Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 1

Es gibt 19 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von papnik.

  • Hallo zusammen, hier stelle ich gleich meinen ersten Reisebericht online über eine Wanderung durch das Riesengebrige. Da wir öfter die Grenze zwischen Tschechien und Polen überschritten haben aber sowohl der Startort Harrachov als auch der Zielort Mala Upa in Tschechien liegen landet der Bericht hier.

    Die Wanderung hat 2015 stattgefunden und die Bilder sind alle mit damals üblichen Smartphones entstanden, also bitte erwartet keine Top-Qualität.


    Viel Spaß wünscht Udo, hoffentlich klappt das mit dem Einstellen alles :/

  • Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 1


    Meine Berge leuchten wieder,

    Menschenfern und nachtbetaut.

    Atme wieder Heimatodem,

    Wälder rauschen laut.


    Carl Hauptmann


    Schon oft war ich mit Familie und Kollegen im Riesengebirge wandern, Orte wie die Elbquelle, die Kirche Wang oder die Schneeekoppe sind mir sehr vertraut.

    Doch mein Traum war es, einmal auf dem Hauptkamm Rübezahls Reich zu durchqueren.


    Wem das Riesengebirge (polnisch Karkonosze, tschechisch Krkonoše) nichts sagt, es liegt im Dreiländereck Deutschland - Tschechien - Polen und direkt auf dem Hauptkamm verläuft die historische Grenze zwischen Schlesien im Norden (heute Polen) und Böhmen im Süden (heute Tschechien). Es ist das höchste Mittelgebirge Mitteleuropas nördlich der Alpen und gipfelt in der 1603 m hohen Schneekoppe (pl. Śnieżka, tsch. Sněžka).

    Der Hauptkamm beginnt im Westen mit dem 1362 m hohen Reifträger (pl. Szrenica) und endet ca. 40 km weiter östlich bei den Grenzbauden von Klein Aupa (tsch. Mala Upa), das sollte auch ungefähr unsere Wegstrecke sein.


    Zum Nachlesen in Wikipedia:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Riesengebirge


    Ich war mit 2 Kollegen im Juli 2015 unterwegs und wir fuhren aus Norddeutschland zunächst zu unserem Startort Harrachsdorf (tsch. Harrachov) im Bezirk Semil / Okres Semily. Wir nahmen Quartier in einer netten und preiswerten Pension und erkundeten am Nachmittag den Ort.

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    Harrachsdorf ist bekannt durch ein kleines aber feines Skigebiet und seine Skisprungtradition, am Teufelsberg (tsch. Čertova hora) steht ein Schanzenkomplex mit einer der größten Skiflugschanzen der Welt.

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    Im Ortsteil Neuwelt (tsch. Nový Svět) befindet sich die große Glashütte mit Schleiferei „Novosad & Sohn“, hier entsteht das berühmte böhmische Glas. Angeschlossen ist ein Glasmuseum mit Shop und eine Gasthausbrauerei. Man kann hier sogar in Bier baden …

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    Viele Häuser in diesem hübschen Ort sind noch traditionell mit viel Holz gebaut, wie diese Pension in unserer Nachbarschaft.

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    Nach einer entspannten Nacht und einem guten Frühstück begann unsere 1. Etappe bei Traumwetter und das sollte die nächsten Tage auch so bleiben. Der Rucksack ist gepackt, mein Mitwanderer Shaun hat es sich oben bequem gemacht. Er wird mich als Talisman auf dieser Wanderung begleiten wie so oft.

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    Wir starteten an der Pension, durchquerten den Ort vorbei an schönen Holzhäusern im Riesengebirgsstil und erreichten bald das Tal der Mummel (tsch. Mumlava), die hier einen tiefen Einschnitt geschaffen hat zwischen dem Schlesischen Hauptkamm und dem parallel verlaufenden Böhmischen Kamm.

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    Etwas außerhalb von Harrachsdorf passieren wir die erste Sehenswürdigkeit, den wunderschönen Mummelfall (tsch. Mumlavský vodopád). Er ist der wasserreichste Wasserfall des ganzen Riesengebirges und stürzt über eine 8 m hohe Granitstufe hinab, unten haben sich die sogenannten Teufelsaugen (tsch. Čertova oka ) ausgewaschen.

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    Da wir gerade erst gestartet sind lassen wir heute die gastliche und sehr gemütliche Mummelfallbaude links liegen, unser Forstweg zieht weiter entlang des Flusses talaufwärts.

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    Immer wieder bleiben wir stehen, um dieses idyllische Flußtal zu genießen. Dieser Weg ist nicht so stark frequentiert wie zum Beispiel der Aufstieg zur Schneekoppe. Wir treffen nur auf ganz wenige Menschen unterwegs und genießen einfach die Stille.

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    Am Rastplatz „Rübezahls Frühstück“ (tsch. Krakonošova Snidanĕ) machten wir die erste Pause und stärkten uns mit einem guten tschechischen Bier, bevor gleich der Aufstieg aus dem Mummeltal hinauf auf den Hauptkamm beginnt.

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    Nun liegt ein Anstieg von knapp 200 Höhenmetern vor uns, allmählich gewinnen wir an Höhe und die grenznahe urige Wosseckerbaude (tsch. Vossecka bouda) kommt bald in Sicht.

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    Während die Wanderer das köstliche Bier genießen macht Shaun es sich an dem alten Kachelofen gemütlich. Die Atmosphäre in den Bergbauden des Riesengebirges ist einfach unbeschreiblich, teilweise uralt und voller Sammlerstücke.

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    Und leider ist auch die Verpflegung immer sehr lecker, egal ob fest (Knödel, Gulasch) oder flüssig (Pilsner Urquell oder das echte Budweiser) 😊


    Da wir gut in der Zeit lagen gingen wir nicht direkt weiter zu unserem Tagesziel, der Reifträgerbaude (pl. Schronisko Szrenica), sondern steuerten die nahegelegene Elbquelle an. Die Wege sind jetzt gesäumt von Knieholz, hier im Riesengebirge ist durch die nördliche Lage die Baumgrenze schon bei ca. 1250 Höhenmetern erreicht.

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    Auf der nassen Elbwiese (tsch. (Labská louka) in einer Höhe von ca. 1400 m entspringen mehrere kleine Rinnsale, eins davon hat man mit Stein eingefaßt als symbolischer Elbbrunnen.

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    Gegenüber befinden sich an einer kleinen Steinmauer die Stadtwappen aller 26 Städte, die die Elbe von Spindlermühle (tsch. Špindlerův Mlýn) bis zur Mündung in die Nordsee bei Cuxhaven durchfließt.

    Dieses Bauwerk ist ein erstaunliches Beispiel von grenzüberschreitender Völkerverständigung und wurde bereits 1968 geschaffen, also im Jahr des Prager Frühlings.

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    Wir trafen hier einen deutschen Weltenbummler, der mit einem klapprigen uralten Rad ohne Gangschaltung und einem alten Koffer den gesamten Verlauf der Elbe abradeln wollte. Wir erhielten Wochen später tatsächlich ein Zielfoto von ihm an der Kugelbake in Cuxhaven.

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    Nur wenige hundert Meter weiter stürzt die noch junge Elbe den Elbfall (tsch. Labský vodopád) 40 m hinab und nimmt im Tal der Siebengründe noch weitere Bäche auf, bevor sie sich kurz vor Spindlermühle mit dem Weißwasser vereint.

    Ausnahmsweise gibts hier ein Bild aus Wikipedia zum Elbfall aus dem Jahre 1900, die neue Elbfallbaude ist ein so häßlicher Betonklotz dass ich sie nicht fotografieren mochte .

    Quelle Wikipedia:

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    Mit diesen Eindrücken gingen wir das kurze Stück hinauf zum Hauptkamm und wanderten auf dem Grenzweg an den Quargsteinen (tsch. Tvarožnik) und den Sausteinen (pl. Trzy Świnki ), beides markante Felsformationen, unserem Ziel entgegen.

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    Wie auf einem Kegel thront die Reifträgerbaude vor uns, der kurze aber knackige Aufstieg ist nochmal schweißtreibend.

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    Angekommen an der Rezeption dann der Schock, die Baude ist ausgebucht! An diesem Tag fand ein Treffen von Funkamateuren statt und es war kein Zimmer mehr frei. Ich hatte es versäumt hier zu reservieren. Neben der Baude waren auf einem Gerüst die Antennen montiert.

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    Die sehr nette Dame kümmerte sich fürsorglich um uns, versorgte uns erst mal mit einem lebensrettenden kühlen Blonden und telefonierte mit der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Neuen Schlesischen Baude (pl. Schronisko na Hali Szrenickiej). Dort waren noch Zimmer frei und nach dem wir unser Bier geleert hatten ging es wieder fast 100 Höhenmeter steil bergab.

    Die Neue Schlesische Baude machte von außen einen sehr guten Eindruck und wir bekamen ein geräumiges Quartier.

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    Allerdings war die Verständigung mit dem Personal etwas schwierig. Wir hatten nicht erwartet dass man überall deutsch versteht und meine polnischen Sprachkenntnisse sind sehr überschaubar, aber dass junge Leute so gar kein Englisch sprechen hat uns doch etwas erstaunt.

    Aber es hat alles gut funktioniert und so haben wir unser Abendessen draußen in der Sonne genossen und hier endet unser 1. Tag.

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    Wir haben heute in 7,5 Stunden 19,4 km zurückgelegt mit 1.175 Höhenmetern bergauf und 657 Höhenmetern bergab. Die Nacht war etwas ungemütlich, da ich keine Ohropax mithatte und einer von uns den ganzen Wald nebenan abgesägt hat ||


    Fortsetzung folgt demnächst


    Verzeichnis der 3 Teile


    Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 1


    Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 2


    Das Riesengebirge – Kammwanderung Etappe 3




  • Na das ist doch schon mal ein guter Einstieg ,


    interessanter Bericht mit guten Aufnahmen.


    **\'6

    Liebe Grüße :auto3:Dieter


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders


    Und deshalb bleibt bitte gesund.

  • Toller Bericht Udo mit super Aufnahmem.


    Eure Wanderung war Natur pur und idyllisch bei traumhaften Wetter.


    **\'6


    Liebe Grüße

    Steffi

    “Die Gesundheit ist das Wichtigste in unserem Leben“

  • Wie wunderbar, dass man heutzutage Im Riesengebirge problemlos wandern kann (leider derzeit aus Coronagründen nicht , aber das wird sich hoffentlich bald wieder ändern )

    Vom Riesengebirge und dem Rübezahl erzählten mir meine Grossmutter und meine Mutter immer wieder und ich konnte nicht genug bekommen. Das Sagenbuch über Rübezahl hab ich als Kind mehr als ein Mal verschlungen.

    Lange Jahre war die Region unerreichbar und gefühlsmäßig sehr weit entfernt.


    Deshalb freue ich mich jetzt besonders über Deinen Bericht und über Deine Bilder,

    Danke für die Arbeit, die Du Dir damit gemacht hast !

    :401:


    Viele Grüße,

    Elke

  • Hallo Udo,


    wunderschön, tolle Bilder und eine herrliche Landschaft - das könnte mir auch gefallen.

    bin schon gespannt wie es weiter geht.

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • Danke für euer Lob :)

    Noch zu Sozialismus-Zeiten konnte der Kammweg (Weg der tschechisch-polnischen Freundschaft) nur von Einwohnern dieser beiden Länder betreten werden. Alle anderen konnten zwar von den Talorten hochwandern aber das Überschreiten der Grenze war verboten. Ich habe bei meinem ersten Wanderurlaub 1995 noch mit Kalaschnikow bewaffnete Grenzer am Schlesierhaus und auf der Schneekoppe gesehen.

    Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei und man kann dieses schöne Fleckchen Erde grenzenlos erleben.

    Einmal editiert, zuletzt von Udo ()

  • hallo Udo,


    als Freund des Wanderns gefällt mir dein Bericht über eine Gegend, die ich überhaupt nicht kenne. Zudem scheint es dort noch relativ gemütlich zuzugehen und irgendwie habe ich den Eindruck, daß da auch die Zeit stehen geblieben ist.


    Ich war am Pfingstmontag im Landkreis Garmisch - Partenkirchen auf einem Berg und war da überhaupt nicht alleine. Genaugenommen war auf dem Teufelstättkopf bei Unterammergau der Teufel los. So schlimm habe ich es eigentlich nicht erwartet. Trotz allem war meine Tour recht schön. Näheres demnächst in diesem Forum.


    Sind im Riesengebirge die Wege alle so gut ausgebaut wie auf diesem Bild?


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    Wie verhält es sich in der Region mit dem Bezahlen? Du bist ja im Verlauf deiner Tour wohl durch die Tschechei und Polen gewandert. Konntet ihr überall mit Euro bezahlen oder mal mit Sloty und mal mit Kronen?


    grüsse


    jürgen

  • Hallo Jürgen,

    wir waren am Anfang in einem Bereich mit wenigen Menschen, auch an der Elbquelle war wenig los das kenne ich auch anders.

    Vieles in der Region ist noch ursprünglich, aber auch hier gibt es Massentourismus.

    Der Kammweg ist in diesem Abschnitt besonders gut ausgebaut, das wird im 2. Teil etwas anders.

    Insgesamt ist die Infrastruktur im gesamten Gebirge hervorragend, die Wege sind top ausgeschildert und in sehr gutem Zustand von Wurzelpfad, Schotterweg, Felsblöcke bis Pflasterstraße.

    Da kann sich der Harz z.B. eine Scheibe abschneiden. Man merkt übrigens an der Beschilderung, ob man in Polen oder Tschechien ist, die polnischen Wegweiser sind in Stunden angegeben und die tschechischen in Kilometer.

    Und da man in 2 Ländern unterwegs ist sollte man sowohl Kronen als auch Złoty dabei haben. In manchen Bauden kann man auch in Euro bezahlen, manche akzeptieren nur die Landeswährung. Das kommt im 2. Teil auch noch zur Sprache.

  • Hallo Udo,


    wunderschön, tolle Bilder und eine herrliche Landschaft - das könnte mir auch gefallen.

    bin schon gespannt wie es weiter geht.

    Und es ist nicht weit vom Elbsandsteingebirge entfernt, von Görlitz nur ein Katzensprung :)

    Aber das wird ein neuer Bericht...

  • Das macht Lust auf mehr!


    Wenn ich einen Wunsch frei hätte, könnte ich mich nur schwer entscheiden. Entweder Shaun zu sein oder das Bad am Glasmuseum in Neuwelt zu genießen. ;)


    Ich freue mich auf die Fortsetzung,

    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Ach ja der Shaun, der entwickelte sich so richtig zum Säufer unterwegs. Manchmal echt peinlich was der so schluckt ^^


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    Aber ich kann es verstehen, 4 Tage in der prallen Sonne hinten auf dem Rucksack macht durstig

  • Aber ich kann es verstehen, 4 Tage in der prallen Sonne hinten auf dem Rucksack macht durstig

    Oh ja das verstehe ich auch , fällt dieses ( vier Tage in der prallen Sonne ) jetzt eigentlich unter Tierquälerei oder will er das so.:lol:

    Liebe Grüße :auto3:Dieter


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders


    Und deshalb bleibt bitte gesund.

  • nd es ist nicht weit vom Elbsandsteingebirge entfernt, von Görlitz nur ein Katzensprung :)

    …. die Grenze soll in Kürze wieder geöffnet werden in Tschechien, hab ich gelesen. Aber wenn wir das mal machen wollen, wird erst ordentlich geplant und ausgetüftelt...

    Vielleicht können wir wenigstens wieder mal rüber zum Prebischtor und in die Wilde Klamm und die Edmundsklamm, das ist so toll dort.

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • Hallo Udo,

    auch von mir, wenn auch mit Verspätung, ein herzliches Dankeschön für deinen Bericht über die Kammwanderung im Riesengebirge.

    Ich war gut 2 Jahre nach dir in Rübezahls Reich, wir hatten unser Lager in Spindlermühle aufgeschlagen und sind von dort ausgeschwärmt.

    Mit 2 Unterschieden:

    -wir haben es wesentlich ruhiger angehen lassen und die Höhenmeter auch mal mit Sessellift und Gondelbahn überwunden

    -das Wetter war eher durchwachsen, mit Temperaturen teilweise im einstelligen Bereich, riesengebirgstypisch eben...

    Ich hänge mal ein paar Bilder von unserem "Sauwetter" in Harrachov ran, hoffe du hast nichts dagegen.


    Kirche und Sammlerstücke zwecks Zaundeko



    Orginelle Sitzgelegenheit



    An der Elbquelle mit Kunstobjekt war es nur bedingt kuschelig bei 9 Grad




    Auch wenn sie dir nicht gefällt, abschließend noch 2 Bilder von der Elbfallbaude. Von der Elbquelle kommend, sieht sie aus wie die Riesenschwingen eines Vogels, jedenfalls habe ich das so interpretiert, vielleicht ist auch die Phantasie mit mir durchgegangen. Links oben sieht man übrigens das Ziel eurer 3 Tageswanderung, klitzeklein den Gipfel der Schneekoppe.



    Seitlich sieht man besser, wie überdimensioniert sie ist, das ist mir aber erst aufgefallen, als ich deinen Bericht las.



    Viele Grüße Evelin

    Einmal editiert, zuletzt von papnik ()

  • Hallo Evelin,

    danke für deine Ergänzungen.

    Mit meinen Mitwanderern haben wir 2010 von Spindlermühle etliche Wanderungen unternommen und haben auch "Hilfen" in Anspruch genommen 😀

    Wir sind mit dem Bus zum Spindlerpaß gefahren und nach der Tour mit dem Lift vom Medvedin wieder runter.

    Freut mich sehr daß ich hier Menschen finde die auch in Rübezahl's Reich unterwegs sind oder waren.

  • Die ganzen Ausmaße der im sozialistischen Gigantomanismus erbauten Elbfallbaude sieht man, wenn man am Elbfall in den Elbgrund absteigt. Dann erkennt man, das hier ein Hochhaus ins Gebirge gestellt wurde. Deine Aufnahme ist wahrscheinlich beim Aufstieg Richtung Goldhöhe / Vrbatova bouda entstanden, wart ihr am Pantschefall?

  • Ja Udo, es gibt auch häßlichere Bilder von der Elbfallbaude, meins ist ja eher ein schönendes Kunstfoto.

    Wir kamen vom Medvedin, sind mit dem Sessellift hoch, dann zur Elbquelle gewandert und dann wieder zurück. An den Bunkern aus dem 2. Weltkrieg vorbei, Pantschefall ohne Wasser.

    Dann hat man schon die Elbfallbaude im Blick, ist nicht zu übersehen.

    Vielleicht wird sie ja abgerissen, habe sowas gelesen. Wir werden sehen.

    Viele Grüße Evelin

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