Was ist denn das Seltsames wird sich mancher fragen? Ganz einfach. Der Regierungsbezirk Schwaben in Bayern betreibt eine staatliche Einrichtung die wissenschaftlich begleitet sich darum kümmert, daß die Artenvielfalt an einheimischen Fischen in den stehenden und Fließgewässern der Region erhalten bleibt. Das ist in Zeiten von Klimawandel und Umgestaltung der natürlichen Gewässer nicht ganz so einfach. Einmal im Jahr veranstaltet man einen Tag der offenen Tür und den habe ich zusammen mit den Enkeln für einen Besuch genutzt.
Das Hauptgebäude der Anlage.
In Schaukästen ist ausgestellt was da so kreucht und fleucht und schwimmt.
Durchs Mikroskop betrachtet erkennt man so manche Kleinstlebewesen im Wasser.
Diese können anhand von Bildern auch von den Besuchern bestimmt werden.
Viel interessanter ist es für meine Jungs allerdings im Außenbereich.
Da haben die Kids eine Freude beim Fang mit dem Kescher.
Die Anlage besteht aus Teichen, Bächen und Zuchtbecken für die einzelnen Fischarten.
Es geht hier jedoch nicht nur um Nutzfischarten sondern um alle natürlich vorkommenden Arten. Auch die werden gezüchtet und in die passenden Gewässer ausgesetzt wenn die Wahrscheinlichkeit des Überlebens aufgrund der Aufzucht gestiegen ist.
Graureiher, Seidenreiher und Kormorane leben bei uns in großer Anzahl. Es gibt seit Jahrzehnten auch viele Baggerseen weil die kiesigen Böden gute Baustoffe für Beton und anderes bieten. Der Kies und Sand wird auch über größere Entfernungen geliefert.
Die fischfressenden Vögel würden sich gerne hier bedienen wenn man nicht Vorkehrungen gegen sie trifft.
Nicht nur der Biber ist seit Jahrzehnten wieder heimisch geworden. Auch der Otter liebt alles was im Wasser schwimmt.
Um Fische zu kultivieren muß nicht nur die Wassertemperatur und der Sauerstoffgehalt stimmen. Auch werden die Tiere regelmäßig gefüttert. Das besorgt der Automat.
Jedem Fischlein sein eigenes Futter und jedem Fischlein dazu die passende Dosis zur richtigen Zeit.
Auf Schautafeln werden die Fischarten erklärt die sich in den einzelnen Becken befinden.
Manche benötigen sehr viel Sauerstoff und der wird mittels solcher Schaufelräder ins Wasser gebracht. Ich kenne das aus den thailändischen Garnelenzuchten.
Alles wird genau erklärt.
Toll schaut dieses Betonbecken zwar nicht aus. Aber es erfüllt den Zweck.
Und dann gibt es noch Fischarten die würde der Laie nicht unbedingt als einheimische ansehen.
HIer wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert.
In solchen Containern gehts dann auf die Reise durchs Schwabenland zum richtigen Gewässer.
Das ist nicht ein deutscher Mobilfunkanbieter. Hier gibts reinen Sauerstoff.
Der ist gekühlt, so daß die Leitungen die Luftfeuchtigkeit der Umluft einfrieren.
Und dann kann man noch manche Fischarten aus der Nähe in Schaubecken betrachten.
Da wächst so mancher Fisch zu enormer Größe heran. Kein Wunder, gibts doch keine Feinde und regelmäßiges Futter und ans Auswildern ist bei diesen Exemplaren nicht gedacht.
Wer nun vom vielen Schauen Hunger bekommen hat kann sich ja einen Steckerlfisch, Makrele aus dem Meer, gönnen. Meins wars nicht.
Noch mehr Infos findet ihr auf dieser Website.
Fischereihof Salgen: Arten- und Gewässerschutz | Bezirk Schwaben
Nächstes Jahr im Mai möchte ich wieder dieser Einrichtung einen Besuch abstatten. Gerne hätte ich eine Führung mitgemacht, aber die Kids... Ihr wisst schon... ![]()
jürgen