Vor ein paar Tagen waren wir im Raum Uffing am Staffelsee unterwegs. Dort gibt es den sogenannten Mühlenweg entlang des Flusses Ach. Dieser führt an ein paar ehemaligen Wassermühlen vorbei.
Wir starteten an der Brücke bei der Aumühle.
Eine Tafel erläutert die Geschichte dieses Bauwerks.
Leider spiegelt sich der Fotograf auf dieser Tafel. In jedem Fall kann man wenigstens den Text deutlich lesen.
Immer wieder zweigen Kanäle vom Fluss ab deren Wasser zum Betrieb der einzelnen Mühlen verwendet wurde.
Als nächstes kommen wir zur Humplmühle.
Auch hier wird dem Besucher die Geschichte des Hauses erklärt.
Weiter geht es flussabwärts.
Am Ortsrand beginnt der eigentliche Mühlenweg. Dort sind Teile von ehemaligen Wassermühlen ausgestellt.
Die Kraft des Wassers wird heute noch in diesem Gebäude rechts im Bild zur Stromerzeugung genutzt.
Mit so einem Schott konnte man das Wasser in den Kanälen regulieren.
Als sich die Mühlen wirtschaftlich nicht mehr rentierten, haben manche Müller auf die Stromerzeugung umgestellt.
Wer Zeit hat, kann die Geschichte der einzelnen Mühlen auch auf diesen Tafeln nachlesen.
Wir kommen zur Vogelmühle.
Ab hier können wir nicht mehr entlang der Ach wandern. Wir überqueren den Fluss und kommen zu einem Bach.
Dann weitet sich das Flusstal und es gibt ebene sumpfige Flächen, die immer wieder mal überschwemmt werden.
Die letzte Mühle auf unserem Weg ist keine Mühle, sondern ein Sägewerk, welches einst durch Wasserkraft angetrieben wurde.
Humplsäge nennt man die Anlage hier.
Nun ist der Weg nicht mehr allzu attraktiv. Wir folgen einer schmalen Landstraße nach Osten.
Wir steuern Uffinger Back&Brau an. Hier wird ein Kaffee betrieben wo hausgemachte Kuchen angeboten werden. Auch befindet sich darin eine kleine Brauerei. Die Lokalität ist an eine Landwirtschaft angeschlossen.
Jetzt hatten wir allerdings Pech. Normalerweise wäre Montag Nachmittag geöffnet. Ein Schild weist darauf hin, dass eine Trauergesellschaft an diesem Nachmittag bewirtet werden soll, weshalb die Gaststätte für die Allgemeinheit geschlossen ist. Auch kein Problem. Im Zentrum von Uffing gibt es eine Bäckerei mit Café.
Am Weg liegt das so genannte Hanfstaengl Haus. Das gehörte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der gleichnamigen Verleger Familie aus München. Weil vor allem die Gattin des Hauses mit einem Putschisten des Putsches vom 9. November 1923 in München befreundet war, fand Adolf Hitler hier Unterschlupf. Allerdings konnte er nur zwei Nächte dort verbleiben, weil er genau in diesem Haus am 11. November 1923 verhaftet wurde. Angeblich soll er sich sogar in einem Kleiderschrank versteckt haben. Der weitere Verlauf der Geschichte ist ja jedermann bekannt.
Vorbei am Heimatmuseum geht’s nun zum Kaffee am Kirchplatz. Wieder Pech gehabt! Montag geschlossen. Auch kein Problem. Das Auto ist nicht weit entfernt und am Rückweg konnten wir doch noch im Café in Rottenbuch an der Ammer unseren verdienten Cappuccino trinken.
Jürgen