Beiträge von baskafan

    Es ist Mai und bin wieder mal in Langenlois, diesmal mache ich einen kleinen Stadtbummel.


    Langenlois ist kleine Stadt am Rande des Waldviertels und ist bekannt für seine guten Weine. Dieser Ort hat einen gepflegten Stadtkern mit 2 großen Hauptplätzen


    Dem sogenannten Kornplatz mit seiner imposanten Dreifaltigkeitssäule die der Mittelpunkt eines großangelegten Kreisverkehrs ist:



    Zum Dank für die Verschonung von der Pest im Jahr 1713 beschloss die Bürgerschaft von Langenlois eine Dreifaltigkeitssäule errichten zu lassen. Vielleicht verdankt der Ort seine Verschonung dem Wein wie es der Legende nach die Pest auch dem „lieben Augustin“ nichts anhaben konnte, obwohl er volltrunken in die Pestgrube fiel.


    Dann gibt es noch den Holzmarkt mit dem „Maria Immaculata Brunnen“


    Jetzt im Mai ist auch der traditionelle Maibaum aufgestellt:



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    Dass diese Stadt fruchtbar ist, sieht man an dem Storch der sich am Rauchfang niedergelassen hat.\\3


    Mitten durch den Ort fließt der kleine Loisbach, am rechten Ufer ist der Holzmarkt danach auf der linken Seite der Kornplatz. Dadurch gibt es in Langenlois verhältnismäßig viele Brücken, die ebenfalls mit Heiligenstatuen geschmückt sind.


    Wie hier die Brücke zum Kornplatz mit den vier Evangelisten:




    oder der Heilige Urban (Weinheilige) direkt auf der Brücke und der heilige Florian vor der Brücke zum Holzplatz:



    Dieser Bach ist recht klein (normal nur einige cm tief) aber einmal habe ich darin einen kleinen Goldfisch schwimmen gesehen. Ich wundere mich noch immer wie der wohl da hineingeraten ist. Hat ihn vielleicht ein Junge aus seinen Aquariumgefängnis befreien wollen?


    Schmuck sind auch viele alte Haustore:
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    In den Vororten gibt es noch Gaststätten wie sie früher einmal waren, als Beispiel zeige ich hier die Weinschenke zum alten Backhaus dem sogenannten Zwoni-Wirt.



    Zur Abwechslung noch zwei Bilder aus den umgebenden Weinbergen:


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    Den kleinen neugierigen Zwiesel im 2. Bild habt ihr sicher auch bemerkt.




    Aber jetzt wieder zurück.
    Vor ca. 2 Wochen rief mich meine Enkelin an. „Opa kannst Du gleich nach Langenlois kommen, ich habe die Schlüssel vergessen und Mama ist auch weg. Kannst du mir aufsperren??? DANKE“
    Natürlich springt der Opa sofort wenn die vergessliche Kleine (die gar nicht mehr so klein ist) ruft.


    Auf dem Rückweg denke ich mir, wenn Du schon da bist, da schau ich wieder mal beim „Zwoni“ auf ein Stehachterl vorbei.


    Was ich dann erlebt habe, hätte ich nie gedacht.
    Die Wirtin hatte am Arm ein Tattoo:


    Sie erklärt mir: Der Rosenstiel symbolisiert einen Violinschlüssel und bedeutet, dass ihr Herz der Musik gehört.


    Und dann die 2. große Überraschung:
    Im Lokal spielte eine Band aus der Umgebung die unheimlich gute Musik machte. Wie ich nun erfuhr spielt diese Gruppe jetzt jeden Mittwoch auf, mitten unter den Gästen. Und das alles Eintrittsfrei!!!


    Der Name der Musiker: „Wirtshaus Jam Gang“


    Ich hatte meine Kamera dabei mit der ich auch filmen kann.
    Nun bin ich froh, dass meine Enkelin so vergesslich ist. Es war ein wirklich schöner Abend.


    httpss://www.youtube.com/watch?v=n06OnUJ4T_Y

    Langenlois ist eine wunderschöne Kleinstadt mit intakten Innenleben und schönen Plätzen, vielen Cafes usw.
    Ein Wirt im Zentrum braut sogar ein eigenes Bier - und nicht schlecht - wie ich schon feststellen konnte.
    Hat einige Berufsschulen wie für Maurer und Gartenbau und das Loisium (Eine Art Museum für Weinbau, das viele Besucher anlockt)
    Jedenfalls einen Ausflug wert, dass auch viele Gäste aus ganz Österreich und näheren Ausland anlockt. (wie man aus den Nr.Schildern der vielen Hotelgäste erkennt)


    Und es gibt unzählige Weinbauern die alle recht rührig sind mit ausgezeichneten Weinen.


    In den Kellergassen bei den Weingärten wohnen keine Leute, aber manche Keller (Presshäuser) sind oft so ausgebaut, dass man auch darin zur Not wohnen könnte.
    Die von mir gezeigte Gasse heißt Vögerlweg, was allein schon auf die Lieblichkeit hinweist.



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    Ja diesen kleinen Spaziergang habe ich sehr genossen, ein kleiner Weg ohne Verkehr, da kann ich die Bullis frei laufen lassen.
    Zu dieser kleinen Familienrunde hätte ich mich schon dazugesetzt, mußte aber wieder zurück (die Kosmetikstunde war schon etwas überzogen). Ich merkte auch, dass ich willkommen wäre, aber keiner traute sich mich diesbezüglich anzusprechen. So blieb es bei einer kurzen Plauderei.
    Ich werde Bilder vom Kurzbesuch machen lassen und demnächst zum Keller bringen. Vielleich haben sie eine Freude damit, wenn sie diese beim nächsten Kellerbesuch finden. Hi Hi


    Das mit dem Firmenlogo find ich recht gelungen. Es ist ein Hingucker und schaut irgendwie etwas frivol aus. Die Hauer haben Humor und lachen gerne. Über dieses Logo ist vielleicht schon mancher Weinverkauf schneller gelungen. Man diskutiert darüber und es lockert manches Gespräch auf gemütliche Art leichter auf.


    Die Kellergassen haben bei uns überall ein eigenes Flair und ist auch gerne Willkommen.
    Die Buschenschanken werden bei uns als "Heurigen" bezeichnet. Und wenn man wissen will welcher Winzer gerade einen "Heurigen" macht. Fragt man meißt so: Wer hat ausg`steckt??? (Den Heurigen-buschen oder Heurigen-Kranz vor dem Keller ausgesteckt und damit zur Einkehr anregt)

    Apropos "Paradeiser", letztens hatte ich auch ein Rezept mit dieser Zutat (aus einem Roman) und konnte mir darunter nichts vorstellen. Die gute(?) alte Tante Google hat mir geholfen. Auf Tomaten wäre ich nicht gekommen. :blink:


    Lieben Gruß,
    Klaus


    Das habe ich absichtlich so geschrieben, damit ihr was zum kiefeln habt.*6\'

    Hallo Viktor


    Angeregt durch Deinen kulinarischen Vorschlag bin ich heute mit unseren Bullis in die Bärlauchplantagen in unseren Donauauen gewandert und habe eine Handvoll dieser Blätter mitgenommen.


    Die Jause mit Vollkornbrot - Hüttenkäse - kleinen Paradeisern und natürlich mit den Bärlauchblätten. Dazu ein Salzburger Bier - einfach köstlich!!!



    Es hat so gut geschmeckt, dass ich gleich alle restlichen Bärlauchblätter dazu genossen habe.


    Danke Viktor für diesen guten kulinarischen Tipp!!!!!

    Ein kleiner Spaziergang in einer Kellergasse von Langenlois.


    Meine Frau hatte von unserer Tochter zu irgendeinen Anlass Kosmetikgutscheine geschenkt bekommen. Nun diese Scheine wollen natürlich einmal eingelöst werden. Vorigen Samstag war es dann soweit, dazu mussten wir nach Langenlois fahren. Dieser Ort gehört noch zum Waldviertel, ist aber ringsum schon von Weinbergen umgeben. Überhaupt Langenlois im Kamptal ist eines der Weinzentren von Niederösterreich.


    Für die Behandlungsdauer ist etwa eine Stunde vorgesehen. Natürlich nutzte ich diese Zeit um mit unseren beiden Bullis einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Wir wählten die Weinberge, mit einer von mehreren Kellergasse die es in dieser Umgebung gibt, als Wanderweg. (Den Vögerlgraben und Vögerlweg – welch netter Name!)



    In der Nähe ist auch das Hotel: „Loisium“ ein einzigartiges Wein & Spa Erlebnis! 4* Resort inmitten von Weinbergen.


    Aber auch rührige Anrainer gestalten so manche schöne Plätze am Weg. Wie diese: (Derzeit noch österlich gestaltet)


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    Nun in dieser Kellergasse gibt es viele kleinere und auch größere Kellergebäude und ich muss sagen alle sind Top hergerichtet. Hier wird dieses Kulturgut gepflegt und gelebt. Momentan ist es etwas still in den Weingärten, die Winterarbeiten sind abgeschlossen und die knorrigen Weinstöcke beginnen bald anzutreiben.


    Hier einige der zahlreichen Weinkeller:





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    Hier ganz im Hintergrund ist die Kamptalwarte zu erkennen



    aber im Vordergrund sieht man eigenartige Rauchfänge in der Wiese?



    Es sind sogenannte Dunstlöcher zu den darunterliegenden Weinkellern. Es gibt auch größere Dunstlöcher wie bei diesen großen Weingut (ebenfalls in dieser Gasse)



    Dieses Weingut hat auch einen eigenen kleinen Lehrpfad wo über den Weinbau interessantes zu lesen gibt z.B:


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    Auch das Firmenlogo ist recht amüsant! Zeigt es vielleicht wie man nach einer ausgiebigen Weinverkostung aussieht??



    Fachleute erkennen sofort: Es ist eine stilisierte Kröte, wie sie in den Weingärten vorkommt. Etwa in einem Zwischenstadium von Kaulquappe zum ausgewachsenen Tier. Finde ich ganz nett.


    Hier noch einige kleine Impressionen:


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    Die Sonne wärmte an diesen Apriltag schon ein wenig, was manche Kellereigentümer zu einen gemütlichen Plausch nutzten. Meine beiden Bullis waren natürlich gleich neugierig und freundeten sich sofort zwanglos an und bekamen dafür auch Streicheleinheiten.





    Leider verging die eine Stunde viel zu schnell. Ich hätte es ruhig dort länger ausgehalten.




    In Langenlois gibt es mehrere sogenannte Kellergassen. Ich werde, wenn es mir mal möglich ist auch die Anderen besuchen. Ich bin neugierig ob überall die Keller so gepflegt sind.
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    Heute, am 6. Jänner 2016 haben wir wieder einmal Göttweig umrundet.
    Diesmal lag etwas Schnee, aber das Besondere war der Rauhreif der den Weg wie verzaubert erscheinen ließ.





    Hier geht auch der österreichische Jakobsweg vorbei: Göttweig - Mautern - Maria Langegg - Aggstein usw.


    Danke Sylvi, dass Du die Links zu diesen Wandermönch eingestellt hast.
    Erstaunlich, er ist ja immer noch unterwegs und scheint immer jünger zu werden.


    Es war für mich sehr beeindruckend Ihm begegnet zu sein. Er hat richtiges Charisma.



    Danke Elke für den Link zum Karakorum mit dem Hunzatal. Die Bilder und den Bericht habe ich richtig genossen. - Werde mir auch die anderen Teile noch anschauen.


    Vor x-Jahren hatte ich mal ein Buch über das Volk der Hunzas gelesen, was mich unheimlich beeindruckt hatte. Dort werden die Menschen normal fast alle über 100 Jahre alt, man schrieb diesen Jungbrunnen der sogenannten "Gletschermilch" (dem etwas von Mineralien trüben Eiswasser), der reinen Bergluft und zum 100%en Leben mit der Natur zu.

    Es war am Ende des vorigen Jahrtausends, also vor etwa 20 Jahren. Da machten Hermi und ich einen Ausflug um eine Wanderung rund um den Erlaufsee (bei Maria Zell) zu machen. Wir waren etwa 20 km vor unseren Ziel, als uns eine ganz auffällige Person entgegenkam. Mir ging das Bild nicht aus dem Kopf also kehrte ich um und fuhr zurück um diesen Mann anzusprechen.

    Es war ein ganz freundlicher netter älterer Herr mit Vollbart in Mönchskutte und Wanderstab. Wir sprachen ihn an. Er sprach englisch und im Gespräch erfuhren wir, dass er aus Pennsylvania/USA kommt. (Seinen Namen und den Namen der Stadt habe ich leider inzwischen vergessen [wahrscheinlich Philadelphia]).
    Nun einige weitere Details seiner Erzählungen.



    Nach seiner Pensionierung als Buchhalter oder ähnliches machte er sich auf die Socken und marschierte vorerst quer durch die USA an die Westküste. Von dort übersetzte er nach Japan und China. Ob er gleich vom Start weg als Laienmönch wanderte oder erst unterwegs zu dem wurde, kann ich nicht sagen. Unterwegs besuchte er jedenfalls sehr viele Klöster der verschiedenen Religionen, das dürfte ihn besonders geprägt haben. Japan, China, Tibet, Nepal, Indien usw. alles zu Fuß.
    Besonders erwähnte er den Karakorum mit dem Hunzatal. Wahrscheinlich dürfte diese Region die größte Herausforderung gewesen sein, was ich mir durchaus vorstellen kann.
    Weiter Afghanistan, Iran, Jordanien, Israel (Jerusalem), Syrien, Türkei nach Griechenland wo er unter anderen auch auf Athos in der Mönchsrepublik Halt machte. Er wählte durchaus seine Wanderungen so, dass möglichst viele „heilige“ Stätten besuchen konnte. Bosnien mit Medjugorje, dann Kroatien mit seinen vielen Klöstern.



    In seiner einfachen Umhängetasche hatte er einen Zeitungsartikel einer Kroatischen Zeitung, wo über ihn und seiner Wanderung berichtet wurde. Diesen zeigte er uns, irgendwie war er ein wenig stolz darauf.
    Wir fragten über seine weiteren Pläne und Vorstellungen.
    Ein grober Umriss: Weiter nach Polen zur Schwarzen Madonna von Tschenstochau und dann wieder runter nach Rom (Vatikan), Assisi und Lourdes den Jakobsweg (Camino) nach Santiago de Compostela und auch nach Fatima. Natürlich mit vielen Zwischenstationen bei kleineren mir unbekannten Klöstern und Klausen.


    Natürlich fragte ich, ob ich auch Fotos machen durfte, was dieser freundliche Mensch wie selbstverständlich zuließ.




    Ob er seinen Weg vollenden konnte, habe ich nie erfahren. Jedenfalls zum Abschied wünschten wir ihn alles Gute und ich denke er hatte gerne mit uns geplaudert.


    An die Wanderung rund um den Erlaufsee habe ich keine besondere Erinnerung, aber diese zufällige Begegnung bleibt mir immer im Sinn und ich bin sehr dankbar dafür.

    Eine Nepomuk Statue der etwas anderen Art.


    Sie steht in Lilienfeld, Niederösterreich am linken Traisenufer an der Brücke zwischen dem Zisterzienser-Stift Lilienfeld und der Stadt. (Im Ortsteil Dörfl)


    Sie stellt den Heiligen dar, wie er gerade von einen Schergen in die Fluten der Moldau gestürzt wird.


    Momentan ist er zweckentfremdet geschmückt, da nebenbei derzeit ein Adventstand aufgestellt ist.