Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 3

Es gibt 15 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Steffi.

  • Funkeln Sterne. Rings in Weiten

    Hört man keinen Menschenlaut.

    Meine Berge leuchten wieder

    Zauberstill und nachtbetaut.


    Carl Hauptmann


    Heute startet die letzte Etappe unserer Kammwanderung, es geht zur Schneekoppe!

    Von der Kleinen Teichbaude bis Klein Aupa sollte es heute gehen, und dazu sollte ein gutes Frühstück

    die Grundlage legen. Bestellen hätten wir können, aber bezahlen nicht!

    Wie schon im 2. Teil beschrieben konnte in dieser Baude nur mit Złoty bezahlt werden, weder Euro, Kronen noch Karten wurden akzeptiert. Natürlich kann man in der Baude Geld tauschen, aber das Büro öffnet erst 9:00 (es war gegen 7:30), die Kollegin war noch nicht da, das Büro verschlossen und unsere Złoty -Vorräte fast aufgebraucht.. Die Servicekraft weigerte sich strikt Kronen oder Euro anzunehmen. Eigentlich ist es in den Bergbauden üblich, dass auch die jeweils andere Währung akzeptiert wird.

    Solche Bürokratie gibt es also nicht nur in Deutschland, ziemlich verärgert bestellten wir für die letzten Złoty Tee, verzehrten unsere letzten Riegel und nach ein paar Fotos des Gastraums starteten wir unseren steilen Aufstieg aus dem Kessel des Kleinen Teichs zurück zum Hauptkamm.

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    Einige Meter höher passierten wir die Hampelbaude, hier haben wir das Frühstück nachgeholt und hier konnte man auch mit Kronen bezahlen, verrückt!

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    Oben auf dem Kamm angekommen gingen wir nicht den Kammweg nach links Richtung Schneekoppe, sondern nahmen einen kleinen Umweg geradeaus zur Wiesenbaude (tsch. Lučni Bouda), der größten Baude im ganzen Gebirge. Sie hat eine wechselvolle Geschichte, brannte im tschechischen Schicksalsjahr 1938 ab und wurde anschließend in ihrer jetzigen Größe wieder aufgebaut.

    Nach einigen Turbulenzen und Besitzerwechseln seit 1990 bietet sie heute ein Restaurant, eine Bäckerei, eine eigene Brauerei namens Paroháč („der Gehörnte“) und Platz für 150 Übernachtungsgäste in verschiedenen Zimmer-Kategorien. Wir machen eine kurze Rast mit der obligatorischen Bierverkostung.

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    Die Wiesenbaude liegt in 1410 m Höhe mitten in einer Senke der Weißen Wiese (tsch. Bílá louka). Hier entspringt das Weißwasser (tsch. Bílé Labe), fließt durch den wildromantischen Weißwassergrund (ein Wander-Geheimtip!) zu Tal und mündet kurz vor Spindlermühle in die Elbe. Von rechts kommt die Elbe, von links das Weißwasser.

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    Nach einem kurzen Blick zurück zur Wiesenbaude durchqueren wir gleich das Aupa-Hochmoor.

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    Früher verlief hier ein Schotterweg durch das Moor und wurde sogar als Fahrstraße genutzt. Der dafür benutzte Kalkstein reagierte mit dem sauren Moor und das ganze Ökosystem geriet durcheinander, gedanken- und rücksichtslos wurde eine Schneise durch dieses hochsensible Moorgebiet geschlagen.

    Nach der politischen Wende entschied man sich aus Naturschutzgründen zum Rückbau und legte diesen Holzbohlenweg an.

    Hier sammelt sich das Moorwasser und bildet die Aupa (tsch. Upa), die kurz vor der Schneekoppe 174 m in die Tiefe des Riesengrund (tsch. Obři důl) stürzt.

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    Langsam kommt die Schneekoppe immer näher, deutlich sind die beiden Wege zum Gipfel zu sehen. Rechts auf dem Grat verläuft der steile und kettengesicherte Zick-Zack-Weg, links im Berghang der längere und bequemere Jubiläumsweg, der 1905 zur Erinnerung an das 25-jährige Bestehen des Riesengebirgsvereins angelegt wurde und heute als Fahrstraße von polnischer Seite bis auf den Gipfel führt. Das gelbe Haus ist das Schlesierhaus (pl. Schronisko Dom Śląski), von hier sind es noch 225 Höhenmeter bis zum Gipfelplateau.

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    Heute findet der Ultramarathon statt, am Schlesierhaus befindet sich eine Verpflegungsstation. Hier gibt es die übliche Läuferverpflegung und dauernd passieren uns Läufer auf dem Weg zum Gipfel. Ich weiß wie sie sich jetzt fühlen und spendiere jedem kräftig Applaus, was immer mit einem Lächeln gedankt wird. Ein polnischer Sportler ließ sich gern ablichten.

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    Wir entscheiden uns heute für den Jubiläumsweg, ein Blick zurück zeigt ein schönes Panorama mit der Wegespinne am Schlesierhaus. In der Mitte verläuft der Kammweg, nach rechts zweigen 2 Wege ins Tal nach Krummhübel ab und schräg nach links führt der Weg zur Wiesenbaude von dem wir gekommen sind.

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    Der Jubiläumsweg steigt allmählich bergan und wir gewinnen langsam an Höhe. Heute ist eine gute Thermik, am Nordhang sind Gleitschirmflieger unterwegs.

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    Endlich haben wir den Höhepunkt unserer Wanderung erreicht, den Gipfel der Schneekoppe (tsch. Sněžka, pl. Śnieżka) und mit 1603 m höchster Berg der Sudeten und der Tschechischen Republik.

    Mitten über das Gipfelplateau verläuft die Staatsgrenze, die heute nicht mehr teilt und kaum noch wahrgenommen wird.

    Geprägt wird sie von Gebäuden aus mehreren Epochen, zunächst ist da der Gegensatz zwischen der Laurentiuskapelle und der Polnischen Bergbaude.

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    Die Laurentiuskapelle wurde im August 1681 vom Grüssauer Abt Bernhard Rosa geweiht, zum Namenstag am 10. August findet hier jährlich eine Messe statt die von vielen Gläubigen aufgesucht wird .

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    Die Polnische Bergbaude mit futuristischer Architektur aus der Raumfahrt entstand in den Jahren 1964–1974. In den Fliegenden Untertassen findet der Wanderer gastronomische Einrichtungen, außerdem beherbergt sie eine Wetter- und Sternwarte.

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    Die Bergstation der neuen Gondelbahn (leider nicht fotografiert) von Petzer (tsch. Pec pod Sněžkou) eröffnete 2014 nach jahrelangem Ringen zwischen Nationalparkverwaltung und Touristikern. Die neue Gondelbahn hat aus Naturschutzgründen mit 250 Personen / Stunde die gleiche Kapazität wie die alte Seilbahn von 1949. Diese urige Seilbahn benutzten wir zuletzt 2007, man sitzt zu zweit nebeneinander und bewegt sich seitlich fort, die Sessel begegnen sich Rücken an Rücken.

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    Die Tschechische Poststelle auf der Schneekoppe ist ein neues Gebäude, welches den strengen Anforderungen des Naturschutzes Rechnung trägt und auf den Grundmauern der abgerissenen Böhmischen Baude 2007 errichtet wurde. Die filigrane Architektur hält tatsächlich seit vielen Jahren den äußerst rauhen Bedingungen hier oben stand.

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    An der Planung der Poststelle war der Vesely Vylet (dt. Ein lustiger Ausflug) maßgeblich beteiligt, ein tschechisches Familienunternehmen vertreten durch den von mir sehr geschätzten Dr. Pavel Klimeš aus Marschendorf (tsch. Horni Marošv).

    Vesely Vylet macht sich seit Jahrzenten verdient um die Belange des Riesengebirges, Bewahrung von Kulturgut, Naturschutz, als Informationszentrum und Wechselstube, zur Völkerverständigung und Aufarbeitung der Historie des gesamten Gebirges.


    Seit meinem ersten Urlaub im Riesengebirge 1995 haben mich die 2x jährlich auch in deutscher Sprache herausgegebenen Saisonzeitschriften (seit Sommer 2004 auch online als PDF) begleitet und waren mir wertvoller Ideen- und Ratgeber.


    Ein Blick zurück Richtung Westen zeigt das rundliche Bergmassiv des 1555 m hohen Brunnbergs (tsch. Studniční hora), weiter rechts in der hellen Weißen Wiese die Wiesenbaude und in der Mitte den tief eingegrabenen Aupa-Wasserfall. Zwischen beiden befindet sich das Aupa-Hochmoor.

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    Nach Auffüllen der Energievorräte machen wir uns an den Abstieg. Überall wird hier auf den Naturschutz geachtet, nur in der Bergstation der Gondelbahn gibt es Essen und Getränke in Plastik…

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    Nun heißt es Abschiednehmen von diesem tollen Gipfelerlebnis und wir begaben uns auf die letzte Etappe unserer Wanderung nach Klein Aupa. Dabei nahm ich den falschen Weg, doch was für ein Juwel entdeckten wir unterwegs!

    Statt weiter auf dem Kammweg zu wandern ging es aus alter Gewohnheit bergab entlang der Seilbahn bis zur Mittelstation auf dem Rosenberg (Růžova hora). Als ich meinen Fehler bemerkte war es zu spät zum Umdrehen, wir hätten wieder aufsteigen müssen.


    Nach spontaner Planänderung (es leben die guten alten Wanderkarten!) gingen wir vom Rosenberg in einem südlichen Bogen vorbei an den Hoferbauden (tsch. Portášovy Boudy) und weiter durch den Löwengrund (tsch. Lví důl) und standen plötzlich vor der Siedlung Simmaberg (tsch. Šímovy chalupy), einer Wiesenenklave in 1010–1060 m mit 9 Bergbauden, die auch heute noch keinen Anschluß an moderne Versorgungsnetze haben.

    Die Bewohner lebten bis zur Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg von der Almwirtschaft, der besonderen Bedeutung dieser einzigartigen Siedlung Rechnung tragend steht sie heute unter Denkmalschutz und die neuen Bewohner gehen offenbar sehr sorgsam damit um.

    Eine Tafel am Wegrand auch auf deutsch informiert die Wanderer über dieses Kleinod.

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    In diesem Bereich des Ostriesengebirges begegnete uns kein Mensch, wir waren ganz allein auf diesem stillen Wanderweg unterwegs.

    Nur noch wenige Meter und wir waren am tiefsten Punkt unserer Tour (auch kräftemäßig) am Parkplatz des Hotels „An der abgebrannten Mühle“ (tsch. Spáleny Mlýn) angelangt, hier endet der Wanderweg an der Straße Nr. 252 und abgebrannt fühlten wir uns auch.

    Wegen der eingeschlagenen Südroute hätten wir jetzt in der prallen Sonne bei ca. 30 Grad noch 2 km bergauf durch Klein Aupa gehen müssen bis zu unserer Unterkunft.

    Irgendwie war die Luft raus und wir wollten nicht mehr, zum Glück kam ein "Touristenzug" vorbei und für wenig Geld fuhren wir ganz gemütlich zum „Gasthaus zur Kirche“ (tsch. Restaurace U Kostela), wo wir schon erwartet wurden.

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    Das Ziel unserer Wanderung ist erreicht und ein kühles Pilsner Urquell (das einzig Wahre aus Pilsen) sorgte für sofortige Linderung 😊

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    Neben dem Gasthaus steht die namensgebende 1779 errichtete Kirche St. Peter und Paul.

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    Zwischen Gasthaus und Kirche befindet sich ein großer Spielplatz.

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    Auch im Inneren des Gasthauses ist es sehr gemütlich, die Bedienung spricht sehr gut deutsch und es gibt jede Menge Köstlichkeiten der Region.

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    Ich bekam ein Zimmer im frisch renovierten Nebengebäude, anschließend ließen wir die letzten Tage nochmal Revue passieren und am nächsten Tag traten wir die Heimreise an.

    Na shledanou Krkonoše, Auf Wiedersehen Riesengebirge!

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    Wir haben heute in knapp 7 Stunden 17 km zurückgelegt mit 695 Höhenmetern bergauf und 893 Höhenmetern bergab.

    Insgesamt waren es 3 wundervolle Tage bei bestem Wetter in sehr angenehmer Begleitung, vielen Dank an meine Mitwanderer!


    Auf die unzähligen sehenswerten Orte links und rechts des Wegs konnte ich unmöglich eingehen, entdeckt selbst dieses kleine aber feine Gebirge nur knapp 90 Auto-Minuten von Görlitz entfernt!


    Für Interessierte noch einige Literaturtips:


    Frank Schütting

    Das Riesengebirge entdecken

    ISBN 978-3928409698

    (es gibt eine neue Version 978-3-89794-458-9)


    Bernd Pollmann

    Rother Wanderführer Riesengebirge mit Isergebirge

    ISBN 978-3-7633-4222-8


    Wanderkarten:


    SHOcart Wanderkarte 424, Krkonoše/Riesengebirge 1:40.000

    EAN: 9788072247028

    Kompass-Karte 2087, Riesengebirge/Krkonoše 1:50.000

    EAN: 9783990446447



    Verzeichnis der 3 Teile


    Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 1


    Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 2


    Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 3

    3 Mal editiert, zuletzt von ELMA () aus folgendem Grund: Inhaltsverzeichnis hinzugefügt

  • Udo Vorab ganz herzlichen Dank für diesen dritten Teil.

    Ich möchte mir Zeit nehmen, ihn genau lesen und mir auch die Links anschauen,

    Aber eines schon jetzt vorweg:

    Dein Shaun ist ganz schön bierselig !!

    Ist er das daheim auch ?


    Viele Grüße,

    Elke

  • Großen Dank für die "Mitnahme" auf eure Tour. Herrlichstes Wetter, eine wunderbare Landschaft, stramme Waden, bestes Pils und ein gut gelaunter Shaun - was will man mehr?!


    Ein herzlicher Gruß aus dem Pott,

    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Großen Dank für die "Mitnahme" auf eure Tour. Herrlichstes Wetter, eine wunderbare Landschaft, stramme Waden, bestes Pils und ein gut gelaunter Shaun - was will man mehr?!


    Ein herzlicher Gruß aus dem Pott,

    Klaus

    Gute Freunde für den Weg braucht es noch ;)

    Und ich hatte alles, es war einfach toll.

  • Jetzt habe ich die drei Teile Deines Berichtes nochmals an mir vorbeiziehen lassen.

    Und wenn ich jetzt noch ein Budweiser oder ein echtes Pilsner Urquell vor mir stehen hätte, dann käme ich noch mehr ins Schwärmen über diese tolle 3 Tageswanderung,

    Du hast mir das Riesengebirge nahe gebracht. Mit sehr schönen Bildern , mit Weg- und Landschaftsbeschreibungen und persönlichen Eindrücken, wie es nur jemand kann, der diese Region gut kennt und der sie liebt. ( Was ich doch sehr annehme)

    Die Schneekoppe war der Höhepunkt, das hast Du geschrieben. Der höchste Punkt, ja, aber ich denke , da gab es viele Höhepunkte auf Eurer Wanderung!

    Ich denke mir würden die Abschnitte am besten gefallen, auf denen wenig Besucher unterwegs sind,

    Im Teil 1 das Mummeltal, im Teil 3 die weiten Almflächen von Simmaberg und andere.


    Hab ich richtig verstanden, dass Du nächstes Jahr an diesem Ultramarathon teilnehmen möchtest ?

    Respekt!!!!!


    Einen Wunsch hätte ich ( als leidenschaftliche Pflanzenamateurin )

    Wenn Du das nächste Mal im Riesengebirge unterwegs bis, so zeige doch auch etwas von der Vergetation , in diesem Naturschutzgebiet gibt es sicher Kostbarkeiten.

    Aber vielleicht schaffe ich es selbst einmal, in einer der gemütlichen Bauden ein paar Tage zu sein.

    Du hast etliche davon sehr schön beschrieben.


    Danke für diesen Bericht und auch für die Literaturhinweise am Ende!


    Viele Grüße - auch unbekannterweise an Deine Wanderfreunde - und natürlich an den nie müde werdenden Shaun, der Dich vermutlich noch auf vielen spannenden Unternehmungen begleiten wrd.



    Elke

  • ...

    Hab ich richtig verstanden, dass Du nächstes Jahr an diesem Ultramarathon teilnehmen möchtest ?

    Respekt!!!!!

    ...

    Nein, diesen brutalen Berglauf will ich mir nicht antun. Ich bin im Mai 2016 beim Rennsteiglauf den Supermarathon gelaufen (ca. 74 km von Eisenach bis Schmiedefeld), da war ein richtig knackiger Anstieg zum Großen Inselsberg dabei.


    Danke für das Feedback, ich freue mich wenn ich das Interesse an diesem wunderschönen Gebirge wecken konnte.


    Gruß

    Udo

    Einmal editiert, zuletzt von Udo ()

  • Udo,

    auch beim dritten Teil eurer Wanderung will ich noch meinen Senf dazu geben.

    Die Wanderung zur Wiesenbaude war unserem Leistungsvermögen entsprechend und der Höhepunkt unserer Woche im Riesengebirge.


    Hier ein Blick entlang des Weges, gerade so zu erahnen.



    Wir kamen ja von der anderen Seite auf die Wiesenbaude zu, du kamst schätzungsweise von links oben.



    Auch wenn die Schneekoppe zum Greifen nah erschien, wussten wir um unsere Grenzen.



    Da schauten wir uns lieber noch etwas in der Baude um, hier das Herrenzimmer.



    Zum Schluss noch einige Impressionen von unserem Besuch der Schneekoppe. Kontrastprogramm zu deinen Bildern.

    Unten sah es noch gut aus, Sonne, Wolken, aber kalt.

    Talstation.




    Oben Nebelsuppe vom Feinsten.





    Auch das ist Riesengebirge.


    Viele Grüße Evelin

    Einmal editiert, zuletzt von papnik ()

  • Hallo Evelin, die Strecke von St. Peter am Ziegenrücken hoch zur Wiesenbaude ist auch ein toller Weg!

    Ich bin ihn immer nur runter gegangen. Und deine Bilder von der Koppe sind der Normalzustand, klare Sicht ist schon selten. Um so mehr weiß ich es im Nachhinein zu schätzen, welches Glück wir mit dem Wetter hatten, und das eine Woche im Gebirge.

  • Hallo Evelin, die Strecke von St. Peter am Ziegenrücken hoch zur Wiesenbaude ist auch ein toller Weg!

    Ich bin ihn immer nur runter gegangen.

    Ich fand ihn aufwärts mit seinen knapp 700 Höhenmetern schon ziemlich anstrengend. Die letzten km zur Schneekoppe wären nicht mehr gegangen. Zumal ich mich von solchen Menschenmassen unter Druck gesetzt fühle, dann geht bei mir gar nichts mehr.



    Wir haben dann einen anderen Rückweg gewählt, entlang der Bile Labe auf guten Wegen, auch wenn die Tritte für mich manchmal fast zu hoch waren.




    Aber die Einkehr in die Weißwasserbaude frische die Kräfte wieder auf.



    Auf schattigen und guten Wegen näherten wir uns St. Peter.



    Noch eine kleine Rast mit herrlichem Panorama zwischendurch...



    ....und geschafft, Hotel Visluny ist in Sicht.



    Das war ein schöner Tag. Du kannst das sicher nachempfinden?


    Viele Grüße Evelin

    Einmal editiert, zuletzt von papnik ()

  • Ja Evelin, das kann ich! Dieser Weg durch den Weißwassergrund ist sehr wenig frequentiert und wunderschön.

    Sieht so aus, dass ihr nach der Weißwassergrundbaude den kurzen Anstieg hoch auf den Ziegenrücken gegangen seid und am Ende in St. Peter wart?

    Ein toller Weg mit sehr schönen Ausblicken zum Medvedin und nach Spindlermühle.

  • Udo, papnik

    Ihr macht mich mit Eueren Berichten und Bildern ganz kribbelig !!

    :401:


    Liebe Grüße,

    Elke

  • Sieht so aus, dass ihr nach der Weißwassergrundbaude den kurzen Anstieg hoch auf den Ziegenrücken gegangen seid und am Ende in St. Peter wart?

    Ein toller Weg mit sehr schönen Ausblicken zum Medvedin und nach Spindlermühle.

    Genau so war es. Wir haben die Abkürzung genommen, den langen Weg nach Spindlermühle, an der Seilbahnstation zum Medvedin vorbei, kannten wir schon von einer vorherigen Wanderung. Eigentlich erstaunlich, was man in einer Woche so alles schafft.


    Elke, solange es noch kribbelt, ist doch alles gut. :) Kann man sehr schön mit einem Besuch von Görlitz verbinden. So haben wir es gemacht.

    Viele Grüße Evelin

  • Hallo Udo,


    vielen Dank für deine informative und schöne bebilderte Kammwanderung
    in drei Etappen vom Riesengebirge.


    Liebe Grüße

    Steffi

    “Die Gesundheit ist das Wichtigste in unserem Leben“

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