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Beiträge von waldi

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 30. Oktober 2025 um 14:49
    Zitat von Johannes56

    Ich bin erstaunt, wie gut dokumentiert die Nepomuks in Ungarn sind.

    Das habe ich, oder haben wir, größtenteils unserem ungarischen Kollegen Attila Terbócs zu verdanken. Er hat in nur kurzer Zeit fast alle ungarischen Nepomuks besucht und dokumentiert. Ich habe nur einige Details ergänzt. Attila war übrigens auch in der Slowakei unterwegs und hat zum Teil auch Deine Funde dort in seiner Liste.

    Den Bereich Amerika würde ich nicht auf Brasilien und Mexiko beschränken. Wenn ich mir auf der Karte anschaue wie groß Neuspanien war, dann könnten zwischen Alaska und Feuerland noch einige Nepomuks versteckt sein.
    Außerdem haben wir noch nicht alle europäischen Länder durchforstet. Da dürften auch noch welche zu finden sein.

    Der Bezug Spaniens und Segovias zum Hl Johannes Nepomuk kommt nicht von ungefähr.

    Schon 1731 ordnete der Vizekönig von Neuspanien an, dass das neu geschaffene Barlovento-Bataillon während seines Aufenthalts in Spanien ihn als Schutzpatron haben sollte.

    Am 24. Mai 1758 teilte der Generalkapitän der Marine, Don Juan José Navarro, Marquis von La Victoria, dem Marineminister mit, dass die Schirmherrschaft auf das Marinebataillonskorps übertragen worden sei, und man feierte das Fest von San Juan Nepomuceno am 16. Mai.

    König Karl III. von Spanien wurde 1759 zum König von Spanien ernannt. Vorher war er Herzog von Parma und Piacenza, König von Sizilien und Neapel. Nach dem Erbfolgekrieg sollte er Maria Theresia von Österreich heiraten, was aber scheiterte. Es war aber eine Verbindung zu den Habsburgern vorhanden, wie eben zwischen allen Königshäusern. Die Gründung des Königlichen Artilleriekorps und seines Colleges geht auf die Politik zurück, die Karl III. nach seiner Ankunft in Spanien im Jahr 1759 in die Tat umsetzte. Er ordnete am 29. Januar 1762 die Gründung des Real Cuerpo de Artillería (Königliches Artilleriekorps) und des Royal College (Königliche Universität) in Segovia an.

    Nachdem die Umbauarbeiten am Alcázar (Burg in Segovia) abgeschlossen waren, das Gelände für die praktischen Ausbildungen bestimmt war und die Lehrer und 60 Kadetten der Studentenkompanie anwesend waren, wurde am 16. Mai 1764 der erste Lehrgang des Royal College of Artillery in einem der Hauptsäle des Alcázar feierlich eingeweiht.

    Ein königlicher Befehl vom 18. März 1878 bestätigte San Juan Nepomuceno als Patron der Marineinfanterie. Der König übermittelte den Gerichtskommandos seinen souveränen Willen, dass "am 16. Mai, wenn das Fest des Schutzpatrons San Juan Nepomuceno gefeiert wird, eine Galaveranstaltung für diejenigen stattfinden soll, die dem Marinekorps angehören, und denen die eine religiöse Funktion innehaben Ausgaben zu gestatten, soweit es die allgemeinen Unterhaltungsfonds der Regimenter, Bataillone und Postaderos zulassen; in Frage kommt die Bezahlung des Bildnisses des Heiligen oder eines Porträts in Malerei, das in der Kapelle der Kaserne, in der die Marinetruppen normalerweise untergebracht sind, vorhanden sein muss.“

    Im gleichen Zeitraum entstand nur etwa 10 km vom Zentrum von Segovia entfernt eine Nepomukkapelle.
    Die deutschen Glasmachermeister, die Mitte des 18. Jahrhunderts nach Real Sitio de San Ildefonso (oder auch La Granja) kamen, waren dem Märtyrer Johannes Nepomuk so sehr ergeben, dass sie 1766 die Königliche Kongregation von San Juan Nepomuceno gründeten. Sie ließen selbst ein Bild des Heiligen anfertigen und stellten es zu seiner Verehrung in einer schlecht gebauten Baracke auf, die ihnen die Königinmutter Isabel de Farnesio geschenkt hatte. Sie wurde unter Karl III. erbaut und 1779 vom Abt dieser Stätte gesegnet. Seine Majestät stellte das Land großzügig zur Verfügung, und die Kinder D. Gabriel und D. Antonio spendeten die gesamten behauenen Steine, die nach dem Bau der Casa de Infantes übrig blieben. Dieses Gebäude, das sich möglicherweise an der gleichen Stelle wie die heutige Kapelle befand, bot nicht die Bedingungen, die von seinen Brüdern gefordert wurden, deren Zahl durch die Aufnahme neuer Mitglieder, darunter auch Reservekandidaten, wuchs. Aus diesem Grund wurde im Jahr 1778 mit dem Bau eines neuen Gebäudes begonnen, zu dem Zeitpunkt, an dem ihnen laut Santos Martín Sedeño auch das Prager Kapitel eine Reliquie desselben Heiligen schenkte. Dabei handelte es sich offenbar nicht um ein sehr solides Bauwerk, da es 1793 in Trümmern lag. Heute ist der Glockenturm das einzige Element, das das wieder aufgebaute Gebäude als religiös erkennen lässt. Es wird heute privat als Kunstgalerie genutzt.

    Übrigens hat das spanische Schiff "San Juan Nepomuceno" als Teil der spanischen Armada an der Schlacht von Trafalgar teilgenommen.
    Wer basteln möchte kann sich einen Bausatz des Schiffes kaufen.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • OLDTIMER > Alte PKW-Modelle unterwegs

    • waldi
    • 30. Oktober 2025 um 00:08

    Das ist ein Mercedes W 110, wie er von 1961 bis 1968 gebaut und mit dem 1,9 Liter Hubraum- Benzin-Motor M 121 mit 80 PS ausgestattet wurde. Deshalb die Bezeichnung 190 oder 190 D, interne Bezeichnung 190 c oder 190 Dc. Der Dieselmotor OM 621 III hatte allerdings 2,0 Liter Hubraum mit aber nur mageren 55 PS. Dafür war er aber für seine Zuverlässigkeit und Langlebigkeit berühmt.
    Das Modell ist auch als "Kleine Flosse" bekannt, der kleine Bruder der "Großen Flosse" mit 2,2 oder 2,3 Liter-Motoren. Der Innenraum war aber so groß wie beim großen Bruder!
    Der hier gezeigte Wagen dürfte nach 1963 gebaut worden sein weil der Rückspiegel anfangs auf dem linken Kotflügel saß. Erst 1963 rückte der hinter das Ausstellfenster.
    Eine Besonderheit war der Walzentachometer, der "Fieberthermometertacho" genannt wurde.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 29. Oktober 2025 um 19:10

    H: Ercsi, Kreis Martonvásár, Komitat Fejér, Westungarn

    Die zweite Nepomukstatue in Ercsi steht an der "Großen Johannes-Brücke" die über die "Kleine Raab" führt.

    Ercsi Brücke1.jpg
    Ich parkte also mein Auto in der Straße der Märtyrer.

    Ercsi Brücke2.jpg
    Der kleine Hund hinter dem Gartenzaun überschlug sich fast vor Aufregung als ich dem Straßenschild zu nahe kam.

    Gegenüber steht er.

    Ercsi Brücke3.jpg
    Sogar ein Blumenbeet hat man für ihn angelegt!

    Ercsi Brücke4.jpg

    Ercsi Brücke5.jpg

    Irgendwie kam er mir bekannt vor.

    Richtig! In Kál und in Szécsény in Ostungarn stehen die gleichen Statuen. Die habe ich beide fotografiert.
    Woher kommt diese Ähnlichkeit?
    Der Bildhauer János Máriahegyi (1925-2001) schuf 1973 die Statue in Kál. Er und seine Nachkommen erlaubten anderen Künstlern Abgüsse vom Modell zu machen. Es machten einige Kollegen Gebrauch davon, z.B. auch in Dabas-Sári 1992 und in Szigetbecse 1993. Die fehlen aber noch in unserer Sammlung.

    Ercsi Brücke6.jpg Ercsi Brücke7.jpg

    Ercsi Brücke8.jpg

    Ercsi Brücke9.jpg

    Die Inschrift im Sockel machte mich nachdenklich.

    Ercsi Brücke10.jpg
    Aufgrund des Namens dachte ich zuerst, dass dieser Nepomuk einen bosnischen Hintergrund hat, weil Bosnyák übersetzt Bosnier heißt. Aber das ist nicht der Grund für die Bezeichnung "Bosnier Sankt Johannes Statue". Basierend auf seiner Geschichte gibt es einen prosaischen Grund für den Namen. Im Jahre 1938 wurde eine hölzerne Statue des Hl. Johannes Nepomuk aus der überschwemmten Donau gerettet und im Hof von Balázs Bosnyák aufgestellt. Daher stammt der Name, "Heiliger Johannes von Bosnien". Und diese bosnische Familie erhielt den Namen "Szent Jánosch Bosnyák", eben Sankt Johannes Bosnier, zur Unterscheidung von den anderen Familien gleichen Namens. Die Holzstatue wurde 1945 zerstört.
    Vermutlich zeigt das folgende Bild die Statue am Tag des Hl. Johannes Nepomuk vor 1945 in der Kirche.

    Ercsi Kirche.jpg
    Am 16. Mai 1996 errichtete die "Szapáry Péter Honismereti Szakkör" (Péter Szapáry Studiengruppe Heimatkunde) als Ersatz eine Statue aus Kunststein, die im Garten der Familie Bosnyák eingeweiht wurde. Diese Statue wurde zu einem der Ort von Wallfahrten.
    Von hier aus wurde die Statue 2014 an ihren jetzigen Standort an der Großen Johannes-Brücke gebracht, die damals renoviert worden war.

    Ende 2023 wurde die Statue durch einen Verkehrsunfall schwer beschädigt und fiel von ihrem Sockel, aber sie wurde 2024 repariert.

    In Ercsi war es ein lokaler Volksbrauch, dass am Abend des Festes des Heiligen die Gläubigen brennende Kerzen auf kleinen Brettern auf das Wasser der Donau stellten. Am Ufer beteten und sangen sie, bis die Kerzen, die auf dem Wasser schwammen, erloschen.
    Quelle: Dénes Ildikó bei köztérkép

    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 29. Oktober 2025 um 17:47

    H: Ercsi, Kreis Martonvásár, Komitat Fejér, Westungarn

    In Ercsi (sprich Ertschi) stehen zwei Nepomukstatuen.
    Eine davon steht im Kirchgarten vor der Kirche "Unserer lieben Frau".

    Ercsi Kirche1.jpg
    In den Jahren 1762-67 ließ Graf Péter Szapáry auf dem höchsten Hügel der Siedlung eine neue Kirche errichten. Sie wurde am 29. Juni 1781 von Ignác Selyei Nagy, dem ersten Bischof von Székesfehérvár, "Nagyboldogasszony" (Unserer lieben Frau) geweiht.

    Ercsi Kirche2.jpg

    Leider war mir auch hier der Zugang zur Kirche verwehrt. Gerne hätte ich den sehr plastischen Nepomukaltar fotografiert. Unser ungarischer Nepomukexperte Attila Terbócs hat ihn hier ausführlich gezeigt.

    Ercsi Kirche3.jpg

    Ercsi Kirche3a.jpg

    Ercsi Kirche4.jpg

    Ercsi Kirche5.jpg

    Ercsi Kirche6.jpg
    Davor befindet sich eine schräge Denkmaltafel mit folgender Inschrift: "DENKMAL / HL. JOHANNES NEPOMUK / STATUE, BAROCK, / HERGESTELLT IN DER ZWEITEN HÄLFTE DES XVIII. JAHRHUNDERTS."

    Ercsi Kirche7.jpg
    Eine Postkarte aus dem Jahr 1960 zeigt, dass die Statue des Hl. Johannes Nepomuk im Schlossgarten von Ercsi stand, bevor sie auf dem Kirchhof aufgestellt wurde.

    Ercsi Kirche um 1960.jpg


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 28. Oktober 2025 um 18:38

    Johannes hat uns zahlreiche Nepomuks aus der Slowakei und Tschechien mitgebracht.
    Dafür noch mal herzlichen Dank!
    Ich habe noch ein paar Andenken aus Ungarn zu zeigen.

    H: Diósd, Kreis Érd im Komitat Pest

    In der Nähe der römisch-katholischen Kirche, an der Brücke des Baches Felsőkút, steht eine Kalksteinskulptur eines Nepomuks. Die Schwaben die sich nach der Befreiung von den Türken unter Graf János Illésházy in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hier niederließen errichteten sie.

    Diósd1.jpg

    1993 hat die Gemeinde Diósd eine Renovierung durchführen lassen.

    Diósd2.jpg

    Der Kranz aus Akanthusblättern an der Vorderseite des Sockels ist leider leer. Vermutlich zeigte er das Wappen der Illésházy, ein Adler, auf einer Krone stehend, mit einem Pfeil der seinen Hals durchbohrt.

    Diósd3.jpg

    Diósd4.jpg

    Diósd5.jpg
    Diósd6.jpg
    Seit April 2025 läuft eine Sammelaktion für eine erneute Restaurierung der Statue. Der Kostenvoranschlag des Restaurators beläuft sich auf 8,5 Millionen Forint, also etwa 22 000 Euro. Ich hoffe dass genügend Forint zusammen kommen.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • 1909 Tunnel in die Arena für Teilnehmer der Kaltenberger Ritterspiele

    • waldi
    • 27. Oktober 2025 um 21:46

    Zugang zu einer Tropfsteinhöhle?


    fragt waldi :174:

  • 1909 Tunnel in die Arena für Teilnehmer der Kaltenberger Ritterspiele

    • waldi
    • 27. Oktober 2025 um 20:27

    Ein Eiskeller wird es wohl nicht sein.
    Die sind ja außer Mode.

    Ein Weinkeller vielleicht?


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 27. Oktober 2025 um 20:07

    Herrlich! Diese Fülle an Nepomuks an einem Ort ist schon besonders.
    Herzlichen Dank dafür, Johannes!

    Der zweifelhafte Nepomuk wird wohl zweifelhaft bleiben wenn keine Informationen dazu gefunden werden. Eine Frau bietet dem Heiligen ihr Kind an. Das wäre zumindest ungewohnt für einen Nepomuk.

    Das Gemälde an der Hauswand hätte ich vermutlich übersehen. Meine Sinne hätten sich bestimmt auf den "süßen" Laden darunter konzentriert. :roll:


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • KREISVERKEHRE

    • waldi
    • 25. Oktober 2025 um 18:13
    Zitat von claus-juergen

    Als Laie würde ich das Ding als eine MiG klassifizieren.

    Damit dürftest Du fast richtig liegen, Jürgen.
    Es könnte sich hier um den chiesischen Nachbau einer MiG 19 handeln.
    Weil sich Enver Hoxha 1961 mit den Sowjwets in die Wolle kriegte wechselte er zum Lieferanten China. Die Chinesen bauten in Lizenz die MiG 19 und verkauften sie als Shenyang J-6. Albanien kaufte sage und schreibe 84 dieser F-6C Farmer-Frontjäger, der aus der MiG 19S bzw. MiG 19SF entstand.
    Das S steht für Stabilisator womit das Seitenleitwerk gemeint ist. Typisch für die MiG 19 ist der Knick in dieser vertikalen Heckflosse.
    Davon dürfte einer den Kreisverkehr schmücken.

    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 22. Oktober 2025 um 11:57

    H: Székesfehérvár, Kreisstadt, Komitat Fejér in Westungarn

    Vor der Sebastianskirche in der Oberstadt von Székesfehérvár steht, geschützt durch einen schmiedeeisernen Zierzaun, eine Nepomukstatue im Barockstil.

    Székesfehérvár Sebestyén1.jpg

    Székesfehérvár Sebestyén2.jpg
    Gerne hätte ich auch in die Sebastianskirche hineingeschaut weil da eine Nepomukskulptur als Gegenkanzel beschrieben wird, aber ich rüttelte vergeblich am Tor. Die Grundsteinlegung zur Kirche fand am 8.9.1739 statt. Das heute zu sehende Gebäude wurde 1801 mit Spenden der Gläubigen errichtet. Zwischen 1835 und 1837 wurde es mit zwei Türmen ausgestattet. 1866 war der Bau vollendet. Wer genau hinschaut kann den Hl. Sebastian zwischen den Türmen erkennen.

    Székesfehérvár Sebestyén3.jpg

    Die Steinstatue des Nepomuk wurde 1705 von dem Deutschen Michael Kuglmann errichtet, der damals in der Stadt tätig war. Nach alten Dokumenten war auch Steinmetzmeister György János Glaser an der Entstehung der Statue beteiligt.

    Székesfehérvár Sebestyén4.jpg

    Sie ist eine der ältesten erhaltenen Statuen des Hl. Johannes Nepomuk in Ungarn. Sie wurde zum Gedenken an die Vertreibung der Kuruzen aus Székesfehérvár im Jahr 1704 angefertigt und am 6. Juli 1705 auf dem Marktplatz in der Nähe des Budaer Burgtors eingeweiht. Nach dem Abriss der Burgmauern im Jahr 1805 erhielt sie ihren heutigen Standort vor der Sebastianskirche in der Oberstadt. Der lateinische Text an den vier Seiten des Würfels erinnert an die Versetzung der Statue am 7. Mai 1805.

    Székesfehérvár Sebestyén6.jpg
    Székesfehérvár Sebestyén7.jpg
    In ihrem Sockel ist die Inschrift eingraviert: „Nach der Niederlage durch die Streitkräfte des aufständischen Rákóczi im Jahr 1704 befahl der erste Kommandant der zurückeroberten Burg, Heinrich Mathäus Urli, am 6. Juli 1705, dass die zuvor zerstörte, jetzt wiederhergestellte Befestigungsanlage mit nicht weniger Prunk geschmückt werde als mit der Statue des heiligen Johannes Nepomuk.“

    Székesfehérvár Sebestyén8.jpg
    Passanten konnten diesen Text nur etwas mehr als hundert Jahre lang lesen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts änderte sich das Urteil von Rákóczi in den Augen der Székesfehérvárer Entscheidungsträger. Sie sahen in ihm nun den Fürsten, der dafür kämpfte, das Schicksal seines Volkes zum Besseren zu wenden. Aus dem Rebellen wurde der Freiheitskämpfer. Deshalb wurde die Inschrift unleserlich gemacht.

    Das Originalwerk wurde 1978 vom Steinmetz György Bruzsa restauriert.
    Danach wurde die Statue 1990 von Zsolt Zoltán Varga restauriert.
    Um den Zustand des Werkes zu schützen fertigte Balázs Kocsis in den Jahren 2004-2005 eine Kopie der Statue an. Die Einweihung der Kopie fand im Dezember 2005 statt. Seitdem ist auch der Sockeltext wieder lesbar.
    Über den Verbleib der Originalstatue habe ich keine Information.


    Liebe Grüße von waldi :174:

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