(7) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 7

Es gibt 271 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Johannes56.

  • Ich muss an dieser Stelle ein erratum anbringen.


    Ich habe über den Nepoumuk in Schöngrabern berichtet, welcher mir von meinem Kollegen mit der Beschreibung „1768“ zur Verfügung gestellt wurde.


    (6) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 6


    Auf meiner Reise nach Retz bin ich auch in Schöngrabern durchgekommen und habe mir diesen Nepomuk nochmals näher angesehen, insbesondere die Jahreszahl:




    Diese Zahl ist nicht als 1768 zu lesen, sondern als 1764! Der 8er, entweder oben oder unten abgeschnitten, sozusagen in die Hälfte geteilt bedeutet eine 4.


    1768 ist übrigens auch in den Internetquellen falsch angegeben.


    Ich bitte Waldi, dieses erratum auch im betreffenden Beitrag anzubringen. Den angeschnittenen 8er habe ich in dieser Gegend öfter gesehen und die Leseweise wurde mir von einem historisch gebildeten Pfarrer in Wullersdorf bestätigt.


    Johannes

    Einmal editiert, zuletzt von Johannes56 ()

  • Der 8er, entweder oben oder unten abgeschnitten, sozusagen in die Hälfte geteilt bedeutet eine 4.

    Ich habe es an einem Fachwerkhaus auch schon so gesehen:

    s. hier


    "das umgedrehte S ist, grafisch betrachtet, die Hälfte von 8 = 4,"

    Jahreszahl .JPG


    Liebe Grüße,

    Elke

  • Danke, Elke für die Ergänzung. Diese Darstellung ist mir noch nicht aufgefallen. Da ist der 8er also der Länge nach halbiert, auch eine Möglichkeit! Man lernt nie aus...


    Johannes

  • Wullersdorf, Bezirk Hollabrunn, Weinviertel, Niederösterreich


    Wir nähern uns Wullersdorf über die Felder. Ein Nepomuk blickt hier Richtung der auffälligen Kirche.



    An dieser Stelle stand ein alter Nepomuk, der im Krieg zerstört wurde. Die Familie Auterried ließ 1953 eine Nepomukstatue anfertigen, die von Ludwig Schlagenhaufen aus dem nahen Röhrenbach, Bezirk Horn, gefertigt wurde.




    Nähern wir uns jetzt also der Kirche, die weithin sichtbar auf einer Anhöhe steht.






    Vor der Kirche steht links ein hl. Nepomuk und rechts der hl. Koloman, ein irischer Königssohn, welcher mit einem Spion verwechselt und in Stockerau im Jahr 1012 hingerichtet wurde.



    Nepomuk blickt auf das Schicksal von Koloman.



    Der Engel von Nepomuk hat zu tun, er hält Märtyrerpalme und Birett, tänzelt dabei auf einem Bein und macht gleichzeitig die Schweigegeste.




    Sieht unser Nepomuk hier nicht richtig jung aus?


    Der freundliche Herr Pfarrer sperrte mir dann die Kirche auf und zeigte mir noch dieses Bild rechts vom Altar:



    Er meinte, dass die Hand im rechten Bild etwas merkwürdig aussieht, als ob das Bild abgeschnitten wäre. Hier ist Nepomuk leicht zu identifizieren, da ihn fünf Sterne umgeben. Das Buch ist auch eines seiner Attribute, die ihn als Gelehrten ausweisen. Außerdem hält er das Kreuz u d rechts im Hintergrund ist Prag mit der Karlsbrücke zu sehen. Das Bild veranschaulicht die Apotheose Nepomuks auf Wolken gegen den Himmel schwebend.


    Dieses Ölbild wurde von Josef Neugebauer aus Melk 1846 gemalt.


    Johannes

    4 Mal editiert, zuletzt von Johannes56 ()

  • Konstanz, Baden-Württemberg


    Mein jüngerer Sohn - der mich auf den Nepomuk gebracht hat - schickt Grüße aus Konstanz, wo er zwei Nepomuks begegnet ist.


    Der eine steht am Rheintor, dem nördlichen Stadttor, wo früher auch eine alte Brücke war.




    Den zweiten hat er im Kreuzgang des Münsters entdeckt. Dieser ist schon ziemlich gezeichnet, sein ursprünglicher Standort ist nicht bekannt.



    Fotos: Benjamin D.


    Gruß vom Bodensee, eigentlich erwarte ich mir noch weitere Nepomuks aus dieser Gegend!


    Johannes

  • Immendorf, Katastralgemeinde von Wullersdorf, Bezirk Hollabrunn, Weinviertel, Niederösterreich


    Diese schöne Statue aus 1723, welche ich in Immendorf in der Nähe von Wullersdorf gesehen habe, habe ich euch noch vorenthalten. Konstanz hat sich dazwischengedrängt und bei der Durchsicht der Fotos meiner Reise durch einen Teil des Weinviertels habe ich noch diesen Nepomuk gefunden:




    Etwa 700 Nepomuks soll es in Niederösterreich geben, ich weiß jetzt gar nicht, wie viele wir hier schon haben, aber es gibt sicher noch jede Menge zu finden.



    Johannes

  • Den hast Du mit raffinierter Perspektive ins Bild gesetzt! :grin:


    Liebe Grüße,

    Elke

  • Konstanz, Litzelstetten, Mainau, Baden-Württemberg


    Meine Erwartung auf weitere Nepomuks vom Bodensee wurden erfüllt. Diesmal kommen sie von der Insel Mainau, wo mein Sohn bereits am Eingang von diesem Nepomuk begrüßt wurde:



    Und natürlich blickte er auch in die Kapelle, wo er oberhalb des Altars diesen Nepomuk entdeckte:



    Fotos: Beni D.


    Gruß vom Bodensee von meinem Sohn!



    Johannes

  • Heute war es endlich so weit. Nachmittags bin ich mit Suzi nach Rückholz gefahren um mich direkt ab meiner Käserei mit leckeren Allgäuer Milchprodukten einzudecken. Dabei habe ich extra wegen ihm einen Umweg genommen.


    Nepomuk anscheinend aus Beton oder Kunststein steht direkt an der Brücke über die Wertach, die Wald und Görisried im Ostallgäu verbindet. Spät nachmittags gibts zwar nicht mehr viel Sonne im tiefen Wertachtal. Aber ich glaube, man kann den Brückenheiligen durchaus erkennen.


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    Ich nehme an, daß die Figur im Zuge des Neubaus der Brücke geschaffen wurde. Schön, wenn auch heutzutage noch Geld für so ein traditionelles Detail übrig ist.


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    Dem Alter entsprechend ist der Zustand der Figur trotz des harten Allgäuer Klimas hervorragend.


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    Deshalb nehme ich mal an, daß sich auch meine Enkel noch an ihm erfreuen können.


    grüsse


    jürgen

  • Ein schöner Nepomuk in schöner Landschaft. Hier mit Schwurhand, das habe ich schon einmal gesehen in Maria Enzersdorf:


    (5) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 5


    Und es ist, meiner Erinnerung nach der zweite moderne Nepomuk über die Wertach.


    (5) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 5


    LG


    Johannes

  • Großhartmannsdorf, Katastralgemeinde von Großsteinbach, Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, Steiermark


    Gestern hatte ich in Graz zu tun und auf dem Rückweg bin ich ein Stück abseits der Autobahn durch die schöne Steiermark gefahren. In Großhartmannsdorf fiel mir diese kleine Dorfkapelle auf.




    Es gibt ja in fast jedem Ort hier solche Kapellen, wenn es nicht eine große Kirche gibt. Aber diese Kapelle schien mir verdächtig. Irgendwie sieht sie vom Habitus wie eine Nepomukkapelle aus, aber von Aussen war nichts zu erkennen und das doppelte Tor war versperrt.


    Also fragte ich bei einem Haus nebenan. Die Dame wußte zwar nichts von einem Nepomuk, aber sie wußte, wo der Schlüssel zu holen ist. Also ging ich zu besagtem Bauernhof und fand Herrn P. unter seinen Hühnern (im Übrigens gibt es nirgendwo anders so gute halbe Backhendel wie hier in dieser Gegend)


    Herr P. Ist für das Glockengeläut zuständig. Früher musste er täglich zur Kapelle gehen und händisch läuten. Heute gibt es eine Automatik und er muss nur hin, wenn die Glocke einmal nicht funktioniert oder zu besonderen Anlässen.


    Heute war ein besonderer Anlass, fand ich und er fand das auch, denn von einem Nepomuk wußte er auch nichts, aber es interessierte ihn. So händigte er mir die Schlüssel aus.



    Auf den ersten Blick eine schöne, gepflegte Dorfkapelle, aber kein Nepomuk. Doch gehen wir einmal näher zum Altar.





    Diese Schrift auf dem Altartuch fiel der betenden Gemeinde noch nie auf? Blicken wir auf das ziemlich verdeckte Altarblid, so finden wir ihn:




    Welch Bild von einfacher Schönheit! Hier kniet Nepomuk, als einfacher Priester und Pilger in Altbunzlau vor dem Gnadenbild.



    Doch der Tod ist bereits im Bild. Links hinten sieht man den Brückensturz und zu den Füßen von Nepomuk liegt bereits die Märtyrerpalme. Oben macht ein Engelchen die Schweigegeste.



    Ich verweilte ein wenig in der schönen Kapelle und brachte dann den Schlüssel zurück. Herr P. ließ sich geduldig alles erklären. Seit gestern weiß jeder in Großhartmannsdorf, dass sie hier einen Schatz einer Nepomukkapelle haben.


    Johannes

  • Einfach herrlich, was Du alles findest und (hartnäckig ) entdeckst!

    Danke, Johannes!

    Liebe Grüße,

    Elke

  • Gersdorf an der Feistritz, Bezirk Weiz, Steiermark


    Auf meiner Fahrt zwischen Graz und Hartberg sind mir die in dieser Gegend recht häufigen, recht großen Bauwerke mit Heiligenbildern aufgefallen.



    So eine Art überdimensionierte Marterln, mit rundherum diversen Heiligenbildern. Ich weiß nicht, wie man diese Bauwerke nennt, ich habe sie auch sonst nirgendwo in dieser Form gesehen. Vielleicht weiß Josef Bescheid?


    Ich blieb an zahlreichen dieser Bauwerke stehen, lief rundherum, betrachtete mir alle Heiligen, aber nie ein Nepomuk dabei. Eigentlich hatte ich schon die Lust verloren, alle paar Kilometer stehenzubleiben, bis ich nach Gersdorf an der Feistritz kam und endlich fündig wurde.




    Das ist er doch, unser hl. Johannes von Nepomuk! Sogar die Karlsbrücke ist im Hintergrund abgebildet, und der Standort an der Römerbach Landstraße nahe eines Baches passt auch.



    Johannes

  • Eichberg, Ortschaft in Rohrbach an der Lafnitz, Bezirk Hartberg- Fürstenfeld, Steiermark


    Seit 2015 gehört Eichberg zu Rohrbach an der Lafnitz und hier oben in Eichberg würde man nicht unbedingt einen Nepomuk erwarten. Aber ich vermutete einen Nepomuk beim Schloss oder der nahen Kirche, also sah ich mich dort um.



    Die Kirche war leider geschlossen und eine Dame vom Schloss meinte, da gibt es auch keinen Nepomuk, „weil der Pfarrer den auch nicht mag“. Warum er ihn nicht mag, konnte sie nicht sagen, aber sie verriet mir den versteckten Standort, unten, am Teich.


    Ob er von der Kirche dorthin verbannt wurde, oder er eine andere Provenienz hat, konnte sie auch nicht sagen, und ich musste eine Weile suchen, um ihn, versteckt zwischen zwei hohen Thujen, zu finden.




    Da steht er, unser versteckter Nepomuk, in voller Größe!





    Johannes

  • Gersdorf an der Feistritz, Bezirk Weiz, Steiermark


    Auf meiner Fahrt zwischen Graz und Hartberg sind mir die in dieser Gegend recht häufigen, recht großen Bauwerke mit Heiligenbildern aufgefallen.


    So eine Art überdimensionierte Marterln, mit rundherum diversen Heiligenbildern. Ich weiß nicht, wie man diese Bauwerke nennt, ich habe sie auch sonst nirgendwo in dieser Form gesehen.

    Ich habe jetzt einmal recherchiert. Diese speziellen Bildstöcke heißen Etagenbildstock und sind für die Steiermark typisch. Hier auf Seite 14 erläutert.


    http://marterl.at/fileadmin/us…gen_-1536_Felsnischen.pdf


    Sie entstanden um 1900, einige davor und auch noch danach, aber sind typisch für das 19. Jahrhundert um die Jahrhundertwende.


    Johannes

  • Blindenmarkt, Bezirk Melk, Mostviertel, Niederösterreich


    Voriges Jahr im Dezember war ich in Blindenmarkt in der Kirche, aber da war es schon so dunkel, dass ich den Nepomuk nur erahnen konnte.


    (6) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 6


    Jetzt habe ich es geschafft, einmal bei Tageslicht dort zu sein.



    Rechts und links stehen zwei gleiche Altäre gegenüber. Rechts zeigt das Altarbild das Gnadenbild von Alt-Bunzlau.



    Links ist der hl. Johannes von Nepomuk zu sehen, wie er auf das Kreuz blickt.



    Am rechten unteren Bild ist ein Totenkopf auf einem Buch liegend abgebildet.



    Erst bei Tageslicht war diese ungewöhnliche Darstellung zu sehen gewesen.


    Johannes

    Einmal editiert, zuletzt von waldi () aus folgendem Grund: Korrektur vorgenommen

  • Schärding, Oberösterreich


    Schärding liegt am Inn und ist eine vom Barock geprägte Stadt.




    Eigentlich hatte ich mir durch die Lage am Inn und die barocke Geschichte mehrere Nepomuks erwartet, aber ich habe immerhin zwei gefunden:


    Einer steht am Seitenaltar in der Stadtpfarrkiche hl. Georg:




    Den anderen habe ich nahe der alten Innbrücke gefunden:





    Doch der wahre Schatz hat mich dann am anderen Ufer in Bayern erwartet, darüber aber später...



    Johannes

  • Vornbach, Ortsteil der Gemeinde Neuhaus am Inn, Landkreis Passau, Bayern, Deutschland


    Auf der österreichischen Seite verweist ein verwittertes Schild auf das ehemalige Kloster, die Benediktinerabtei Vornbach. Seit 1803 ist die Kirche Pfarrkirche. Früher stand dort die Pilgerkirche Maria am Sand.



    Nicht weit davon entfernt zwängt sich der Inn durch zwei Felsen, bevor er bei Passau in die Donau mündet, die Vornbacher Enge.



    Auf einem Felsen, dem Johannesfelsen, steht eine Nepomukstatue, die man allerdings nur bei einer Schifffahrt sehen kann, ähnlich wie beim Donaudurchbruch bei Kehlheim.



    Dieser Nepomuk muss noch warten, bis er hier auftreten darf...


    Ich dachte, nichts wie hin zur Kirche, das ist ein geeignetes Biotop für einen Nepomuk!


    Einmal über die Brücke in Schärding über den Inn und schon stand ich vor der imposanten Kirche.



    Ich glaube, jeder, der hier erstmals eintritt, staunt und sagt „wow“, was für ein heller, imposanter Kirchenraum!



    Die beiden zweiten Seitenaltäre links und rechts stammen aus 1730 mit Altarbildern von Adam Fux. Offensichtlich hatte dieser Barockmaler eine besondere Gabe für bildliche Darstellung und Symbolik.


    Links ist der junge Heilige Aloisius von Gonzaga dargestellt.



    Da sind Amorettln dargestellt und einer hat verbundene Augen. Der hat wohl daneben getroffen. Ich musste erst in Wikipedia nachlesen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…s_von_Gonzaga?wprov=sfti1


    Da steht: „Besonders wurde dabei die Tugend der Keuschheit hervorgehoben, denn bereits mit zehn Jahren hat Aloisius in der florentinischen Kirche SS. Annunziata ein Gelübde der Jungfräulichkeit abgelegt; nie sei er der Sünde der Masturbation verfallen.„[sic!]


    Der rechte Seitenaltar zeigt unseren hl. Johannes v. Nepomuk mit all seiner, uns inzwischen vertrauten, Symbolik.




    Zwei Engeln sind oben beschäftigt, Lorbeerkranz und Sternenkranz zu halten.


    Ein Engel macht die Schweigegeste und trägt auf einem Tablett die Zunge, während Nepomuk ihm sein Birett keck über den Kopf hält.



    Ein anderer Engel schleudert von rechts oben einen Blitz hinunter auf jemandem, der eine Sichel im Mund hat. Vielleicht ist es der Scherge, der vom Blitz des Racheengels getroffen wird?




    Eine ähnliche Darstellung hatte ich in Emmersdorf an der Donau gesehen, wo der Blitz König Wenzel traf.


    (6) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 6


    Einen Blitze schleudernden Engel gab es auch im Deckenfresko „Die Glorifizierung des heiligen Johannes von Nepomuk“ in der Katholischen Hofkirche Sanctissimae Trinitatis in Dresden. Fotos davon, die vor der Zerstörung im Krieg angefertigt wurden, sind in der Deutschen digitalen Bibliothek erhalten.


    https://www.deutsche-digitale-…6MLGLAEVGIB5V5ECEJOUOXR3R


    Und schließlich findet sich noch am rechten Bildrand der in der Moldau unter der Karlsbrücke liegende Nepomuk mit den leuchtenden Sternen.



    Der Künstler hat wirklich viele Bildbotschaften in sein Bild hineingepackt und wieder zeigen sich Parallelen zu anderen, uns inzwischen bekannten Darstellungen.


    Johannes

    2 Mal editiert, zuletzt von Johannes56 ()

  • Ein wahrer Nepumukkrimi in einem einzelnen Bild !

    Spannend für jeden, der es zu lesen versteht,

    aber auch spannend, wenn man es so gut erklärt bekommt wie von Dir, Johannes!

    Danke dafür.


    Liebe Grüße,

    Elke

  • Peuerbach, Bezirk Grieskirchen, Hausruckviertel, Oberösterreich


    In Peuerbach freute sich der hl. Nepomuk auf Sonntag.



    Derzeit ist es auch schwierig, freistehende Nepomuks ohne Wahlständer zu fotografieren, da hilft dann nur, Foto zuschneiden:



    Dieser Nepomuk wurde samt Inschriften schön renoviert und steht sehr prominent auf der Hauptstraße, sodass ich ihn bei der Durchreise sofort entdeckte.



    In Orten, wo ein Nepomuk steht, lohnt es immer, in die Kirche hineinzuschauen. Im Zweifelsfall in beide:




    Stadtpfarrkirche St. Martin: Fehlanzeige...




    Kleine Kirche „Mariahilf“: Volltreffer!



    Der rechte Seitenaltar ist wohl ein Nepomuk- Altar. Gehen wir also näher...



    Nepomuk mit gold glänzendem Schuh. Der Engel rechts neben ihm macht die Schweigegeste. Aber was hält er da in der Hand?


    Es ist kein Stein der Weisen, wie ein Kirchenbesucher mir gegenüber vermutete, es ist auch nicht das Schuhputzzeug für Nepomuk, nein, es ist die Zunge des hl. Nepomuk, wie ich ihm erklärte, woraufhin er mich ungläubig ansah und irgendetwas von „die Wiener...“ murmelnd fortging...



    Johannes

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