Rabac Teleferika - Der Hafen für Bauxittransport

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von claus-juergen.

  • Wie versprochen nehme ich euch heute zur Teleferika mit.



    Die Teleferika zeigt Reste des Bauxitverladehafens , der unter der italienischen Regierung ausgebaut wurde.


    Er war mit einer 9 km langen Seilschwebebahn mit Cere ,, einem Ort im Hinterland von Labin ,, verbunden, wo Bauxit zwischen


    den zwei Weltkriegen am intensivsten exportiert wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Seilbahn demontiert.


    Bauxit ist ein Aluminiumerz und enthält 15-25 Prozent Aluminium , es ist das einzige Erz, das gegenwärtig für die kommerzielle Herstellung von Aluminium verwendet wird.


    Vom Campingplatz aus ist der Weg eigentlich nicht weit zu den Resten der Teleferika.



    Hier beim Divingcenter gehen wir nach rechts über die kleine Brücke.



    Und diesem kleinen Pfad für ca. 20 min zu folgen.



    Immer wieder haben wir wunderschöne Ausblicke auf Rabac.





    Auch der Ausblick nach Cres ist immer wieder überwältigend.




    Irgendwann tauchen dann die ersten Mauern der Teleferika auf.





    Vom anderen Ufer sieht die Teleferika eigentlich noch sehr intakt aus , wenn man jedoch näher kommt sieht man gleich das der Zahn der Zeit


    an diesem Gemäuer gewaltig nagt.




    Wenn man so davor steht , erkennt man erst wie Gewaltig das ganze doch ist.



    Auch Graffitikünstler haben sich hier schon ausgetobt.



    Die ganzen Gebäude sind wirklich schon sehr Marode und Einsturzgefährdet.






    Man muss schon etwas herumkraxeln um den ganzen löchern auszuweichen.




    Was mich etwas verwundert hat war , man kann die Anlage jederzeit betreten - keine Betreten Verboten Schilder - keine Absperrungen - nichts dergleichen.


    Ansonsten war es ein interessanter Ausflug.

    Liebe Grüße :auto3:


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders

  • hallo Dieter,


    danke für deinen Bericht einer Anlage, die ich nur von weitem kenne. Irgendwann einmal muß ich mir auch die Zeit nehmen, die alten Steine zu untersuchen.


    grüsse


    jürgen

  • Aus der Ferne gefällt mir die Anlage besser. Die Zypressen vor der Mauer heben das Ganze noch.
    Ein schöner Spaziergang ist es allemal.

    Viele Grüße
    Bernd
    _______________________
    Wenn Du auf Reisen gehst um etwas anderes zu sehen, dann beklage Dich nicht wenn alles anders ist.
    www.Bernds-Reiseziele.de

  • Hallo Dieter,


    Dein Ausflug gefällt mir sehr gut, es ist für mich immer wieder faszinierend, wie sich die Natur langsam aber stetig wieder ihren Platz zurücknimmt. Das Gemäuer von weitem mit den Zypressen davor sieht in der Tat noch sehr intakt aus, es könnte fast zu einem Landsitz gehören, doch bei Nähe betrachtet nagt der Zahn der Zeit wie Du schreibst stetig und unaufhaltsam.
    Mir gefällt dieses Zusammenspiel...
    Danke für die schönen Bilder und natürlich ist es toll, daß Du einen Blick nach Cres rüber genommen hast :-)

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • Danke, fürs zeigen. Hätte nicht gedacht, dass dieses Betongerüst schon
    in einem so schlechten Zustand ist.
    Wollte schon des Öfteren zu dieser Anlage runtergehen.
    Jetzt erspare ich es mir.

    Liebe Grüße

    Josef

  • Wieder so ein herunter gekommenes Bauwerk, wie es uns ähnlich auch schon Jürgen gezeigt. hat.


    Dabei sieht es von weitem so Denkmal fähig aus , verschönt mit den Zypressen zwischendurch.


    Danke , dass du uns das so ausführlich gezeigt hast, dein Hinweis , dass keine Vorbotsschilder für das Betreten aufgestellt sind, überrascht doch unangenehm.
    Nicht auszudenken, wenn da so ein Brocken Gestein herunter fällt, da ist ja einiges lose.


    Was man da alles nicht daraus machen könnte, mir fällt so spontan ein, so eine schöne, prächtige und Tourismus anziehende Ahnengalerie aufzubauen. Genügend Persönlichkeiten lassen sich sicher finden.


    ganz lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Dass diese Ruinen des Bauxitladeplatzes bei Rabac einerseits ( von der Ferne gesehen) durchaus attraktiv aussehen, von der Nähe jedoch eher ein "Lost Place" sind (ungesichert und recht gefährlich , wie Dieters Bilder zeigen ), das muss man nicht betonen.


    Respekt, Dieter, dass Du dort rumgeklettert bist.


    Dass in Istrien Bauxit abgebaut wurde, wusste ich nicht, macht mich jetzt neugierig.
    Wie Dieter schreibt, war dies in der Nähe des 9 km entfernen Ortes Cere.
    Von dort soll die Seilbahn hinunter geführt haben.
    https://phycodea.hgbecker.de/Bauxit/Html/Rabac.htm



    Es müssten doch rund um dieses Dörfchen noch Spuren von dieser auffallend roten Erde zu sehen sein , vielleicht sogar noch Plätze, wo man Bauxit abgebaut hat, ein aufgelassener Tagebau oder Ähnliches?


    Und dass diese Materialseilbahn ganz abgebaut und verschwunden sein soll, kann ich mir auch nicht vorstellen.


    Hallo, Ihr Istrienforscher- wäre da nicht auch mal eine weiterführende Spurensuche denkbar?



    So einsam ist das Plätzchen mit der Ruine übrigens gar nicht

    Ruderbootrennen Voga teleferika – Rabac, 27. 4.


    Quelle


    https://www.rabac-labin.com/de/130-april-in-labin-und-rabac
    Zitat:
    In der Mundart von Rabac heißt „voganje“ „Rudern“– daher der Name der Veranstaltung. Die Tradition der Fischer von Rabac pflegend, findet auch heuer das Wettrudern Voga Teleferika der Bewohner von Rabac statt, das im Hafen startet. Gerudert wird bis zu den Ruinen der sog. Teleferika, der einstigen Seilbahn zum Ladeplatz für Aluminiumerz Bauxit aus der Labiner Region, die sich auf dem rechten Ufer der Bucht von Rabac befindet, und zurück.


    Gruß,
    Elke

    Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben.


    Epiktet
    * um 50, † um 138

  • hallo Elke,


    auch bei mir hast du die Neugier geweckt. Ich wusste zwar schon lange von dem alten Bauxitabbau und der Seilbahn bis hin zur Verladestation bei Rabac, habe mir das ganze jedoch noch nie von nahem angesehen. Der Forschergeist ist aufgeweckt. Mal sehen, was wir demnächst vor Ort sehen. :)


    grüsse


    jürgen

  • So einsam ist das Plätzchen mit der Ruine übrigens gar nicht

    Ruderbootrennen Voga teleferika – Rabac, 27. 4.


    Quelle


    Gruß,
    Elke


    Nun ja Elke ,


    so ein großes Highlight ist dieses Ruderbootrennen nicht.


    httpss://www.youtube.com/watch?v=y7HnqgptNgg


    Zum Thema Materialseilbahn und ihr Abbau müsste man ehrlich gesagt noch mal etwas nachforschen.


    Es gibt in Labin ein Volksmuseum wo man die Geschichte des Bergbaus, mit der Erklärung der Labiner Republik (1921) verbundene historische Ereignisse, Memorialsammlung der Giuseppina Martinuzzi (1844 - 1924).Ob sich dieser Bergbau allerdings um Bauxit handelt , entzieht sich meiner Kenntnis.

    Liebe Grüße :auto3:


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders

  • Wie zu lesen ist, hast du den Forschergeist der Forengemeinde geweckt, Dieter. Ich bin gespannt, was da noch zutage kommt.


    Zunächst herzlichen Dank,
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • hallo,


    vor zwei Jahren habe ich mir mal die Gegend um Cere herum angeschaut. Da ist alles eingewachsen oder es werden Flächen landwirtschaftlich genutzt. Ich konnte keinen ehemaligen Tagebau oder auch Stollen erkennen. Allerdings habe ich auch keinen Menschen getroffen, den ich fragen konnte. Somit muß ich da noch mal hin und weiter forschen. Ich bleibe am Ball!


    grüsse


    jürgen

  • hallo,


    im Juni dieses Jahres bin ich mal wieder den Wanderweg von Labin nach Rabac gegangen. Auf diesem Weg findet man noch das Fundament einer Stütze der Materialseilbahn von Cere nach Rabac für den Transport des Bauxiterzes.


    Wanderung von Labin nach Rabac


    grüsse


    jürgen

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