Chapeau, Steffi! ![]()
Zu diesem Allgäuer Cowboy ist mir nichts eingefallen.
Der Hut passt wirklich besser zu John Wayne als zum Schimmelreiter!
Und wer vermutet schon einen "Schimmelreiter" bei einer Alpe?
Einen ähnlichen Vorfall erzählt man sich auch in meinem Heimatort Wörth am Main:
"Das Wörther Rebheckenmännchen
Die Trennfurter sagten den Wörthern nach, dass diese zu Unrecht einige Rebhecken in Besitz genommen hätten, während ein Wörther behauptete, die Hecken hätten seit Menschengedenken zu ihrer Gemarkung gehört. Nun sollte der älteste Bewohner der beiden Gemeinden den Streit beenden, indem er beschwöre, ob die Hecken von jeher Wörther Besitztum gewesen seien oder nicht. Also ging er mit den angesehensten Bürgern von Trennfurt und Wörth hinaus an die Rebhecken und tat den Schwur. Er hob seine Weinberghacke gen Himmel und sprach:
"So wahr ich lebe, und so gewiss ich die Hacke gen Himmel richte, so gewiss stehe ich auf Wörther Boden."
Damit war der Streit gegen die Trennfurter entschieden. Allein der Mann, der von Wörth gebürtig war, hatte Wörther Erde in die Stiefel getan und darauf den Schwur geleistet. Er fand nach dem Tode keine Ruhe, und an dem Orte, wo das "Rebheckenmännchen" den Falscheid getan, muss es in der Geisterstunde umgehen."
Ob diese Sage mit der Tatsache zu tun hat, dass der Sohn von Theodor Storm in Wörth gelebt und als Arzt praktiziert hat, weiß ich nicht. Jedenfalls hatte dieser im Haus Rathausstraße 57 in der Wörther Altstadt Wohnung und Praxis.
Hier lebte Hans Storm ab März 1883, zeitweise mit seinen Schwestern Lucie und Elsabe (Ebbe), die ihn aber schon Pfingsten 1885 auf Weisung ihres Vaters Theodor Storm wieder verließen. Hans Storm hatte chronischen Geldmangel und saß lieber im Wirtshaus als in seiner Praxis. Dazu brach ein altes Lungenleiden wieder aus und er starb schon am 5. Dezember 1886 im Krankenhaus in Aschaffenburg.
Liebe Grüße von waldi ![]()