In der Tat. Wie hast Du denn die erwischt ? Mit dem Tele ?
Beiträge von Grizzly
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Immer im Dienste der Schönerreiseforenleser/innen, hab ich keine Mühe gescheut, um wenigstens mal ein Dämmerungsbild dieser Brücke zu bekommen. Hab mir auf der Rückfahrt von Göteborg nach Kiel am 1./2.7. also den Wecker auf 4:00 gestellt, bin im strömenden Regen aufs 11er Deck gestiegen und hab dieses Bild geschossen, um dann ganz schnell wieder ins Trockene und in meine Koje zu flüchten.

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In den 70er und 80ern war mein Anlaufpunkt in Berlin meine Schwester, die inzwischen die Hauptstadt verlassen hat. Und meinen Cousin zu besuchen war zwar möglich aber sehr umständlich, und übernachten ging gar nicht, da Mauer dazwischen. Wobei ich dieses Bauwerk während der frühen 70er selten aus den Augen verlor, denn meine Schwester wohnte direkt daneben.
Eigene Bilder hab ich davon leider nicht, aber so wie in diesem Blog sah der Leuschnerdamm aus:
https://cafe-deutschland.blogspot.de/2013/03/wohnen…-mauer-der.html
Durch das Wiesbadener Auto wäre damals die Mauer verlaufen, links Osten, rechts Westen. Die Vorgärten rechts gab's nicht, man musste ja mit dem Auto reinfahren können, wenn auch nur für Umzüge oder ähnliches. Die andere Seite war Sperrgebiet, der Teich "Engelbecken" war zugeschüttet.
So verlief der Leuschnerdamm weiter, neben der rechten Gehsteigkante war die Mauer.
Das ist jetzt "voll Osten", mit Engelbecken und Park,
und duftendem Flieder, unter dem man sitzen kann, wenn man sich eine der weniger morschen Bänke aussucht. -
Am vorletzten Maiwochenende hatte unsere "68er" Clique ihr Jahrestreffen geplant, diesmal wieder mal in unserer Abiturstadt Hof. Eigentlich sollte es nur ein langes Wochenende werden, aber Schnuppi schlug vor, doch mal wieder einen längeren Urlaub zu machen und die Woche davor an einem Ort irgendwo zwischen Hamburg und Hof zu verbringen (das ich von Hof direkt nach Schweden weitertoben musste, konnte ich noch nicht ahnen). Was lag da näher als die Hauptstadt, zumal ich bei meinem (Ost)Berliner Cousin unkompliziert übernachten kann ?
Anderntags BVG-Tageskarte gekauft und losgefahren. Nach einer RBB-Reportage über Berliner Parks wollte ich ein paar von denen abklappern, wobei man da in einer knappen Woche nicht weit kommt. Jedenfalls bin ich im Treptower Park gelandet und dort über das sowjetische Ehrenmal gestolpert. Nun, das ist so riesengroß, dass man es schlecht übersehen kann. Einen Text über Geschichte und Beschreibung der Anlage zu verfassen ist mir jetzt zu umständlich,
den gibt es sehr ausführlich bei Wikipedia.



Die einzelnen Sockel sind mit Stalin-Sprüchen bestückt, die hab ich nicht aufgenommen.
Der Tag der Befreiung ist erst eine Woche her

d.h. die Kränze sind noch einigermaßen frisch.
In das Denkmal kann man reingehen.Die Inschrift über dem Mosaik ist auf russisch und deutsch, wobei mich der deutsche Text rätseln lässt: Was, bittschön, ist ein "Progromheld" ? Auf jeden Fall etwas Negatives, weil die ruhmreiche Rote Armee über die gesiegt hat. Der Googleübersetzer kennt das Wort "Pogromtschik" nicht, na gut, der kennt so einiges nicht. Wenn man das Wort bei Google eingibt, kriegt man so etwas wie "Bandit" raus, das könnte passen.
Hoffentlich ist der Mosaikübersetzer nicht in Sibiren gelandet, das konnte 1949, Stalin lebte noch, ganz schnell gehen.
Wir haben die historische Stätte verlassen. Aber wieso sieht es hier draussen vollkommen anders aus, als da wo ich reingekommen bin ? Die Antwort: Es gibt zwei Tore, an den entgegengesetzten Ausgängen des Parks.
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Nur der Muezzin der nahen Moschee ( wahrscheinlich ist es nur eine Bandaufnahme) unterbricht alle paar Stunden die Stille.
Ich glaub das sind immer Bandaufnahmen, oder heutzutage CDs oder sowas..
Eine in Sarajevo aufgewachsene Journalistin hat mir erzählt, sie wären mal aufs Minarett geschlichen und hätten die Tonbandaufnahmen ausgetauscht - gegen einen Beatles-Song. So hallte dann "She loves you yeah yeah yeah" oder ähnliches über den Platz.
Ausser einem Fäuste schwingend auf die Straße laufenden Imam sei nix passiert - das war aber noch vor dem Krieg. -
Vom Alten Land und den Gänsen hab ich auch noch was, ich bitte um etwas Geduld.
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Zitat
Wer nicht mit dem Schiff fährt, hat jedoch meines Erachtens etwas verpasst.
So isses - spätestens in Kelheim am Anleger das Auto stehen lassen. Bei schönem Wetter ist es eine Super-Wanderung zurück (in Weltenburg bringt einen ein Kahn zum anderen Ufer, dort ist der Wanderweg - Stand Mai 2008) sonst halt mit dem Schiff.
Und ja, man kann sehr schön einkehren in Weltenburg, bei schönen Wetter gibt's manchmal Platzprobleme, v.a. wenn man ungeplant mit einer Gruppe kommt. -
Bleibende Erinnerung meines kürzlich verstorbenen Vaters (das hat er noch kurz vorher erzählt):
Irgendwann in den 70ern fuhr er mit dem Auto zwecks Verwandtenbesuchs mal wieder in die DDR. An der Grenze monierten sie die zehn Tafeln Schokoloade. Mein Vater erklärte, er wolle zu seiner Schwägerin, einer Witwe mit neun Kindern, da käm er mit einer Tafel nicht weit. Der Grenzer ranzte ihn an: "Warten Sie !"
Nach einer Viertelstunde machte mein Vater vorsichtig auf sich aufmerksam.
"Warten Sie !!"
Nach einer halben Stunde verliess eine offensichtlich höherrangige Grenzerin die Baracke, hatte wohl Feierabend.
Der Grenzer von vorher kam wieder raus.
"Sie dürfen fahren" (mit Schokolade).
"Aber das nächste Mal halten Sie sich an die Vorschriften !"Mein Vater kombinierte, dass der Mann ihn von vornherein passieren lassen wollte, aber erst den Feierabend seiner gestrengen Chefin abwarten musste, um selber keinen Ärger zu bekommen.
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OK - zum Runterkommen mal was Nettes über die Sachsen:
https://www.schoener-reisen.at/forum/showthre…ber-die-Sachsen -
Mit dem Landkreis Mittelsachsen asoziierten Flüchtlinge und ihre Unterstützer bisher braunstes Dunkeldeutschland - bis es aus Wiederau Proteste ganz anderer Art gab: Die wollten ihre Flüchtlinge, 60 meist junge Männer, behalten.
„Zeisler Achmed“ soll bleiben
Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter den mehr als 100 Flüchtlingshelfern im mittelsächsischen Wiederau. Am Abend des 23. Februar erfuhren sie, dass die 60 jungen Männer aus Afghanistan, dem Iran, Irak und aus Syrien am übernächsten Tag aus ihrer Gemeinde in die kaum ausgelastete Erstaufnahme nach Rossau gebracht werden sollten. Wegen der Kosten, wie Landrat Matthias Damm (CDU) den Umzug begründete, und weil die beiden Zelte in Wiederau eigentlich nur als Notunterkunft gelten.
Dabei waren die Flüchtlinge dabei, sich in der Gemeinde einzuleben, die Helfer hatten die Unterkunft so wohnlich wie möglich gestaltet. „Ein abrupter Abtransport wäre ein menschliches Desaster gewesen“, sagt Bürgermeister Johannes Voigt (CDU).
Erst im Februar war der Landkreis Mittelsachsen durch Fremdenhass aufgefallen, als in Clausnitz ein wütender Mob vor einem Bus mit Flüchtlingen tobte. In diesem Landkreis liegt auch die 2.500-Seelen-Gemeinde Königshain-Wiederau. Auch Wiederau macht Schlagzeilen – aber ganz anderer Art: Wiederau kämpft für Flüchtlinge.
In nur zwei Monaten nach Ankunft der 60 jungen Männer war nicht nur die Zahl der Helfer ins Dreistellige gewachsen. Zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen hatte sich auch eine enge Bindung entwickelt. Alle Flüchtlinge hatten einen Paten aus der Gemeinde bekommen. Die Helfer reden die Schützlinge heute schon mit den Familiennamen ihrer jeweiligen Paten an, vom „Zeisler Achmed“ ist etwa die Rede. Mit öffentlichen Kochabenden oder Hilfe beim Aufbau einer Geflügelausstellung trugen die Flüchtlinge das Ihre zur Gemeinschaft bei.
Deswegen beschlossen die Flüchtlingshelfer, sich gegen die Verlegungspläne zu wehren: Sie wollten ihre Flüchtlinge in Sicherheit bringen. Über die Zwischenstation eines Kirchenasyls verbrachten die Männer das kommende Wochenende bei ihren Paten. Zwei Flüchtlinge fanden spontan sogar Unterkunft in einer Hotelsuite im nahen Markersbach.
Ein „Brandbrief“ der Helfergruppe stimmte auch Landrat und Innenministerium nachdenklich. Zur Zusammenkunft mit dem Landrat und seinem Asylbeauftragten am nächsten Tag kamen Flüchtlinge und Helfer gemeinsam und baten darum, nicht getrennt zu werden. Der in Windeseile organisierte Protest hatte Erfolg: Das Landratsamt gab schließlich nach.
Das Engagement von so vielen Bewohnern für ihre neuen Mitbürger war im Oktober 2015 noch nicht absehbar: Als die Kommune laut Verteilungsschlüssel insgesamt 48 Flüchtlinge aufnehmen sollte, brach zunächst Panik aus: Alleinstehende junge Männer, nur hundert Meter neben der Grundschule einquartiert – schlimmer konnte es nicht kommen. Die Bürgerinitiative „Nein zum Flüchtlingslager“ sammelte 360 Unterschriften, die Turnhalle erlebte eine turbulente Bürgerversammlung, im Internet tauchten bis heute nicht verstummte Schmähungen und Anschlagsdrohungen auf.
Doch Bürgermeister Voigt, ein aktiver evangelischer Christ, erließ einen anfangs kaum beachteten Aufruf zur Hilfe. Als zwei Tage vor Heiligabend die 60 Flüchtlinge tatsächlich eintrafen, fanden sie eine von zahlreichen Helfern halbwegs wohnlich hergerichtete Unterkunft mit Schlafkabinen und einem Aufenthaltszelt vor. Weil im Internet gedroht worden war, zehn Kanister Benzin würden zu Silvester Verwendung im Flüchtlingscamp finden, feierten Helfer und Neuankömmlinge gemeinsam den Jahreswechsel.
Ganzer Text: https://www.taz.de/!5288374/