Ich will ja nix sagen: Aber Piräus gibt's auch schon seit der Antike.
Mehr dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Pir%C3%A4us#Geschichte
Und bei den allermeisten Massendemos (und wenn die Leute an der Metrostation deshalb Schlange stehen, dann wird es eine) passiert nix, das kann ich Euch als erfahrener 68er, der auch keinen Bock auf Kloppereien oder ähnliches hat, versichern. OK, Gedränge, oder Unklarheit wann man die Metro zurück zum Schiff bekommt, ist auch kein Urlaubsgenuss. Und wenn man nicht versteht, worum es eigentlich geht.
Nicht dass es Euch so ähnlich ergangen wäre wie diesem US-Touristen-Pärchen, die es in den plötzlich von der Polizei gesperrten Hamburger Hauptbahnhof verschlagen hat, und denen ich zum Glück helfen konnte:
(12.9.2015, Demo gegen Nazis)
Vom Nordsteg Richtung Hachmannplatz kommt man nicht mehr durch, dort steht eine Polizeikette mit Hunden. Dafür versucht sich eine ältere amerikanische Touristin mit einer der Beamtinnen zu verständigen, die selber nicht helfen kann, weil sie von ihrem Posten nicht weg darf. Schliesslich bittet die mich, nach dem ICE Richtung Berlin zu sehen, wann der fährt:
Er wartet und wird mit 45 Minuten Verspätung angekündigt (später werden es mehr).
Das Problem:
Der Ehemann der Touristin, beide frisch aus Minnesota eingeflogen und
hier völlig fremd, steht irgendwo draussen vorm Bahnhof und wird nicht
duch die Polizeikette gelassen. Eine Kommunikation der einzelnen
Polizeiketten untereinander ist nicht möglich, wie auch - hier
Bundespolizei, da Niedersachsen, Hamburger, Hessen, Bayern, MeckPomm,
alles durcheinander. Das Ehepaar hat SMS-Kontakt, Sprachverständigung
geht nicht, da Umgebung zu laut.
Ich verspreche, rauszugehen und den Mann zu suchen, lasse mir Namen und
Personenbeschreibung geben - älterer Herr im grüner Regenjacke - tippe
meinerseits meinen Namen in das Mobilgerät der Touristin und gehe, mit
meinem bunten Demo-Fähnchen ("Hamburg bleibt bunt") wedelnd wie ein Touristenführer, nach draussen.
Erkläre an jeder Polizeikette, was ich will, und sie lassen mich durch.
Irgendwo vorm Bahnhof läuft mir der per SMS inzwischen informierte Mann
in die Arme. Ich lotse ihn fähnchenwedelnd durch die Absperrungen zu seiner Frau und
bringe die glücklich wiedervereinigte Familie zum Zug -
irgendwann im Lauf des Nachmittags ist der dann abgefahren.


































