Soldatenfriedhof Nasswand Monte Piana Dobbiaco

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Josef.

  • Wenn man von Toblach Richtung Cortina fährt , kommt man an diesem Soldatenfriedhof vorbei.





    Es ist ein Areal der Erinnerung und Ruhe , es sollte uns Menschen eine Lehre sein.











    Diese Hinweistafel habe ich mal etwas vergrößert.




    Vielleicht interessiert den einen oder anderen dieser Bericht nicht , wenn man aber dort steht und die ganzen sinnlosen Gräber sieht , wenn man dann an die täglichen


    Nachrichten denkt - welche nur noch von Krieg , Terror , Völkerflucht und Massaker berichten , dann fragt man sich schon --Warum eigentlich ???


    Liebe Grüße :auto3:


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders

  • Leider müssen wir erkennen, dass alles nichts hilft. Es gibt auch heute wieder genügend Kriegstreiber, die nur ihre machtvollen Interessen verfolgen.


    Das unendliche Leid der darunter leidenden Bevölkerung läuft bei diesen Menschen verachtend unter Kollateral Schäden.


    Wer diesen Guerra Mondiale vor allem auf der Hauptkampflinie in Südtirol mit einigem Hintergrundwissen und persönlichem Augenschein der Überreste verfolgt hat, kann sich angesichts der unsäglichen
    und letzlich sinnlosen Befehlen nicht einmal mehr annähernd vorstellen, was diese Soldaten vor ihrem sicheren Tod leisten mussten.


    Da wurden Gipfel weggesprengt, schwerste Kanonen Geschütze sogar auf den Ortler geschleppt und und und. Unzureichend ausgerüstet in den extremen Wintertemperaturen täglich den Tod vor Augen sinnlos geopfert.


    Und , wenn man heute die Medien verfolgt, geht es noch unbeschreiblich barbarischer.


    Eigentlich sollten diese Friedhöfe, die von vielen Menschen noch geehrt und großem Aufwand als Mahnmal gepflegt werden, diesem Wahnsinn entgegenstehen.


    Bedrückend ist aber, dass diejenigen, die sich angesichts dieser Greuel ein "Nie wieder" wünschen, mehrheitlich wohl nie in die Geschichte eingreifen können.


    Da wirken auch Medien wirksame Auftritte der höchsten Verantwortlichen, die an gewissen Tagen einen Kranz vorbei bringen, wobei dann geschäftig mit dem Drapieren einer Schleife Anteil geheuchelt soll, nur noch lächerlich.


    Lieber Dieter,


    trotzdem finde ich, dass dieser Bericht in einem solch wertbeständigen Forum seinen Platz haben soll. Dafür Danke.


    lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Zitat von wallbergler

    Wer diesen Guerra Mondiale vor allem auf der Hauptkampflinie in Südtirol mit einigem Hintergrundwissen und persönlichem Augenschein der Überreste verfolgt hat, kann sich angesichts der unsäglichen und letzlich sinnlosen Befehlen nicht einmal mehr annähernd vorstellen, was diese Soldaten vor ihrem sicheren Tod leisten mussten.


    Wir sind viele Kriegssteige in den Dolomiten begangen und haben uns oft gefragt, wie diese erstellt wurden. Da, wo wir heute angeseilt gehen, wurde im "Großen Krieg" Material in unvorstellbaren Mengen auf die Berge verbracht. Zeugnisse geben u. a. Stellungen an der Rotwand, dem Paternkofel und den Monte Piana und Piano (Museum). Unzählige Soldaten haben den Bau der Steige mit dem Leben bezahlt.


    Soladatenfriedhöfe regen zum Nachdenken an, danke Dieter!


    Gruß,
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Solche Gedenkstätten müssen berühren!
    Vor allem wenn man Namen liest, Geburts- und Sterbedaten anschaut und erkennt, wie jung diese Männer waren.
    Man wird nachdenklich und es bleibt nicht aus, dass Gedanken aufkommen, wie bei Euch, Dieter, Helmut und Klaus.


    Es gab eine Zeit, da verstand ich nicht, weshalb so viel Zeit, Engagement und Geld in die Pflege der Sodatenfriedhöfe investiert wird. ( Da gab es jene jährlichen Kriegsgräber - Straßensammlungen mit den Sammelbüchsen , für die wir Schülerinnen verpflichtet wurden - ohne rechtes Verständnis dafür zu haben.)


    Heute sehe ich das anders- die Erinnerung an die Gefallenen ist das eine - aber die Mahnung ,die von solch teilweise riesigen Gräberfeldern ausgeht ( egal welcher Nation) - besser: ausgehen sollte, rechtfertigt diesen Aufwand.


    Josef hat hier im Forum bereits schon von 3 Gedenkstätten berichtet
    Belgien
    https://www.schoener-reisen.at…ighlight=Soldatenfriedhof
    https://www.schoener-reisen.at…ighlight=Soldatenfriedhof
    Italien
    https://www.schoener-reisen.at…ighlight=Soldatenfriedhof


    auch waldi
    Innsbruck
    https://www.schoener-reisen.at…ighlight=Soldatenfriedhof


    Danke Dieter, für diesen Bericht.


    Immer wieder stoßen wir auf Reisen auf Orte - ob Italien, Deutschland, Normandie, Belgien, usw ( auch z.B. bei uns Nähe Tegernsee), die uns nachdenklich denklich stimmen.


    Gut, dass es solche Momente gibt - ob sie etwas bewirken? Ich bezweifle es.


    Gruß,
    Elke

  • - ob sie etwas bewirken? Ich bezweifle es.


    Gruß,
    Elke


    Bewirken ja Elke ,


    leider aber bei den falschen - oder besser gesagt , bei Menschen die keinen Einfluss auf Politik und Machthunger haben.

    Liebe Grüße :auto3:


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders

  • Wir sollten nicht vergessen, dass wir seit gut 70 Jahren keinen Krieg in Deutschland hatten. Vielleicht trug doch die Kriegsgräberfürsorge oder das Nachdenken etwas dazu bei. Auf der Welt gab es immer wieder irgendwo Krieg, jedoch wurde er medial nie so hochgepuscht wie im Internetzeitalter.


    Ein hoffnungsfroher
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Dieter, danke für diesen Bericht.


    Auch ich bin der Ansicht man kann nicht oft genug an diese furchtbaren
    Zeiten erinnern und darüber berichten. Gerade bei uns ist sogar aus Erzählungen
    dieser fürchterlichen sinnlosen Opferung der Soldaten die Erinnerung wach.
    Ich kann mich noch gut an Erzählungen eines Onkels erinnern der beide Weltkriege
    als Soldat mitmachen musste. Er war im 1. Weltkrieg im Soča-Tal und erzählte von
    fürchterlichen Erlebnissen, die ich hier nicht wiedergeben möchte.
    Glaube durch diese Erzählungen fahren wir noch öfter ins Soča Tal und besuchen die Städten
    dieser Kämpfe und auch die Kriegsgräber. Auch haben wir heuer zu 100 jährigen Gedenken
    mehrere Ausstellungen besucht und habe auch Bücher über diese Zeit gekauft.


    Bei uns stehen zu Allerheiligen Mitglieder des Kameradschaftsbundes jedes Jahr am Eingang
    des Friedhofes und sammeln für das schwarze Kreuz. Mit diesen Geldern werden die
    Kriegsgräber gepflegt und auch schon fast vergessene wieder in Erinnerung gerufen.
    Gerade bei uns im Wechselgebiet waren zum Ende des zweiten Weltkrieges fürchterliche
    Kämpfe und da findet man in jedem Ort Kriegsgräber.

    Liebe Grüße

    Josef

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