Beiträge von claus-juergen

    Fast so ein bissel wie Angkor Wat! Danke, Jürgen!

    hallo Heiko,


    eigentlich wollte ich mir schon jahrelang Angkor Wat im benachbarten Kambodscha anschauen. Nun, nachdem ich Ayutthaya zumindest etwas kenne, habe ich aus folgenden Gründen davon Abstand genommen:


    In Angkor Wat ist es genauso heiß wie hier. Dazu kommt, daß die gesamte Anlage viel größer ist und damit auch viel weitere Strecken zurückgelegt werden müssen. Auch ist die Besucherzahl dort immens hoch. Ich würde eh nicht während der Regensaison dort sein wollen so wie die meisten anderen auch. Folglich sind all diese Faktoren nun für mich persönlich Ausschlußgründe für den Besuch von Angkor.


    Dazu kommt, daß Kambodscha eben nicht Thailand ist. Das Land ist wesentlich ärmer als Thailand. Damit verbunden sind nicht nur Korruption auf allen Ebenen, sondern viel Dreck in der Landschaft und eine schlecht funktionierende Infrastruktur.


    Dem könnte ich zumindest zum Teil entgehen, wenn ich eine organisierte Busreise mit Führung nach Angkor Wat buche. Aber dafür bin ich nicht der Typ. ;)


    grüsse


    jürgen

    Vor wenigen Monaten bin ich von Bangkok aus mit dem Zug nach Ayutthaya, einer nicht allzu großen Stadt 70 Kilometer nördlich davon gefahren. Allein schon die Zugfahrt war für mich ein Erlebnis, weil ich diese selbst organisiert habe und so einmal zweiter Klasse und einmal dritter Klasse gefahren bin. Wer sich für diese Anreise interessiert, dem habe ich dazu folgenden link.


    Fahrt mit dem Bummelzug von Bangkok nach Ayutthaya


    Ayutthaya war vom 14. bis zum 18. Jahrhundert die Residenz des Königs von Siam. Dieses Königreich lag immer wieder mal im Krieg mit den Nachbarn aus Birma, dem heutigen Myanmar, aber auch den Khmer im heutigen Kambodscha. 1767 wurde die Stadt im siamesich-burmanischen Krieg so stark zerstört, daß eine neue Hauptstadt mit dem Namen Bangkok flußabwärts gegründet wurde. Heute im 21. Jahrhundert ist Thailand sowohl wirtschaftlich als politisch wesentlich bedeutender als die beiden Nachbarstaaten.


    Ayutthaya ist seit jeher das kulturelle Erbe des Königreichs Thailand auch wenn Tempel und Paläste nur noch als Ruinen vorhanden sind. Näheres zur Geschichte und den Sehenswürdigkeiten der Stadt findet ihr in Wikipedia:


    "Nach einer frühen Gründung durch die Khmer erweiterte der Fürst U Thong die Stadt und machte sie im Jahr 1351 zur Hauptstadt seines Königreiches, nachdem er auf der Flucht vor einer Windpockenepidemie aus Lop Buri hierher geflohen war. Bereits Anfang des 15. Jahrhunderts war Ayutthaya eine ernst zu nehmende Macht. Darauf folgte eine mehr als 400-jährige Periode der Herrscher von Ayutthaya. Insgesamt 35 Könige beherrschten mehr oder weniger große Gebiete Siams und erweiterten die Hauptstadt stetig.

    Sanphet Prasat (königlicher Palast), Modell in Ancient City, Bangkok


    Seit dem 16. Jahrhundert kamen auch europäische Kaufleute in die Stadt und berichten voller Begeisterung vom Glanz und der Pracht der Architektur. In ihrer Blütezeit war Ayutthaya eine Weltstadt mit den drei Königspalästen, 375 Tempelanlagen und 94 Stadttoren, die von 29 Verteidigungsforts geschützt wurde. Franzosen, Portugiesen, Briten, Holländer und Japaner wohnten in ihren Stadtbezirken, abgesondert von den etwa 1 Million Siamesen der Hauptstadt. Die Europäer besaßen eigene Kirchen, von denen die Kathedrale St. Joseph aus dem 18. Jahrhundert noch erhalten ist.


    Der Reichtum gründete auf den reichen Ernten der fruchtbaren Zentralebene sowie auf Steuern und Abgaben, die auf Handel und Transport erhoben wurden. Handelsbeziehungen bestanden mit China, Java, Malaysia, Indien, Ceylon, Persien, Japan, Portugal, Frankreich, Holland und England. Die enorme Entwicklung in der Architektur, Malerei und Literatur verdeutlicht den Wohlstand. Gold war ein vielbenutztes Metall, als Blattgold verwendet bei Buchbindern, Gemälden und ganzen Gebäuden (viele Chedis zum Beispiel waren goldüberzogen).


    Zunächst von Erdwällen und Palisaden geschützt, wurde sie um 1550 mit einer Ziegelmauer befestigt. Mehrere Belagerungen durch die Birmanen konnte sie im Laufe der Geschichte überstehen, ehe sie am 7. April 1767 erobert, geplündert und fast vollständig zerstört wurde. Ayutthaya erholte sich von dieser Katastrophe nicht mehr, 15 Jahre später gründete König Rama I. (Phra Phutthayotfa Chulalok) circa 80 Kilometer flussabwärts die neue Hauptstadt Bangkok (bzw. dessen historisches Zentrum Rattanakosin), wobei er die Struktur und wichtige Gebäude der alten Hauptstadt kopierte (unter anderem mit dem Großen Palast) und dabei sogar Steine aus dem alten Ayutthaya verwendete, um die Kontinuität der Macht und Ruhms der früheren Metropole fortzuführen.[2][3]" 


    (aus Wikipedia)


    In Ayutthaya gibt es einen sogenannten Geschichtspark. Eine große Zahl von Tempel- und Palastanlagen mit ehemaligen Nebengebäuden sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Wer alle sehen will, muß sich wohl mehrere Tage Zeit dafür nehmen. Ich war nur einen Nachmittag in der Stadt.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichtspark_Ayutthaya


    In diesem Bericht stelle ich euch nur zwei Tempelanlagen vor, die ich im letzten März besichtigt habe. HIer an der Straße befindet sich die Ruine eines weniger bedeutenden Tempels mit dem Namen Wat Khok Muang. Der Begriff Wat steht für Tempel.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31811



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31810



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31812




    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31813



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31814


    Wir kommen zu einer der bedeutendsten Tempelanlagen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31815


    Der Wat Mahathat ist einer große Anlage im Zentrum der Stadt. Gegen ein geringes Eintrittsgeld kam man die Ruinen besichtigen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31818



    Das Schaubild zeigt die Anlage vor der Zerstörung.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31807


    Auch dieser Prang links und der Chedi rechts gehören zur Anlage, befinden sich jedoch außerhalb des Geländes.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31808



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31816



    Alle Gebäude sind aus gebrannten Lehmziegeln errichtet. Der Fluß Chao Phraya bildet hier eine Insel auf welcher die alte Königsstadt vor etwa einem Jahrtausend erbaut wurde. Die Ablagerungen des Flusses sind zum großen Teil Lehm.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31819



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31820



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large


    Der Rasen wird außerhalb der Regensaison bewässert.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31822


    An diesem Baum erkennt man sehr gut, wie der Urwald wohl schon bald alles verschlingen würde wenn der Mensch dem nicht Einhalt gebietet.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31823



    Die dunklen Steine sind Fragmente von Buddha Figuren.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31824



    Hier sind sie in besserem Zustand


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31825



    Der Prang links im Bild steht tatsächlich schief. Aus Lehm ist fast alles gebaut auf dem instabilen Schwemmland des Chao Phraya. Der Untergrund ist folglich kein ideales Fundament für schwere und große Bauten.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31826



    Nicht für alle Schülerinnen ist der Geschichtsunterricht im Freien interessant. Manchen Mädels macht es mehr Spaß einem fotografierenden Farang (bleichen Ausländer) zuzulächeln.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31827



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31828



    Viele alte Steine und Ziegel und wenige Besucher. Kein Wunder, gefroren habe ich nicht in der Anlage im März. ;)


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31829



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31831



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large



    Tatsächlich ist es schon anstrengend bei hoher Luftfeuchtigkeit und ziemlicher Hitze über das Gelände zu laufen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31832



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31833



    Buddhafiguren wie diese gab es wohl hunderte wenn nicht gar tausende in der damaligen Königsstadt.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31834


    Eine Buddha Figur gilt auch noch als heilig, wenn sie beschädigt ist. Die Buddhisten schmücken sie mit Blumen oder farbigen Stoffen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31835



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31836



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31837


    Bei aller Liebe zur Kultur würde ich nicht zwei Tage hier bleiben um jeden Tempel oder jede Palastanlage gesehen zu haben. Man kann natürlich auch Roller oder Fahrräder ausleihen. Wer zu bequem dazu ist, kann sich auf einem Elefanten durch die Stadt tragen lassen. Aber auch dabei sieht man nur einen Bruchteil der Anlagen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31838


    Ich habe mir nach der anstrengenden Besichtigung eine Original Thai-Cola und einen kleinen Imbiß gegönnt und bin zurück zum Bahnhof gelaufen. Wer mich begleiten will klickt einfach diesen link an.


    Rundgang durch Ayutthaya in Thailand


    jürgen

    Weiter gehts mit dem Teil 2 meines Berichts von San Daniele.


    Hinter dem Dom komme ich zu einem Museum.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31734


    Ich weis nicht ob es an der Gegend bzw. der Provinz oder Region liegt die ja doch vor gut 100 Jahren unter den Auseinandersetzungen gelitten hat, oder an der italienischen Mentalität schlechthin. Auch in San Daniele del Friuli gibt es ein kleines Museum wo alles Mögliche aus dem Ersten Weltkrieg ausgestellt ist. Vielleicht ist so ein kleines Museum auch ein Stück regionaler Stolz auf den "gewonnenen Krieg" wohingegen ich solche Museen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg in Italien nicht kenne.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31711


    Also schaue ich mich drinnen mal um. Dies schon deshalb, weil die älteren Herren die wohl ehrenamtlich das Museum betreuen, sich über mich als Tourist und Besucher freuen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31709



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31707


    Natürlich gehören ein Maschinengewehr und die Karabiner im Hintergrund in so ein Museum.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31708


    Auch Säbel und Bajonette sind Kriegsgerät. Schließlich hatten damals alle beteiligten Armeen ja auch noch eine Kavallerie.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31703


    Stahlhelme wurden in diesem Krieg hingegen das erste Mal in großer Stückzahl verwendet. Sicherlich hat so ein Stahlhelm auch manches Leben gerettet.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31704


    Alles benötigte Gerät wurde mit Tragtieren wie Esel, Maulesel, Muli oder Pferd transportiert. Dazu brauchte man solch ein Geschirr.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31706


    Ein eigenes Geschirr hatte jeder Soldat. Meist war es aus Blech oder Aluminium. Es lag im eigenen Interesse, es selbst sauber zu halten, so weit dies überhaupt an der Front möglich war. Wassermangel dürfte in den Stellungen Alltag gewesen sein.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31705


    Welches Glückgefühl muß den einfachen Soldaten überkommen haben, wenn er ein warmes Essen in so einer Warmhaltekiste erhielt?


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31714



    Auf der Luftaufnahme ist gut zu erkennen, daß die Alpen eigentlich gar nicht weit entfernt sind von San Daniele. Nicht weit entfernt ist auch der Fluß Tagliamento.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large




    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31716


    Am östlichen Ortsrand schaue ich mir eine bauliche Besonderheit an.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31713


    Dieses Tor ist zwar verschlossen, aber rechts davon komme ich hinein, auch wenn ich kein Gast bin im Schloß Vile Masetti de Concina. Das Schloß ist heute ein Hotel.



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31736



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31725


    ein Nebengebäude


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31733


    Darin befindet sich unter anderem die Schloßkapelle.



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31737



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31726


    Im anderen Nebengebäude hat man die alten Pferdeställe restauriert.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31727



    Hier der Haupttrakt des Schlosses welches als Hotel genutzt wird.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31731



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large



    Am Ende des Parks gibt es eine kleine Terrasse die einen Blick über das flache Land gewährt.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31728



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31729



    Hier geht es hinab in darunterliegende Etagen des Schloßgartens.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large



    Auf der Weiterfahrt nach Istrien halte ich noch einmal an um zurückzublicken auf San Daniele del Friuli. Von hier aus erscheint die auf einem Hügel erbaute Kleinstadt nicht besonders sehenswert.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31723


    "So kann man sich täuschen" ist nun nach gut zwei Stunden Aufenthalt meine Meinung zu San Daniele del Friuli.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31724


    Was die Schinkenproduktion hier angeht, habe ich die euch ja bereits in diesem Rätsel gezeigt.


    I - 1840 > Friaul > SAN DANIELE > Schinkenproduktion


    jürgen

    Da ich ja ein paar mal im Jahr nach Kroatien fahre und mein Ziel dort nicht allzu weit vom Zuhause in Deutschland entfernt liegt, nehme ich mir meist die Zeit, irgend etwas am Weg anzuschauen, was mir bis dato unbekannt war. So auch vor knapp zwei Jahren in der Region Friaul Julisch-Venetien.


    Etwa 25 Kilometer nordwestlich von Udine liegt San Daniele del Friuli, Feinschmeckern als Schinkenstadt bekannt. In diesem Bericht möchte ich euch den schmucken Ort vorstellen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31681



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31682



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31683


    Schon beim Betrachten dieser wenigen Bilder fällt auf, daß die Häuser in einem Top-Zustand sind. Eigentlich ist das in Italien nicht immer so. Bröckelt hier und da mal der Putz oder die Farbe ab, stört das viele Bewohner gar nicht. Hauptsache, daß im Gebäudeinneren alles in Ordnung ist.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31686


    San Daniele teilt das Schicksal des nicht weit entfernten Venzone. Auch hier gab es in der Vergangenheit zwei schwere Erdbeben in den Jahren 1348 und 1976. Letzteres dürfte wohl der Grund dafür sein, daß der Ort nach dem Wiederaufbau heute so herausgeputzt wirkt.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31685



    Die Loggia im Palazzo Comunale...



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large



    ...hat eine massive Holzdecke.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31687


    Im HIntergrund sehen wir den Campanile des Doms San Michele Arcangelo aus dem Jahr 1725.



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31694


    Ich war an einem Sonntag mittag da und konnte mir folglich nach der heiligen Messe das Innere in Ruhe ansehen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31718



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31721



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large



    Die Orgel befindet sich nicht wie bei uns üblich über dem Haupteingang sondern im Seitenschiff.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31720



    In dem gerade mal 8000 Einwohner zählenden Städtchen gibt es auch ein Theater.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31688


    Benannt ist es nach dem Dichter Teobaldo Ciconi. Der stammt aus San Daniele und war ein leidenschaftlicher Verfechter des Risorgimento.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Risorgimento


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large


    Hier haben wir keine normale Gaststätte, sondern eine Prosciutteria, also einen Gastronomiebetrieb, der vor allem den hier produzierten Schinken im Angebot hat.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31691



    Gleich daneben wieder eine


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31693



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31695


    Schauen wir doch mal rein in die geschmackvoll eingerichtete Gaststätte.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31696



    Den Schinken ißt man nicht unbedingt als Hauptgericht, sondern als Teil des Hauptgerichts oder zum Glas Wein oder Bier einfach dazu.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large


    MIr gefällt es hier wirklich gut. San Daniele ist ein schmucker Ort.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large


    Es wird Zeit für einen Cappucino zwischendurch. Ja, mir ist schon bekannt, daß der Italiener bereits ab dem späten Vormittag keinen mehr trinkt. Aber ich bin ja auch nur ein Tourist. Oder soll ich mir doch einen Aperol Spritz gönnen?


    Ende von Teil 1.


    jürgen

    Hallo Michael,


    Wenn ich mit den alten Jugo Koral, die Bauweise der Häuser und das halb abgesoffene Boot anschaue, tippe ich auf Slowenien, Kroatien oder bzw. und Montenegro.


    Grüsse


    Jürgen

    Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Pula zum Hauptkriegshafen der Donaumonarchie ausgebaut. Die Stadt wuchs sehr schnell von etwa 500 Einwohnern bis auf 50.000 Einwohner Anfang des 20. Jahrhunderts. Neben der üblichen Infrastruktur für den neuen Hafen benötigte man auch ein Krankenhaus für die Marineangehörigen. Im Jahr 1861 wurde es eröffnet und ist seitdem immer noch ein Krankenhaus. Meines Wissens soll es nun aufgelöst werden, weil in Pula am Standort des Allgemeinen Krankenhauses ein neues gebaut wurde. Wie das alte Gebäude künftig verwendet wird, kann ich euch nicht sagen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31656


    "Das Militärhospital in Pula ist auch als Marinehospital bekannt, und wurde 1861 für die österreichisch-ungarische Militärflotte gebaut. Der damalige offiziele Name des Hospitals lautete K. u. k. Marinespital in Pola, und dort wurden vor allem Matrosen, Angehörige der Infanterie, Regruten aber auch Studenten an der Marineingenieurschule und anderen Militärinstitutionen versorgt. Die Arbeiten überwachte der technische Kapitän Viktor Damaševski, der zugleich auch Projektant war. Das Militärhospital verfügte über etwa 500 Betten, die für die medizinische Vorsorge von 5 bis 10 tausend Menschen genügten. Im Lauf seiner turbulenten Geschichte änderte sich der Name des Krankenhauses, wie auch die Regierungen; nach dem Ersten Weltkrieg übernahm es die italienische königliche Flotte und nannte es Ospedale Regio Marina, und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es zum Militärkrankenhaus für die Jugoslawische Volksarmee, aber auch für die zivile Bevölkerung und Kriegsveterane. Obwohl man es zunächst abschaffen wollte, wurde das Krankenhaus in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts revitalisiert und modernisiert; im Jahr 1981 wurde es schließlich ein modernes Krankenhaus. Das Militärkrankenhaus in Pula ist ein Beispiel historizistischer Arhitektur aus der Donaumonarchie. Der Grundriss ist in U-Form, deren Enden leicht hervorstehen. Auch der zentrale Teil der Hauptfassade steht ein wenig hervor, womit die Symmetrie des Bauwerks betont wird. Das Hauptportal ist halbkreisförmig, und die Hauptachse zusätzlich durch einen Balkon im ersten Stock betont, der ein Dreifach-Bogenfenster hat, wie auch jener im zweiten Stock. Die anderen Fenster der Außenfassade sind Doppelfenster. Die innere Fassade ist viel einfacher, und die Fenster von einfacher, rechteckiger Form."


    (aus http://www.istria-culture.com/de/militarhospital-i136)



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31649


    Ich habe mir das Gebäude schon früher einmal angesehen und war nun im Oktober zuletzt im Marinekrankenhaus, weil ein Freund dort stationär behandelt wurde.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31657


    Für ein Gebäude welches über 150 Jahre alt ist macht das Krankenhaus zumindest von außen keinen schlechten Eindruck.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large







    Im Innenhof steht noch das alte Heizwerk mit Kamin. Früher wurde das Krankenhaus mit Kohle beheizt.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31662



    Hier gibt es auch einen schattigen Park wo sich die Patienten, sofern sie nicht bettlägerig sind, tagsüber aufhalten können.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31655



    Was sich wohl unter dem Hügel im Park befindet?


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31658



    Das sind scheinbar Abluftschächte. Oder waren es früher einmal Kamine?


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31653



    Irgendwie ist es verständlich, daß in ein Gebäude, dessen Nutzung als Krankenhaus endet, nicht mehr investiert wird.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31647




    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31645



    Im Gegensatz zum Feuerlöschsystem schaut das Treppenhaus noch recht passabel aus.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31654


    Auch gibt es Aufzüge, die wohl irgendwann im 20. Jahrhundert eingebaut wurden.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31651


    Hier ein Blick in die Station auf welcher mein Freund ein paar Tage stationär auf einem Dreibettzimmer lag. Im Zimmer gibt es ein Waschbecken und einen Röhrenfernseher in welchen jedoch nur der Patient aus dem mittleren Bett etwas sehen kann. Die Zimmer selbst sind recht groß. Vermutlich waren die Räume früher für viel mehr Patienten ausgelegt. Am Ende des Flurs befinden sich zwei WC und zwei Duschen. Die WC werden von den Patienten und dem Krankenhauspersonal genutzt. Die Zimmertüren stehen den ganzen Tag offen. Wie auch in einem Krankenhaus in Deutschland gibt es eine Stationsschwester. Deren Zimmer liegt ebenfalls am Flur.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31650


    Weil mein Freund nicht bettlägerig war, sind wir bei meinem Besuch in die Cafeteria im Erdgeschoß gegangen um einen Cappucino zu trinken.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31646


    Angegliedert ist auch ein Laden wo sich Patienten das kaufen können was man entweder vergessen hat mit ins Krankenhaus zu nehmen oder wo sie sich selbst verpflegen können. Neben Brot gibt es Frischwurst und Käse, aber auch haltbare Lebensmittel und Zeitschriften.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large


    Natürlich gibt es auch verschiedene Sorten von Getränken einschließlich Bier zu kaufen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31648


    In der Cafeteria hängt dieses alte Schwarzweißbild. Allerdings zeigt es meines Erachtens nicht das ehemalige KuK Marinekrankenhaus.


    Es bleibt zu hoffen, daß der alte Kasten Marinekrankenhaus eine Folgenutzung erfährt und das schöne Gebäude der Nachwelt erhalten werden kann.


    jürgen

    hallo Elke,


    unser Nachbarort Ettringen im Unterallgäu hat seit einigen Jahren eine russisch orthodoxe Kirche. Wieso Ettringen und wie kam es dazu?


    Das ist eigentlich schnell erklärt. Wie viele Orte in der Region hatte Ettringen auch nach dem Zweiten Weltkrieg einen starken Zuzug von Vetriebenen aus den deutschen Ostgebieten. Darunter waren viele mit evangelischem Glauben. So wurde im bisher katholischen Ettringen eine evangelische Kirche gebaut.


    Im Laufe der Jahrzehnte wurde die nicht mehr gebraucht, weil die Lutheraner wie die Einheimischen sie nannten oder deren Nachkommen wegzogen oder deren Kinder katholisch getauft wurden oder was auch immer. Viele Jahre war damit diese relativ neue Kirche verwaist.


    In Augsburg und Umgebung hingegen zogen ab der Aera Gorbatschow viele Menschen aus der ehemaligen Sowjetuntion und deren Nachfolgestaaten zu. Heute wohnen alleine in Augsburg mehr als 30.000 sogenannte "Russlanddeutsche". Viele von denen sind Anhänger des orthodoxen Glaubens. So bot es sich an, daß die evangelische Kirche dieses Gotteshaus an die russisch orthodoxe Kirche verpachtete. In der Folgezeit wurden Umbauten vorgenommen und das Gebäude anders geschmückt.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31616


    Wenn schon der Kirchturm keine goldene Zwiebelhaube bekommen konnte, dann muß es die zumindest in Miniaturform sein.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large


    Leider konnte ich bisher nicht das Innere der Kirche besichtigen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=large



    Die Website der Kirche ist leider nur teilweise in deutscher Sprache einsehbar.


    http://rocor-ettringen.de/?attachment_id=1168


    grüsse


    jürgen

    hallo Elke,


    zu deinen Fragen bezüglich des Schaubildes kann ich folgendes anmerken.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31476


    Der Begriff Duzina bedeutet Länge und der Begriff Dubina Tiefe.


    Ich vermute, daß du hier oben einen Schnitt durch den Verlauf der Wasserader bis zum Quelltopf links im Bild hast und die selbe auf dem unteren Bild als Draufsicht von oben gezeigt wird. Vermutlich haben Taucher ähnlich wie im Blautopf bei Blaubeuren versucht, die Herkunft des Wassers unter der Erde nachzuvollziehen. Dort, wo du am rechten Bildrand das Fragezeichen siehst kommt wohl das Wasser von oben und die Höhlentaucher konnten bisher nicht weiter in das unterirdische Labyrinth eindringen.


    grüsse


    jürgen

    Bei der Ortschaft Sinac südöstlich von Otocac gelegen befinden sich nahe einer der Quellen der Gacka die Mühlen mit der Bezeichnung Majerovo Vrilo. Teile davon sind so gut erhalten, daß hier auch heute noch Mehl gemahlen und verkauft wird.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31476


    Die Gacka selbst ist ein ehemaliger Karstfluß, der früher nur gut 30 Kilometer lang war und mehrere Quellen hatte. Vor Jahrzehnten bereits wurde das Wasser der südlich davon gelegenen Lika über ein Rohr in die Gacka geleitet. Die gesamte Wassermenge fließt heute nordwestlich von Otocac etwa über 600 Höhenmeter hinunter zum Meer und dient dort der Stromerzeugung.


    Trotzdem gibt es noch idyllische Abschnitte vor allem im Quellbereich des Flusses.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31489


    Alle diese Holzhäuser sind Wassermühlen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31490


    Bis weit ins 20. Jahrhundert gab es an diesem relativ kurzen Fluß ganze sechzig Wassermühlen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31481


    Die hier gezeigten Mühlen oder deren Reste befinden sich nicht an einer der Gacka Quellen. Eine solche liegt ein Stück flußaufwärts und liefert das Wasser für diese Mühlen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31479


    Die Mühlen sind heute ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen, auch deshalb, weil es ein paar Schritte entfernt eine Gaststätte gibt.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31480


    Dieses Gebäude ist eine Mühle, die nach wie vor betrieben wird.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31482



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31483


    Hier die Wasserläufe unterhalb der Mühlen


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31484


    Wie schon in den letzen Jahrhunderten kann man mittels Schiebern die Wassermenge steuern um einzelne Mühlräder anzutreiben oder stillzulegen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31477



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31478


    Die Bauern kamen früher von weit her um hier das Getreide mahlen zu lassen. Mancher Müller gewährte aufgrund der großen Entfernungen dann auch Unterkunft und Verpflegung für Mensch und Zugtiere, weil nicht das ganze Jahr über gemahlen wurde.


    Südlich des Gacko Polje, so nennt man die relativ ebene Fläche wo der Fluß nach Norden fließt, befindet sich das Licko Polje, benannt nach der Lika. Dort gab es immer wieder mal Überschwemmungen oder das Wasser der Lika reichte nicht aus um die an diesem Fluß betriebenen Mühlen zu betreiben. So zogen die Bauern von dort mit ihren mit Getreide beladenen Wägen an die Lika um dort das Korn mahlen zu lassen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31491


    Hier an der Majerovo Vrilo wurde jedoch nicht nur Korn gemahlen. Auch Sägewerke wurden hier betrieben. Die Gegend ist sehr reich an Holz. Selbst die Dächer der Gebäude wurden früher nur mit Holzschindeln gedeckt.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31493


    Auf Schienen wurde der Sägewagen beladen mit einem Baumstamm ins Sägewerk gezogen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31492


    Hier noch der link zu Websites in deutscher Sprache


    https://www.tz-otocac.hr/de/an…rila-gacke-majerovo-vrilo


    http://www.np-sjeverni-velebit…lica/gackadolina/?lang=de


    Die Tonkovic Vrilo habe ich euch in diesem Bericht bereits vorgestellt. Die dortigen Mühlen sind jedoch nur noch hölzerne Ruinen.


    die Quelle der Gacka Tonkovic Vrilo bei Otocac in Kroatien


    grüsse


    jürgen

    ...

    Ist Perusic nicht ein Zentrum für Holzindustrie? Diesen Eindruck hatte ich beim Durchfahren.

    ...

    hallo Elke,


    ja, da gibt es schon ein Sägewerk am südlichen Ortsausgang Richtung Gospic. Da mir jedoch bekannt ist, daß der staatliche Holzkonzern Hrvatske Sume den größten Betrieb in Krasno im nördlichen Velebit unterhält, liegt zwar hier in Perusic eine Menge Holz auf Halde, aber ob da viele Arbeitsplätze vorhanden sind? In Krasno arbeiten 70 Menschen im Sägewerk, fahren Holz per Lkw ab und sägen in den Bergen Bäume um.


    Draußen an der Autobahnabfahrt gibt es noch ein großes Betonwerk wo wohl nicht nur Beton sondern auch Betonfertigteile hergestellt werden.


    Ob es größere Betriebe in Gospic und Otocac gibt weis ich hingegen nicht.


    grüsse


    jürgen

    hallo Elke,


    zuerst einmal gibt es nicht die Quelle der Gacka. Es sind mehrere, teils viele Kilometer auseinander liegende Quellen, deren Wasserläufe wohl alle keinen eigenen Namen haben, sondern Gacka genannt werden.


    Die bekannteste Quelle des Flusses ist die Majer Quelle, kroatisch Majerovo Vrilo bei Sinac. Dort steht auch ein Lokal welches bei meinem Besuch geöffnet war. Diese Örtlichkeit ist durchaus bekannt und wird auch touristisch vermarktet. Ich werde bei Gelegenheit auch noch einem Bericht dazu erstellen.


    Hier ein Bild vorab


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31474



    Als vernachlässigt würde ich die Gegend nicht bezeichnen. Die Infrastruktur ist nicht schlecht. Es gibt einige Pensionen im Raum Otocac, die von Besuchern der Plitwitzer Seen leben. Die sind höchstens eine Stunde Fahrzeit entfernt.


    Der Tourismus hier in der Gegend ist noch im Aufbau. Die Menschen leben von kleinen Landwirtschaften oder im Handwerk. Manche pendeln wohl auch zur Arbeit an die Küste. Im Sommer gibt es genug Arbeitsplätze im Tourismus zwischen Senj und Krk. Die Menschen pendeln jedoch eher wöchentlich als täglich.


    Vergessen darf man auch nicht, daß an der Autobahnausfahrt Perusic derzeit ein Industriepark im Entstehen ist. Auf dem Luftbild siehst du eine riesige Lagerhalle einer Spedition. Ich schätze, daß dort selbst und als Lkw-Fahrer sicher ein paar Hundert Menschen Arbeit finden.


    https://www.google.de/maps/pla…!3d44.6488611!4d15.383109


    Als Motorradfahrer sieht man ja oft mehr als bei der Fahrt mit dem Pkw. Dazu kann man an Stellen halten, die für den Stopp mit dem Auto nicht geeignet sind. Ich würde sagen, daß die Häuser in der Region keinen ärmlichen oder heruntergekommenen Eindruck auf mich erwecken. Meiner Ansicht nach leben die Bewohner eher bescheiden, aber durchaus in komfortablen Verhältnissen. Anders als an der Küste wird hier wohl oft das ganze Haus im Winter sehr lange mit Holz geheizt. Das ist wohl auch erforderlich, weil der Winter auf dieser Höhe hinter den Bergen lange dauert.


    Ich habe noch einige Bilder des nördlichen Velebit, die ich bei Gelegenheit in Berichte packen werde.


    Außerdem hoffe ich, daß ich nicht das letzte mal hier war. Mir gefällt es dort einfach gut, weil mich die Gegend an das Allgäu vor dem Aufkommen des Tourismus erinnert. So überkommt mich ein bischen Wehmut...


    grüsse


    jürgen

    Die Gacka ist ein Karstfluß in der Gespanschaft Lika-Senj. Bis vor ein paar Jahrzehnten war der Fluß 32 Kilometer lang und versickerte in einem großen Schlundloch im Karst. In den Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde ein großes Wasserkraftwerk bei Senj an der Adriaküste gebaut. Das Wasser der Gacka wird mittels Rohren zusammen mit dem Wasser der Lika hinunter zum Meer geleitet. Davor fließt das Wasser in einem betonierten Kanal in einen künstlichen See. So hat der eigentliche Fluß heute nur noch eine Länge von 11 Kilometern.


    Die Gacka selbst hat mehrere Quellen, die teilweise viele Kilometer auseinander liegen. Eine relativ unbekannte Quelle ist die Tonkovic Vrilo die ich euch in diesem Bericht zeigen möchte. Die Quelle liegt etwa acht Kilometer südlich von Otocac.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31437


    Wie auch andere Quellen des Flußes bildet diese hier einen Quelltopf. Das rosa Gebäude im Hintergrund ist das regionale Wasserwerk. Von dort aus werden alle Ortschaften im weiteren Umkreis mit Trinkwasser versorgt. Nach Auskunft eines Bediensteten ist sogar Krasno im nördlichen Velebit angeschlossen. Der Ort liegt nicht nur viele Kilometer entfernt, sondern auch viele hundert Meter höher als die Gacka Quelle.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31438


    Früher wurden hier Wassermühlen, malenice genannt, betrieben von denen leider nur noch Reste vorhanden sind.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31436


    Auf einem Steg kann man den Fluß überqueren.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31439



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31440



    Eigentlich schade, daß das alles hier so langsam verrottet.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31441


    Auf der anderen Seite des Quelltopfs gibt es eine Konoba, die jedoch bei unserem Besuch im August geschlossen war.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31443



    Auch ein Grillplatz ist hier vorhanden. Essen kann man dann mitten im Fluß an Tischen und Bänken auf einer Plattform.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31444



    Sollte es regnen oder kühler werden, gibt es an Land auch eine überdachte Sitzgelegenheit.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31445



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31446



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31447


    Dieser alte Kahn wird wohl nicht mehr bewegt


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31448


    Die Einheimischen nutzten solche Boote nicht nur zum Fischen und dem Transport von Waren und Menschen, sondern auch zur Ernte von Wasserpflanzen. Die wachsen in dem kalten sauerstoffreichen Wasser hervorragend, so daß die früher als Viehfutter verwendet wurden. Die einfachste Form eines Boots war das sogenannte "plav". Dabei handelte es sich um ausgehöhlte Kiefernstämme.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31449


    Wir sind an einem Tag mit einem Kajak auf der Gacka gepaddelt. Den Bericht über diese Tour findet ihr hier


    Kajak fahren auf der Gacka


    jürgen

    hallo Evelin,


    vielen Dank für deine Bilder einer Stadt, die wir bei unserer Kretareise im Vorjahr nicht besichtigt haben. Wir warem im April auf der Insel, kurz nach den zweitägigen sintflutartigen Regenfällen die wohl schwere Schäden angerichtet haben. Mit dem Mietwagen waren wir ausschließlich im Westen Kretas unterwegs. Während dieser einen Woche konnten wir feststellen, wie groß Kreta eigentlich ist.


    Danke auch für den Einblick in die "Kaffeefahrt". Mir ist bekannt, daß es solche Reisen in die Türkei gibt. Von Kreta als Ziel einer Verkaufsfahrt habe ich bisher nicht gehört.


    Dein Bericht erinnert mich daran, daß ich noch ein paar Bilder habe, die ich bei Gelegenheit in einen Reisebericht einbetten werde.


    grüsse


    jürgen

    hallo Elke,


    eines dürfte klar sein. Wenn Kroatien hoffentlich zeitnah Mitglied des Schengen Raumes ist, fallen diese seltsamen Grenzübergänge nach Slowenien, die nur zeitweise offen sind wie der in Jelovice im Cicarija oder solche, die nur für Anwohner beiderseits der Grenze passierbar sind weg. Genauso war das seinerzeit bei einem Übergang der beiden Städte Gorizia in Italien nach Nova Gorica in Slowenien.


    Hier habe ich eine Satellitenaufnahme des slowenisch-kroatischen Grenzübergangs. Ich erkenne auf beiden Seiten richtige Grenzanlagen. Daraus schließe ich, daß man da sicherlich auch heute schon passieren kann.


    https://www.google.de/maps/pla…3d45.5623481!4d14.6227917


    Zum Vergleich hier die Grenze im Cicarija Gebirge zwischen Jelovice auf kroatischer Seite und Podgorje auf slowenischer Seite.


    https://www.google.de/maps/pla…3d45.4986861!4d14.0002234


    Diesen Übergang habe ich wiederholt in beiden Richtungen genommen. Nachts ist er zu. Hier Bilder aus 2018 und 2019.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31299



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31300



    Das sind die kroatischen Grenzcontainer. Da sitzt keiner mehr drin. Der kroatische und slowenische Grenzer sitzen nun zusammen im slowenischen Container. Eigentlich logisch, weil es alleine langweilig ist. Den slowenischen Container zweihundert Meter weiter habe ich aus nachvollziehbaren Gründen 2018 nicht abgelichtet.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31301



    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31302


    hier die Öffnungszeiten


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31303


    Im September 2019 bin ich erneut an diesem Übergang von Kroatien nach Slowenien gefahren, weil die Grenze unten bei Buzet blockiert war. Damals entstanden diese Aufnahmen der slowenischen Grenzanlage.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31304


    Diese Strecke ist anscheinend bei Motorradfahrern recht beliebt. Kein Wunder, ist die Straße durch das Cicarija relativ gut ausgebaut, aber so schmal, daß nur wenige Pkw darauf fahren.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_31305



    Meine Neugier ist geweckt. Wenn irgendwie möglich und dieser Streckenabschnitt durch das Risnjak in meine Gesamttour passt, dann nehmen wir diesen Grenzübergang. Auf Bären, Luchse und Wölfe auf oder neben der Fahrbahn nehmen wir natürlich Rücksicht. ;)


    grüsse


    jürgen