Beiträge von arkadas

    Hallo Elke,


    Was mich interessieren würde ist jedoch, wie diese 25$ zu sehen sind, wenn man sie mit anderen visumpflichtigen Ländern vergleicht.( z.B. China, Indien,usw)


    Als Deutscher, Österreichischer, Spanischer, Italienischer u.v.m. Ägypten Tourist bekommt man das Visum zur einmaligen Einreise in den Flughäfen vor Ort (Gültigkeit 30 Tage). Im März kostete es umgerechnet 11,50€.


    Ich könnte es auch vorab über eine Ägyptische Botschaft beantragen, ist aber mit 25€ + Porto um einiges kostenintensiver.


    Wie lange gilt solch ein Visum für Ägypten?


    Ein Touristenvisum gilt es 30 Tage.


    Musst Du jedes Mal ein neues beantragen - selbst wenn Du mehrmals im Jahr nach Ägypten reisen würdest?


    Ja, in der Regel bin ich zwei mal im Jahr - für ca. 18 Tage im Land.


    Vor Ort gibt es aber die Möglichkeit sein Visum auch spontan zu verlängern.:wink: Früher war es ein Jahr, jetzt gibt es oft nur noch ein 1/2. Mit dem kann man dann länger bleiben, aber nicht Aus- und wieder Einreisen.
    Hat man das u.U. vor, benötigt man zusätzlich zum verlängerten Visum die s.g. "Rey-Entry-Stempel". Lohnt aber für normale Touristen in der Regel nicht.


    Lieben Gruß conny

    Hallo Ägyptenfans,


    so wie es zurzeit ausschaut, wird der Visa Preis für Ägypten ab 01. Juli 2013 von derzeit 15 Dollar um 10$ erhöht und kostet dann 25$. Erste Veranstalter haben ihre Gäste schon davon informiert.


    Inzwischen wird man das ungute Gefühl nicht los, dass die Regierung die dringend benötigten Touristen durch immer neue Preiserhöhungen eher abschrecken will als umgekehrt. :sad:

    Eine Reise zu den Klöstern - St. Antonius und St. Paulus



    Hurghada bietet ja leider nicht all zu viel, wenn man sich kulturell betätigen will. Aber so ganz "ohne" ist die Gegend dann doch nicht.


    Denn die ältesten Klöster Ägyptens stehen am Roten Meer – nur ca. 230 - 280 km von den Touristenorten entfernt.


    Wer in El Gouna oder auch Hurghada, aber auch in der Makadi Bay Urlaub macht, sollte sich unbedingt die Zeit für diesen etwas anderen „Kulturgenuss“ nehmen.
    Vor - hatte ich es in den vergangen Jahren immer mal, geklappt hatte es bisher nicht – aber 2013 stand ein Termin, für einen Besuch der beiden Klöster sehr schnell fest.


    Am 16.3.2013, 8 Tage nach meiner Ankunft in El Gouna, der Lagunenstadt am Roten Meer, war es endlich so weit, um 6:00 fuhren wir zu dritt in nördliche Richtung los - Lothar unser Fahrer und wie sich später herausstellte überaus sachkundiger Klosterkenner von OOTOTO, Michael aus Hamburg und ich.


    Als wir starteten war der Himmel über El Gouna bedeckt :blink2: und ich hatte schon arge Befürchtungen, dass sich das heute nicht mehr ändern würde. Falsch gedacht, nicht weit hinter der Lagunenstadt verwandelt sich der Himmel in strahlendes blau und unsere Fahrt führte im hellen Sonnenschein immer geradeaus am blauen Roten Meer entlang. Hier kann man im Frühjahr immer wieder Störche beobachten, die sich auf die lange Reise nach Europa sammeln.


    (Diese Aufnahme ist im März 2009 auf der selben Strecke entstanden)


    Die Himmelsfarbe zur Meerseite änderte sich nach ca. 80 km, nahe dem zweitgrößten Ölfördergebiet Ras Gharib, zuerst nur leicht grau, dann in Fahrtrichtung immer dunkler werdend, eine lange dicke, zuerst wie Regenwolken aussehende Front. Nein, das konnte keine Regenwolke sein. Es handelte sich um eine riesige schwarze Rauchwolke, die ihren Ursprung aus einer lodernd brennenden Ölpipeline hatte.



    Nach einer gemütlichen Frühstückspause auf einem Ägyptischen Rasthof nahe Zafarana,



    fuhren wir weiter und bogen einige km weiter nach Westen, in Richtung Galata Plateau ab, an dessen Ausläufern das St. Antonius Kloster liegt.


    Der heilige Antonius (auch der Große genannt), der als Begründer des Mönchtums gilt, lebte von 251 -356 nach Chr.. Mit ca. 19 Jahren, zog er sich in eine rund 680 m hoch gelegene Höhle am Gebel Qulzum in die Einsamkeit zurück, in der er bis zu seinem Tode blieb.
    Er empfing auch keine Besucher und verbot sogar seinen Anhängern, sich in der Nähe der Höhle aufzuhalten. So blieb ihnen nicht anderes übrig, als am Fuße des Berges zu verharren. Genau dort wurde nicht lange nach dessen Tod - ca. 2 km entfernt am unterhalb der Felswand das Kloster, das wir uns heute ansehen wollten, gegründet.



    Das gesamte Klosteranwesen umfasst ca. 60.000m² und wird von einer über 10 m hohen Mauer umschlossen. Der heutige, etwa 250m vorgelagerte Haupteingang wird von zwei hohen Glockentürmen gesäumt und einem Eisentor plus Wärter gesichert.



    Jeder Gast, jeder PKW, oder Bus wird incl. Personenzahl dokumentiert.



    Durch seine besonders geschützte Lage blieb es lange vor feindlichen Angriffen verschont, mit denen alle Klöster des Landes ihre liebe Mühe hatten. Bis im 8. und 9. Jh. Beduinen und im 11. Jh. die Araber kamen, es für einige Zeit eroberten. Wieder von Mönchen bewohnt erlebte das Kloster zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert eine regelrechte Blütezeit, es wurde restauriert und erweitert. Dann fielen mohammedanische Plünderer über das Kloster her und die Mönche mussten fliehen. „Schon“ Mitte des folgenden Jahrhundert, wurde es wieder restauriert, auf- und ausgebaut und neue „Bewohner“ u. a. aus den Klöstern im Wadi Natrun ließen sich aus Sicherheitsgründen hier nieder.
    Wer zu dieser Zeit ins älteste Kloster Ägyptens wollte, ob Besucher, Mönch oder Pilger, musste sich irgendwie bemerkbar machen, wenn er nicht vorher schon entdeckt wurde, denn einen Eingang, wie er heute vorhanden ist, gab es nicht. Der Zugang war nur über eine Winde möglich.



    Entschied man, dass dem Besucher Einlass gewährt werden sollte, ließ man ein Brett runter, auf das er steigen konnte und das dann nach oben gezogen wurde. Der Turm mit der Winde steht und funktioniert heute noch. Erst viel viel später wurde ein richtiges Tor neben der alten Turmwinde in die Befestigungsmauer gebrochen.



    Kurz nach unserer Ankunft lernten wir Pater Antony kennen, der im Klosterladen saß und Briefmarken für Postkarten ordnete. Ein auf den ersten Blick in seine wachen Augen, sehr liebenswerter, sicher schlitzohriger und humorvoller Mönch, der uns sein zu Hause zeigen wollte und erklären sollte.




    Er erzählte, dass gegenwärtig 12o Mönche im ältesten Kloster Ägyptens leben. Dazu kämen zurzeit ca. 200 weitere Menschen, die ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen und im Gegenzug Unterkunft und Nahrung erhalten. Unter den Mönchen gibt es zudem 14 Ärzte verschiedener Fachbereiche, die wiederum ihre ärztliche Kunst, den Klosterbewohnern und jedem Bedürftigen, der sie benötigt kostenlos zur Verfügung stellen. Man zeigte uns u. a. die uralten Gasträume, die jetzt umgebaut wurden und in denen zurzeit eine moderne Zahnklinik entsteht.



    Das innere der Klostermauern kann man mit einem schützenden Dorf vergleichen, es gibt einen Wehrturm, Kirchen, diverse Unterkünfte für die Bewohner, Gärten zu Selbstversorgung, Lagerhäusern, eine Getreide- und Olivenölmühle, eine Bibliothek








    und ganz wichtig eine eigene Quelle, die beständig und täglich an die 100 Kubikmeter Trinkwasser zur lebensnotwendigen Versorgung der Klosterbewohner liefert.



    Für die Touristen hat man im Zuge ausgiebiger Restaurierung um 2000 eigens Sanitäranlagen gebaut, deren Zustand leider so gar nicht zum übrigen Bild der Klosteranlage passen.
    Später fuhren wir gemeinsam mit Pater Antony zur knapp 1 km entfernten, in den Felsen geschlagene Kreuzkirche, die nach rund 7 jähriger Bauzeit etwa 2011 eröffnet wurde. Von außen fand ich sie bald noch schöner als von innen.




    Nur ein paar Meter von der Kirche entfernt beginnt die Treppe zum Aufstieg zur Höhle, in der der heilige St. Antonius viele seiner Jahre in völliger Einsamkeit verbrachte. Mehr als 1.200 Stufen, die meisten in praller Sonne gelegen sind - müssen bezwungen werden um dort hin zugelangen. Es gibt viel Gläubige, die mit Kind und Kegel die Treppenstufen hoch pilgern um wenigsten einmal dort gewesen zu sein.



    Wir ließen die Treppe - Treppe sein, zumal ich von meinem „Reisekumpel Martin“ wusste was einen dort oben erwartet. Außer einer sicher wunderbaren Aussicht über das Tal ist dort nur eine Höhle, die er nach seinem Besuch 2009 so beschrieb: Eine Atemschutzmaske kann meiner Meinung nach, ganz sicherlich auch nicht schaden. Denn der Geruch in der Höhle ist wirklich nichts für Personen mit einem schwachen Magen.
    So fuhren wieder zum Kloster zurück, setzten Pater Antony vor seinem „Haus“ ab,



    verabschiedeten uns von ihm und verließen das Gelände des St. Antonius Klosters.


    Auf zum Pauluskloster:


    Der Weg dort hin führte uns wieder an der Raststätte in Zafarana vorbei, wir hielten an, aßen eine Kleinigkeit und ließen das bisher gesehene Revue passieren zu lassen.
    Später bog Lothar von der in Richtung Süden verlaufenden Hauptstraße nach rechts Landeinwärts ab. Schon von weitem sahen wir einen gehbehinderten Mann die Straße entlang laufen, dessen Ziel ganz sicher die Klosteranlage war. Der Wagen bremste und er stieg dankbar ein. Allerdings hatte ich das Gefühl, das ihm etwas unwohl war, da er die Rückbank die letzten Kilometer mit einer Frau teilen musste.


    Seinen Namen hat das Kloster von Paulus von Theben, den man auch Paulus den Einsiedler nennt. Ebenso wie Antonius soll auch Paulus, der als Sohn wohlhabender Eltern in Alexandria geboren wurde und nach Erbstreitigkeiten mit seinem Bruder, einer Eingebung folgend, sich in die Einsamkeit der Wüste am Roten Meer zurück zog, um fort an als Eremit zu leben.
    Der Überlieferung nach, verbrachte er zunächst 3 Tage fastend und betend - in einem Grab nahe seiner Heimatstadt, später zog er in die Wüstenhöhle nahe des Roten Meeres. Nur mit einer Tunika aus Palmblättern bekleidet, verbrachte er dort gute 80 Jahre und soll pro Tag nie mehr als ein halbes Brot zu sich genommen haben, das ihm ein Rabe brachte. …..



    Die Klosteranlage des St. Paulus liegt am Ende eines etwas unzugänglicher Tales, an einem Bergeinschnitt gelegen. Auf der hin und wieder Serpentinen artigen Straßenführung zum Kloster sieht man als erstes einen imposanten Kirchenneubau für Pilger und dann erst die eigentlichen Klosteranlage aus dem 5. Jh..



    Die m. E. um einiges kleiner ist als das Antonius Kloster, alles erscheint um einiges bescheidener und altertümlicher zu sein. Und auch hier gibt es heute eine vorgelagerte, mit einem Eisentor abgesicherte Einfahrt, an dem jeder Besucher dokumentiert wird.



    Als wir den Berg hoch kamen sahen wir SIE und standen mitten in einer der 10 Biblischen Plagen!! Aber Tausende von Heuschrecken flogen umher, saßen auf Dächer und Straßen, klickten wie kleine Steine an die Windschutzscheibe unseres Wagens.



    Schon Ende des vergangen Jahres hatte ich gelesen, dass die Vereinten Nationen das Land der Pharaonen vor einer bevorstehenden Heuschreckenplage gewarnt und dringend geraten hatten, die Brutstätten zu bekämpfen. Aber in Kairo dachte man wohl „Allah wird`s schon richten“ und tat die Warnungen der Uno als „Gerüchte“ und „Kritik am ägyptischen Regime“ ab. So kann man sich täuschen!


    Wieder zurück zum Paulus Kloster: Auch hier stellte man uns einen sachkundigen, dies mal etwas jüngeren Mönch an die Seite, der etwas zur Geschichte des Klosters erzählte und uns durch einige Räume führte, wie z. B. das Refektorium aus dem 4 Jh., in dem sich ein langer gemauerter Tisch befindet und auf dem Utensilien des Täglichen Bedarfs stehen.



    Hier trafen sich die Mönche „immer wieder Sonntag`s“ um gemeinsam zu essen. Sie saßen um den Tisch herum – bis auf einen, der musste stehen bleiben und seinen Glaubensbrüdern aus dem Leben der Wüstenväter vorlesen. Das sollte bewirken, dass der Körper und der Geist gleichermaßen genährt wurden.
    Genau wie das Antonius Kloster, wurde auch das des St. Paulus Kloster immer wieder Ziel von Beduinen- und Plünderern und wurde Zeitweise sogar ganz aufgegeben. Bis Mönche aus dem benachbarten Antonius Kloster kamen und es neu besiedelten.


    Wir „inspizierten“ zwei der 4 Kirchen,



    das Mühlengebäude und die Klosterquelle mit anschließendem Garten in der die heilige Kloster Palme steht.



    Die Quelle hier im Paulus Kloster fördert zwar nicht soviel wie die im Antonius Kloster, aber immerhin auch 4 Kubikmeter Trinkwasser täglich.



    Um den Gesamtbedarf am lebensnotwendigen H²O zu decken wird per Tankwagen nachgeliefert.


    Überall flogen Heuschrecken, setzen sich sogar an unsere Hosenbeine und genau die waren mit ein Grund, dass wir unseren Besuch hier etwas verkürzten und uns gegen 16h auf Rückweg nach El Gouna machten.


    Auf unserer Rückreise kamen wir wieder an der brennenden Pipeline vorbei. Inzwischen waren die Flammen verschwunden und der Rauch teilte sich in zwei Farbe auf. Kurz nach 19h trudelten wir in der Lagunenstadt ein.


    Ein wunderschöner Tag mit imposanten Eindrücken neigte sich leider dem Ende zu. Ich danke Lothar für die tolle Fahrt und Klosterführung und Michael für seine überaus nette Begleitung. Es war einfach super mit euch zusammen diesen Tag zu verbringen.


    Fazit: Sobald wie möglich möchte ich diese beiden - ganz besonderen Klöster noch einmal besuchen - "Inshallah"

    Liebe Grüße an alle Forumsteilnehmer aus meinem Lieblingsreiseland Ägypten. Hier ist der Frühling schon lange angekommen, an manchen Tagen war es schon so warm, wie im ägyptischen Sommer.


    Aber zum Thema: Die ersten Meldungen über eine Heuschreckenplage ... gab es im Februar diesen Jahres, die Behörden im Land am Nil waren schon im alten Jahr vorgewahrnt.
    Aber dem Ägyptischen Präsidenten Herrn Mursi war die Wahrnung wohl nicht wichtig genug und er unternahm nichts.


    Als ich am 7.3. in El Gouna ankam, hatten zwar alle Freunde vor Ort die Meldungen gelesen, aber gesichtet hatte die pussierlichen Tierchen in den Touristischen Gegenden noch niemand.


    Wer die o. g. Meldungen liest kann sich sicher nicht vorstellen, wie es ist, diesen gefrässigen Insekten in Wirklichkeit zu begegnen. Oder doch??


    Ich konnte es - bis zum 16. März 2013 jedenfalls nicht. :shock:


    Am vergangen Samstag besuchten ein Freund und ich einen, über OOTOTO in El Gouna organisierten Ausflugstripp zu den beiden koptischen Klöster St. Antonius und St. Paulus in der Nähe von Zafarana am Roten Meer.


    Zuerst tauchten wir ins faszinierende Klosterleben ein und besichtigten das herrliche St. Antoniuskloster - die Welt war in Ordnung, bis wir am ca. 25 km entfernten St. Pauluskoster ankamen.


    Abertausende von ca. 10 cm großen Insekten saßen auf Dächern,




    Straßen und Wegen, flogen umher und trübten den klaren blauen Himmel,




    saßen auf Bäumen und frassen fast alles Blattgrün kurz und klein.


    Auf ihren Durchzügen vertilgen sie alles grüne was ihnen in die Quere kommt, alles - außer Palmen- und Olivenbaumblätter.


    Trotz dieses kleinen - ich gebe zu - etwas gruseligen Zwischenfalls - waren die beiden Klöster mehr - als nur einen Besuch wert. Aber dazu später mehr!


    Sonnige Grüße
    conny

    Mein Besuch in Petra ist zwar schon ein paar Jahre her, aber im Gedächnis - als wäre es erst letzte Woche gewesen. Mit meinem Reisekumpel Martin bin ich Anfang November 2008 - von Dahab aus - aufgebrochen, um die Felsenstadt Petra anzusehen.


    Thomas Edward Lawrence (Lawrence von Arabien) meinte, dass jede Beschreibung vor dem eigenen Erleben der Stadt verblassen müsse. Petra ist der herrlichste Ort der Welt," schrieb er in seinen Memoiren.


    Am 6. Dezember 1985 wurde Petra in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.


    Los gehts, auf nach Petra!!


    Kurz vor Taba gibt es eine kl. Touristenfähre, mit der wir über den Golf von Aqaba auf die andere Seite schipperten.



    Ca. 40 Min. später konnte man schon sehr deutlich die Küste von Aqaba erkennen. Irgendwie schoß mir beim Anblick der Häuser folgendes in den Sinn: Der Gute hat sich verfahren, wir sind kurz vor El Gouna. Die frappierende Ähnlichkeit ist schon erschreckend.



    Von Aqaba ging es weiter am Wadi Rum vorbei



    Kurzer Stop - mit grandiosem Blick auf die "Petra Mountains"



    Ankunft in Petra. Dieser Weg führt in die Felsenstadt (links die Vier-, rechts die Zweibeiner)



    Die ersten „Monumente“, die unsere gierigen Augen erblickten, waren auf der rechten Seite s.g.: Jinn Blocks, eine aus dem Arabischen abgeleitete englische Bezeichnung für Block- oder auch Turmgräber, die für mich eher wie überdimensionale „Werters Echte Karamellblöcke“ aussahen.



    Lange Zeit dachte man, dass es sich bei den Bauten um Wasserbehälter handelte, bis man sie dann aber tatsächlich, anhand von gefunden Grabkammern - als Gräber identifizieren konnte.



    Linke Hand entdeckten wir das wunderschöne Obelisken-Grab, auch Trikliniumgrab genannt. Das Obelikengrab, vor dem wir hier standen besteht eigentlich aus zwei übereinander liegenden Gräbern – die zu dem - aus zwei verschieden Epochen stammen.

    Ich hoffe ihr könnt auf dem Bild den Unterschied erkennen, der obere Teil war zuerst da.
    Im unteren Teil befindet sich ein s.g. Triklinium - Triklinien sind Räume die zu den Gräbern gehören (man findet auf dem Gelände verstreut noch andere). In ihnen hielten die Angehörigen nach der Bestattung u.a. den „Leichenschmaus“ ab, oder feierten dort auch andere besondere Feste.
    Genau wie bei den Pyramiden, werde ich nie verstehen können, wie vor so langer Zeit - solche wunderbaren Bauwerke entstanden sind.
    Nur unwesentlich weiter am „Bab el Siq“ beginnt der „eigentliche Eingang“ zur Stadt Petra. Beim durchlaufen des Siq`s bekam ich das Gefühl, als rückten die mächtigen Felswände immer näher zusammen. Die knapp 1.200 m durch die Felsschlucht ließen in meinem Inneren die unterschiedlichsten Gefühle aufkeimen:


    Bedrängung durch die schrägen Wände, die ca. 100m in den blauen Himmel ragen und unglaublichen Respekt vor der Natur und den Menschen, die hier einmal gelebt haben. Die Farben der Felswände, sie gleißende Sonne, dass überdimensionale Umfeld – einfach unbeschreiblich.
    Die weiteste - oder breiteste Stelle zwischen den Felswänden soll ca. 16 m und die engste keine 2,20m messen. Egal wie breit oder hoch, der Weg den wir gingen war und ist seit je her der Hauptverkehrsweg in diesem Gebiet.



    Auf dem Weg nach „unten“ windet sich auf der linken Seite ein in den Felsen „gearbeiteter“ Wasserkanal, der irgendwann später auf die rechte Seite wechselt.


    Heute liegen die Wasserwege offen, damals waren sie wegen der Verdunstung vorsorglich abgedeckt - denn die Nabatäer waren eben ein sehr schlaues Völkchen.


    Der Weg schien kein Ende zu nehmen, nach den vielen Stunden fühlten sich meine Beine wie Blei an. Aber ich musste und wollte weiter.
    Als der Felsspalt heller wurde und ich zuerst nur einen kleinen Teil dessen sah, weshalb ich überhaupt hier war, erfüllte mich eine unglaubliche Leichtigkeit. Hört sich ggf. blöde und / oder geschwollen an, aber genau so wars.
    Jetzt begriff ich es: Nur wer es mal gesehen hat, wer durch den Siq gelaufen ist und vor dem Al-Khazneh stand, der kann dieses unbeschreibliche Gefühl evtl. nachempfinden. Erzählen kann man viel.

    T.E. Lawrence sagte seinerzeit schon: Petra ist der herrlichste Ort der Welt. Nun konnte ich seine Worte erst wirklich verstehen. Dieser Ort ist einfach einzigartig.


    Martin schoss sein erstes "Schatzhaus Bild" um 13.37h

    - meines zeigt exakt die selbe AufnahmeZeit. Obwohl ich "bildlich gesehen" zu wissen glaubte, was meine Augen gleich sehen würden, verschlug mir die Wirklichkeit den Atem.


    --


    Martin und ich trennten uns, er wollte weiter, seine jugendliche Neugier trieb ihn "in die Berge". Wir verabredeten uns für kurz vor 15h im Eingangsbereich des Besucherzentrums.
    Ich brauchte Zeit, hockte mich auf eine gerade frei gewordenem Bank, wollte erfassen, begreifen und aus vollem Herzen genießen.
    Wie "Alice im Wunderland" lief ich später dann ohne Ziel einfach weiter. Der Weg führte wieder in eine ca. 300m lange Felsenschlucht, wurde dann aber zunehmend breiter. Laut Plan befand mich auf dem Weg in Richtung Theater, hier häuften sich die Gräber dann auf der rechten Seite wieder.



    Ich erreichte einen Platz, auf dem man sich auf die Touristen voll und ganz eingestellt hat. Hier gibt es ein WC, einen Shop und eine Tee- und Kaffeestube und es lohnt es sich eher hier mal zu verweilen, als oben am Schatzhaus.

    Wer kennt sie nicht, die kl. und gr. Glasflaschen mit Motiven der Wüste aus buntem Sant. In Hurghada und anderswo muss dem Sand Farbstoff beigemengt werde. Das ist hier anders. Denn die Natur bietet farbigen Sand in sehr vielen Schattierungen. Es wird erzählt, dass Mohammed Abdullah Othman, in Petra geboren, sich das Handwerk selbst beibrachte und als Erster vor Ort solche Sandflaschen feilbot.



    Nur ein kleines Stückchen weiter erreicht man die "Straße der Fassaden".


    Dort die sind die Gräber auf 4 übereinander liegenden Ebenen angeordnet. Wer festes Schuhwerk an hat, der sollte nicht einfach nur vorbei gehen, sondern über die Trampelpfade ein paar "mehr" Blicke hinein werfen. Die Farben der Felsen sind einfach unblaublich.


    Bis ca. 1985 war die Gräberstadt, dass zu Hause der Beduinen vom Stamm B`doul, die dann aber im Zuge der touristischen Nutzung zwangsumgesiedelt wurden. "In ihrer Zeit" nutzen sie die kühlen "Räumlichkeiten" als Wohnung- und Stallungen.

    Wie das Leben der Menschen in der Gräberstadt aussah, kann man sehr eindrucksvoll in dem Buch "Im Herzen Beduinin" nachlesen, das ich vor Ort an einen BeduinenShop entdeckt und mich faltig geärgert, weil es den Schmöcker nur in englisch gab. Kurze Zeit später erschien es aber auch bei uns in Deutsch.


    Unmittelbar an die Straße der Fassaden grenzend - erreicht man das Theater, das 1961 entdeckt und ausgegraben wurde. Es konnte ursprünglich über 5000 Personen auf 33 Sitzreihen aufnehmen. Heute hat der Zahn der Zeit sein übriges getan und doch lässt sich noch alles sehr gut erkennen.



    Schräg gegenüber, auf dem Hügel El Khubthah (oder auch Jebel Khubtha geschrieben), der den ganzen westlichen Teil der Stadt überragt, liegen die s.g. Königsgräber. Um sie näher in Augenschein zu nehmen, muss man u.a. eine steile, aber neu gemauerte Treppe nach oben. Eigentlich hatte ich keinen Bock mehr, denn der Akku meiner Kamera war fast leer.
    Aber der Weg lohn sich und ich hatte Hoffnung, dass Martin schon hier war und Bilder im Kasten hatte. Zuerst erreicht man das Urnengrab. Für wen es mal gebaut wurde, ist bis heute völlig unklar.


    Die Fassade dominiert durch ihre vier, aus dem Sandsteinfels gemeißelten riesigen Wandsäulen. Wer nach oben schaut, kann eine Urne und vier Büsten erkennen, die aber durch Erosion sehr gelitten haben. Die wie Fenster aussehenden, drei Löcher zwischen den Säulen sind auch Gräber.
    Der Innenraum erscheint auf den ersten Blick eher unscheinbar, wie viele hier in Petra. Man muss schon genauer hinsehen um etwas zu entdecken. Der Raum hat ein Seitenmass von ca. 20m. Später fand ich raus, das er Innenraum erst nach dem Umbau eines Bischofs im Jahr 447 so wie heute aussieht.


    Vor dem Grab befindet sich ein gr. Platz, von dem aus man eine sehr schöne Aussicht hat. Geht man aus dieser Tür wieder auf dem Vorplatz und schaut nach rechts, sieht man einen angrenzenden gigantischen Säulengang.


    Ein Bick auf die Uhr - Upps - jetzt aber im Doppelgäsemarsch zurück. Ich machte mich auf den Rückweg. Was vorher stetig nach unter ging, verlief jetzt logischerweise jetzt bergauf und ich hätte gern mal die Augen geschlossen, mit den Fingern geschnippt und am Besucherzentrum gestanden. Irgendwann traf ich dann Martin wieder und wir liefen gemeinsam zurück.
    Petra sieht, je nach Sonnenstand - und Tageszeit immer faszinierend anders aus. Gegen 15.30h kamen wir, an dem Anfang der 80 Jahre eingerichteten Besucher Zentrum an



    und hatten die ca. 400m Höhenunterschied etwas pustend gemeistert. Aber nicht nur wir sahen nicht mehr ganz so taufrisch aus, vielen anderen Besucher konnte man die Strapazen im dennoch begeisterten Gesicht ablesen. ......


    ENDE des ersten Tages in Petra ..

    Hallo Christoph,


    dein Video über die Delfinfahrt mit SimSim ist erste Klasse.:up: Vielen Dank.


    Nur wer so ein Fahrt schon mal mitgemacht hat, kann nachempfinden was in einem vorgeht, wenn man mit diesen herrlichen Tieren in freier Natur schwimmen kann. Unbeschreiblich!! Nach meiner Erfahrung ist SimSim der beste Anbieter für solche Fahrten aufs Meer hinaus.

    Hallo Gabi,


    bin nicht Christoph - hoffe trotzdem antworten zu dürfen. :wink:


    Ein Eintagesausflug nach Kairo ist aus persönlicher Erfahrung gut machbar, sehr intensiv und ein bisschen anstrengend - OK!


    Mich würde interessieren: Wäre es nicht sinnvoller und auch stressfreier gewesen, diese weite Strecke per Flugzeug zurück zu legen?


    Mit dem Flugzeug ist es auf jeden Fall stressfreier und sehr gut zu machen. Wird auch von den Ausflugsanbietern angeboten. Man ist in knapp einer Stunde von Hurghada aus in Kairo.


    Man kann so etwas auch sehr gut individuell machen. Vor Ort einen Flug in Egypt Air Reisebüro nach Kairo buchen. Ich hab mich am Flughafen mit einem perfekt Deutsch sprechenden "Reiseführer" getroffen. Wer interesse hat ..:wink:


    So kann man sich die Besuchspunkte auch selbst zusammenstellen. Es gibt soviele Möglichkeiten.


    LG conny

    Moscheen waren schon immer ein sehr beliebtes Motiv "meiner Kamera" und so entstand - eher ungewollt - eine etwas lose Chronologie einiger Bauphasen der "Neuen" in der Stadt am Roten Meer.



    Los gehts:


    Am 13.11.2006 war ich am frühen Nachmittag am Hafen in Hurghada unterwegs und knippste diese, schon etwas in die Jahre gekommene Moschee.



    die man 2007 abgerissen hat und irgendwann mit dem Bau einer Neuen begann.



    Am 12. April 2008 war man schon ganz schön weit vorangekommen




    Im November 08 reiste ich mit Freunden nach Dahab und konnte leider keine Aufnahme machen



    Aber im März 2009



    da sah die Baustelle schon wieder ganz anders aus.




    November 09 - da hatte ich sie schlichtweg vergessen. :oops:



    Im März 2010 war die Zeit mal wieder etwas knapp, daher gibt nur eine einzige Aufnahme. Aber man kann erkennen, das es noch kein Minarett gibt.



    November 2010 - ging die Reise wieder nach Dahab 8) .


    Im März 2011 schaute ich aber wieder mal bei "ihr" vorbei ..



    inzwischen hatte das Hauptgebäude Farbe und zwei Minarette waren hinzugekommen





    Im November 2011 guckte ich wieder nach den "Rechten". ..



    Den Vorplatz hatte man zwischenzeitlich mit Marmoplatten ausgelegt und er sah einfach klasse aus.


    -


    Mein letzter Besuch war Ende März 2012, da mussten die Gläubigen leider noch vor der Tür beten, weil die Innausbauten noch nicht abgeschlossen waren. Inzwischen ist alles fertig.



    Das Gelände [war] ist ringsum eingezäunt und u.a. mit folgenden Hinweisen für weibliche Besucher versehen:



    An der nördlichen Seite des Zaunes kann man sich aber, z.B. Galabiys mieten. Genau das werde ich "inshallah" im Herbst machen und hoffe, dass es eine passende für mein "Fahrgestell" auf Lager haben.



    Ach, jetzt hätte ich fast diesen Aufruf vergessen



    unter dem eine Spendendose aus dünnem Sperrholz

    - aber mit 2 dicken Vorhängeschlössern hing ....



    Nach dem die Innenarbeiten inzwischen auch abgeschlossen sind, war vor ein paar Tagen endlich offizielle Eröffnung der neuen - wunderschönen und sehr großen Moschee am Hafen von Hurghada.


    Eigentlich braucht man den Weg von der neuen Marina aus nicht zu beschreiben, da man diesen Prachtbau nicht übersehen kann.

    Dugons


    In der Gegend vom Mersa Alam (Abu Dabbab) findet man sie noch, nach meinem Wissen waren es mal zwei. Eine ist vor kurzem tot am Stand aufgefunden worden.


    Dugongs halten vorzugsweise in geschützten und seichten Gewässern auf, deren Temperatur nie unter 18° Celsius absinkt. Man begegnet ihnen darum an den Küsten der Tropen und Subtropen, wie z.B. an der Ostküste Afrikas und dem Roten Meer. Dugongs sind leider in manchen Bereichen ihrer Verbreitungsgebiete sehr selten geworden und die Bestände nehmen weiterhin rapide ab.


    Dugongs ernährt sich hauptsächlich von Seegras. Deshalb findet man sie in der Nähe von ausgeprägten untermeerischen Seegraswiesen, wie sie in warmen Gewässern häufig vorkommen. Dugongs sind große Tiere. Erwachsene Exemplare können über 800 kg schwer und bis zu vier Meter lang werden.


    Ich finde sie faszienierend und sehr schön, schaut mal hier:


    Hallo Jürgen,


    sollte ich beim nächsten mal, was nicht unwahrscheinlich ist, die klassische tour hurghada mit nilkreuzfahrt absolvieren, wäre es da nicht praktikabel, daß ich bei der einreise meine 12 dollar für das visum bezahle um damit nicht den unverschämten wechselkurs des euro notgedrungen akzeptieren zu müssen?


    Das Visum kostet 15 Dollar! Der Preis ist aufgedruckt



    Eigentlich kann sich jeder sein Visum am Bankschalter kaufen. Dort kommt der Preis (auch in €) in etwa immer hin. Ich tausche zu Hause keine Dollar mehr ein, kostet ja ggf. auch.



    Bei Nilkreuzfahrten kommt es auf den Veranstalter an.


    - Es gibt welche (oft sind es die günstigen), die arbeiten das Visum in ihre AGB`s mit einem Pauschalpreis von 25€ ein.
    Bei denen, die es eingearbeitet haben wirds schwierig. Denn bei der Buchung geht man einen Vertrag ein und hat in der Regel die AGB`s gelesen und diese anerkannt. Jetzt ist man praktisch gezwungen die 25€ abzudrücken.
    Ist mir im letzten März so ergangen, habe mail um mail geschrieben, ihnen erklärt, dass ich bereits eine Blanko Visa Marke habe und keines bräuchte. Keine Chance, wenn ich die 25€ nicht zahlen wolle, hätte ich zudem keinen Anspruch auf Flughafen- usw. Betreuung.

    - Andere informieren, dass ein Visum benötigt wird und dieses beim Reisleiter vor Ort erworben werden kann.
    Beim denen hast du wie Wahl, entweder du nimmst das vom RL oder du gehst zum Bankschalter und kaufst dir dort die VisaMarke.


    - Dann gibt es noch Reiseveranstalter, bei denen ist das Visum im Reisepreis enthalten.

    Moin Jürgen,


    das zwei-euo-stück ist scheinbar so eine art zweitwährung im lande. dies habe ich gleich nach der ankunft beim besteigen des transfer-busses gemerkt, als der busfahrer, der die koffer eingeladen hat, uns unmißverständlich darauf hingewiesen hat, daß er nun 2 euro trinkgeld zu bekommen hat. in seiner hand befanden sich schon einige münzen. ein euro war ihm zu wenig.


    Zu verlangen hat er gar nichts, Backschisch war schon immer freiwillig, zudem hat er einen Jop und wird dafür bezahlt. Der sollte mich mal nach 2 € fragen :twisted:
    Denn genau solche und vor allem völlig überzognenen Forderungen sind es, die viele Touristen abschrecken und dabei sind sie nicht mal ganz unschuldig daran. Sie haben mit Zeit und ihrer Euro geberei - die Preise mit gemacht.


    Mal angenommen, ein Busfahrer hat am Tag 6 Touren vom Flughafen zu den Hotels hat und er pro Fahrt von nur 10 Leuten 2€ bekäme, hatte er zum Feierabend an einem Tag 120€ in der Tasche.


    Zum Vergleich: Eine Kinderärztin in einem Staatlichen Krankenhaus in Kairo verdient im Monat hochgerechnet 200€. Ein Lehrer hat gerade mal 100 €.


    In den Hotels läuft es etwas anders. Alle Trinkgelder - auch die von den Zimmerboys - kommen in einen großen Topf. Ob das spätere Verteilungsverhältnis wirklich gerecht ist weiß ich leider nicht.



    Zitat

    münzgeld kann man in ägypten scheinbar nicht gegen devisen bei der bank einwechseln.


    Doch jürgen :wink:, aber nur Leute, die ein Konto haben. Wegen diesem Dilemma hat sich so eine Art neuer Geschäftszweig: "ich tausch für dich und will was vom Kuchen abhaben" entwickelt.


    Zitat

    die zwei-euro-münze hat tatsächlich die gleiche größe wie die ein-pfund-münze ..


    Nicht ganz, die 1 LE Münze ist eine Idee kleiner als ein 2 € Stück und gerinfügig größer als die 1 € Münze.

    Das sind praktische Reisetipps, die sehr wertvoll sind. Danke, Conny!


    Immer gern liebe ELMA. ;-) Es macht mir einfach Freude auch anderen mein Lieblingsreiseland näher zu bringen.



    Zitat

    1 € = 1 EP ....


    OOh nein, 1€ war schon immer mehr wert. Für 1€ bekommt man heute am 17.2.2013 - gerundet 8,90 EP/LE.


    Die Ägyptische Währung ist zurzeit im "Sinkflug" das ist zum Vorteil der Touristen und zum enormen Nachteil der Ägypter. Das, was sie verdienen ist immer weniger wert - aber die Preise, vor allem bei den Grundnahrungsmitteln, steigen.


    Reisetipp: Wer in die USA fliegt bezahlt in Dollar, ist ganz normal!
    Wer nach Ägypten fliegt, sollte genau so handeln und immer in mit Landeswährung bezahlen - vor allem Trinkgelder. Kl. Beispiel: Viele geben aus Unwissenheit (oft auch aus Bequemlichkeit) einfach so mal 1€, z.B. für die Auskunft nach dem rechten Weg. Das ist viel zu viel.


    Zu anderen haben viel Leute vor Ort kein Bankkonto. Einfach in eine Bank zugehen und die Münzen umzutauschen geht nicht. So hat sich aus dieser Situation ein neuer "Geschäftszweig" entwickelt. Der Tauscher will fürs tauschen seinen Lohn.


    Wer schon mal vor Ort war kennt sicher folgende Situation. Man geht spazieren, ein Ägypter kommt, hält 10 € Stücke in der Hand, die er gern in einen Schein tauschen möchte. Wer unsicher ist, sollte die Bitte abschlagen.


    Denn seit es die oben gezeigten 1 LE Münzen gibt hat der Betrug mit diesen zugenommen. Durch die Ähnlichkeit werden sie gern mal mit einer oder auch zwei EP/LE gemischt.


    Wer den Leuten dennoch helfen will, muss sich zum Eigenschutz, die Zeit nehmen, in Ruhe und gebührenden Abstand - jede Münze zu kontrollieren.


    Ich hoffe, dass das geschrieben einigermaßen verständlich ist, wenn nicht - BITTE nachfragen.

    Die Ägyptische Währung oder Ägyptische "Mäuse"



    In Ägypten sind überwiegend Geldscheine im Umlauf. Ich finde sie sehr schön, solange sie neu sind und wer hätte gedacht: Das die Ägyptischen Geldscheine als eine der ersten Währungen, ein Wasserzeichen als Echtheitsbeweis trugen. In der Weltwähnungssprache nennt man es EP (Egyptian Pound) oder LE (Livre Egyptienne). Die Ägypter selbst nennen ihr Geld „Gineh“.


    Münzen waren im Touristischen Alltag lange nicht im Umlauf und die Münzen von "früher" werden heute überwiegend als Souvenirs in „Sammlermäppchen“ angeboten.

    Ab Mai 2005 versuchte man 2 neue Münzen in den Umlauf zu bringen, zunächst mit mäßigem Erfolg. Es war Anfangs gar nicht so einfach für mich je ein Exemplar von einer 1 LE und einem 50 Piasterstück aufzutreiben. Das ist inzwischen anders. Im April 09 wurden sie schon an sehr vielen Supermarktkassen als Wechselgeld genutzt. Inzwischen sind sie aus dem normalen Alltag nicht mehr wegzudenken.


    Die Ähnlichkeit zu unseren Münzen ist schon erschreckend.



    Die untere Abbildung zeigt 50 Cent und daneben 50 Piaster




    Die Geldscheine haben, je nach Wertigkeit, eine andere größe. Je höher der Wert, je größer der Schein. So einfach ist das. Die hier abgebildeten Scheine entsprechen nicht ihrer wahren Größe.



    5 Piaster (diesen Schein gibt es fast gar nicht mehr) man bräuchte 20 dieser "Scheinchen" um 1 LE zu haben.


    10 Piaster (ist auch nicht mehr im Umlauf)

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    1 LE (der wichtigste Schein im Alltagsleben, jedenfalls bis 2010) seit 2011 wird er von der 1 LE Münze abgelöst.


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    5 LE - die folgenden sind alle im alltäglichen Umlauf


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    10 LE


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    20 LE


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    50 LE


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    100 LE


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    Und hier der Größte - ein 200 LE Schein!


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    Wenn ich keine LE`s vom letzten Ägyptenaufenthalt mehr in der Tasche habe, tausche ich bereits bei der Ankunft am Flughafen 10 oder 20 Euro. Vorteil: an diesem Bankschalter gibt es auch die günstigere Visamarke.


    Versucht euch beim Tauschen dagegen zu wehren, dass ihr immer nur gr. Scheine, wie 50-er oder gar 100-LE-Noten in die Hand gedrückt bekommt! Versucht beharrlich auch an die kleineren Scheine und jetzt auch 1 LE Münzen zu kommen.


    Die Großen sind nicht wirklich „Alltagstauglich“. Denn bereits der Kofferträger am Flughafen und dann der Boy im Hotel erwartet ein kleines Bakschisch, da reichen 1-2 LE


    Wenn ihr später vorhabt was Größeres zu kaufen, oder eure Hotelrechung zu begleichen, dann ist es wiederum nicht so tragisch.


    In den Städten u. Touristenzentren ist die Geldversorgung problemlos. Zudem gibt es in fast allen Hotels kl. Haus-Bankschalter. Wer "Bares" in einer Bank oder auch Wechselstube tauscht, sollte unbedingt eine Quittung verlangen und sofort vor Ort genau nachzählen.


    In der Stadt kann man inzwischen an unzähligen Automaten per EC-Card (4stelliger PIN erforderlich) oder Kreditkarte (verbreitet sind MasterCard und VISA) Geld wie zu Hause abholen. Diese Bequemlichkeit und Service kostet natürlich was. Meine HausBank nimmt pro Abhebung, 4,60 € Gebühren. Bisher hatte ich noch nie Probleme, wenn ich per EC-Card Geld geholt habe. Die Summen stimmten bei der späteren Überprüfung immer.


    Hinweis: Die oder neuere EC Karten müssen ggf. für Auslandseinsätze freigeschaltet werden. Erkundigt euch vor der Reise bei eurer Hausbank.


    Vertrauenswürdige Banken vor Ort, die recht viele Filialen haben:
    HSCB, CIB, NSGB, Audi Bank (hat nix mit der Automarke zu tun, ist ne Saudische Bank

    ), National Bank of Egypt usw..


    Vorsicht: Seit 2009 häufen sich die Beschwerden von Urlaubern, die bei der "Bank Misr" per EC-Card Geld abgeholt haben. Einige Automaten versagten den "letzten" Dienst und gaben kein Geld heraus. Die Kunden entdeckten später aber, dass der Betrag ohne Gegenleistung abgebucht war.


    Wenn`s Geld mal alle ist - aber der Urlaub noch lang

    : In Notfällen können Freunde oder Verwandte von zu Hause aus, bei jeder Postbankfiliale Geldmittel per "Western Union Money Transfer" zugunsten Dritter einzahlen. Die Auszahlung an den Berechtigten ist weltweit innerhalb von max. 2 Stunden bei jeder Western Union Filiale möglich. Der Empfänger muss sich mit einem gültigen Reisedokument ausweisen und Fragen zu Höhe und Herkunft des erwarteten Geldbetrags beantworten können. Leider sind die Überweisungen nach Ägypten nicht ganz billig.

    November 2010 - Meine zweite Reise zur Gezira el Faraun – Pharaoneninsel (Coral Island)



    Wir starteten um 6.30h von Dahab aus - in Richtung Nuweiba. Auf der sehr gut ausgebauten Strecke passiert man nach kurzer Zeit zwei Checkpoints an Straßengabelungen.


    Immer und immer wieder: ist eine Fahrt durch die Wüste ein absolutes Erlebnis, denn sie sieht nie gleich aus. Mal Gold gelb, mal unendlich Weit, je nach Sonnenstand mal anmutig, mal bizzar und dass es gerade in dieser unwirtlichen Gegend auch noch herrlich grüne Vegetation gibt, ist einfach unfassbar.



    Eine Weile hinter Nuweiba führt die Straße recht nah am wunderschönen Golf von Aqaba und an unzähligen, direkt am Wasser gelegenen Camps entlang



    Dann erreichten wir das Gebiet, das in den letzten Jahren neu gewachsen ist: Taba-Heights. Unzählige märchenhaft anmutende Hotelgebäude wurden aus dem Wüstenboden gestampft.



    Nicht weit von unserem Ziel entfernt liegt rechte Hand, weit unterhalb der Straße die wunderschöne Bucht „The Fjord - Marsa Murakh“, die heute unter Naturschutz steht und das ist "el Hamdulla" auch gut so. Denn ansonsten wäre sie sicher auch schon mit einem, oder gar mehreren Luxus Hotels zugebaut. 2008 hielten wir hier zu einem herrlichen Schnorchelstop an.



    Einige km später lag sie vor uns – die s.g. PharaonenInsel - wunderschön malerisch gelegen im Golf von Aqaba. Die Insel liegt hinter Taba-Heights und ca. 7 km südlich von Taba (Ort). Natürlich ist das Gelände auch Touristisch hergerichtet. Es gibt einen Busparkplatz, ein Restaurant, einige kl. Shops, einen auf einer Terrasse gelegenen Pool und einen netten Strand, mit Blick auf die Insel.


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    Auf Pharaos Island ist eine sehr schöne, gut restaurierte Festung zu besichtigen, die im 12. Jahrhundert entstanden ist und im 19. Jahrhundert sogar noch von Napoleon genutzt wurde.



    Sie liegt nur ca. 300 Meter vom Ufer entfernt und bietet einen herrlichen Rundblick auf die Küsten der Nachbarländer Israel, Jordanien, Saudi-Arabien und natürlich Ägypten. Taucher schätzen die Insel u.a. wegen der blauen Lagune,


    ihrem wärmeren Wasser und den üppigen Korallengärten, die sie umgeben. Vom Festland erreicht man die Insel per kl. oder größerem Motorboot.


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    Ihr Name - „Pharaoneninsel“ ist eigentlich ein bisschen irreführend, denn sie hat mit den ägyptischen Pharaonen nichts wirkliches gemein. Belegt ist, dass ein Sultan namens Saladin die Insel eroberte und aus den burgähnlichen Gemäuern eine Schutzfestung für Mekka-Pilger darauf errichtete. Es sind sehr gut erhaltene Ruinen die von grund auf „restauriert und renoviert“ wurden. Bei meinem ersten Besuch 2008 sah es hier noch aus wie "Kraut und Rüben", dass gehört inzwischen der Vergangenheit an, aber bis heute wird daran herum gewerkelt.


    Allein der Anblick dieses Bauwerkes auf dem Hügel - mitten im Golf v. Aqaba - fasziniert enorm. Und von der Insel hat man wiederum einen herrlichen Rundumblick


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    und kann nach dem Rundgang, bis das Boot wieder ablegt - schön schnorcheln oder auch nur schwimmen.


    entweder im warmen Meer- oder im "Ar...kalten Pool" (der im Sommer sicher um einiges wärmer ist):wink:


    Wer am Festland bleiben will und von hier aus ins Meer möchte, der benötigt unbedingt feste Schuhe, der Uferrand und weiter ins Wasser ist sehr uneben und von großen und kl. Steinen übersäht.


    Einen Sinaiaufenthalt - ohne Besuch auf der Pharoneninsel kann ich mir nicht mehr vorstellen.


    Und wer im Anschluss noch so richtig gut Essen und irre toll Chillen möchte, der hält auf dem Rückweg am => Castle Zaman - Sinai an.

    "Castle Zaman"


    Rückblende:
    Den Namen "Castle Zaman" kannte ich seit Jahren - aber ......... ! Bei unserem Dahab Aufenthalt 2008 hatte ich Ramadan schon einmal nach dem Objekt gefragt, seine Antwort: das es sich um einen SchickiMicki-Schuppen für reiche Ägypter handle und nichts besonderes sei. Deshalb ließen wir es seinerzeit außen vor.


    Zwischenzeitlich hatte ich recherchiert und deshalb musste ich diesmal unbedingt dort hin, koste es was es wolle und so nahmen wir -schon bei der Gesamtplanung unseres Dahabaufenthaltes- das Castle fest ins Ausflugs- oder Vorhabenprogramm auf. Später koppelten wir den Aufenthalt, mit einem vorherigen Besuch der Pharaonen Insel.
    Am abend zuvor klingelten wir im Castle Zaman kurz durch - um zu erfragen, ob „normalsterbliche“ Besucher auch eingelassen werden? Die freundliche Antwort: Kar, jeder ist sehr herzlich Willkommen. Wir öffenen um 14h.


    09.11.2010- Nach dem Besuch auf der Pharaonen Insel fuhren wir von Norden kommend direkt dorthin. Von der Hauptstr. bogen wir nach rechts ab und standen vor einer Schranke, zu der gleich ein wieselflinker Mann eilte, uns sehr zuvorkommend Begrüßte und aufklärte, dass pro Person 100 LE zu zahlen wären. Erst hinterher stellte sich raus, dass der Eintrittspreis in die Verzehrrechung einfließt.


    Ein bisschen was zur Geschichte dieses faszienierenden Gemäuers:


    Der - hin und wieder – u. a. in New York lebende Ägyptische Star Architekt, Karikaturist und Visionär (und guter Kumpel der Sawiris Brüder) Hany Roshdy hat sich mit diesem Anwesen den Traum von einem festungsähnlichen ECO- Restaurant erfüllt.
    Ursprünglich wollte er ein etwas größeres Privatanwesen am Stand bauen, bekam aber keine Genehmigung, merkte aber schnell, dass man für Touristische Objekte die erforderlichen Baugenehmigungen sehr wohl und auch fixer bekam.
    Gebaut wurde ausschließlich mit Basalt und Granit, ohne Metall oder Stahl, alle Lampen wurden aus Recycling-Glas und mit einem sehr feinen Auge für Details angefertigt. So fügt sich das Gemäuer hervorragend in die Landschaft der fantastischen Sinaiberge ein. Vermischt wurde- u. wird historisches mit modernem Komfort und prickelnder Eleganz.



    Ausgestattet ist das architektonisch faszinierende Anwesen u. a. mit:


    • einem herrlichen Blick auf die Küste Saudi Arabiens,
    • mit einem hervorragenden (und auch einzigartigen) „Slow Food Restaurant“
    • ein aus dem natürlichen Felsen gehauenen Natur Swimmingpool,


    -


    • mit u. a. grandiosem Ausblick auf den, zum Castel gehörenden Standabschnitt, mit fast weißem Sand, den man durch einen Tunnel erreichen kann. .....



    Vom Gästeklientel scheint man hier, ganz auf gehobenere „Eintagesausflügler" aus zu sein. Auch deshalb ist das Castel ggf. noch ein Geheimtipp der besonderen Art.


    Ich persönlich könnte mir eine besondere Familienfeier, oder gar eine Hochzeit - in dieser fantastischen Umgebung verdammt gut vorstellen.


    Man muss nicht unbedingt zum chillen auf die Antillen! Castle Zaman tut`s ggf. auch!


    Wer sich z. B. kulinarisch aus der hervorragenden Küche verwöhnen lassen möchte, der braucht Zeit, die sich dann aber wiederum, durch einen umwerfenden Gaumenschmaus auszahlt. Das Verwöhnprogramm ist halt vom Feinsten, denn die Gäste werden u. a. mit frischen Meeresfrüchten, Huhn- Rind- o. Lammfleisch, verschiede landestypische Gemüse- und natürlich mit Obst verwöhnt, dass es nur so schnackelt.
    Pro Person kostet der Spaß 40€ - ohne Getränke.


    Die Gerichte werden in alter Beduinentradition langsam in Tontöpfen in der Erde gegart und brauchen nach der Bestellung so ca. 2 1/2 bis 4 Std..
    Und wem die Zeit bis zum Essen zu lang wird, der schlürft einen Cocktail, Surft im frei verfügbaren Internet, genießt den grandiosen Blick aufs glitzernde Meer, schwimmt ein bisschen im Pool und duscht sich hinterher in den tollen Waschräumen usw..



    – irgendwas Nettes wird sich schon finden. Überall gibt es kl. Nischen, wo man sich auch mal zurückziehen- und einfach nur genießen kann.



    Durch eine aufklappbare Tür am Erdboden gelangt man ins Kellergewölbe,



    in dem sehr geschmackvoll Beduinenhandwerk ausgestellt ist, das man natürlich auch kaufen kann.




    Wenn ich das nächste Mal auf die Sinaihalbinsel komme, wird Castle Zaman auf jedenfall auf meinem Plan stehen.


    Die Location ist von Dahab ca. 100 und von Sharm El Sheikh ca. 180 km entfernt.



    Tipp: Wer mit mehreren Personen anreisen will, der sollte eine vorherige Bestellung oder Reservierung - unter 0020 182140591 oder 0020 182140591 in Erwägung ziehen. Es wird kein Deutsch, sondern nur Englisch gesprochen.


    Völlig fehl am Platze sind allerdings Stöckelschuhe, die würden nicht lange halten. :crazy:


    Schade ist, dass die Burg absolut nichts für Kinder (darauf wird auch ausdrücklich hingewiesen) und leider auch nicht für Behinderte geeignet ist. Im letzteren hinkt Ägypten noch sehr hinterher, obwohl ich auch anmerken muss - dass sich seit meinem ersten Besuch im Land - in einigen Hotels jedenfalls, schon sehr viel getan hat.


    Wer sich evtl. die anderen Bilder anschauen möchte, der muss hier auf: Castle Zaman klicken.