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  2. Grizzly

Beiträge von Grizzly

  • Kraftfahrt- und Technikmuseum Cunewalde

    • Grizzly
    • 20. Mai 2017 um 11:00

    und waren auch in rasch zur Stelle


    mit MZ

    oder Lada

    oder Barkas.

    Auch sieht man absolute Raritäten wie einen Standard Superior Bj: 1933,

    mit kunstlederüberzogener Karrosserie.

    Vom Straß-Dreirad (Bj 1931)


    ist nur ein einziges Exemplar gebaut worden.

    Der DKW (hier Bj 1940, 1964 zum Kombi umgewandelt)

    wurde in den frühen DDR-Jahren als IFA weitergebaut. Später wurde IFA zu Wartburg.


    (leider ein bissl arg zugestellt).
    Im Westen baute man weiter Zweitakter-DKWs
    und ab den späten 60ern in Audi umgetaufte Viertakter.

    Der P 70 des VEB Sachsenring Zwickau (Bj 1955)

    war der Vorgänger des legendären Trabant, hier das erste Modell, P 50, von 1958.

    Was hier ein bissl wie ein NSU Prinz daherkommt,

    ist in Wirklichkeit ein russischer Saporoschez von 1976.

    Zitat

    Die Verarbeitungsqualität entsprach „damaligem russischem Standard“ und ließ mit den Jahren weiter nach; daher wurde 1979 der Import in die DDR eingestellt. Der luftgekühlte Heckmotor neigte zum Überhitzen bei Geschwindigkeiten über 90 km/h. Die benzinbetriebene Heizung konnte bei nicht-fachmännischer Reparatur zum Fahrzeugbrand führen. ( ... )
    In den 1970er Jahren erreichte der Saporoshez einen Anteil von drei bis vier Prozent am Pkw-Bestand der DDR. Noch zu DDR-Zeiten verabschiedete sich der Saporoshez recht zügig aus dem Straßenbild.

    Aus https://de.wikipedia.org/wiki/Saporoshez_(Automarke)
    In der DDR der 1960er/70er Jahre hatte der Saporoshez den Spitznamen "Contergan-Wolga".


    Im übrigen besteht Cunewalde nicht nur aus dem Verkehrsmuseum, sondern es hat die - an Sitzplätzen gemessen - größte Dorfkirche in Deutschland

    und aktuell - wie die meisten Kirchen in die man rein will - zu.

  • Kraftfahrt- und Technikmuseum Cunewalde

    • Grizzly
    • 20. Mai 2017 um 10:52

    29.4.2012 - Grizzly hat Geburtstag und besucht von seinem Urlaubsquartier Freiberg aus Forumsfreundin F. und ihre Familie in der Nähe von Bautzen.

    Im Bautzener Bahnhof wird noch die Arbeiterklasse gewürdigt.

    Nach einem ausgiebigen Mittagessen plus anschliessender Wanderung auf den Czorneboh mit Kaffee, Kuchen und Bier, befinden wir uns bereits auf dem Rückweg, da nötigt F. plötzlich ihren Chauffeur auf einen Parkplatz - "Hier, das interessiert Grizzly sicher !"

    Und ob es das tut - das Kraftfahrt- und Technikmuseum Cunewalde. Nix wie rein.

    Zunächst mal kommen wir an einigen Motoren vorbei aus der Fabrik, in der F. früher gearbeitet hat:






    Zunächst möchte ich nicht glauben, dass viele der folgenden guten Stücke nicht nur fahrtauglich sind, sondern regalmäßig auch noch fahren, weil man sich nicht vorstellen kann, wie sie, in dieser Scheune zusammengestopft bis auf die Stützbalken, da jemals wieder rauskommen.









    Das Geheimnis:
    Wir sind in einem Dreiseithof, der in den Berg gebaut und von drei Seiten über drei Etagen zugänglich ist.
    Und so kommen die Prachtstücke nicht nur rein, sondern bei Bedarf auch wieder raus.



  • OLDTIMER > Alte PKW-Modelle unterwegs

    • Grizzly
    • 20. Mai 2017 um 10:33

    Waldi:
    Kreiskennung AB 150: Rosenheim ?

    Zitat

    Hier widersprechen sich die Quellen.
    Die Schilderparade schreibt: Die Schlüsselzahlen von 100 bis 251 wurden im Bezirk Schwaben ausgegeben.
    AB oder B mit den Schlüsselzahlen von 149 bis 154 + 911 waren dem Kreis Günzburg-Land zugeteilt. Aber was solls!


    Die Quellen machen anscheinend unterschiedliche Angaben, die gelegentlich auch geändert werden. So war beim Lloyd "Leukoplastbomber", der unsere Familie 1953 von Weilheim nach Parsberg kutschierte, die Kreiskennung 67 vor ein paar Jahren noch für Weilheim angegeben, jetzt steht sie in der gleichen Quelle für Landsberg (auch möglich, da nicht weit auseinander, und das Auto irgendwo dort gekauft wurde).


    Ganz rechts, mit dem Rücken zum Publikum: Meinereiner.

  • OLDTIMER > Alte PKW-Modelle unterwegs

    • Grizzly
    • 18. Mai 2017 um 13:30

    Vorgestern war ich im Kieler Stadtmuseum in der Sonderausstellung über die NS-Zeit.
    Schmunzeln musste ich über die Reklame für den "KdF-Wagen", den späteren VW-Käfer -
    als ob die an mich gedacht hätten.

  • OLDTIMER > Alte PKW-Modelle unterwegs

    • Grizzly
    • 18. Mai 2017 um 13:19

    @ Elke:

    Zitat

    Mein erster Käfer war grün - hatte bereits eine brauchbare Heizung und schluckte im Schnitt 13-15l pro 100 km.
    Na ja, bei Spritpreisen von 30 -40 Pfennigen...( so weit ich das noch in Erinnerung habe) und einem 40l Tank.
    Aber da gab es noch alle paar Kilometer Tankstellen. ( Und einen Ersatzkanister hatte ich ohnehin immer dabei)

    Meiner auch, dunkelgrün mit weissem Dach, ehemaliger Kundendienstwagen von Rank-Xerox (die hatten damals alle diese Farbe), Baujahr 1965, bei mir "lebte" er 1972 noch ein halbes Jahr, dann war erst der Motor kaputt (Kompression drückte auf die Ölwanne dh alle 100 km 1 Liter Öl, plus Straßenverunreinigung), das bekamen wir mit Hilfe eines Motors für 150 DM vom Schrottplatz (Jawohl ! Ich, die technische Niete, Motor getauscht, zusammen mit einem Kollegen von der Krankenpflegeschule plus Assistenz des Schrottplatzbesitzers) noch hin, aber eine Woche später verabschiedete sich das Getriebe, und die geschätzten 400 DM für ein neues gebrauchtes hatte ich nicht mehr.
    Gebraucht hat er, wie sein hellgrauer Nachfolger, mit dem ich 1977 bis Portugal gefahren bin und zurück, im Überlandverkehr 8-9 Liter, im Winter in der Stadt durchaus mal 14.
    Die Heizung im "zweiten" ging immer, dh im Sommer entfernte mal die unter dem Rücksitz gelegenen Schläuche und verstopfte die Öffnungen mit Lumpen. Im Winter setzte man sie wieder ein.

    PS
    Die Käfer hatten Winker bis 1960. Dann kam ein Gesetz raus, dass alle Fahrzeuge über 4 Meter Länge Blinker haben müssten - der Käfer war geringfügig länger - so dass Modell 1961 zunächst auf dem vorderen Kotflügel, hinten im Rücklicht integriert, Blinker bekam. Der Käfer im Berliner Deutschen Historischen Museum ist insofern nicht originalgetreu, da einerseits Brezelfenster dh Baujahr vor 1955, andererseits Blinker. Finde ich für ein Museum mit einem solchen Anspruch ein Armutzeugnis - hab ich denen auch geschrieben, bekam aber keine Antwort.

  • Auf nach Hamburg – Altona

    • Grizzly
    • 18. Mai 2017 um 13:04

    Toller Bericht !
    Bisher wusste ich nicht, obwohl seit 1989 Nordlicht, dass der Jüdische
    Friedhof Altona regelmäßig geöffnet ist - da muss erstmal jemand aus
    Spanien kommen

    Die Öffnungszeiten plus Zugang findet Ihr hier:
    http://geofox.hvv.de

  • Die Ewige Stadt - zweiter Anlauf

    • Grizzly
    • 14. Mai 2017 um 18:34

    Ich hab ihn erst jetzt gelsen, liebe Elke, damals war ich grad kurz vor der Papstreise und hatte anderes im Kopf. Aber eine interessante Ergänzung !

  • OLDTIMER > Alte PKW-Modelle unterwegs

    • Grizzly
    • 14. Mai 2017 um 18:31

    Auf dem heutigen Oldtimertreffen im Museumsdorf Kiekeberg fand ich diesen nicht sehr originalgetreu restaurierten Brezelfensterkäfer mit einem interessanten und heute nur noch selten zu sehenden Kennzeichen.

    AB für amerikanische Zone Bayern, aber woher genau ?
    Die Kreiskennung 150 verrät uns, dass er - naa, liebe Elke ?? -
    aus dem Kreis Rosenheim kommt, dafür stehen die Nummern 146-155.
    Mehr dazu:
    http://www.dr-herzfeld.de/kennzeichengeschichte/abz1947.pdf

  • Die Ewige Stadt - zweiter Anlauf

    • Grizzly
    • 12. Mai 2017 um 13:40

    Die Liberazione, die Befreiung von den deutschen Besatzern, gehört untrennbar zur italienischen Identität. Entsprechend muss ein Tourist, der sich nicht nur die Sonne auf den Bauch scheinen lassen oder die Kunstschätze des Landes bewundern will, dieser Geschichte widmen, insbesondere wenn er aus dem Land der ehemaligen Aggressoren kommt.

    Bekanntlich war das faschistische Mussolini-Italien mit NS-Deutschland verbündet. Das änderte sich, als Mussolini nach der Landung der Alliierten auf Sizilien am 25. Juli 1943 gestürzt wurde, und Italien kurz darauf als Verbündeter NS-Deutschlands ausschied. Währrend Süditalien relaiv flott befreit wurde, besetzten die Hitler-Truppen Mittel- und Norditalien und lieferten sich mit den Alliierten einen grausamen Abwehrkampf, mit den Alliierten. Unterstützt wurden letztere dabei durch die Partisanen der Resistenza. NS- bzw. SS-Truppen ermordeten dabei Tausende von Partisanen und Zivilisten, auch Frauen und Kinder. Am 24. März 1944 wurden in diesen Höhlen 335 Italiener erschossen, der älteste 74, der jüngste 15 Jahre alt, als Vergeltung für einen Partisanenangriff.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_…hen_H%C3%B6hlen

    Nahe der Piazza San Giovanni in Laterano befindet sich in der Via Tasso Nr. 145
    das Museo della Liberazione .

    Zitat

    Das Historische Museum der Befreiung wurde in den Räumlichkeiten des Gebäudes, das während der Nazi-Besatzung von Rom (4. Juni 1944 11. September 1943) als Gefängnis von der Sicherheitspolizei (SIPO) und vom SS-Sicherheitsdienst (SD) verwendet war. Nach der Besetzung von Rom wurde das Gebäude Via Tasso 145-155 der Sitz von SD und SIPO unter der Führung von Oberleutnant Herbert Kappler. Das Gebäude war vorher der Sitz der kulturellen Büros der deutschen Botschaft. Es war der Ort, an dem man gefangen genommen wurde, auch ohne Grund, verhört, verhaftet und gefoltert. Von hier konnte man direkt zum Gefängnis von Regina Coeli gebracht werden oder zum Kriegesgericht (Gefängnisstrafen in Deutschland oder Erschießung in Forte Bravetta). Die Alternative waren Deportation oder, oft, Ermordung in den Ardeatinischen Höhlen. Über zweitausend Männer und Frauen waren dort inhaftiert - über 350 Frauen, dazu Partisanen, Soldaten und Bürger.


    Nach der Befreiung wurde das Gebäude von Evakuierten besetzt. Sie blieben dort bis 1950, als der Besitzer dem Staaten vier Wohnungen mit der ausdrücklichen Klausel gespendet hat, die sie das Historische Museum der Befreiung schaffen sollten, das endlich am 4. Juni 1955 gegründet als eine öffentliche Institution mit dem Gesetz 14 April 1957 n. 277 eröffnet wurde.

    Übersetzung aus der o.g. Museums-HP, von mir etwas bearbeitet


    29.1.2017

    Der Bus 218 bringt mich von der Piazza San Giovanni in Laterano (gegenüber der Basilika) zu den Fosse Ardeatine. Die Gedenkstätte liegt in Fahrtrichtung rechts.







  • Eurovision Song Contest

    • Grizzly
    • 12. Mai 2017 um 09:05

    Am Samstag startet wieder das Finale des großen Musikspektakels, diesmal in Kiew. Muss sagen, dass mich die Lieder, v.a. die der Gewinner/innen, der letzten Jahre nicht vom Hocker gerissen haben. Wahrscheinlich bin ich zu alt.
    Ich finde die meisten Beiträge zu unmelodisch, und mich ärgert, dass sie fast alle auf englisch sind. Nun bin ich bekanntlich alles andere als ein Nationalist, aber ich finde, jede Sprache hat ihre Schönheiten und Eigenheiten, und das sollte bei dem Beitrag, den die Vertreterin oder der Vertreter einer Nation in diesem Wettbewerb zum Besten gibt, auch gewürdigt werden.

    Früher hat mich das ja nicht die Bohne interressiert. Bis ich 1977 nach Portugal kam. Kurz zuvor hatte die damals 20jährige Marie Myriam den Preis gewonnen, der damals noch Grand Pris de la Eurovision hiess, zwar für ihre Wahlheimat Frankreich, aber sie ist geborene Portugiesin. Das kleine Land stand Kopf, weil eine von ihnen diesen internationalen Ehrenpreis gewonnen hatte. Sie wurde von Präsident Eanes empfangen, und natürlich sang sie ihr Lied nochmal auf Portugiesisch, das dort im Sommer 1977 mehrmals täglich im Radio zu hören war und das das Zeug zu einem Ohrwurm hat.

    Das Lied gefällt mir viel besser als der heutige ESC -Einheitsbrei.

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