim. Für 1 Lats musste man damals 1,60 Euro zahlen - inzwischen haben sie den Euro, wie auch in Litauen, so dass meine Bank nix mehr verwechseln kann.