Beiträge von Udo

    Heute kommt im Nordwesten der Wetterumschwung, nach Morgentemperaturen von -3 Grad soll es tagsüber bis 4 Grad werden mit Schnee un Regen.

    Gestern Abend habe ich ab 22:00 minutenlang die Trompetenrufe von Kranichen gehört. Es sind einige Schwärme bei uns durchgezogen.

    Zu den Besonderheiten unserer schönen deutschen Sprache gehört es, dass wir für einen Laut unterschiedliche Schreibweisen kennen.

    Der Laut "ei" kann auch "ey", "ai" oder "ay" geschrieben werden und klingt phonetisch doch gleich.

    Die Stadt Freiburg (im Breisgau) kennen viele, die ca. 600km weiter nordöstlich gelegene Stadt Freyburg (an der Unstrut) im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt ist dagegen nicht so bekannt.


    Bekannter ist da schon der Rotkäppchen-Sekt, die wichtigste und bekannteste Marke aus der Sekt- und Weinstadt im nördlichsten deutschen Weinanbaugebiet Saale-Unstrut

    Seit ich 2014 hier beim Himmelswegelauf den Marathon gelaufen bin lässt mich diese wunderschöne Gegend nicht mehr los.

    Freyburg liegt ca. 45km südlich von Halle/Saale an der Unstrut, die wenige Kilometer weiter südöstlich im Blütengrund in die Saale mündet.



    Im September 2020 verbrachten wir hier eine Urlaubswoche, unsere Ferienwohnung lag im Hof des Weingut Deckert. Der Blick aus dem Fenster geht links vom städtischen Schlifterweinberg bis zur Kirche St. Marien rechts, die nicht zufällig eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Weltkulturerbe Naumburger Dom hat.

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    Hier ein Blick von außen auf die Ferienwohnung und den Schlifterweinberg:

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    Die Freyburger Sektkellerei, bereits 1856 gegründet, hat unter verschiedenen Namen und Eigentümern die Zeit überstanden und ist heute in Deutschland Marktführer. Ein Blick über Weinkeller, Lichthof und Verwaltungsgebäude:

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    Hier das Haupt- bzw. Verwaltungsgebäude:

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    Für Besucher der Sektkellerei gibt es einen Sektverkauf und man kann an verschiedenen Führungen und Verkostungen durch die Kelleranlagen teilnehmen.

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    Aus 25 Eichen besteht dieses Meisterwerk der Küferkunst: ein Cuvéefass mit einem Fassungsvermögen von 120.000 Litern.

    Das Riesenfass ermöglichte die Herstellung von besonders großen Mengen Sekt mit dem gleichen Geschmack und war bis 1935 in Betrieb.

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    Einige Anmerkungen zum Sortiment, am bekanntesten ist natürlich der in jedem Supermarkt erhältliche Sekt in den Cuvées Trocken, Halbtrocken, Mild, Rosé und Rubin mit hellem Etikett, manchmal wird er für unter 3€ verramscht.

    Hier handelt es sich um industriell hergestellten Sekt, der in großen Gärtanks mit Grundweinen aus europäischen Anbaugebieten produziert und anschließend in Flaschen abgefüllt wird.


    Dann gibt es die Linie der "einfachen" Flaschengärung (hauptsächlich Riesling + Chardonnay) mit schwarzem Etikett. Nach der Flaschengärung kommt der Sekt aus der Flasche, wird unter Druck in Tanks von der Hefe getrennt, gefiltert und anschließend in die Verkaufsflaschen abgefüllt. Dieses Verfahren, eine Mischform zwischen Champagner-Methode und Tankgärung, nennt sich Transvasierverfahren.


    Als höchste Qualitätsstufe gibt es den Weißburgunder-Sekt Extra Trocken Q.b.A., der nur mit Wein der Region im klassischen Flaschengärverfahren hergestellt wird. Auf Grund der geringen Mengen kann man diesen Sekt nur hier in der Region kaufen, zu erkennen ist er an der edlen goldfarbenen Kappe statt dem "Rotkäppchen". Diese Qualität hat ihren Preis, die Flasche kostete im September ca. 11€.


    Ungefähr 10 Minuten zu Fuß von der Sektkellerei gelangt man oberhalb des Weinbergs Freyburger Schweigenberg zur traumhaft schön gelegenen Sitzgruppe Heimatblick.

    Hier durfte Shaun auch mal aufs Bild und wir hatten einen schönen Ausblick über Freyburg zum Schloß Neuenburg. Eine Flasche Silvaner hat den Sonnenuntergang begleitet.

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    In Freyburg lebte, wirkte und starb 1852 der als "Turnvater" berühmt gewordene Friedrich Ludwig Jahn, an den einige Gebäude, ein Denkmal und ein Museum erinnern.

    Unweit der Sektkellerei befindet sich die 1894 errichtete Jahnturnhalle, an ihrem Westgiebel das Jahndenkmal:

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    Hinter der Turnhalle steht die 1903 errichtete Jahn-Ehrenhalle, früher ein Pilgerort der Turnbewegung. Die Bleiglasfenster rings um die Halle enthalten die Wappen von Städten, in denen deutsche Turnfeste stattfanden.

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    Hoch über Freyburg thront auf einem Bergsporn Schloß Neuenburg, eine Schwesterburg der Wartburg und damals die größte und wichtigste Burg der Landgrafen von Thüringen (Ludowinger). Gäste auf der Burg waren u.a. die Heilige Elisabeth und Kaiser Barbarossa.

    Nach Aussterben der Ludowinger kam die Burg in den Besitz der Wettiner und nach deren Teilung an die albertinische Linie des Hauses Wettin, die die Kurfürsten und Könige von Sachsen hervorbrachte. Allein diese Entwicklung zeigt, wie eng Thüringen und Sachsen in der Geschichte miteinander verwoben waren.

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    Es gibt mehrere Wege hinauf auf den Burgberg, hat man das Burgplateau erklommen wird man mit wunderbaren Blicken über das Unstruttal mit der Sadt und den Weinbergen belohnt.

    Über Allem wacht der Bergfried Dicker Wilhelm:

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    Durch die gut erhaltene Burgmauer betreten wir die gewaltige Anlage mit 2 geräumigen Innenhöfen.

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    Zwischen Burgmauer und Gebäudemauer wurden die in der Gegend am häufigsten angebauten Rebsorten angepflanzt.

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    Die Burg beherbergt ein sehenswertes Museum, welches erst seit 1990 wieder geöffnet ist. Ohne Zweifel sind wir in einer Burg mit romanischem Ursprung.

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    Mit Bildern des Speisesaals und eines Arbeitszimmers beschließe ich den Rundgang.

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    Unterhalb der Burg direkt am Unstrut-Radweg befindet sich der Herzogliche Weinberg, dessen Bild mit dem berühmten Weinberghäuschen zum Symbol der Weinregion wurde.

    Bewirtschaftet wird der Herzogliche Weinberg seit Januar 2020 durch die Winzervereinigung Freyburg, es gibt einen Ausschank mit gemütlichen Sitzgelegenheiten.

    Hier kann man täglich an Führungen teilnehmen, im unteren Bereich ist von jeder hier vorkommenden Rebsorte eine Reihe angepflanzt.

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    Es handelt sich um einen Terrassenweinberg, der in mühsamer Handarbeit errichtet wurde und ständiger Pflege bedarf. Die Steilheit ist beträchtlich.

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    In dem einzigen Raum des kleinen Weinberghäuschens ist immerhin Platz für einen Tisch für 8 Personen, man kann hier Veranstaltungen im kleinen Rahmen buchen.

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    Weil wir so gut in Stimmung waren haben wir im Anschluß noch an einer Kellerführung der Winzervereinigung Freyburg teilgenommen, die unweit des Weinbergs ihren Sitz hat.

    Die Winzervereinigung ist eine Genossenschaft und bewirtschaftet heute ca. 400 Hektar, der Rest des Anbaugebiets von insgesamt ca. 800 Hektar teilt sich auf viele kleinere Winzer auf, viele davon im Nebenerwerb.

    Die Ausmaße des Weinkellers sind beachtlich, im Anschluß kann man alle verfügbaren Weine verkosten und kaufen.

    In einem Gang werden historische Weinfässer gezeigt, die nicht mehr genutzt werden, dann wieder aktuelle Barrique-Fässer und Edelstahltanks. Und in vergitterten Nischen lagern so manche Raritäten, ob die noch trinkbar sind?

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    Die Weine werden meistens trocken ausgebaut, es dominieren mit ca. 75% Anteil weiße Sorten wie Müller-Thurgau, Silvaner, Weißburgunder etc. Aber auch rote Sorten werden zunehmen ausgebaut, erstaunt war ich vom Blauen Zweigelt aus dem heißen Jahrhundertsommer 2018, von dem wir einen der letzten Kartons gekauft haben. Freunde brachten uns später den 2019er Jahrgang mit, der hat mir nicht so geschmeckt. Wein ist halt ein Naturprodukt.


    Das Saale-Unstrut-Weinanbaugebiet ist nach Sachsen das zweitkleinste in Deutschland. Zum Gebiet gehören Rebflächen in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg (Werder/Havel).


    Nun folgen noch einige Bilder aus der Stadt und Umgebung.

    In Sichtweite unserer Unterkunft liegt die evangelische Kirche St. Marien, eine im Kern spätromanische Basilika, welche zeitgleich mit dem Naumburger Dom im 13. Jahrhundert errichtet wurde.

    An den Wänden der Kirche befinden sich Grabplatten mit Darstellungen von Verstorbenen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Und hinter der Kirche fangen praktisch schon die Weinberge an.

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    Freyburg ist einfach schön, bei Tag wie bei Nacht. Und Manchen wächst der Wein direkt in die gute Stube.

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    Auf dem hübschen Marktplatz sollte man unbedingt im Eis-Café Merle einkehren, hier gibt es sehr leckere selbstgemachte Torten, Kuchen und Eis.

    Der Kaffee stammt aus der nahegelegenen Kaffeerösterei Moness in Balgstädt. Beim Genießen der Leckereien hat man einen schönen Blick über den baumbestandenen Marktplatz.

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    Am vorletzten Tag unternahmen wir einen Ausflug zum ehemaligen Kloster Zscheiplitz, von dem heute nur noch die Klosterkirche zu besichtigen ist.

    Von der Besucherplattform neben der Kirche hat man einen schönen Blick über Freyburg zur Neuenburg, das große Ziegelgebäude unten rechts an der Unstrut ist die auch heute noch mit Wasserkraft produzierende Mühle Zeddenbach.

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    Das Kirchenschiff war durch ein Gitter abgesperrt, so dass ich leider nicht näher eintreten konnte.

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    Ein Besuch Freyburgs lohnt sich, man kann ganz viel unternehmen. Der Unstrut-Radweg (separater Bericht folgt) verläuft durch die Stadt und auf der Unstrut kann man Kanu oder Kajak fahren. Man kann die Weinberge erkunden, Weingüter besichtigen und Wein verkosten oder eines der vielen Museen besichtigen.


    In Wangen 30km flußaufwärts befindet sich der Fundort der berühmten Himmelsscheibe von Nebra,

    die älteste bisher bekannte konkrete Himmelsdarstellung der Welt aus der Bronzezeit. Hoch über der Unstrut wurde das multimediale Besucherzentrum Arche Nebra errichtet und hier nach einem „fiesen“ 400m langen und steilen Schlußanstieg befindet sich das Ziel des jährlichen Himmelswegelaufs..


    Wir sind hier an der Straße der Romanik, die sich quer durch Sachsen-Anhalt schlängelt und sich bis in den Harz und die Altmark erstreckt. Entlang dieser sehenswerten Ferienroute findet man 80 romanische Objekte in 65 Orten.


    Wer Städtetouren mag, kann Naumburg (separater Bericht folgt), die Bachstadt Halle/Saale oder die alte Messestadt Leipzig besuchen.

    Marktschellenberg OT Ettenberg im Kreis Berchtesgadener Land, Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung


    Es ist schon ein paar Tage her, im letzten August haben wir bei Traumwetter einen Ausflug zur Almbachklamm gemacht und wollten über den Ettenberg zurück zum Ausgangspunkt an der Kugelmühle wandern. Mit den Rädern sind wir auf dem Mozartradweg von Berchtesgaden zur Kugelmühle geradelt. Nach der beeindruckenden Tour durch die Klamm ging es hinauf nach Ettenberg.

    Nach einer ausgiebigen Stärkung beim Mesnerwirt ging ich rüber zur Kirche auf Nepomuk-Suche und wurde fündig. Links die Kirche, rechts der Gasthof, bekannt aus der TV-Serie Lena Lorenz

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    Ich wurde an einem Seitenaltar fündig

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    Noch etwas näher

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    Amtlich im Garten gemessen habe ich an einer geschützten Stelle ca. 10cm Schnee. Ansonsten ist es extrem von der Lage abhängig, ob es zu Verwehungen kommt.

    Insgesamt sind wir bisher glimpflich davon gekommen. Weiter südlich Richtung Hannover wird es heftiger.

    Ich hab Freitag meinen Laptop mit nach Hause genommen und kann morgen spontan entscheiden, ob ich ins Büro fahre oder zu Hause arbeite.

    Vor 2 Jahren war in Ditzum im Rheiderland an der Unterems schon Frühling, wir sahen neben der Kirche einen regelrechten gelben Teppich

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    Daniel dein Beitrag erinnert mich an unsere Tour zu den Plitvitzer Seen 2005. Wir kamen aus Porec und sind die Straße 42 über Ogulin und Josipdol gefahren. Zuerst waren es nur einzelne Ruinen, dann ganze Dörfer völlig zerstört. Selbst an den intakten Häusern waren rings um Türen und Fenster Einschußlöcher. Entlang der Straße überall Warnschilder vor Minen. Es ist schon etwas anderes, Kriegsberichte im TV zu sehen oder die Folgen mit eigenen Augen wahrzunehmen. Wie nah das Kriegsgebiet eigentlich ist habe ich am nächsten Tag gesehen, als wir auf dem Rückweg im Nürnberger Raum Freunde besucht haben, das waren nur 750km.

    Die Wetterfrösche haben heute morgen im Radio verkündet, dass der morgige Samstag ruhig wird. Schnee und Kälte sollen erst am Sonntag Einzug halten. Ich habe den Winter 78/79 überstanden und sehe dem Wochenende gelassen entgegen. Ich muss 2 neue Smartphones einrichten, also für Beschäftigung ist auch gesorgt. Obwohl ich lieber auf eine Kohltour gegangen wäre, die ohne das Virus stattgefunden hätte.