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  1. Schoener Reisen » Forum » Sehen, erleben und berichten
  2. Grizzly

Beiträge von Grizzly

  • Reisen in Zeiten des Terrors

    • Grizzly
    • 25. März 2016 um 14:46

    Ich fliege eh nur selten und hatte es in absehbarer Zeit auch nicht vor. Mein Reiseverhalten werde ich wegen dieser Arschgeigen nicht ändern. Und auf Massenveranstaltungen, bestimmte Demos mal abgesehen, hab ich auch keinen Bock.
    Allerdings:
    In der Türkei war ich noch nie und würde da derzeit auch nicht hinfahren, aber weniger wegen der Terrorwarnung, sondern weil ich mich so oft "unhöflich" über Herrn Erdogan im Netz geäussert hab, dass ich vielleicht schon in der "Begrüßungsdatei" der türkischen Grenzbehörden drin stehe. Immerhin erinnere ich mich an den Zeitungsartikel über einen deutschen Reiseleiter, der vor Ort gegenüber seiner Reisegruppe etwas über die Massaker an den Armeniern gesagt hatte und dann von einem aufmerksamen Staatsbürger bei der Gendarmerie denunziert wurde, mit der Folge eines dreiwöchigen Knastaufenthalts. Immerhin gibt es den Paragraphen 301 des türkischen Strafgesetzbuchs, und der gilt auch für Ausländer - mehr dazu: httpss://www.planet-schule.de/wissenspool/me…ionalismus.html
    Meinen Urlaub möchte ich gern anders gestalten.

    In der DDR wusste ich genau, was ich wann wo sagen darf und was nicht. In anderen Ländern v.a. Türkei bin ich mir da nicht so sicher. Schade eigentlich, ich hab noch eine Einladung nach Izmir offen.

  • Vorfrühlings-Elb-Impressionen

    • Grizzly
    • 22. März 2016 um 22:55

    Dankschön für die Bleamerln.
    Wobei der 9000er nicht meine schöpferische Leistung ist, sondern die eines Kinderbuchs, das ich vor mehr als einem halben Jahrhundert gelesen hab. Damals kannte ich weder Hamburg noch den Süllberg, da aus Bayern/Österreich noch nie rausgekommen - aber das mit dem Neuntausender hab ich mir gemerkt.

  • Vorfrühlings-Elb-Impressionen

    • Grizzly
    • 20. März 2016 um 13:13

    Derzeit hab ich ja wenig Zeit für größere Reiseaktionen und ihre photodigitale Nacharbeitung - von wegen Ruhestand. Aber für ein paar Elbausflüge reicht es, zumal ich jetzt festgestellt hab, dass ich schon seit meinem 63. Geburtstag d.h. vor fast drei Jahren für den gleichen Preis meine "CC-Karte", mit der man den gesamten HVV fahren kann (ausser werktags vor 9 und 16-18h) in eine Seniorenkrate hätte umtauschen können, die einem das Fahren werktags auch 16-18h ermöglicht.

    Mit diesen neuen Freiheiten ausgestattet wandere ich erstmal von Altona zum Museumshafen Neumühlen, wo offensichtlich ein Containerfrachter festhängt.

    Eine Stunde lang bewegt sich nichts mehr, es ist Niedrigwasser, und die beiden Lotsenschiffe beschränken sich darauf, den voll beladenen Riesen in der Spur zu halten. Ich geh davon aus, dass es in den Abendstunden mit auflaufendem Wasser wieder flottkam. Da war ich aber schon, unter gebührender Beachtung des Hambuger Abendhimmels, in Richtung Landungsbrücken entschwunden.

    Zwei Tage später, die Sonne meint es heut nicht so gut mit uns, fahr ich gleich durch bis Blankenese.

    Der Ort sieht vollkommen unhamburgisch aus und erinnert eher an ein Piratennest. Ganz oben der Süllberg, Hamburgs höchster Berg mit sagenhaften 9000 Zentimetern über Normalnull. Den besten Blick hat man von der Fähre Richtung Cranz aus, auf der ich jetzt stehe. Cranz ist das einzige nach Hamburg eingemeindete Dorf des Obstbaugebiets "Altes Land".

    Jetzt fahren wir erstmal durch das Estesperrwerk.

    und durchs Werftgebiet an der Estemündung.

    Und dann ist die Fahrt auch schon zu Ende. Durch die kurvige Ortsstraße müsste der 150er-Bus bald kommen.

    Die baufällig wirkende Polizeiwache von Cranz ist heute natürlich geschlossen,

    nur der Schaukasten verströmt ein wenig internationales Flair.

    Im August 2015 ist in Wiesbaden ein Eritreer ermordet worden, und die Bevölkerung, offensichtlich im besonderen die Cranzer, ist aufgefordert, an der Aufklärung mitzuwirken. Die zweite Sprache, in der der Aufruf abgefasst ist, kenne ich nicht; es könnte Tigrinya sein, die Amtssprache von Eritrea.


    Ich hab diese Sprache noch nie in lateinischer Schrift gesehen, sondern immer nur in der für unsereinen vollkommen unleserlichen amharischen Schrift. Da kann man nur wünschen, dass irgendjemand in der Lage ist, den Mord an dem armen Teufel aufzuklären und sich die "2000 Oyro" Belohnung zu verdienen. Wobei mir schleierhaft ist, wie dieses Plakat, das ich eher am Hamburger Hauptbahnhof erwartet hätte (da ist es nicht, ich komm oft genug vorbei) sich nach Cranz verlaufen hat.

    Ich hab meine Cranzer Kriminalistikstudien kaum abgeschlossen, da kommt der Bus. Bei Neuenfelde macht er einen Riesenbogen um das Airbus-Gelände, das nach einem jahrelangen Konflikt incl. einer fast drei Kilometer langen Startbahn ein Großteil der Neuenfelder Obstbauflächen verschluckt hat. Während jetzt ein kilometerlanger Zaun das Gelände abriegelt, kreuzte die Startbahn früher die Straße Richtung Altes Land. Da gingen dann die Schranken zu, und ein Flugzeug rumpelte vor der Nase der erstaunten Autofahrer vorbei.

    Jetzt hört man manchmal vom anderen Elbufer aus die Treibwerke aufbrüllen, und dann steigt ein Airbus in den Himmel, scheinbar aus den Fluten der Elbe heraus. Bis dahin hat man aber den Fotoapparat noch nicht griffbreit, und so kann ich Euch nur ein paar Flieger in ihrer Garage präsentieren, auf die Schnelle aus dem fahrenden Bus heraus.

  • Nigerianischer Astronaut in Not!

    • Grizzly
    • 26. Februar 2016 um 07:54

    Ach den gibts immer noch ? Damals war er auf der MIR. Wie er deren kontrollierten Absturz 2001 überlebt hat -
    HALLELUJA, ein Wunder !!!!

  • Wir sind das Volk - abscheulich

    • Grizzly
    • 21. Februar 2016 um 11:01
    Zitat

    Und genau das wird ein Problem bei den nächsten Wahlen werden ,


    Im März 1933 hatte die NSDAP zusammen mit der Kampffront Schwarz-Weiss-Rot die absolute Mehrheit (51,9%).
    Da sind "nur" 15 oder 20% AfD doch schon ein Fortschritt **\'9

    Es gibt in dieser Prozentlage einen Bodensatz hirnloser Dumpfbacken, die ihr Grundrecht auf intakte Gesichtsknochen verwirkt haben. Um mich diesbezüglich nicht zu gefährden, vesuche ich mich in der Herstellung eines ausreichenden körperlichen Abstands.

  • Wir sind das Volk - abscheulich

    • Grizzly
    • 20. Februar 2016 um 15:05

    PS
    Immerhin scheint die faschistische Facebook-Seite "Döbeln wehrt sich" inzwischen vom Netz zu sein.
    Es gibt einen Artikel der Leipziger Volkszeitung dazu, leider Krieg ich den mit dem Smartphon nicht hierher kopiert.

  • Wir sind das Volk - abscheulich

    • Grizzly
    • 20. Februar 2016 um 14:49

    Wir sind das Dreckspack, müsste das heissen.
    Wobei man auch die Touristenbüros der entsprechenden ostdeutschen Städte anschreiben könnte, dass man, solang dieses Pack dort die öffentliche Meinung wiederspiegelt, dass man a) aus humanitären Erwägungen und b) zur eigenen Sicherheit derzeit auf Urlaube in diesen Regionen verzichtet - schade eigentlich, es gibt schöne Ecken dort

  • Das war der wilde Osten

    • Grizzly
    • 16. Februar 2016 um 10:49

    Ein paar der beschlagnahmten Westzeitschriften sind hier im Museum Tränenpalast

    am Bahnhof Friedrichsstr. wieder aufgetaucht,

    fein säuberlich protokolliert ...

  • Das war der wilde Osten

    • Grizzly
    • 4. Februar 2016 um 11:22

    Wer mal nach Leipzig kommt, sollte sich das Museum in der Runden Ecke, d.h. die frühere Leipziger Stasi-Zentrale, anschauen.
    Da steht noch mehr "Glump" herum. Und vor allem: Es riecht Original nach DDR - der Geruch nach einem republikweit verwendeten Putzmittel, wonach alle staatlichen Einrichtungen, Züge etc. rochen. Der Gag: "Gelernte DDR-Bürger", die ich gefagt hab, haben diesen Geruch nicht wahrgenommen, anscheinend weil er so allgegenwärtig war, und registrieren ihn auch heute nicht mehr, selbst wenn er da ist.

    Zitat

    von aussen die Gespräche aus einem fahrenden Auto abhören


    Das geht m.E. auch mit modernsten Richtmikrophonen nicht. Oder ??

  • Das war der wilde Osten

    • Grizzly
    • 4. Februar 2016 um 10:50
    Zitat von ELMA

    Erinnerst Du Dich auch an die Situation den den DDR Grenzen , wo man mit dem PKW über eine Grube fahren musste, auf deren Boden ein Spiegel angebracht war?
    Das Fahrzeug wurde von unten beleuchtet, um zu kontrollieren, dass da kein "blinder Passagier" mitfuhr. Ich musste bei der Ausreise einmal bei meinem Auto die halbe Verkleidung im Kofferraum entfernen ( ja- selbst, die Grenzer gaben nur Befehle, rührten keinen Finger)


    Durchaus. Wobei das im Transit normalerweise nicht passierte, und mit dem Auto eingereist bin ich vor der Wende nie (zwischen Wende und Wiedervereinigung um so öfter). In Berlin Heinrich-Heine-Straße machten sie das regelmäßig. Aber aufgrund der regelmäßig durchgeführten Autofilzung - was in einem Messie-Auto wie dem meinen dauern kann - fuhr ich lieber mit der Bahn über Friedrichsstraße in die "Hauptstadt".

    Zitat von ELMA

    Und dann war da noch der kilometerlange Grenzstreifen. Ich weiß nicht , ob es stimmte, aber man sagte uns, wir sollen beim Durchfahren immer den Mund halten, da wir abgehört werden.
    Es war immer beklemmend.


    An den 5km-Grenzstreifen erinnere ich mich, an die Abhörwarnung nicht. Kann mir auch schlecht vorstellen, dass man mit einem Richtmikrophon von aussen die Gespräche aus einem fahrenden Auto abhören könnte - die Techniker im Forum mögen mich eines Besseren belehren.

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