Afrika 2012/13 > Durban und bei den Zulus

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Dieter.

  • Von St.Lucia aus sind wir nach Durban gefahren , wo wir nur eine Nacht geblieben sind.


    Hier noch eine ärmliche Gegend ohne Strom und fließend Wasser , was natürlich auch heißt das die Menschen keine Toiletten haben.





    Und trotz der einfachheit , wie die Menschen Leben /oder Leben müßen sahen wir zu größten Teil nur freundliche Gesichter.





    Wir näher uns wieder dem Indischen Ozean und zugleich Durban.





    Durban ist eine Großstadt am Indischen Ozean an der Ostküste Südafrikas. Mit über 3,1 Millionen Einwohnern (Volkszählung 2001) ist sie die größte Stadt der Provinz KwaZulu-Natal und nach Johannesburg die zweitgrößte Stadt Südafrikas.

    Durban ist eine bedeutende Industrie- und Hafenstadt mit dem größten Hafen Afrikas und aufgrund seiner Strände und des subtropischen Klimas ein vielbesuchtes Urlaubszentrum des Landes.


    Warum Durban ein vielbesuchtes Urlaubszentrum ist , weiß ich ehrlich gesagt nicht so recht.


    Wir haben bei der Stadtrundfahrt ( leider hat es an diesem Tag geregnet und die Scheiben des Busses waren ziemlich angelaufen ) nur viel Schmutz und Unrat gesehen.


    Wir wurden auch vom Reiseleiter angehalten , abends nicht alleine rausgehen - wenn überhaupt dann nur in Gruppen und ohne Kameras u.s.w. in der Hand.





    Bei uns unvorstellbar , sogar auf der Autobahn sitzen die Leute hinten auf den Pickups.





    Wir haben im Tropicana Hotel eingecheckt und schauten erstmal aus dem Fenster , was ich sah war aber nicht von schlechten Eltern.













    Er segnet das Meer.







    Durban bei Nacht





    Irgendwie ging mir das eingespeert sein total auf den Wecker , also machten ( ich und noch ein Freund ) wir uns doch auf den Weg , gegenüber war ein Einkaufszentrum was wir dann auch besuchten.


    Es war aber nicht viel los und so begaben wir uns wieder ins Hotel an die Bar.





    Am nächsten Tag ging unsere Reise ( Gott sei gedankt ) weiter , wir fuhren in ein Zuludorf.



    Die Zulu sind eine afrikanische Volksgruppe der Bantu mit heute ca. elf Millionen Menschen Südafrikas. Sie leben hauptsächlich in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal. Die Sprache der Zulu ist Zulu.


    Auch hier wurde uns das brauchtum etwas näher gebracht , die Männer gehen zuerst in den Kral **\'5 und setzen sich links , die Frauen sitzen rechts.Wir hatten eine Sondergenehmigung , da wir mehr Leute waren - mußten wir die Sitzordnung etwas lockerer nehmen.





    Irgendwie hatte ich einen schlechten Platz gewählt , Platzwechsel war angesagt.





    Die Zulus lehrten uns ihre Bräuche und wie man Maisbier macht , wir durften auch mal kosten - Gott segne unser Bier.





    Hier spielten man uns den Brauch der Brautwerbung vor , der Zulukrieger umwirbt die angebetete und wartet auf ihre Antwort.





    Sie sagt ja und er ist stolz wie Nachbars Lumpi.





    Natürlich muß er erst noch die Schamanin befragen , ob diese verbindung auch gut geht.Die Schamanin wirft sofort die Knochen und sieht eine gute verbindung









    Anschliessend wird gefeiert mit Trommelmusik und Tanz.

















    Natürlich gabs noch ein Foto mit diesen hübschen Mädls ( stolz bin \\2) selbstverständlich für ein paar Rand.




    Das wars für diesen Tag


    Das sind die Teile des Berichtes meiner Reise vom März 2012
    Inhaltsverzeichnis:
    Afrika Teil 01: Anreise und bei den NDEBELE
    Afrika Teil 02: Kubu Safari Lodge und Three Rondavels
    Afrika Teil 03: BourkesLuck Potholes
    Afrika Teil 04: Im Krueger Nationalpark Teil 1
    Afrika Teil 05: Im Krueger Nationalpark Teil 2
    Afrika Teil 06: Im Krueger Nationalpark Teil 3
    Afrika Teil 07: In Swaziland
    Afrika Teil 08: Handwerkermarkt in Swaziland
    Afrika Teil 09: Bayala Lodge
    Afrika Teil 10: Hluhluwe Imfolozi Park
    Afrika Teil 11: Emdoneni Aufzuchtstation
    Afrika Teil 12a: St Lucia Teil 1
    Afrika Teil 12b: St Lucia Teil 2
    Afrika Teil 13: Durban und bei den Zulus
    Afrika Teil 14: Drakensberge - Alpine Heath Resort
    Afrika Teil 15: Drakensberge
    Afrika Teil 16: Johannesburg

    Liebe Grüße :auto3:


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders

  • Hallo Dieter,


    weiterhin sehr interessant Dein Bericht.


    Durban - mit der Stadt verbinde ich, daß mein Neffe aus Kapstadt dort einige Zeit gelebt und gearbeitet hat - jetzt wo ich Deine Zeilen lese, wird mir im Nachhinein noch Angst und Bange....
    Sehr schön sind die Stammestrachten der Zulu, es war bestimmt kurzweilig diese Aufführung der Stammesbräuche zu sehen.


    Hahahaha, lustig die ausladende Hinteransicht :shock: der Zulu Frau in der Hütte, hehehehe, kein Wunder, daß Du einen Platzwechsel angestrebt hast - ich muss immer noch lachen :2: ....das letzte Bild entschädigt dich offensichtlich, so wie Du strahlst ;-)

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • Überrascht hat mich die lebensfrohe Ausstrahlung der Kinder, trotz der erdrückenden Armut. Und ihr gepflegtes Aussehen, obwohl sie ohne fließend Wasser und Strom aufwachsen.


    Sehr mutig von Dir, nach Sonnenuntergang einen Einkaufsbummel zu starten, ungeachtet der Warnung.
    Ich hätte es sicherlich nicht gewagt.


    Seid Ihr ins Meer zum Baden gegangen? An den Küsten Durbans soll eine besonders hohe Hai-Gefahr bestehen. Wurde davor gewarnt?


    Sehr schön hast Du die traditionellen Zulu-Bräuche in ihren Abläufen eingefangen. Man hat das Gefühl, als sei man mit dabei.

    Es ist Dir wieder wunderbar gelungen, von diesem atemberaubenden Land die unterschiedlichen Facetten zu zeigen.


    Danke Dieter!


    Liebe Grüsse
    Gabi

    „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“
    Aurelius Augustinus (354 - 430)

  • Wieder ein sehr schöner Bericht.


    Interessant ist das der Reiseleiter warnt alleine rauszugehen.


    Bei der WM 2010 hieß es Durban sei sehr sicher und es könne nichts passieren.


    Hast du das neue Fußballstadion dort auch gesehen?

  • Hallo Dieter,


    ich hoffe, du bist mir nicht böse, wenn ich auf meinen Teil 5 nochmal hinweise, der von Durban handelt. Es soll ja nur eine Ergänzung zu deinem wunderschönen Bericht sein. (keine Besserwisserei).


    Durban


    Hast du die Seilbahn über den Strand hinweg noch gesehen?


    Der Besuch bei den Zulus und seine touristisch aufbereiteten "Original" 'Riten. Spaß macht es allemal und hübsch anzusehen ist es in der Regel auch.
    Nur bei deinem Bild steht ein kleiner Widerspruch zu deiner Aussage "stolz" und deiner sichtlich skeptischen Haltung.lach
    Mir wäre es nicht anders ergangen, zum Schluss wärst du auserkoren worden, grins.


    Ein herrlicher Bericht mehr von diesem sagenhaft vielfältigen Land.


    Vielen Dank nochmal
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Hallo Gabi ,


    wir waren nicht im Meer , die Zeit war einfach zu kurz aber zu deiner anfrage wegen der Haie: Frühmorgens sahen wir Boote , welche die Schutznetze überprüfen und das jeden Tag - laut Reiseleiter.




    Hallo Helmut ,


    das Einkaufszentrum haben wir auch gesehen , nur besuchen konnten wir es nicht.




    Hallo Anton ,


    wir haben das Fußballstadion gesehen ( fotografieren konnte ich es leider nicht , die Scheiben waren vom starken Regen total beschlagen ) und der Reiseleiter sagte uns , diese neugebauten Fußballstadien verfallen zusehends.


    Durban war bei der Weltmeisterschaft sicher ja , da waren ja auch zigtausend Ordnungshüter vor Ort.


    Hallo Sylvi ,


    danke wiederum für dein Statment und es sei noch gesagt das Kapstadt um einiges gefährlicher sein soll.


    Ich danke euch allen für euer Statment , es freut mich sehr wenn ich sehe das meine Berichte auch gelesen werden.

    Liebe Grüße :auto3:


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders

  • Ach ja Helmut ,


    klar haben wir die Seilbahn gesehen , sie ging ja fast vor unserem Hotel weg.


    Schau mal auf der Aufnahme links - die Aufnahme habe ich von meinem Hotelfenster aus gemacht.



    Liebe Grüße :auto3:


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders

  • Tja, Dieter, warum Durban ein Urlaubszentrum ist, kann ich auch nicht nachvollziehen.
    Wir sind die Straße am Strand entlang gefahren und haben noch in einem Golf-Shop ein paar Dinge gekauft. Danach haben wir das Weite gesucht.


    Der Besuch des Zulu-Dorf war sicherlich wieder ein touristisches Highlight. Deine Bilder vermitteln viel Freude an dem was es zu sehen gab.


    Danke für die aufwendige Berichterstattung.

    Viele Grüße
    Bernd
    _______________________
    Wenn Du auf Reisen gehst um etwas anderes zu sehen, dann beklage Dich nicht wenn alles anders ist.
    www.Bernds-Reiseziele.de

  • Mit diesem Teil zeigst Du uns ein anderes "Gesicht" Südafrikas- weg von den idyllischen Tierparks und Landschaften, wo nichts sehen ist von den kontrastreichen und unterschiedlichen Lebenswesen der Menschen.
    Dabei gibt es sicher in Slums noch ärmere Behausungen als die , die Du auf dem ersten Bild zeigt.


    Die Zulus mit ihren bunten Gewändern erlauben prächtige Bilder ( und auch besondere Anblicke - zumindest für an westliche Schön- und Schlankheitsideale gewohnte Augen)
    Wie Bernd an anderer Stelle schon mal ähnlich bemerkte , sind solche Vorführungen durchaus in mehrfacher Hinsicht zu betrachten und geben zu denken- ob die Zulus diese Bräuche tatsächlich noch praktizieren ( zum richtigen Anlass und ohne Touristen)? Sind sie nur noch "Theater"? Ob dieseTraditionen ohne die Vorführungen überhaupt noch weitergegeben und gepflegt werden?
    Und nicht zuletzt: Es ist sicher nicht zu unterschätzen, dass diese Vorführungen auch eine Möglichkeit bieten, etwas einzunehmen (sofern nicht irgendein Geschäftsmann das Geld in die eigene Tasche steckt.)


    Eines allerdings ist sicher: es sind Dir wieder wunderschöne Bilder gelungen...
    auch wenn ich Tosca nicht unbedingt bestätigen möchte


    Zitat

    so wie Du strahlst


    Für mich sieht es nicht so aus, als würdest Du Dich zwischen den beiden Hübschen sehr wohl fühlen!



    Danke, Dieter!


    Gruß,
    Elke

    Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben.


    Epiktet
    * um 50, † um 138

  • Ja Elke ich zitiere dich mal nicht und geb dir in allem recht ,


    die Zulus waren ja ein stolzes und kriegerisches Volk , die dargestellten vorführungen sind nur noch für Touristen.


    Junge Leute die mit diesen Aufführungen ihren Lebensunterhalt bestreiten aber nur für die eigene Tasche , es gibt da keinen dritten der die Hand aufhält.


    Zum Thema ob ich mich zwischen den beiden Mädls wohlgefühlt habe , eigentlich nicht - ich mag diese gestellten Aufnahmen nicht.

    Liebe Grüße :auto3:


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders

  • Zum Thema "Folklore für touristen" möchte ich auch noch ein kurzes Statement abgeben, kann allerdings nur von Kenia sprechen.
    Die Masai leben immer noch so wie vor vielen hundert Jahren, in Ihren Dörfern als Hirten - so hat man uns gesagt - es gibt allerdings einige Dörfer, die extra für Touristen "geöffnet" wurden, eine Einnahmequelle - dort fahren die Safariteilnehmer dann hin, kaufen den Schmuck, besichtigen das Dorf und schauen ein wenig Folklore und den berühmten Masai-Tänzen mit den hohen Sprüngen zu.
    Bei uns im Schwarzwald laufen die Frauen ja auch nicht mehr mit Bollenhut rum, auch die Markgräfler-Trachten werden nur an "Veranstaltungen" getragen.
    So ist die Zeit auch in Afrika in vielen Regionen nicht stehen geblieben und so mancher Afrikaner schaut sich sicher auch gerne in Bayern mal einen Schuhplattler an ;-)

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • Tosca- ich sehe da wohl Unterschiede zwischen dem Vorführen von Traditionen wie Schuhplattler in Bay, Bollenhut im Schwarzwald, Schwerttänze (z.B. Moreska ) in Kroatien, Bauchtanz in der Türkei....
    und dem Vorführen von Ritualen, die eng mit bestimmten Anlässen ( Hochzeiten, Brautwerbung, vielleicht auch noch Riten zum Erwachsenwerden, bestimmte religiöse Riten) verbunden sind.
    Wenn da so ein "Schamane" vor den Augen von Touristen so tut "als ob", so muss das für Einheimische, die den Tradititonen noch verbunden sind (und noch daran glauben) doch ganz bestimmt verletzend sein.


    Ich würde das nicht mit Schuhplatteln vergleichen wollen, sondern eher z.B. mit Ritualen/Traditionen wie z.B. den in Bayern farbenfrohen Umzügen an Fronleichnam, bei denen Touristen zwar nicht stören, die aber nicht für die Touristen stattfinden.


    Aber vermutlich ist diese Entwicklung nicht aufzuhalten, die Traditionen gehen verloren und die Shows bleiben erhalten.


    Glücklich können jene unter uns sein, die solche Länder noch bereist haben, bevor diese Entwicklung begann.
    Ich habe das zwei Mal erleben dürfen:
    ein Mal vor vielen Jahren in Pakistan im Hindukusch bei den Kailash
    und ein Mal in Ladakh an der Grenze zu Tibet. Das war bis 1974 Sperrgebiet und für Touristen nicht zugänglich. 1975 war ich, ein Jahr nach Öffnung des Gebietes, zum ersten Mal dort und konnte als geduldeter Gast das Leben und die Traditionen, auch Feste in den Klöstern miterleben. Es war unglaublich faszinerend, fremd und beeindruckend.
    https://www.elkehei.de/#%20%20%20%20Ladakh%20Diashow


    Als ich 1985 zum zweiten Mal dort war, war alles kommerzialisiert- die Klöster teilweise verschlossen oder kosteten Eintritt und die Rituale wurden in den Klosterhöfen (gegen Geld), losgelöst von den Anlässen, vorgezeigt: als willkommene Einnahmequelle für die Klöster.


    Man mag diese Entwicklung vielleicht kritisch sehen und bedauern. Aber diese Begleiterscheinungen der Öffnung eines Landes und der Zunahme des Tourismus sind vermutlich nicht aufzuhalten.


    Gruß,
    Elke

    Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben.


    Epiktet
    * um 50, † um 138


  • Aber vermutlich ist diese Entwicklung nicht aufzuhalten, die Traditionen gehen verloren und die Shows bleiben erhalten.


    Gruß,
    Elke



    In Südafrika ist es natürlich auch so das , es gibt keine freilebenden Tierherden ( zumindest nicht in der Gegend wo ich war ) mehr und die Zulus sind halt mal keine Hirten sondern Jäger.


    Ich war echt total überascht das man keine Tierherden in freier Natur sieht , man muß echt in die Parks fahren um Tiere zu sehen ( wo sie natürlich schon auch frei leben ).


    Deshalb ist es vielleicht auch nicht schlecht wenn die traditionen von diesen Showtrupps wenigstens erhalten bleiben.


    Wenn Sylvi schreibt das in Kenia diese Volksstämme noch genauso leben wie vor hundert Jahren ist das schon ok so , natürlich ist Kenia auch wieder ganz anders , dort können die Masai wahrscheinlich auch noch auf die Jagd gehen um zu überleben.

    Liebe Grüße :auto3:


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders

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