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  2. waldi

Beiträge von waldi

  • Der Kalvarienberg in Banská Štiavnica

    • waldi
    • 7. November 2025 um 18:09

    Das ist eine beeindruckende Anlage, Johannes!

    Bemerkenswert ist die dreisprachige Ausführung.
    Daraus kann man schließen dass hier mal mindestens drei Ethnien nebeneinander gelebt haben.
    Dass jetzt auch noch in englischer Sprache die Station betitelt ist, überraschte mich allerdings.
    Man rechnet also damit dass der Kalvarienberg eine Touristenattraktion wird.

    Es ist erfreulich dass man dieses Juwel restauriert und hoffentlich dann auch pflegt.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • 1910 Landkreis Augsburg - Altenheim Schloß Elmischwang

    • waldi
    • 6. November 2025 um 10:14

    Das ist zu einfach, Jürgen!
    Wäre für meinen Lebensabend gut geeignet. Ob ich mir das leisten könnte?

    Ich halt mich raus.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 5. November 2025 um 17:38

    Herzlichen Dank an Adlereins!

    Das Foto ergänzt die Berichte von vadda, tosca und Johannes über den salzigen Nepomuk in Wieliczka!


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 4. November 2025 um 15:13

    H: Törökbálint, Kreis Érd im Komitat Pest

    Nach der Vertreibung der Türken übernahmen sofort die Großgrundbesitzer wieder ihre ehemaligen Ländereien. Die Familie Török, die ehemaligen Besitzer des Dorfes Törökbálint, war jedoch ausgestorben. Laut der erhaltenen Schenkungsurkunde wurde das verwaiste Gut den Familien Drahosoczky und Törley geschenkt, die es 1689 an die Jesuiten von Buda verkauften. Am 25. Januar 1701 ging Törökbálint von Kaiser Leopold I. offiziell in den Besitz des Jesuitenordens über, der aber 1773 aufgehoben wurde. Drei Jahre später, im Jahre 1776, schenkte Maria Theresia den Ort dem Grafen Majláth, Ratsherrn von Karna, der bis 1843 im Besitz des großen Gutes blieb.

    Als das Gut in den Besitz des Jesuitenordens überging, lebten nach einer Volkszählung von 1696 29 serbische und 4 ungarische Familien im Dorf. 1698 kamen die ersten "Schwaben" nach Törökbálint oder Großturwall. Familiennamen wie Feiner, Haderer, Lichtenberger, Tunner, Flaschner, Ament, Grasweg, Hillinger, Hohlrieder, Stanzer, Wadl, Rutter, Zieger, Weger, Feyerabend, Pur, Stumm, Neubrand und Mayer erscheinen in der Ortschronik. Aus einer jesuitischen Denkschrift aus dem Jahr 1700, die an die Grafschaft geschickt wurde, geht hervor, dass sich in Törökbálint 39 deutsche Bauernfamilien niedergelassen hatten. Aus einem Inspektionsdokument aus dem Jahr 1817 geht hervor, dass die Einwohnerzahl in diesem Jahr 1120 erreichte. Davon waren 889 Deutsche und 331 Serben und Kroaten. Es lebten keine Ungarn im Dorf, und die Donauschwaben waren vorherrschend. 1845 bezeichneten sich 76 % der Einwohner als Deutsche.

    Im Vorgarten des Hauses das früher von der Familie Zeiss-Führinger bewohnt wurde, an der Fassade des Wohnhauses in der Munkácsy Mihály utca 39 steht in einer gewölbten Nische eine Steinstatue im Provinzstil.

    Törökbálint1.jpg

    Als ich nach Törökbálint kam war die Abenddämmerung schon angebrochen. Es reichte gerade noch für ein paar Fotos. Bei den gezoomten Bildern löste der automatische Blitz aus.

    Törökbálint2.jpg

    Die Nische wird gekrönt von einem Christus-Monogramm "IHS“ im Kreuz auf dem Giebel. Dieses Symbol war aber auch das Erkennungszeichen der Jesuiten.

    Törökbálint3.jpg

    Gyula Sípos beschreibt die Nepomukstatue so:

    "Wenn wir behaupten würden, dass dieses Dorf, heute Stadt Törökbálint, wirklich kunstliebend sei, würden wir die Situation wahrscheinlich falsch darstellen. Es ist jedoch sicher, dass es in Ungarn nur wenige Dörfer und Städte gibt, die über so viele Statuen, Kreuze und Denkmäler verfügen; und der Eifer der Statuenbauer hält bis heute an. Und was für seltsame Statuen, an welch seltsamen Orten! Sie legen nachhaltig Zeugnis ab vom Leben, dem Glauben, der Lebensweise und den Lebensumständen eines Dorfes.

    Beginnen wir mit dem Bekanntesten. Wenn wir fragen würden, wem in unserem Land die meisten Statuen errichtet wurden, würden wir wahrscheinlich keinen großen Fehler machen, wenn wir diesen Namen nennen würden. Allerdings ist er nicht der große Mann unseres Landes, kein Freiheitsheld, kein großer Schriftsteller, Dichter oder Politiker. Er hat nichts entdeckt und war noch nicht einmal Ungar. Doch wir finden ihn überall dort, wo es einen Bach, einen Teich, einen See oder einen Fluss gibt. Der heilige Johannes von Nepomuk, der Heilige, der vor dem Ertrinken schützt und einer der beliebtesten Heiligen Mitteleuropas ist, steht in seinem bischöflichen Gewand, ein Kreuz an sich drückend, an einer staubigen Straßenkreuzung, an der es kein Anzeichen von Wasser gibt.
    Die Statue zeigt jedoch, dass es hier einst Wasser gab, nicht wenig, und auch heute noch gibt, unter Beton verbannt und durch ein Rohr geführt. Hier, an der damaligen Hauptstraße, floss ein Seitenarm des Baches Hosszúréti an der Oberfläche, über den neben der Statue eine kleine Brücke führte. Deshalb stellte Mathias Bunth die Statue im Jahr 1856 hier im Hof seines Hauses auf."
    Quelle: Szeretet földje 

    Törökbálint4.jpg

    Törökbálint5.jpg

    Im Februar 1946 begann auch in Törökbálint die Deportation.
    Drei mit Menschen überfüllte Viehwaggonzüge wurden von Törökbálint in Richtung Westen gestartet. Die erste Gruppe ging nach Karlsruhe, die zweite nach Göppingen, die dritte nach Backnan und zwei Jahre später ging eine kleine Gruppe nach Dresden. Insgesamt mussten 2143 Personen ihre Heimat Großturwall verlassen.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • Český Krumlov, Reisebericht

    • waldi
    • 2. November 2025 um 22:15

    Chapeau, Johannes!
    Ein Reisebericht wie ich ihn mir vorstelle, und mit Deinen detailierten Ausführungen auch vorstellen kann.
    Davon gibt es leider viel zu wenig hier in letzter Zeit. Dabei muss ich mir auch an die eigene Nase fassen.

    Du zeigst uns eine Stadt mit sehr viel alter Bausubstanz und einem romantisch anmutendem Flair.
    Wenn nur diese lästigen Touristen nicht wären! :wink:

    Herzlichen Dank für die interessante Führung durch diesen schönen Ort.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 2. November 2025 um 12:27

    H: Pázmánd, Kreis Gárdony, Komitat Fejér in Westungarn

    Hinter einem mannshohen sichtdichten Zaun steht diese Steinstatue im Barockstil, die 1735 in der Nähe des ehemaligen Jesuitenklosters im Garten eines Wohnhauses errichtet wurde.

    Pázmánd1.jpg
    Früher stand sie etwa 100 Meter nordöstlich, auf der Nordseite der heutigen Vadász-Straße. Um 1980 wurde sie an ihren heutigen Standort versetzt, als die Grundstücke parzelliert, und mit dem Bau der Häuser begonnen wurde. Das ist kein guter Platz, finde ich. Das Denkmal sollte öffentlich zugänglich sein.

    Pázmánd2.jpg

    Natürlich wollte ich auch sehen worauf die Statue steht. Deshalb habe ich den Foto über den Zaun gehalten und abgedrückt. Es hat funktioniert.

    Pázmánd3.jpg

    Pázmánd4.jpg

    Pázmánd5.jpg
    Auf der Vorderseite des Sockels befindet sich das an den Heiligen gerichtete Gebet Sankt Johannes bete für uns.

    Pázmánd6.jpg

    Die Zahlen an den vier Ecken der Kartusche geben das Jahr an, in dem die Statue errichtet wurde.
    Ist die letzte Zahl eine horizontal gespiegelte 5 oder eine kopfstehende 2? 1735 oder 1732? Dazu diese Fotomontage.

    Pázmánd7.jpg

    In der Kirche von Pázmánd befindet sich ein Nepomukaltar. Aber wie in Ungarn üblich... 🔒


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 1. November 2025 um 11:04

    H: Pátka, Kreis Székesfehérvár, Komitat Fejér in Westungarn

    In Pátka steht im Kirchgarten vor der Kirche der Hl. Anna die Statue des Hl. Johannes Nepomuk. Den Quellen zufolge wurde die barocke Statue um 1818 errichtet.

    Pàtka1.jpg

    Leider lässt der Zustand des Werkes zu wünschen übrig: Es sollte restauriert werden.

    Pàtka2.jpg

    Der Heilige Johannes von Nepomuk steht im Kontrapost und ist in einem priesterlichen Gewand zu sehen: Soutane, Rochett, Mozetta mit Fehschweifchen, Stola, Birett mit Bommel, alles da. Mit beiden Hand hält er ein Kruzifix mit Korpus das auf einem Palmzweig ruht. Auch die typische Schuhspitze lugt unter der Soutane hervor. Die Größe des Werkes erreicht nicht die Größe eines Menschen, es ist etwas kleiner. Der Sockel ist extrem einfach, ohne Inschrift.

    Pàtka3.jpg

    Pàtka4.jpg

    Pàtka5.jpg


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • Albanien 7 - unterwegs südlich des Vivari Kanals

    • waldi
    • 31. Oktober 2025 um 17:51
    Zitat von Trogir

    ...aber die Menschheit wird eben leider nicht klüger.

    Leider ist dies ein wahres Wort!


    Nachdenkliche Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 31. Oktober 2025 um 17:39

    H Érd, Kreisstadt im Komitat Pest

    Nach dem Umbau der Szent Mihály-Kirche 1774 ließ Graf János Illésházy die Statue des Hl. Johannes Nepomuk anfertigen und im Kirchgarten aufstellen.

    Èrd1.jpg

    Èrd2.jpg
    Èrd3.jpg

    Die im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Statue stand bis 1998 ohne Kopf im Kirchgarten. Das Steinmaterial der Statue war stark angegriffen, die Oberfläche hatte ihre Festigkeit verloren und zerbröckelte. Im letzten Moment vor der vollständigen Zerstörung der Statue gelang es, dank der Stadtverwaltung, das wertvolle Denkmal zu retten. Die Restaurierung der Statue wurde von Jenő Deák unter der Leitung von Péter Szabó, Assistenzprofessor an der Hochschule, durchgeführt. Nach der Reinigung der Statue wurde das weiche Steinmaterial verfestigt und der Kopf anhand von Analogien rekonstruiert. Der mit Kränzen, Girlanden und Voluten geschmückte spätbarocke Sockel war in so schlechtem Zustand, dass er nach dem Originalmodell neu gegossen werden musste.

    Èrd4.jpg

    Èrd5.jpg

    Èrd6.jpg

    Im Kirchgarten sind mir noch zwei Objekte aufgefallen.

    Èrd7.jpg
    Rechts in der Kirchturmecke steht ein barockes Kreuz das vermutlich so alt ist wie die Kirche selbst.

    Èrd8.jpg

    Ich vermute, dass die Tafel bei einer Renovierung 2023 angebracht wurde. Sie trägt einen religiösen Spruch und den Namen des aktuellen Pfarrers der Kirchengemeinde.

    Am linken Rand des vorletzten Bildes sieht man eine Figur die die Hände zum Himmel reckt.

    Èrd9.jpg
    Natürlich musste ich wissen wer da mit erhobenen Händen steht.
    Es ist Mária Margit Bogner (* 15. Dezember 1905 in Melence, Kreis Torontál, † 13. Mai 1933 in Érd).
    Ihr bürgerlicher Name war Etelka Mária Anna Bogner. Als Schwester Mária Margit war sie Mitglied des Ordens der Heiligen Jungfrau Maria von der Heimsuchung.
    Ein kurzer Einblick in ihr kurzes Leben.
    Mit 9 Jahren erkrankte sie schwer an einer rätselhaften Krankheit und ihr rechtes Bein blieb steif. Trotzdem begann sie eine Ausbildung bei den Schulschwestern Unserer Lieben Frau in Nagybecskerek (heute Zrenjanin in Serbien) und schloss nach vier Zivilstudiengängen ihr kaufmännisches Studium ab.
    Nach ihrer Firmung im Alter von 18 Jahren (1923) entwickelte sie eine starke Zuwendung zur Religion. Wegen ihrer Behinderung war die Aufnahme in ein Kloster kaum möglich. Doch mit Unterstützung ihres Beichtvaters wurde sie 1927 bei den Schwestern der Heimsuchung Mariens in Thurnfeld in Tirol aufgenommen. Während sie sich auf den großen Tag der Einkleidung (10. April 1928) vorbereitete, wurde das erste Kloster der Schwestern der Heimsuchung Mariens in Ungarn, eben in Érd, fertiggestellt. Man wählte sie zur ersten Novizin, zur ersten Ordensschwester. Beim Einkleiden erhielt Mária zu Ehren von Szent Mária Margit Alacoque den Namen Mária Margit.
    Sie wird als engagierte und aufopferungsvolle Schwester beschrieben. Doch schon nach kurzer Zeit meldete sich ihre Kinderkrankheit zurück, und nach einem längeren Martyrium verstarb sie 1933 in Érd und wurde im Kirchgarten bestattet.

    Èrd10.jpg

    Die Bronzeskulptur schuf der Bildhauer Béla Domonkos 1983.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • OLDTIMER > Alte PKW-Modelle unterwegs

    • waldi
    • 30. Oktober 2025 um 15:01
    Zitat von claus-juergen

    Hast du damals schon einen Mercedes gefahren...

    Nein, leider nicht! Aber ich hatte einige Verwandte und Nachbarn die solche Autos fuhren. Ich fand sie früher toll und sie haben mich immer fasziniert. Es reichte aber nie für einen eigenen Mercedes.
    Deshalb fahre ich derzeit einen koreanischen Diesel.
    Die Detailinfos in meinem Beitrag habe ich mir bei Wikipedia geholt.


    Liebe Grüße von waldi :174:

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