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Blinder Passagier oder Klimawandel

  • Karin
  • 22. Juli 2014 um 22:00
  • Karin
    Ruhe in Frieden
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    • 22. Juli 2014 um 22:00
    • #1

    Ca. eine Woche nach meinem Kroatienurlaub enddeckte ich in meinem Garten dieses Tier.

    Hatte sie sich irgendwo am Auto versteckt (fast 1400 km. teilweise bei strömendem Regen)
    und wie kommt sie dann aus der verschlossenen Garage in den Garten?

    Oder bekommen wir hier Klimaverhältnisse in denen sich auch Weinbergschnecken wohlfühlen?

    Lieben Gruß Karin
    Wer der Sonne entgegen wandert lässt den Schatten hinter sich. (Bruno Hans Bürgel)

  • tosca
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    • 23. Juli 2014 um 00:10
    • #2

    Hallo Karin,

    hier bei uns im Südwesten Deutschlands (im Dreiländereck Schweiz/Frankreich/Deutschland) sind Weinbergschnecken immer schon häufig anzutreffen. Sie gelten auch als Delikatesse wie zum Beispiel als Badisches Schneckensüppchen oder mit Kräuterbutter. (ich mag sie aber nicht, jedenfalls als Mahlzeit ;) )

    Erst kürzlich beim Spaziergang mit dem Hund hab ich dieses Exemplar fotografiert.

    Natürlich hab ich sie nicht für ein Süppchen mitgenommen ;)

    In Kroatien sind mir allerdings noch keine Weinbergschnecken aufgefallen in den ganzen Jahren.

    :blume17: Grüssle von Sylvi

    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • Gast001
    Gast
    • 23. Juli 2014 um 09:11
    • #3

    Sylvie- das ist ein Prachtsexemplar!

    Karin , das wundert mich doch sehr, dass es bei Euch im Ammerland keine Weinbergschnecken geben soll. Habt Ihr die alle schon gegessen? :wink:
    Oder wo ist denn die nördliche Verbreitungsgrenze für Weinbergschnecken?

    Ich bin in Baden-Württemberg aufgewachsen und erinnere mich, dass wir als Kinder Weinbergschnecken eimerweise gesammelt und bei einer Sammelstelle abgeliefert haben. Ich weiß nicht, wie viel DM wir pro 10l Eimer bekommen haben - aber es war ein schönes "Taschengeld ".

    Ab 1973 wurde das geregelt mit der Weinbergschneckenverordnung (Baden-Württemberg)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Weinbergs…%BCrttemberg%29
    Zwischen 1973 und 2005 galt:

    "Nach der Verordnung war es in den einzelnen Stadt- und Landkreisen erlaubt, zwischen dem 1. April und dem 15. Juni in dreijährlichem Turnus Weinbergschnecken zu sammeln. Die Sammler mussten mindestens zehn Jahre alt sein und die Schnecken einen Gehäusedurchmesser (Schonmaß) von mindestens 32 Millimetern haben. Dies konnten die Sammler mit speziellen Messringen, die mitzuführen sie verpflichtet waren, feststellen.......

    Da die Weinbergschnecke mittlerweile vom Aussterben bedroht ist, wurde gemäß der Bundesartenschutzverordnung von 1986 ein generelles Sammelverbot verhängt. Zuwiderhandlungen werden mit Geldbußen geahndet."

    Die Schnecken, die heute zum Verzehr angeboten werden, stammen aus Schneckenzuchten.

    Gruß,
    Elke

  • Karin
    Ruhe in Frieden
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    Kroatien / Istrien
    • 23. Juli 2014 um 17:37
    • #4

    Weinbergschnecken hab ich hier oben noch n i e gesehen. Weder in meinem Garten noch in freier Natur,
    auch hab ich noch nie leere Häuser gefunden.
    Lt. Wiki ist die nördlichste Verbreitunggrenze Südschweden und Südnorwegen. Eine Anfrage beim NABU ergab, dass in den 90er Jahren mal einige Exemplare in Oldenburg (20 km) von hier gesichtet wurden. Man nimmt aber an, dass diese Tiere ausgesetzt wurden.

    In Istrien sind sie auch auf dem Rückzug bzw. schon alle verspeist. Früher krabbelte an jeder Ecke eine herum, jetzt muss man sie schon suchen.

    Lieben Gruß Karin
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