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  2. waldi

Beiträge von waldi

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 28. Oktober 2025 um 18:38

    Johannes hat uns zahlreiche Nepomuks aus der Slowakei und Tschechien mitgebracht.
    Dafür noch mal herzlichen Dank!
    Ich habe noch ein paar Andenken aus Ungarn zu zeigen.

    H: Diósd, Kreis Érd im Komitat Pest

    In der Nähe der römisch-katholischen Kirche, an der Brücke des Baches Felsőkút, steht eine Kalksteinskulptur eines Nepomuks. Die Schwaben die sich nach der Befreiung von den Türken unter Graf János Illésházy in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hier niederließen errichteten sie.

    Diósd1.jpg

    1993 hat die Gemeinde Diósd eine Renovierung durchführen lassen.

    Diósd2.jpg

    Der Kranz aus Akanthusblättern an der Vorderseite des Sockels ist leider leer. Vermutlich zeigte er das Wappen der Illésházy, ein Adler, auf einer Krone stehend, mit einem Pfeil der seinen Hals durchbohrt.

    Diósd3.jpg

    Diósd4.jpg

    Diósd5.jpg
    Diósd6.jpg
    Seit April 2025 läuft eine Sammelaktion für eine erneute Restaurierung der Statue. Der Kostenvoranschlag des Restaurators beläuft sich auf 8,5 Millionen Forint, also etwa 22 000 Euro. Ich hoffe dass genügend Forint zusammen kommen.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • 1909 Tunnel in die Arena für Teilnehmer der Kaltenberger Ritterspiele

    • waldi
    • 27. Oktober 2025 um 21:46

    Zugang zu einer Tropfsteinhöhle?


    fragt waldi :174:

  • 1909 Tunnel in die Arena für Teilnehmer der Kaltenberger Ritterspiele

    • waldi
    • 27. Oktober 2025 um 20:27

    Ein Eiskeller wird es wohl nicht sein.
    Die sind ja außer Mode.

    Ein Weinkeller vielleicht?


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 27. Oktober 2025 um 20:07

    Herrlich! Diese Fülle an Nepomuks an einem Ort ist schon besonders.
    Herzlichen Dank dafür, Johannes!

    Der zweifelhafte Nepomuk wird wohl zweifelhaft bleiben wenn keine Informationen dazu gefunden werden. Eine Frau bietet dem Heiligen ihr Kind an. Das wäre zumindest ungewohnt für einen Nepomuk.

    Das Gemälde an der Hauswand hätte ich vermutlich übersehen. Meine Sinne hätten sich bestimmt auf den "süßen" Laden darunter konzentriert. :roll:


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • KREISVERKEHRE

    • waldi
    • 25. Oktober 2025 um 18:13
    Zitat von claus-juergen

    Als Laie würde ich das Ding als eine MiG klassifizieren.

    Damit dürftest Du fast richtig liegen, Jürgen.
    Es könnte sich hier um den chiesischen Nachbau einer MiG 19 handeln.
    Weil sich Enver Hoxha 1961 mit den Sowjwets in die Wolle kriegte wechselte er zum Lieferanten China. Die Chinesen bauten in Lizenz die MiG 19 und verkauften sie als Shenyang J-6. Albanien kaufte sage und schreibe 84 dieser F-6C Farmer-Frontjäger, der aus der MiG 19S bzw. MiG 19SF entstand.
    Das S steht für Stabilisator womit das Seitenleitwerk gemeint ist. Typisch für die MiG 19 ist der Knick in dieser vertikalen Heckflosse.
    Davon dürfte einer den Kreisverkehr schmücken.

    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 22. Oktober 2025 um 11:57

    H: Székesfehérvár, Kreisstadt, Komitat Fejér in Westungarn

    Vor der Sebastianskirche in der Oberstadt von Székesfehérvár steht, geschützt durch einen schmiedeeisernen Zierzaun, eine Nepomukstatue im Barockstil.

    Székesfehérvár Sebestyén1.jpg

    Székesfehérvár Sebestyén2.jpg
    Gerne hätte ich auch in die Sebastianskirche hineingeschaut weil da eine Nepomukskulptur als Gegenkanzel beschrieben wird, aber ich rüttelte vergeblich am Tor. Die Grundsteinlegung zur Kirche fand am 8.9.1739 statt. Das heute zu sehende Gebäude wurde 1801 mit Spenden der Gläubigen errichtet. Zwischen 1835 und 1837 wurde es mit zwei Türmen ausgestattet. 1866 war der Bau vollendet. Wer genau hinschaut kann den Hl. Sebastian zwischen den Türmen erkennen.

    Székesfehérvár Sebestyén3.jpg

    Die Steinstatue des Nepomuk wurde 1705 von dem Deutschen Michael Kuglmann errichtet, der damals in der Stadt tätig war. Nach alten Dokumenten war auch Steinmetzmeister György János Glaser an der Entstehung der Statue beteiligt.

    Székesfehérvár Sebestyén4.jpg

    Sie ist eine der ältesten erhaltenen Statuen des Hl. Johannes Nepomuk in Ungarn. Sie wurde zum Gedenken an die Vertreibung der Kuruzen aus Székesfehérvár im Jahr 1704 angefertigt und am 6. Juli 1705 auf dem Marktplatz in der Nähe des Budaer Burgtors eingeweiht. Nach dem Abriss der Burgmauern im Jahr 1805 erhielt sie ihren heutigen Standort vor der Sebastianskirche in der Oberstadt. Der lateinische Text an den vier Seiten des Würfels erinnert an die Versetzung der Statue am 7. Mai 1805.

    Székesfehérvár Sebestyén6.jpg
    Székesfehérvár Sebestyén7.jpg
    In ihrem Sockel ist die Inschrift eingraviert: „Nach der Niederlage durch die Streitkräfte des aufständischen Rákóczi im Jahr 1704 befahl der erste Kommandant der zurückeroberten Burg, Heinrich Mathäus Urli, am 6. Juli 1705, dass die zuvor zerstörte, jetzt wiederhergestellte Befestigungsanlage mit nicht weniger Prunk geschmückt werde als mit der Statue des heiligen Johannes Nepomuk.“

    Székesfehérvár Sebestyén8.jpg
    Passanten konnten diesen Text nur etwas mehr als hundert Jahre lang lesen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts änderte sich das Urteil von Rákóczi in den Augen der Székesfehérvárer Entscheidungsträger. Sie sahen in ihm nun den Fürsten, der dafür kämpfte, das Schicksal seines Volkes zum Besseren zu wenden. Aus dem Rebellen wurde der Freiheitskämpfer. Deshalb wurde die Inschrift unleserlich gemacht.

    Das Originalwerk wurde 1978 vom Steinmetz György Bruzsa restauriert.
    Danach wurde die Statue 1990 von Zsolt Zoltán Varga restauriert.
    Um den Zustand des Werkes zu schützen fertigte Balázs Kocsis in den Jahren 2004-2005 eine Kopie der Statue an. Die Einweihung der Kopie fand im Dezember 2005 statt. Seitdem ist auch der Sockeltext wieder lesbar.
    Über den Verbleib der Originalstatue habe ich keine Information.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 20. Oktober 2025 um 17:49

    H: Székesfehérvár, Kreisstadt, Komitat Fejér in Westungarn

    In einer Nische an der Fassade des Hauses in der Lépcső utca 1 in Székesfehérvár mit Blick auf die Liszt-Ferenc-Straße ist eine Nepomukstatue zu sehen. Weil bei meinem Besuch der Platz mit vielen Menschen gefüllt war bediene ich mich eines Bildes vom ungarischen Nepomukexperten Attila Terbócs.

    Székesfehérvár,_belvárosi_Nepomuki_Szent_János-szobor_2021_01.jpg
    Autor: Pasztilla aka Attila Terbócs
    Quelle: Wikimedia

    Rechts im Bild führen Stufen die Lépcső utca, die Treppengasse, hinauf zur Stefansbasilika.

    Székesfehérvár Lépcső utca1.jpg

    Székesfehérvár Lépcső utca2.jpg

    Székesfehérvár Lépcső utca3.jpg

    Die Skulptur wurde um 1750 von einem unbekannten Bildhauer geschaffen.
    Mehr Informationen habe ich nicht gefunden.

    Székesfehérvár Lépcső utca4.jpg

    Székesfehérvár Lépcső utca5.jpg


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 19. Oktober 2025 um 10:05

    H: Vértesboglár, Kreis Bicske, Komitat Fejér in Westungarn

    Vor der Kirche in Vértesboglár, die dem Hl. Franz von Assisi geweiht ist...

    Vértesboglár1.jpg

    ...stehen drei Heiligenfiguren.

    Vértesboglár2.jpg
    Rechts steht der Hl. Florian und in der Mitte der Hl. Wendelin.

    Vértesboglár3.jpg Vértesboglár4.jpg

    Links steht der Hl. Johannes Nepomuk.

    Vértesboglár5.jpg

    Vértesboglár6.jpg

    Vértesboglár7.jpg

    Vértesboglár8.jpg

    Vértesboglár9.jpg

    Ich freute mich, dass sich diese Kirchentür öffnen ließ, doch ich wurde durch ein Gitter gebremst.

    Vértesboglár10.jpg
    Im Hauptaltar wird die Herz-Jesu-Statue vom Hl. Franz von Assisi (links) und dem Hl. Josef flankiert.

    Vértesboglár11.jpg
    Eines der Deckenfresken konnte ich etwas aufbereiten.

    Vértesboglár12.jpg

    Im Vorraum der Kirche entdeckte ich diese Tafel.

    Vértesboglár13.jpg
    Hat auch diese Gemeinde eine "deutsche Vergangenheit"? Meine Neugier war geweckt und ich sah mich nach weiteren deutschen Spuren um.
    Auf dem Kirchenplatz wurde ich fündig.

    Vértesboglár14.jpg
    Der Gedenkstein erinnert an die Vertreibung der ungarndeutschen Bevölkerung des Dorfes nach dem II. Weltkrieg.
    Dazu etwas Ortsgeschichte:

    Während der Zeit der türkischen Besatzung wurde das Dorf vollständig entvölkert. Im Jahr 1696 wurde erwähnt, dass Boglárpuszta aus einer Wiese und einem Wald besteht, der sich für den Holzeinschlag eignet.
    Im 18. Jahrhundert wurde das zerstörte Dorf von der Familie Esterházy zusammen mit den umliegenden Siedlungen gekauft und von deutschen Siedlern aus Bayern und dem Schwarzwald besiedelt, unter der Bedingung, dass „Ansiedler von gottesfürchtigen, friedlichen und gerechten Charakteren Boglárpuszta in Besitz nehmen“ würden. Der Graf gab den Siedlern drei abgabefreie Jahre Zeit, in denen die Wohnungen gebaut, die Rodung durchgeführt, das Vorbereiten der Felder, und die Anpflanzung von Weinbergen begonnen werden mussten. Auf die erfolgreiche Wiederbesiedlung folgte der Bau von Kirchen und Bildungseinrichtungen. Nach einer anfänglichen Kapelle wurde im Jahre 1810 mit Unterstützung der Familie Esterházy die römisch-katholische Kirche erbaut.
    Nach den Daten der Volkszählung von 1941 betrug die Einwohnerzahl des Dorfes 1288 Personen. Vor 1945 waren die Einwohner des Dorfes mehrheitlich Deutsche, nur zehn oder zwölf ungarischsprachige Familien lebten hier, die alle als landwirtschaftliche Hilfsarbeiter arbeiteten. Gemäß dem internationalen Abkommen wurden die deutschsprachigen Einwohner im Mai 1946 deportiert. Vierundachtzig Familien zogen weg, das war etwa 70% der Bevölkerung, und vierundneunzig ungarische Familien aus verschiedenen Teilen Rumäniens, der Tschechoslowakei und Ungarns wurden an ihrer Stelle angesiedelt. Nach der Wende bildeten die verbliebenen deutschstämmigen Bürger die Ungarndeutsche Nationalitäten-Selbstverwaltung. Diese veranstaltete eine Sammlung, und am 14. Mai 2021 wurde in Vértesboglár ein neues Denkmal zum Gedenken an die aus Boglar am 14. Mai 1946 vertriebenen 806 ungarndeutschen Bewohner eingeweiht. Am Denkmal ist die damalige Kundmachung in beiden Sprachen zu lesen.

    Vértesboglár15.jpg

    Mein Foto lässt die Schrift kaum erkennen. Deshalb zeige ich die "Kundmachung bezüglich der Rücksiedlung der Deutschen aus Ungarn nach ihr Mutterland" in lesbarer Fprm.

    Vértesboglár16.jpg

    Ein Sack mit 100 kg! Was würde ich da wohl einpacken?
    Ich halte dieses Vorgehen der Siegermächte für eines ihrer größten Kriegsverbrechen!
    Ein trauriges Kapitel unserer Geschichte das sich hoffentlich nicht wiederholt!


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 18. Oktober 2025 um 11:07

    H: Vértesacsa, Kreis Bicske, Komitat Fejér in Westungarn

    An der Hauptfassade der römisch-katholischen Kreuzauffindungskirche in Vértesacsa befindet sich in der linken Wandnische eine steinerne Statue eines Nepomuks die mit dem Heiligen Sebastian gepaart ist.

    Vértesacsa1.jpg

    Im Jahr 1688 wurde diese Kirche zusammen mit dem Dorf von den umherziehenden Türken niedergebrannt. Am Anfang des XVIII. Jahrhunderts gehörten die ungarischen Bewohner des Dorfes der reformierten Kirche an aber durch den Zustrom von deutschen Einwanderern wurde das Dorf katholisch. Im Jahr 1740 ließ der Gutsbesitzer Graf Friedrich Schmidegg de Sárladány ein Oratorium mit Glockenturm errichten. Die Fassade war mit acht Statuen geschmückt – Figuren des Guten Hirten, der Jungfrau Maria, des Hl. Johannes Nepomuk, der Hl. Barbara, des Hl. Florian, des Hl. Josef, des Hl. Rochus und des Hl. Sebastian. Einen Teil der Figuren der 1741 geweihten Kapelle wurde später von den Paulisten in die zwischen 1768 und 1780 neu erbauten Kirche gebracht, und die Statuen des heiligen Johannes von Nepomuk und des heiligen Sebastien wurden in den Nischen des Gebäudes aufgestellt. Die Reste der anderen Statuen fand man 1970 in einem Getreidespeicher der abgerissen wurde. Sie kamen nach Székesfehérvár.

    Vértesacsa2.jpg

    Ursprünglich stand der Nepomuk in der Nische auf der rechten Seite der alten Kirche, damals noch gepaart mit der heiligen Barbara.

    Vértesacsa3.jpg

    Vértesacsa4.jpg

    Vértesacsa5.jpg


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 17. Oktober 2025 um 17:21

    H: Velence (Venedig), Kreis Gárdony, Komitat Fejér in Westungarn

    Vor der römisch-katholischen Kirche, die Szt. István (Stefan) geweiht ist, steht laut Denkmalschutzdaten eine Steinstatue, die im 18. Jahrhundert im spätbarocken Stil errichtet wurde. Die Modellierung und die ikonographischen Merkmale der heute zu sehenden Figur lassen Zweifel an der Datierung des 18. Jahrhunderts aufkommen, meint Attila Terbócs, der ungarische Nepomukexperte. Der Überlieferung zufolge ließ einer der Dorfbesitzer im Zeitraum von 1810 bis 1820 eine Statue für seinen Sohn Johannes Nepomuk Meszlény errichten (1817–1822), der nach heutigen Vorstellungen ein hyperaktives Kind gewesen sein könnte und schwer zu behandeln war. Der Legende nach wurde die Statue nach dem Tod des Kindes vor der Kirche aufgestellt.

    Velence1.jpg

    Das Denkmal ist durch einen massiven Steinzaun gut geschützt.

    Velence2.jpg

    Velence3.jpg

    Velence4.jpg

    Velence5.jpg
    Velence6.jpg

    Leider war auch diese Kirche verschlossen. So konnte ich das Nepomukgemälde darin nicht fotografieren.

    Am Rande des Kirchplatzes kann man sich im "Szent János Retro Szórakozóhely", einer Kneipe mit Nachtclub im Stil der 70er Jahre amüsieren.

    Velence7.jpg


    Liebe Grüße von waldi :174:

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