Beiträge von Udo

    Funkeln Sterne. Rings in Weiten

    Hört man keinen Menschenlaut.

    Meine Berge leuchten wieder

    Zauberstill und nachtbetaut.


    Carl Hauptmann


    Heute startet die letzte Etappe unserer Kammwanderung, es geht zur Schneekoppe!

    Von der Kleinen Teichbaude bis Klein Aupa sollte es heute gehen, und dazu sollte ein gutes Frühstück

    die Grundlage legen. Bestellen hätten wir können, aber bezahlen nicht!

    Wie schon im 2. Teil beschrieben konnte in dieser Baude nur mit Złoty bezahlt werden, weder Euro, Kronen noch Karten wurden akzeptiert. Natürlich kann man in der Baude Geld tauschen, aber das Büro öffnet erst 9:00 (es war gegen 7:30), die Kollegin war noch nicht da, das Büro verschlossen und unsere Złoty -Vorräte fast aufgebraucht.. Die Servicekraft weigerte sich strikt Kronen oder Euro anzunehmen. Eigentlich ist es in den Bergbauden üblich, dass auch die jeweils andere Währung akzeptiert wird.

    Solche Bürokratie gibt es also nicht nur in Deutschland, ziemlich verärgert bestellten wir für die letzten Złoty Tee, verzehrten unsere letzten Riegel und nach ein paar Fotos des Gastraums starteten wir unseren steilen Aufstieg aus dem Kessel des Kleinen Teichs zurück zum Hauptkamm.

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    Einige Meter höher passierten wir die Hampelbaude, hier haben wir das Frühstück nachgeholt und hier konnte man auch mit Kronen bezahlen, verrückt!

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    Oben auf dem Kamm angekommen gingen wir nicht den Kammweg nach links Richtung Schneekoppe, sondern nahmen einen kleinen Umweg geradeaus zur Wiesenbaude (tsch. Lučni Bouda), der größten Baude im ganzen Gebirge. Sie hat eine wechselvolle Geschichte, brannte im tschechischen Schicksalsjahr 1938 ab und wurde anschließend in ihrer jetzigen Größe wieder aufgebaut.

    Nach einigen Turbulenzen und Besitzerwechseln seit 1990 bietet sie heute ein Restaurant, eine Bäckerei, eine eigene Brauerei namens Paroháč („der Gehörnte“) und Platz für 150 Übernachtungsgäste in verschiedenen Zimmer-Kategorien. Wir machen eine kurze Rast mit der obligatorischen Bierverkostung.

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    Die Wiesenbaude liegt in 1410 m Höhe mitten in einer Senke der Weißen Wiese (tsch. Bílá louka). Hier entspringt das Weißwasser (tsch. Bílé Labe), fließt durch den wildromantischen Weißwassergrund (ein Wander-Geheimtip!) zu Tal und mündet kurz vor Spindlermühle in die Elbe. Von rechts kommt die Elbe, von links das Weißwasser.

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    Nach einem kurzen Blick zurück zur Wiesenbaude durchqueren wir gleich das Aupa-Hochmoor.

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    Früher verlief hier ein Schotterweg durch das Moor und wurde sogar als Fahrstraße genutzt. Der dafür benutzte Kalkstein reagierte mit dem sauren Moor und das ganze Ökosystem geriet durcheinander, gedanken- und rücksichtslos wurde eine Schneise durch dieses hochsensible Moorgebiet geschlagen.

    Nach der politischen Wende entschied man sich aus Naturschutzgründen zum Rückbau und legte diesen Holzbohlenweg an.

    Hier sammelt sich das Moorwasser und bildet die Aupa (tsch. Upa), die kurz vor der Schneekoppe 174 m in die Tiefe des Riesengrund (tsch. Obři důl) stürzt.

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    Langsam kommt die Schneekoppe immer näher, deutlich sind die beiden Wege zum Gipfel zu sehen. Rechts auf dem Grat verläuft der steile und kettengesicherte Zick-Zack-Weg, links im Berghang der längere und bequemere Jubiläumsweg, der 1905 zur Erinnerung an das 25-jährige Bestehen des Riesengebirgsvereins angelegt wurde und heute als Fahrstraße von polnischer Seite bis auf den Gipfel führt. Das gelbe Haus ist das Schlesierhaus (pl. Schronisko Dom Śląski), von hier sind es noch 225 Höhenmeter bis zum Gipfelplateau.

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    Heute findet der Ultramarathon statt, am Schlesierhaus befindet sich eine Verpflegungsstation. Hier gibt es die übliche Läuferverpflegung und dauernd passieren uns Läufer auf dem Weg zum Gipfel. Ich weiß wie sie sich jetzt fühlen und spendiere jedem kräftig Applaus, was immer mit einem Lächeln gedankt wird. Ein polnischer Sportler ließ sich gern ablichten.

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    Wir entscheiden uns heute für den Jubiläumsweg, ein Blick zurück zeigt ein schönes Panorama mit der Wegespinne am Schlesierhaus. In der Mitte verläuft der Kammweg, nach rechts zweigen 2 Wege ins Tal nach Krummhübel ab und schräg nach links führt der Weg zur Wiesenbaude von dem wir gekommen sind.

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    Der Jubiläumsweg steigt allmählich bergan und wir gewinnen langsam an Höhe. Heute ist eine gute Thermik, am Nordhang sind Gleitschirmflieger unterwegs.

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    Endlich haben wir den Höhepunkt unserer Wanderung erreicht, den Gipfel der Schneekoppe (tsch. Sněžka, pl. Śnieżka) und mit 1603 m höchster Berg der Sudeten und der Tschechischen Republik.

    Mitten über das Gipfelplateau verläuft die Staatsgrenze, die heute nicht mehr teilt und kaum noch wahrgenommen wird.

    Geprägt wird sie von Gebäuden aus mehreren Epochen, zunächst ist da der Gegensatz zwischen der Laurentiuskapelle und der Polnischen Bergbaude.

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    Die Laurentiuskapelle wurde im August 1681 vom Grüssauer Abt Bernhard Rosa geweiht, zum Namenstag am 10. August findet hier jährlich eine Messe statt die von vielen Gläubigen aufgesucht wird .

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    Die Polnische Bergbaude mit futuristischer Architektur aus der Raumfahrt entstand in den Jahren 1964–1974. In den Fliegenden Untertassen findet der Wanderer gastronomische Einrichtungen, außerdem beherbergt sie eine Wetter- und Sternwarte.

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    Die Bergstation der neuen Gondelbahn (leider nicht fotografiert) von Petzer (tsch. Pec pod Sněžkou) eröffnete 2014 nach jahrelangem Ringen zwischen Nationalparkverwaltung und Touristikern. Die neue Gondelbahn hat aus Naturschutzgründen mit 250 Personen / Stunde die gleiche Kapazität wie die alte Seilbahn von 1949. Diese urige Seilbahn benutzten wir zuletzt 2007, man sitzt zu zweit nebeneinander und bewegt sich seitlich fort, die Sessel begegnen sich Rücken an Rücken.

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    Die Tschechische Poststelle auf der Schneekoppe ist ein neues Gebäude, welches den strengen Anforderungen des Naturschutzes Rechnung trägt und auf den Grundmauern der abgerissenen Böhmischen Baude 2007 errichtet wurde. Die filigrane Architektur hält tatsächlich seit vielen Jahren den äußerst rauhen Bedingungen hier oben stand.

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    An der Planung der Poststelle war der Vesely Vylet (dt. Ein lustiger Ausflug) maßgeblich beteiligt, ein tschechisches Familienunternehmen vertreten durch den von mir sehr geschätzten Dr. Pavel Klimeš aus Marschendorf (tsch. Horni Marošv).

    Vesely Vylet macht sich seit Jahrzenten verdient um die Belange des Riesengebirges, Bewahrung von Kulturgut, Naturschutz, als Informationszentrum und Wechselstube, zur Völkerverständigung und Aufarbeitung der Historie des gesamten Gebirges.


    Seit meinem ersten Urlaub im Riesengebirge 1995 haben mich die 2x jährlich auch in deutscher Sprache herausgegebenen Saisonzeitschriften (seit Sommer 2004 auch online als PDF) begleitet und waren mir wertvoller Ideen- und Ratgeber.


    Ein Blick zurück Richtung Westen zeigt das rundliche Bergmassiv des 1555 m hohen Brunnbergs (tsch. Studniční hora), weiter rechts in der hellen Weißen Wiese die Wiesenbaude und in der Mitte den tief eingegrabenen Aupa-Wasserfall. Zwischen beiden befindet sich das Aupa-Hochmoor.

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    Nach Auffüllen der Energievorräte machen wir uns an den Abstieg. Überall wird hier auf den Naturschutz geachtet, nur in der Bergstation der Gondelbahn gibt es Essen und Getränke in Plastik…

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    Nun heißt es Abschiednehmen von diesem tollen Gipfelerlebnis und wir begaben uns auf die letzte Etappe unserer Wanderung nach Klein Aupa. Dabei nahm ich den falschen Weg, doch was für ein Juwel entdeckten wir unterwegs!

    Statt weiter auf dem Kammweg zu wandern ging es aus alter Gewohnheit bergab entlang der Seilbahn bis zur Mittelstation auf dem Rosenberg (Růžova hora). Als ich meinen Fehler bemerkte war es zu spät zum Umdrehen, wir hätten wieder aufsteigen müssen.


    Nach spontaner Planänderung (es leben die guten alten Wanderkarten!) gingen wir vom Rosenberg in einem südlichen Bogen vorbei an den Hoferbauden (tsch. Portášovy Boudy) und weiter durch den Löwengrund (tsch. Lví důl) und standen plötzlich vor der Siedlung Simmaberg (tsch. Šímovy chalupy), einer Wiesenenklave in 1010–1060 m mit 9 Bergbauden, die auch heute noch keinen Anschluß an moderne Versorgungsnetze haben.

    Die Bewohner lebten bis zur Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg von der Almwirtschaft, der besonderen Bedeutung dieser einzigartigen Siedlung Rechnung tragend steht sie heute unter Denkmalschutz und die neuen Bewohner gehen offenbar sehr sorgsam damit um.

    Eine Tafel am Wegrand auch auf deutsch informiert die Wanderer über dieses Kleinod.

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    In diesem Bereich des Ostriesengebirges begegnete uns kein Mensch, wir waren ganz allein auf diesem stillen Wanderweg unterwegs.

    Nur noch wenige Meter und wir waren am tiefsten Punkt unserer Tour (auch kräftemäßig) am Parkplatz des Hotels „An der abgebrannten Mühle“ (tsch. Spáleny Mlýn) angelangt, hier endet der Wanderweg an der Straße Nr. 252 und abgebrannt fühlten wir uns auch.

    Wegen der eingeschlagenen Südroute hätten wir jetzt in der prallen Sonne bei ca. 30 Grad noch 2 km bergauf durch Klein Aupa gehen müssen bis zu unserer Unterkunft.

    Irgendwie war die Luft raus und wir wollten nicht mehr, zum Glück kam ein "Touristenzug" vorbei und für wenig Geld fuhren wir ganz gemütlich zum „Gasthaus zur Kirche“ (tsch. Restaurace U Kostela), wo wir schon erwartet wurden.

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    Das Ziel unserer Wanderung ist erreicht und ein kühles Pilsner Urquell (das einzig Wahre aus Pilsen) sorgte für sofortige Linderung ?

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    Neben dem Gasthaus steht die namensgebende 1779 errichtete Kirche St. Peter und Paul.

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    Zwischen Gasthaus und Kirche befindet sich ein großer Spielplatz.

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    Auch im Inneren des Gasthauses ist es sehr gemütlich, die Bedienung spricht sehr gut deutsch und es gibt jede Menge Köstlichkeiten der Region.

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    Ich bekam ein Zimmer im frisch renovierten Nebengebäude, anschließend ließen wir die letzten Tage nochmal Revue passieren und am nächsten Tag traten wir die Heimreise an.

    Na shledanou Krkonoše, Auf Wiedersehen Riesengebirge!

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    Wir haben heute in knapp 7 Stunden 17 km zurückgelegt mit 695 Höhenmetern bergauf und 893 Höhenmetern bergab.

    Insgesamt waren es 3 wundervolle Tage bei bestem Wetter in sehr angenehmer Begleitung, vielen Dank an meine Mitwanderer!


    Auf die unzähligen sehenswerten Orte links und rechts des Wegs konnte ich unmöglich eingehen, entdeckt selbst dieses kleine aber feine Gebirge nur knapp 90 Auto-Minuten von Görlitz entfernt!


    Für Interessierte noch einige Literaturtips:


    Frank Schütting

    Das Riesengebirge entdecken

    ISBN 978-3928409698

    (es gibt eine neue Version 978-3-89794-458-9)


    Bernd Pollmann

    Rother Wanderführer Riesengebirge mit Isergebirge

    ISBN 978-3-7633-4222-8


    Wanderkarten:


    SHOcart Wanderkarte 424, Krkonoše/Riesengebirge 1:40.000

    EAN: 9788072247028

    Kompass-Karte 2087, Riesengebirge/Krkonoše 1:50.000

    EAN: 9783990446447



    Verzeichnis der 3 Teile


    Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 1


    Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 2


    Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 3


    Hallo Susanne,

    das mit dem platten Land ist schon gewöhnungsbedürftig. Ich bin 1994 berufsbedingt mit Familie von Thüringen in den Norden gezogen. Nicht das wir aus den Bergen kommen, aber in meiner Heimat waren wir meist von Höhen bis zu 300 m umgeben.

    Ich habe tatsächlich 2 Jahre gebraucht, um mich an die Landschaft zu gewöhnen und der erste Besuch in Ostfriesland hat mir gar nicht gefallen. Die deutschen Küsten an Nord- und Ostsee unterscheiden sich erheblich, an der Ostseeküste gibt es einige Steilküsten (Boltenhagen, Darß, Rügener Kreideküste, Usedom) und Erhebungen bis über 100 m. Die Sandstrände laden zum Baden ein und meist schließt sich an den Strand ein Küstenschutzwald an.

    An der Nordsee dominiert die schnurgerade Linie des Deichs als wichtiger und notweniger Schutz vor den Gewalten von Sturm, Ebbe und Flut und viel Wald gibt es hinter den Deichen in der Marschlandschaft auch nicht.

    Hinzu kommt die nicht gerade glückliche Architektur in so machem Urlauberort.

    Mittlerweile liebe ich es, egal ob die Sonne scheint oder man bei Windstärke 10 fast vom Deich gefegt wird.

    Mit meinem Lauftreff bin ich nun schon einige Male bei Ebbe von Cuxhaven zur Insel Neuwerk und zurück gelaufen, das ist ein grandioses Naturerlebnis mitten im Wattenmeer!

    Ich habe aber auch von Menschen der Küste gehört, dass sie ihren Bergurlaub abgebrochen haben weil sie sich eingezwängt gefühlt haben und den weiten Blick brauchen.

    Die Woche vor Himmelfahrt hatten wir frei, es war wunderbares Wetter und so entschieden wir uns spontan zu einer kleinen Radtour in Ostfriesland.

    Nach einer knapp zweistündigen Anfahrt luden wir die Räder ab und umrundeten zunächst den schönen Norder Marktplatz.

    Einige Bilder stammen von früheren Touren, passen aber inhaltlich gut in diesen Bericht.

    In Norden gibt es einige Sehenswürdigkeiten, wir hatten Glück und konnten die Ludgeri-Kirche besichtigen.

    Diese Kirche verfügt über die zweitgrößte in Deutschland erhaltene Orgel des berühmten norddeutschen Barock-Orgelbaumeisters Arp Schnitger und hier mußte der Baumeister die Orgel um den südöstlichen Vierungspfeiler herumbauen.

    Wir hatten Glück, der Organist probte gerade und wir konnten dem warmen Klang ein wenig lauschen.

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    Am und um den Marktplatz herum gibt es einige Orte, die den Fans der Ostfriesen-Krimireihe von Klaus-Peter Wolf vertraut sein dürften.

    Das Norder Polizeikommissariat, Arbeitsplatz von Kommissarin Ann Kathrin Klaasen

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    Das berühmte Cafè Ten Cate, von hier stammen Ubbo Heides Marzipanseehunde

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    Etwas außerhalb des Zentrums der Distelkamp, hier wohnt Ann Kathrin Klaasen im Roman und der Nachbar Peter Grendel in echt

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    Und noch etwas weiter weg liegt Ann Kathrin Klaasens Lieblingscafè Aggi Huus, die Windbeutel hier sind rekordverdächtig.

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    Unbedingt besuchen sollte man das Ostfriesische Teemuseum und eine Teezeremonie mitmachen.

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    Zur Weihnachtszeit immer am zweiten und dritten Adventswochenende gibt es das unvergleichliche "Lebennig Krippenspill"
    direkt auf dem Norder Marktplatz.

    Wer kein plattdütsch versteht, die Handlung ist ja bekannt und die Atmosphäre unvergleichlich.

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    Nun machen wir uns auf den Weg Richtung Norddeich auf dem Radweg entlang der Hauptstraße, nicht sehr schön aber allzu viele Autos sind heute nicht unterwegs.

    In Norddeich angekommen nehmen wir den Radweg nach Westen direkt am Deichfuß und fahren die nächsten 19km immer am Deich entlang Richtung Greetsiel. Das Wetter meint es gut mit uns. Auf der Anreise hat es noch bis Emden geregnet, aber pünktlich zum Start unserer Tour riß der Himmel auf, die Sonne kam raus und es war tatsächlich fast windstill, völlig ungewöhnlich für Ostfriesland.


    Nachdem wir die letzten Häuser von Norddeich hinter uns gelassen haben sind wir fast alleine unterwegs. Verkehrsschilder warnen vor „gefählichen“ Boßelspielern, die hier Vorrang vor dem Verkehr haben.

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    Alle paar hundert Meter steht ein Anwesen, viele bieten Ferienwohnungen an.

    Der Asphalt ist glatt, die Räder rollen fast von alleine. Regelmäßig gibt es Deichübergänge so daß man entweder außendeichs (buten) oder innendeichs (binnen) radeln kann.

    Nach einigen Kilometern machen wir Rast, erklimmen die Deichkrone und breiten unsere Picknickdecke aus.

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    Wow, was für ein Anblick über die Leybucht! Es ist Ebbe, die Salzwiesen sind trockengefallen und man hört nur Schafe blöken und Vögel schreien. Uns schmeckts und Shaun ist begeistert.

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    Etwas weiter stößt der Radweg an den Störtebekerkanal und verläuft dann parallel bis zum Ortseingang von Greetsiel.

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    Am Ufer des Kanals grasen Hunderte Schafe, es ist jetzt so warm dass sie sich am Zaun reiben um ihre Wolle loszuwerden.

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    Shaun schaut dem Treiben seiner Artgenossen interessiert zu.

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    Nach Überqueren der Klappbrücke über den Kanal erreichen wir Greetsiel, die Krabbenkutter liegen alle im Hafen. Corona-bedingt durften sie nicht rausfahren, für viele ist diese schwere Zeit eine wirtschaftliche Katastrophe. So schön die Bilder für Touristen sind, aber diese Kutter sind gebaut um draußen auf der Nordsee Krabben zu fangen.

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    Auf der Mauer der Deichkrone liegt eine der jetzt in vielen Orten vorkommenden Steinschlangen mit guten Wünschen, um die Corona-Zeit zu überstehen.

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    Weitere Impressionen von Greetsiel

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    Eigentlich wollte ich noch bis zum Pilsumer Leuchtturm weiterradeln, aber plötzlich waren 2 Liegestühle am alten Bootsschuppen der Seenotretter frei und wie wir da so saßen fühlte ich mich akut unterhopft.

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    Eigentlich gehört für uns zu einem Greetsiel-Besuch immer een gode Koppke Tee dazu, aber Poppingas Alte Bäckerei war Corona-bedingt noch nicht wieder geöffnet, sehr schade! So sieht es dort sonst aus.

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    Wir genossen den tollen Ausblick aus unseren Liegestühlen, auch Shaun fand ein gemütliches Plätzchen ?

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    Für den Rückweg haben wir den offiziellen Radweg genommen, der etwas kürzer durch die Marschlandschaft nach Norden zurückführt. Im Hafenbecken dreht ein Krabbenkutter nach einer Reparatur eine Testrunde.

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    Es war eine schöne Radtour bei herrlichem Wetter, insgesamt haben wir heute 42 km zurückgelegt.

    Zum Abschluß noch ein Abendbild der berühmten Zwillingsmühlen von einer früheren Tour

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    Hallo Elke,

    zum Zeitpunkt der Wanderung lag mein letzter Marathon beim Himmelswegelauf 2015 schon 3 Wochen zurück, natürlich war ich noch ganz gut in Form.

    Den Supermarathon beim Rennsteiglauf in meiner Thüringer Heimat bin ich dann im Mai 2016 gelaufen.


    Wir waren nicht übertrieben schnell unterwegs, der Weg war das Ziel. Wir 3 hatten schon 2010 auf Tagestouren von Spindlermühle aus einen Großteil der Strecke erwandert, aber den ganzen Weg am Stück zurückzulegen mit den Hüttenübernachtungen war nochmal ganz besonders.


    In Spindlermühle finden regelmäßig FIS Slalom-Rennen statt im Skigebiet von St. Peter:

    Slalom Spindlermühle

    Hallo Jürgen,

    das Riesengebirge ist ein Skiparadies und manche Jahre gibt es bis in den Mai Schnee. Die bekanntesten Wintersportorte sind Harrachsdorf und Spindlermühle auf der tschechischen Seite und Krummhübel sowie Schreiberhau auf der polnischen Seite.

    Der Winter ist hier eindeutig die Hauptsaison, aber da ich kein Skifahrer bin kenne ich es nur vom Frühjahr bis in den Herbst. Speicherseen wie in den Alpen zur Beschneiung gibt es meines Wissens nicht und die Teiche sind natürlichen Ursprungs.

    Und wie Kinder mich umringen,

    meine Quellen in der Nacht,

    stehe stumm am Silberwasser,

    wo’s durch dunkle Erlen lacht.


    Carl Hauptmann


    Nach dem gestrigen Aufstieg aus dem Tal von Harrachsdorf auf den Hauptkamm folgt heute die 2.Etappe. Wir werden einen Großteil des Kammwegs unter die Wanderschuhe nehmen, unser Ziel ist die Kleine Teichbaude (pl. Schronisko Samotnia) am idyllischen Kleinen Teich.

    Hier ein Bild des Kammwegs / Weg der Freundschaft, den wir vom Reifträger oben links bis Klein Aupa unten rechts begehen werden.

    Quelle: Wikipedia

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    Ein Blick aus dem Fenster in Richtung Isergebirge versprach auch heute wieder prächtiges Wetter

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    Beim Frühstück in der Neuen Schlesischen Baude gab es Verständigungsschwierigkeiten, bei der Frage nach Frühstück in allen uns möglichen Sprachen zeigte der junge Mann an der Rezeption immer nur auf die Speisekarte. Verwirrt bestellten wir nur Kaffee und bedienten uns aus unserer umfangreichen Wanderverpflegung. Erst hinterher wurde uns klar, dass es ein pauschales Frühstücksangebot nicht gibt, man hätte jede Scheibe Brot, Brötchen, Butter, Käse, Marmelade etc. einzeln bestellen müssen. Das kannten wir von den tschechischen Bauden nicht.


    Wir wußten, dass unterwegs jede Menge Bauden mit verlockendem Speisenangebot kommen würden und so brachen wir bei Sonnenschein auf, zunächst ging es den steilen Abstieg von gestern wieder hoch.

    Angekommen auf dem Kammweg ging es nun immer in östlicher Richtung voran, die Sonne schien die ganze Zeit von vorne und der bequeme Weg windet sich in sanften Schwüngen auf und ab.

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    Die Landschaft sieht hier oben anders aus als beim Aufstieg gestern, da wir größtenteils oberhalb der Baumgrenze unterwegs sind. Der Blick schweift weit über das Land nach Norden in das Hirschberger Tal (allein das ist eine Reise wert!) und im Süden hinüber zum Böhmischen Kamm.

    Auf der linken Seite sehen wir den Veilchenstein (tsch. Violík, pl. Łabski Szczyt), eine 10 m hohe Granitfelsengruppe.

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    Auf der rechten Seite schweift der Blick über die Elbwiese zur ca. 800 m entfernten Elbquelle, die wir gestern besucht haben.

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    Der Weg zieht weiter sanft aufwärts durch Knieholz und der nächste Höhepunkt kommt näher.

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    Wir stehen jetzt vor der ehemaligen Schneegrubenbaude (pl. Schronisko nad Śnieżnymi Kotłami), die heute leider keine Gäste mehr empfängt. Sie dient als Fernseh- und Rundfunksender sowie als meteorologische Station.

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    Direkt nebenan sind die beiden Schneegruben (pl. Śnieżne Kotły , tsch. Sněžné jámy), zwei Gletscherkare alpiner Prägung. Sie fallen hier ca. 200 m nach Norden ab und zumindest in der Großen Schneegrube hält sich oft bis in den Sommer ein kleines Schneebrett. In diesem warmen Sommer war davon nichts mehr übrig.

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    Heute bei wirklich heißen Temperaturen kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass wir in den 90er Jahren im August hier mal bei sehr dichtem Nebel und Eiseskälte kaum die Hand vor Augen gesehen haben und uns an einem Drahtseil direkt am Abgrund langsam vorgetastet haben. Nach dem Abstieg nur wenige Hundert Meter ins Böhmische Richtung Elbquelle und Wosseckerbaude schien damals wieder die Sonne.

    Man erkennt auf dem Bild gut den steilen Nordabfall Richtung Schlesien, während das Gebirge Richtung Süden allmählich abflacht.

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    Die Wetterumschwünge hier oben in Rübezahls Reich sind gefürchtet. Auf der nahen Goldhöhe über dem Elbtal steht ein Denkmal für die beiden tschechischen Langläufer Bohumil Hanč und Václav Vrbata, die dort am 24. März 1913 bei einem 50-km-Skilanglauf in einem Schneesturm ums Leben kamen.


    Auf einem kunstvoll in mühsamer Handarbeit aus Felsblöcken erbauten Weg umgehen wir das 1509 m Hohe Rad (pl. Wielki Szyszak, tsch. Vysoké Kolo), den höchsten Berg hier im westlichen Riesengebirge. Der Weg direkt über den Gipfel ist aus Naturschutzgründen gesperrt, wir befinden uns hier in der Kernzone des Nationalparks.

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    Der Blick geht voraus, an der Wegespinne in der Senke zweigt ein Weg nach rechts zur Martinsbaude ab.

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    Die gastliche Martinsbaude ist erwähnenswert, weil hier die berühmte Tennisspielerin Martina Navratilova ihre Kindheit verbracht hat (und angeblich auch ihren Namen nach der Baude bekam) und wegen ihrer hervorragende Küche (Hefeknödel mit Blaubeeren, Blaubeerkuchen!).

    Wir sind geradeaus weitergegangen, hier trotzdem 2 Bilder von früheren Touren.

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    Nach Durchschreiten der Senke geht es wieder etwas aufwärts und wir passieren die beiden Felsformationen Mannsteine (tsch. Mužské kameny) und Mädelsteine (tsch. Dívčí kameny), hier wurde spontan gerastet.

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    Nun senkt sich der Weg wieder allmählich zur tiefsten Stelle, hier ungefähr in der Mitte des Hauptkamms befindet sich der Spindlerpaß (pl. Przełęcz Karkonoska, tsch. Slezske sedlo) mit der Spindlerbaude (tsch. Špindlerova bouda), die in der Bildmitte schon zu sehen ist.

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    Früher war sie eine Bergbaude wie viele andere, mittlerweile ist sie zum Berghotel mit Sauna aufgewertet worden. Vom Talort Spindlermühle führt eine für den öffentlichen Verkehr gesperrte Straße hoch und sie ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen.

    Die Küche und der Service sind immer noch gut. Einmal Herrengedeck: Knödel, Gulasch und Budweiser bitte

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    Nach diesem leckeren Mahl fiel es uns schwer, den anschließenden Anstieg zur Kleinen Sturmhaube (tsch. Maly Šišák) zu erklimmen, die kurioserweise mit 1493 m ganze 15 m höher ist als die Große Sturmhaube.

    Und wieder passieren wir eine imposante Felsformation, den Mittagstein (pl. Słonecznik tsch. Polední kámen ). Er erhielt seinen Namen, weil von einigen Orten im Hirschberger Tal aus gesehen zur Mittagszeit die Sonne direkt darüber steht.

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    Der Kammweg verläuft jetzt ziemlich nah an der nördlichen Abbruchkante und ist wieder von Knieholz gesäumt, wir gehen am Standort der ehemaligen Prinz-Heinrich-Baude und dem Großen Teich vorbei, zu dem kein Weg führt.

    An der nächsten Biegung ist ein kleiner Rastplatz mit wunderbaren Tief- und Weitblicken. Unten rechts ist der Kleine Teich und links daneben die Kleine Teichbaude, unser Ziel für heute. Links oberhalb von ihr liegt die Hampelbaude (pl. Schronisko Strzecha Akademicka). Der kegelförmige Berg am oberen Bildrand ist die Schneekoppe, DER Höhepunkt des nächsten Tages und der ganzen Tour.

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    Na klar, der musste sich auch ins Bild mogeln ?

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    Obwohl unser Ziel schon zum Greifen nah ist und nur ca. 200 m unter uns liegt müssen wir noch einen großen Bogen machen, verlassen den Hauptkamm und laufen an der Hampelbaude vorbei bis zum Kleinen Teich hinunter.


    Am Abzweig vom Hauptkamm hinunter zum Kleinen Teich stand diese Hinweistafel für einen Berg-Ultramarathon, der am nächsten Tag stattfinden sollte. Es galt in 3 Runden vom Talort Krummhübel (pl. Karpacz ) bis hinauf zur Schneekoppe und wieder zurück zu laufen. In Zahlen ausgedrückt sind das eine Distanz von 58,5 km und 3.300 Höhenmetern.

    Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits für den Supermarathon des Rennsteiglaufs angemeldet war wurde mir wieder schlagartig bewusst, was ich da im nächsten Jahr vorhatte.

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    Es geht steil bergab (das müssen wir am nächsten Morgen alles wieder hochlaufen!) bis zur Hampelbaude.

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    Jetzt sind es nur noch wenige Meter bis zu unserem Tagesziel, die wir schnell zurücklegen. Endlich, nachdem ich viele Jahre oben auf dem Weg vorübergegangen bin und sehnsüchtig zu dieser traumhaft schön gelegenen Bergbaude hinabgeschaut habe werde ich hier einkehren und übernachten. Natürlich hatte ich die Unterkunft reserviert, es gibt nicht viele Zimmer und der Andrang ist groß. Die Bilder sprechen für sich.

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    Das Haus ist alt und verwinkelt, besteht zum großen Teil aus Holz und knarzt und ächzt wie ein alter Kasten, genau das hatte ich gewollt. Man findet hier alles, nur keinen „modernen“ Komfort. Diesen morbiden Charme vergangener Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte lassen moderne Neubauten völlig vermissen.

    Die Brandschutzbestimmungen sind rigoros, wir haben nicht mal eine Steckdose auf dem Zimmer. Etliche Bauden hier im Gebirge sind abgebrannt und als Gast sollte man sich strikt an die Regeln halten.

    Hier ein Blick aus unserem spartanischen Touristenzimmer, zum Übernachten reicht es allemal und die Aussicht!

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    Wir haben etwas Geld getauscht (hier kann man nur mit Złoty zahlen), draußen auf der Terrasse ein Feierabendbier und die Aussicht auf die umliegenden Berge genossen und nach dem Abendessen sind wir noch die paar Meter zum Kleinen Teich runtergegangen. Durch die Lage tief im Tal ist die Sonne bald weg und dann wird es im Gebirge auch im Sommer kalt.

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    Das unser Restgeld nicht für das Frühstück reichen wird war uns da noch nicht klar…

    Die Nacht war wie gehabt, der „Waldarbeiter“ war wieder am Sägen und mangels Schlaf konnte ich noch einen Schnappschuß vom mondbeschienenen Gebirgspanorama machen.

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    Wir haben heute in 7,75 Stunden 22,5 km zurückgelegt mit 821 Höhenmetern bergauf und 835 Höhenmetern bergab.




    Verzeichnis der 3 Teile


    Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 1


    Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 2


    Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 3

    Moin Grizzly,

    vielen Dank für diesen Bericht!

    Das ist für mich noch eine Traumreise, auch ich habe die Bücher über Kommissar Beck noch zu DDR-Zeiten verschlungen. Zuletzt habe ich alle 10 Bände vor 3 Jahren gelesen vor unserer Ostseetour und natürlich waren wir in Gamla Stan in der Köpmangatan.

    Ich habe schon 2 Dokus über die komplette Kanal-Reise gesehen und bin total begeistert