Nachtrag zum Postkartenmaler:
Es gibt ein Buch das sich mit der Frage beschäftigt, was geworden wäre, wenn dieser Unglückswurm doch an der Wiener Kunstakademie zugelassen worden wäre:
http://www.freiburger-nachrichten.ch/lesen-archiv/w…-geworden-waere
Beiträge von Grizzly
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20.6.2017, abends
Zurück auf der Hauptinsel, mache ich mich nochmal auf zum Lummenfelsen, um evtl. doch mal einen Lummensprung zu sehen. Wobei die Chancen schlecht sind, denn das Ganze spielt sich innerhalb Sekunden ab, und auch nicht allzu oft.
Ich hab in diesen Tagen mit Touristen gesprochen, die schon wochenland da waren, und noch keine Lumme haben springen sehen.
Da sitzen sie friedlich und amüsieren sich wahrscheinlich über die dummen Touristen.
Die Dreizehenmöwen haben mit der Springerei nix am Hut,ebensowenig wie die Basstölpel,
bei denen offensichtlich Nachtruhe angesagt ist.Auf dem Rückweg

mache ich einen Schlenker zum Gipfelkreuz


und trag mich, wie sich das gehört, ins Gipfelbuch ein.
Gute Nacht

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Die Abstandsunterschreitung kam zustande, weil ich den einen Pulk gefilmt hab, während sich der andere in der Zwischenzeit, von mir unbemerkt, in meine Nähe "gerobbt" hatte, verursacht durch den Tide-bedingten Wasseranstieg. Und natürlich, weil ich kein Metermaß dabei hatte.
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Der weisse Schrank und die weisse Ablage, auf der der Zylinder liegt, lässt an ein medizinhistorisches Museum denken. War es ein Arzt ?
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Warum sehen wir vor allem diese Bilder und nicht auch die von den vielen, vielen friedlich demonstrierenden, tanzenden, singenden, diskutierenden Menschen, die es in großer Zahl gab?
Elke
Da hab ich ein paar Bilder für Euch, vom Samstag ("Solidarität statt G20)
8.7.2017 10:01 Tunnel unterm Hauptbahnhof
Im Hauptbahnhof (vor den Stationen U1/3) hängen interessante Plakate.

Und den Parkplatz davor hat die Bundespolizei zugestellt.11:21, ein paar hundert Meter weiter
Zwischen Hauptbahnhof und Deichtorplatz isses schon ziemlich voll, türkisch-revolutionäre Musik mischt sich mit Tatütata. Grad spielen sie Erdowie-Erdowa-Erdowahn.


DonaldT und ein paar andere tun auch so
als könne man den Erdball einfach rollen ...
OSZE-Beobachter sind auch da.
Millerntorplatz - wir sind da !

Wenn man mehr steht als läuft, weil wir so viele sind (laut ZEIT 76.000) tun einem die Füße mehr weh als wenn man eine längere Gehstrecke hinter sich hat, die man im eigenen Tempo laufen konnte.Die Kurden lassen uns nicht verhungern. Ob da der Vorsitzende Öcalan zuschaut oder nicht, ist mir wurscht.


In Memoriam Carlo Giugliani, Opfer der Polizei auf dem G20 in Genua 2001
http://www.taz.de/!5116232/Während der Redebeiträge wird es unruhig: Richtung Landungsbrücken stehen schwer Gepanzerte, sie haben noch nicht mal Länder- oder Bundespolizeikennung. Völlig unbegründet haben sie einzelne Menschen herausgegriffen und abgeführt, danach ein kurzer Wasserwerfer-Einsatz, das gibt natürlich große Unruhe. Angeblich gelingt es, die Polizeikette zurück zu drängen, danach wird es friedlicher, und die Kundgebung kann weiter gehen.

Mit schmerzenden Füßen versuche ich schliesslich, eine U-Bahn-Station zu erreichen. Planten und Blomen ist dicht, und in der Mitte des Holstenwalls dh der Parallelstraße zum Park steht eine lockere Polizeikette aus Thüringen, die niemanden durchlässt, wg. "Protokollstrecke". Wobei die freundlich sind, bisher, auch barhäuptig daher kommen.
Gorch-Gock-Wall scheint frei, zumindestens für Fußgänger - bis zurnächsten Kreuzung. Dh der erste Niedersachse lässt uns durch, sein Kollege 10m weiter nicht. Wie man zur U1 Stephansplatz kommt, weiss er nicht, Niedersachse halt. Die Parallelstraße rechts passierbar, bis zur U-Bahn-Station, aber nicht weiter. Wobei mich das nicht mehr interessiert.
Die U1 fährt, mehr will ich nicht - nur noch heim.Mehr zur Demo: http://www.zeit.de/politik/deutsc…stian-stroebele
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Auch als Linker lehne ich derartigen Vandalismus ohne Wenn und Aber ab. Wobei dort nicht nur Linksautonome getobt haben, sondern auch unpolitische Krawalltouristen (Junggesellenabschied plus besonderes Event) und, wie man jetzt herausbekommt, auch Nazis:
http://www.mopo.de/hamburg/g20/be…en-mit-27941982Wobei die Polizeiführung, v.a. der noch vom damaligen rechtsradikalen Innensenator Schill engesetzte Obereinsatzleiter Dudde, eine Mitschuld trägt, da sie, vor allem durch Verbot der Schlafcamps, zur Eskalation mit beigetragen hat. Wer tagelang nicht gescheit schlafen kann, dreht eher ab als der, der in eine vernünftige Infrastruktur eingebettet ist.
Dazu kommt, dass es einfach eine Provokation ist, Verbrecher wzB Trump, Erdogan oder Putin zusammen in einer zivilisierten Stadt zu beherbergen. Den Massenmörder und Kriegsverbrecher Erdogan hätte man zB gar nicht wieder abreisen lassen dürfen, sondern gleich ans Kriegsverbrechertribunal in Den Haag überstellen. Aber nein, man hofiert sie, stellt Tausende von Spezialeinheiten um sie auf, damit ihnen ja kein Härchen gekrümmt wird. Und wer, wie ich am Samstag, dagegen friedlich demonstriert, weiss genau, dass sich diese Herrschaften davon nicht beeindrucken lassen. Auf Tomatenwurflänge hätte man Trump schon herankommen lassen dürfen, damit er zumindestens merkt, was hier los ist.
Bürgermeister Scholz hat bei "Anne Will" gestern Abend zugegeben, dass man zu Beginn der Ausschreitungen im Schanzenviertel zwar Polizeikräfte dort hätte hinbeordern können, diese aber zum Schutz der "Gäste" brauchte. Also: Die Großkopferten sind wichtiger als die öffentliche Sicherheit.
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Sollte ich mal wieder meine Freunde in Baska Voda besuchen, schau ich ob ich dieses Ding trotz Höhenangst bestigen soll - oder lieber nicht ... Sieht auf jeden Fall interessant aus. Leider "hakt" das Video.
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Am Nachmittag gibt's einen Ausflug zur Düne. Nachdem die Helgoländer 2011 in einer Bürgerabstimmung die Wiederherstellung der 1720 zerstörten Landverbindung abgelehnt hatten, muss man auch hier auf die Fähre warten, tagsüber fährt sie zeitweise alle 30 Minuten, und gegen 23 Uhr zum letzten Mal. Also keine wirkliche Hürde.

Laut Wegweiser liegt ab Hafen der Friedhof der Namenlosen am nächsten, hinter dem vollkommen uninteressanten Bungalowdorf, in dem sich heut Nachmittag auch niemand aufzuhalten scheint, es sei denn zum Mittagsschlaf. Dazwischen geht's durch eine interessante Dünenlandschaft.


Ein Sanddorngestrüpp - die Pflanze und v.a. das Produkt ist mir natürlich ein Begriff, aber in natura hab ich sie noch nie gesehen. Wenn kein Schild daneben gestanden hätte, wär ich dran vorbeigelatscht.
Zu Beginn des kleinen Friedhofs steht ein Gedenkstein für die vier Seeleute des Seenotkreuzers "Adolph Bernpohl", die zusammen mit drei niederländischen Fischern, die sie eben geborgen hatten, 1967 im Orkan untergegangen sind.
Einen "Friedhof der Namenlosen" für nicht identifizierte Seeopfer, die angeschwemmt wurden, gibt es auf mehreren Nordseeinseln. Wobei hier auf Helgoland mitunter auch namentlich erinnert wird.
Mehr dazu: http://www.taz.de/!5172311/
Rock'n Roll Butterfahrt ist ein Verein, der seit 2003 auf Helgoland Musikfestivals (meist Punk) veranstaltet, verbunden mit einer jährlichen Butterfahrt. Wobei man vorher nicht weiss, was gespielt wird. Die letzte Butterfahrt war ausverkauft.
Die verstorbenen Mitstreiter, deren hier gedacht wird, waren meistens noch jung - was ihnen passiert ist, steht hier nicht.Nahe des Friedhofs findet man die erste Glocke, die nach der Rückkehr am 1. März 1952 auf Helgoland, geläutet hat, eine Spende aus Bockenem in Niedersachsen. Inzwischen ist sie auf dem Kirchturm ersetzt worden und wurde hier aufgestellt (und seit dem TAZ-Photo von 2008 auch ordentlich hergerichtet). Bis ich sie läuten lassen konnte (wie vorgeschrieben, nur einmal) musste ich sie ordentlich in Schwingung bringen.


Man hört die Glocke auch noch, wenn man um eine größere Düne herumgegangen ist und nun vor einem breiteren Sandstrand steht, an dem Überraschungen warten ...
Die meinte ich noch nicht.Aber die, an die hundert Tiere, oder mehr, liegen hier herum und sonnen sich.
Mehr als 30 Meter darf man sich ihnen nicht nähern, angeblich können sie einen mit 20 km/h verfolgen (was man selber auf dem Sandboden nicht schafft). Wobei der Strandwächter, nachdem er mich wegen Abstandsunterschreitung abgemahnt hat, erklärt, das habe er noch nie erlebt, aber man würde, wenn man zu nah kommt, die Tiere erschrecken, was sie zur vorzeitigen Rückkehr ins Meer veranlasste. Und so mangelhaft vorgewärmt könnten sie zu Schaden kommen.
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Als 68er und ehemaliger Tramper finde ich das genial.
Zumal ich tatsächlich denke, dass sich auf dem Land viele Leute kennen, v.a. vom Sehen, und das Risiko von Übergriffen sich auch dadurch reduziert.Anfang der Siebziger, gab es an der Uni Bochum "Rote-Punkt-Haltestellen", das waren an unterschiedlichen Laternenpfählen angebrachte Schilder ähnlich wie Bushaltestellenbschilder, mit einem dicken roten Punkt drauf, und daneben stand ein Fahrziel wie "Essen", "Studentenheim X-Straße", "Witten", "Dortmund" usw. Da stellte man sich drunter und hielt den Daumen raus.
Der Rote Punkt war ursprünglich eine Protestaktion gegen Fahrpreiserhöhungen im Stadtverkehr, u.a. in Hannover, Bremen und Heidelberg. Da wurden die öffentlichen Verkehrsmittel boykottiert und stattdessen dieser Mitfahrservice organisiert.
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20.6.2017, kurz vor Mittag
Der Boden bebt nicht mehr, auch das Fischbrötchen ist dringeblieben, die Möwen haben mich verschont.

Wobei ich die Viecher hier als weitaus weniger aggressiv empfinde als ihre schwedisch-finnischen Kollegen von den Åland-Inseln, deren Verhalten manchmal an Altmeister Hitchcock gemahnte:
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Mariehamn 2013Aber das ist vielleicht auch saisonal unterschiedlich.
Die ca. 150 Stufen zum Oberland kann man für aktuell 60 Cent abkürzen, indem man den Aufzug nimmt - bei mehrtägigen Aufenthalten kann sich eine Zwölferkarte rentieren. Aber bevor wir da einsteigen, werfen wir noch einen Blick aufs Rathaus, das auch die Touristeninformation beherbergt, ausserdem bekommt man dort Tickets für Führungen und Fähren.
So, aber jetzt sind wir oben.
Der Maulbeerbaum ist ein Helgoländer Naturdenkmal, nämlich eines der wenigen Bäume, die die siebenjährige Bombardierung überstanden haben. Als die ersten Wiederaufbauer ihre Bestandsaufnahme machten, fanden sie die Reste dieses Baumes in den Trümmern - arg lädiert, aber er trieb. Und ist, wie man sieht, wieder wunderschön gewachsen und damit ein Symbol für den Helgoländer Überlebenswillen.Die Architekten haben lang diskutiert, wie man Helgoland wieder aufbauen soll. Eine Wiederherstellung der zuletzt zahlreichen Militärbauten verbot sich von selbst. So wie es früher war, wär schwierig geworden. So entschloss man sich zu einem Aufbau im aktuellen Stil der 50er Jahre, der inzwischen auch schon wieder denkmalschutzwürdig daher kommt,

inclusive kleiner individueller Freiheiten.


Auch die Kirchen wurden im zeitgenössischen Stil wieder erbaut
hier die evangelische.In einer Vitrine steht das Modell der alten Kirche.

Im Gegensatz zu dieser hat die katholische Kirche, zu der wir noch kommen, keinen Turm und keine Glocke. Dafür haben sie mit den Evangelischen eine Vereinbarung, wonach die das bei den Katholiken übliche 18-Uhr-Läuten übernehmen.