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  1. Schoener Reisen » Forum » Sehen, erleben und berichten
  2. Grizzly

Beiträge von Grizzly

  • Alle reden vom Wetter - wir auch

    • Grizzly
    • 30. Oktober 2017 um 08:02

    Vor kurzem hat ja schon ein Sturmtief den Bahnverkehr auseinander genommen - dank "Herwart" war ich diesmal selbst betroffen. Den der Rat der Bahn, Reisen aufzuschieben, war für mich inakzeptabel - ich wollte gestern nach einer Woche Urlaub heim. Von Aachen nach Hamburg/Norderstedt.


    29.10.2017
    Aachen ab 10:51 (Regionalexpress)
    Dortmund an 13:14
    Dortmund ab 13:25 (IC)
    Hamburg Hbf an 16:25,
    das war der Plan.

    Die Aachener Bahnhofsuhr zeigt 12:53, oder 0:53, das tut sie seit ich hier bin. Was noch nix Schlimmes bedeuten muss, zumal sich hier kaum ein Lüftchen regt - von wegen Sturm.

    10:51
    Ich sitz im Zug.
    Der Zug fährt.
    Was will man mehr ?

    Duisburg 13:00
    Angeblich geht's in Dortmund nicht weiter. Wobei hier grad ein anderer
    Regionalexpress durchkommt, der angeblich bis Münster fährt.
    Nix wie rein, es gibt sogar Sitzplätze. Und er fährt ...

    Der Fernverkehr nach Norddeutschland bleibt laut bahn.de bis 14:00 eingestellt. Dann wär in Dortmund die Hölle los, wenn alle wieder los wollen, mit Ausnahme derer die sich in die Busse gequält haben. Auf volle Autobahnen hab ich noch weniger Bock als auf volle Züge. Und dieser Zug fährt nicht über Dortmund, sondern über Gelsenkirchen-Recklinghausen.

    Ja, wo fängt für die Bahn Norddeutschland an ? Jedenfalls haben die
    Regionalexpresse bisher kaum Verspätung, im Gegensatz zu den IC/ICE.
    Muss ich halt ein paar Mal umsteigen.
    Die Strecke hab ich im Kopf, und der nächste Zug in die richtige Richtung ist meiner.
    Wichtig ist, genug zu trinken dabei zu haben, hab mich in Duisburg nochmal mit Sprudel eingedeckt.

    Münster 15:03
    Bis jetzt stürmt es immer noch nicht.
    Ich fand das große Glück
    im vollen Zug nach Osnabrück.
    Was danach kommt steht in den Sternen, laut Bahn fährt hinter Osnabrück nix mehr.
    Immerhin hatte ich in Münster eine Toilette und ein spätes Mittagessen im "Asia"-Imbiss.

    Osnabrück, kurz vor 16:00
    Auf dem gegenüberliegenden Gleise des Bummelzugs, mit dem wir angekommen sind, steht ein Regionalexpress nachBremen ! Nachdem er voll ist, fährt er ab. Es gibt ein Gerücht, dass in Bremen Busse nach Hamburg fahren.

    Bremen, irgendwann nach 18:00
    Großes Chaos in und vor dem Bahnhof. Dort wartete EIN Bus, der war natürlich sofort voll. Ein anderer Busfahrer, dem Kennzeichen nach als Bad Oldeslohe, sagt, ja, er fährt nach Hamburg, aber jetzt muss er erstmal Pause machen.

    Ich geh zurück in den Bahnhof, wer weiss wann ich später die nächste Toilette finde.
    Im Reisezentrum ein Riesengedränge, es werden Taxigutscheine verteilt.
    Die Verteilaktion wird sofort abgebrochen, als ein Ansage ertönt, es stünde auf Gleis 10 ein Metronom-ZUg nach Hamburg, der in wenigen Minuten abfahre.
    Alles rennet, rettet, flüchtet Richtung Gleis 10.

    Als der Zug abfährt, ist er allenfalls halbvoll.
    Als nächstes die Ansage, der Zug fährt erstmal bis Buchholz und hält an allen Bahnhöfen.

    Buchholz/Nordheide, irgendwann nach 19:00

    Der Zug fährt nicht weiter, wir müssen raus, angeblich kommen Busse. Jetzt sind noch keine da.
    Vor dem Aussteigen sagt die Zugbegleiterin mehrmals durch, man möge am Bus "den Rollstuhl" zuerst reinlassen. Dass der Rollstuhl auch einen Inhalt hat, sagt sie nicht. Letzterer trägt es mit Fassung.
    Nach 10 Minuten Warten kommen 2 Busse in die wir eben reinpassen.
    Stehend bis Harburg, dort steht ein Metronom.

    Ab Hamburg Hauptbahnhof läuft alles normal, jedenfalls im Stadtbereich.
    Am Ochsenzoll fahren die Busse Sonntags im 40 Minuten-Takt, das tun sie dann immer. Ich hab keine Lust zu warten und nehme ein Taxi nach Hause, wo ich gegen 22:00 ankomme.
    Der Fahrer bekommt grad eine Order vom Chef, mit 70 anderen Kollegen nach Bremen zu fahren.
    Das wird eine lange Nacht, für ihn.

  • Gerhard Polt

    • Grizzly
    • 19. Oktober 2017 um 08:06

    Einer meiner Lieblingshumoristen hat sich angesichts der beginnenden Laubbläsersaison über dieser wohlklingende Gartenpflegegerät ausgelassen - und wer Zeit hat, kann sich auch noch über die Folgesketche amüsieren. Viel Spaß !

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  • Rom > Eine herrliche Woche

    • Grizzly
    • 7. Oktober 2017 um 11:55

    Ich muss zugeben, dass ich durch Trastevere nur mehr oder weniger durchgelatscht bin, vielleicht in eine der zahlreichen Kirchen geuckt hab sofern sie offen war. Wenn Ihr an einem Sonntag hinkommt, wär vielleicht der Flohmarkt ein lohnendes Ziel.
    Sehr bekannt, und ein beliebtes Ziel für Einheimische und Touristen zugleich, ist der Flohmarkt von Porta Portese, der den Namen von seinem Ausgangspunkt, der noch zu Trastevere gehörenden Porta Portese, hat. Er findet jeden Sonntag von den frühen Morgenstunden bis 14 Uhr statt (Wikipedia).

  • Bei Donald Duck in Entenhausen

    • Grizzly
    • 7. Oktober 2017 um 11:47

    Normalerweise hätte ich mehr Bilder gemacht, auch vom Museum und von der
    Ausstellung. Aber ich war mit dem Kopf woanders. Unmittelbar vorher
    hatte mich der Betreuer meiner schwedischen Tante angerufen und erklärt,
    dass es mit der nunmehr 95jährigen wohl zu Ende gehe. Ich hatte dann
    weniger Donald Duck im Kopf als die Planung, wie ich am schnellsten nach
    Ulricehamn (100 km östlich von Göteborg) hinkäme, um sie noch einmal zu
    sehen.
    Tatsächlich schaffte ich es am nächsten Tag, einem Sonntag, aus dem
    bahntechnisch ziemlich abgehängten Hof bis Kiel zu kommen und dort die
    Schwedenfähre zu erreichen. Montag Mittag war ich dann tatsächlich in
    Ulricehamn und konnte meine Tante noch sprechen und von ihr Abschied
    nehmen - zehn Tage später ist sie friedlich eingeschlafen.

  • Bei Donald Duck in Entenhausen

    • Grizzly
    • 7. Oktober 2017 um 11:46

    "Duckburg" im Donald-Duck-Ursprungsland USA ist fiktiv. Zwar gibt es einige Versuche es zu verorten, aber in den USA ist das unmöglich. Entenhausen in Deutschland ist lokalisierbar, dank Erika Fuchs (1906-2005).

    Die langjährige Redakteurin und Übersetzerin von Donald, Daisy, Micky, Minnie, Goofy und der ganzen Sippe lebte über fünfzig Jahre in der oberfränkischen Kleinstadt Schwarzenbach an der Saale (nicht zu verwechseln mit Schwarzenbach am Wald, heute ebenfalls Kreis Hof). Ich hatte sogar die Ehre, Frau Fuchs kennenzulernen, als ihr Mann, Ingenieur und FDP-Lokalpolitiker 1968 mich und einige andere rebellierende Oberschüler nach Hause einlud (die FDP war damals einzige Oppositionspartei im Bundestag) - leider wusste ich damals nicht, welche Berühmtheit uns Kaffee und Kuchen reichte, denn für Mickey Mouse fühlte ich mich damals schon zu alt und zu links, und das Kleingedruckte ("Redaktion: Dr. Erika Fuchs") hatte ich auch früher nicht gelesen. Jedenfalls hätte ich sonst besser aufgepasst.

    Denn: Entenhausen ist Schwarzenbach !

    Die ersten Enten sind schon in Sicht.

    Zitat

    Fans der „Micky Maus“-Hefte haben das schon immer gewusst: Dagobert Duck besitzt einen Skilift am Ochsenkopf, der Damenkranz von Daisy trifft sich in Fletschenreuth zum Tanz, und Donald geht im Höllental spazieren. Und dann kommen noch vor: Schnabelwaid, Kleinschlappen, Großschlattengrün und Schnarchenreuth. Wer diese aberwitzigen Ortsnamen für bloße Erfindungen hält, wird in Schwarzenbach an der Saale eines Besseren belehrt. Denn genau dort – ziemlich in der Mitte zwischen Berlin und München – wurde Entenhausen für die Bundesrepublik erschaffen.

    Hier, in der heute 7300 Einwohner zählenden Gemeinde, lebte und arbeitete zwischen 1933 und 1984 Dr. Erika Fuchs, promovierte Kunsthistorikerin und Übersetzerin. Sie war es, die als Chefredakteurin der „Micky Maus“-Hefte dem Duck-Universum seinen Charme, jeder Figur eine eigene Persönlichkeit, Dagobert seine verschachtelten Genitivkonstruktionen, Donald seine pathetische Sprache und Tick, Trick und Track ihre Namen gab. Ihr zu Ehren wird jetzt in Schwarzenbach ein Museum gebaut, Anfang 2014 soll es eröffnet werden. Ein dreidimensionales Entenhausen quasi.

    https://www.welt.de/print/wams/mue…berfranken.html

    Das Museum "Erika-Fuchs-Haus" ist inzwischen fertig und liegt mitten in Schwarzenbach, 14 km südlich von Hof und fünf Minuten entfernt vom Bahnhof.

    "Wie man sein Alter gestalten will, muss man sich sehr früh überlegen, spätestens mit 40. Ich habe mir schon sehr bald vorgenommen, niemals so zu werden wie meine Mutter, die sich im Alter zu einer starren, rückwärts gewandten Person entwickelt hat - bloß noch Wagner und so."

    Der Duck'sche Geldspeicher

  • INSEL ZYPERN > Eine geschichtsträchtige Insel - trotz allem geteilt [Rep. Cyprus + Kıbrıs]

    • Grizzly
    • 6. Oktober 2017 um 12:50

    Ist es eigentlich möglich, nicht über die Türkei, sondern über Südzypern anzureisen und dann per Grenzübertritt ein (zweckmäßigerweise vorher gebuchtes) Reiseziel im Norden anzusteuern ?

    Ich hab derzeit nicht die geringste Lust, den üblichen Weg nach Nordzypern über die Türkei zu nehmen und dann meinen Urlaub in einer Knastzelle zu verbringen, nachdem ich mich diverse Male unschön über den Herrn Präsidenten ausgelassen habe, was auch im Internet nachzulesen ist. Dass die mich gespeichert haben halte ich für durchaus realistisch. Wobei es auch sein kann, dass der lange Arm des Erwähnten bis nach Nordzypern reicht - darüber hab ich allerdings noch nichts gehört.

    PS
    Nach Lektüre der Reisehinweise des Auswärtigen Amts (das Türkeireisen ja mit einem deutlichen Risikohinweis versehen hat) müsste das eigentlich gehen:
    https://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinfo…Sicherheit.html

  • Die Ewige Stadt - zweiter Anlauf

    • Grizzly
    • 6. Oktober 2017 um 12:31

    Seit meinem Ruhestand hab ich viel weniger Zeit für das Internet als vorher -
    wie das wohl kommt ??
    Deshalb kommen meine Berichte leider etwas gestückelt daher, sorry.


    Wenn in einer antiken oder mitterlalterlichen Stadt gebaut werden soll, gibt's oft Überraschungen, und dann sind die Archäologen gefordert, wobei das schon in Hamburg passieren kann. Umso mehr in Rom.
    Auf dem Largo di Torre Argentina - der Name hat nix mit Argentinien zu tun, sondern kommt von einem päpstlichen Zeremonienmeister - wurde nach dem Abriss der dortigen Häuser 1909 überhaupt nichts mehr gebaut. Inzwischen sind die Reste von vier Tempeln ausgebuddelt, ansonsten gehört der Platz den Katzen und ihren Betreuerinnen, mehr dazu hier.

  • Rom > Eine herrliche Woche

    • Grizzly
    • 6. Oktober 2017 um 11:44
    Zitat von Josef

    Elke, ja wir haben sehr viel gesehen.
    Sind fleißig mit der Metro und den Bussen gefahren.
    So mussten wir bei dieser Hitze nicht weite Strecken zu Fuß
    zurücklegen. Das anstrengendste war für mich der Aufstieg auf die
    Kuppel des Petersdoms. Obwohl wir einen großen Teil mit dem Aufzug
    fahren konnten.

    Der Aufstieg auf die Kuppel ist ja nicht ohne, selbst wenn man ca. 150 der 500 Stufen durch den Aufzug einspart - alle Achtung ! Ich bin auch viel mit der Straßenbahn gefahren, wobei das Netz ein bissl lückenhaft ist. Die Wochenkarte für 24€ war nach Ankunft am Hauptbahnhof meine erste Anschaffung.

  • Host mi?

    • Grizzly
    • 6. Oktober 2017 um 11:18

    G'foit ma

    Einer in dessen - aktuell wieder mal verlegten - Blutspenderausweis noch Bayerisches Rotes Kreuz/Bavarian Red Cross/Croix Rouge de la Baviere steht.

  • OLDTIMER > Alte PKW-Modelle unterwegs

    • Grizzly
    • 24. August 2017 um 14:22

    Der Lloyd LT (Lloyd Transporter) ist ja ein Prachtstück, so einen sieht man ganz selten. Danke !

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