KREISVERKEHRE

Es gibt 83 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von waldi.

  • Der Norderstedter Ochsenzollkreisel bei uns fast vor der Haustür hat sich nach jahrelangem Bauchaos inzwischen auch herausgeputzt. Den Namen hat der Platz von einer früheren Grenzstation zwischen Hamburg und Dänemark, wobei es einen genau umgrenzten Ort dieses Namens gar nicht gibt. Laut Wikipedia, und präziser kann ich das auch nicht formulieren, ist Ochsenzoll "die Bezeichnung für ein Wohn- und Geschäftsquartier unbestimmter Größe auf der Landesgrenze zwischen den Städten Hamburg und Norderstedt".





    Für die Hamburger ist Ochsenzoll ausserdem Synonym für die dort angesiedelte psychiatrische Klinik.
    Jetzt aber zum Kreisel:






    In Nord-Süd-Richtung ist der Kreisel untertunnelt, sowohl für Autofahrer als auch, separat, für Fußgänger.
     
    Für letztere gibt's sogar zwei Aufzüge.



    Das Haus hinter dem Aufzugturm beherbergte bis vor kurzem eine Kneipe, in dem sich u.a. aktive oder ausgediente Rotlichtgrößen um ihren Pegel kümmerten. Einer von ihnen fiel vor einigen Jahren mit Sekundenherztod vom Barhocker - standesgemäß, meinten die, die ihn kannten.

    Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an (Kurt Tucholsky)


  • In Obernburg am Main stand im letzten Jahr zu dieser Zeit ein Weihnachtsbaum in dieser Kreisverkehrsinsel.
    Heute habe ich dieses Foto gemacht.




    Da ist der Weihnachtsbaum zum Vogelbaum mutiert!




    Viele Vögel sitzen jetzt in den kahlen Ästen.





    Über den/die Künstler konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen.



    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Ich finde Weihnachtsbäume auf Kreisverkehren durchaus hübsch -
    aber das, was Du uns hier von Obernburg zeigst, ist etwas Besonderes und gefällt mir noch besser.
    Es sieht aus, als wären auch kleine Lämpchen angebracht.
    Ist sicher auch abends sehr schön.


    Hoffentlich ist den Keramikvögeln (?) ein langes Leben beschert!


    Liebe Grüße,
    Elke

  • :174:

    waldi schrieb:

    Über den/die Künstler konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen.


    Die Lösung liefert das Main-Echo:



    Gruß in meine zweite Heimat,
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Kreisverkehr bei Kecskemét (Ungarn).



    In Kecskemet ist die Magyar Honvédség 59. Szentgyörgyi Dezső Repülőbázis, auf der das einzige taktische Geschwader Ungarns stationiert ist.
    Von 1976 bis 1995 flog die Jagdstaffel des Geschwaders solche Mikojan-Gurewitsch 21, besser bekannt als MiG-21, wie eine davon hier im Kreisverkehr steht. Sie wurden ab 1993 durch 28 MiG-29 ersetzt (900 Millionen Dollar!).



    Die dreieckige Kokarde in den ungarischen Farben rot-weiß-grün ist die Kennung der ungarischen Luftwaffe. Darüber das Wappen des Geschwaders.



    Auf der Nase befindet sich das Emblem der Jagdstaffel Puma.




    Quelle: http://www.pumaszallas.hu/pumak-napjainkban/pumasqnhu.html



    * Der Mut ist unser Führer *
    * das Glück unser Begleiter *


    Heute ärgern mich an manchen Tagen die JAS 39 EBS HU C Gripen die bei ihren Flugübungen über der ungarischen Tiefebene einen höllischen Lärm machen. Davon hat das 59. Geschwader in Kecskemét glücklicherweise nur 12 Stück (geleast von Saab, derzeit 11 flugbereit), plus eine Maschine JAS 39 EBS HU D Gripen. Das D steht für Doppelsitzer und ist eine Trainigsmaschine (eine zweite Maschine verunglückte 2015 in Tschechien irreparabel).



    Liebe Grüße von waldi aus Ungarn :174:

    Und immer neugierig bleiben!

    2 Mal editiert, zuletzt von waldi ()

  • Seeboden am Millstädter See


    Liebe Grüße :auto3:




    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.

  • Kreisverkehr bei Kecskemét (Ungarn).

    Wenn dieser Kreisverkehr nicht ablenkt!!! +1+:roll: 

    Seeboden am Millstädter See

    Sehr schön gestaltet und gepflegt! :thumbsup:


    Liebe Grüße,
    Elke

  • Wenn dieser Kreisverkehr nicht ablenkt!!!  

    Das hast Du richtig erkannt, Elke!
    Viele werden es so wie ich gemacht haben: Bremsen und rechts ran, dann Handy suchen und knipsen!



    Liebe Grüße von waldi aus Ungarn :174:

    Und immer neugierig bleiben!

    Einmal editiert, zuletzt von waldi ()

  • Der Kreisverkehr am Ortseingang von Szerencs (deutsch: Glück) im Nordosten Ungarns zeigt drei Hügel mit einem Doppelkreuz in einer Krone.



    Die drei (grünen) Hügel sollen die drei ungarischen Gebirge im früheren Oberungarn Mátra, Tátra und Fátra darstellen.



    Tátra und Fátra sind heute Teil der Slowakei. Deshalb sieht man auch auf dem slowakischen Wappen die drei (blauen) Hügel und das Doppelkreuz.
    Man deutet auch die Hügel als die drei tragenden Säulen des Landes: Links der Hügel des Glaubens (Kirche), rechts der Hügel der Stärke (Armee), in der Mitte der Hügel der (königlichen) Macht – symbolisiert durch die Krone.
    Das Doppelkreuz geht auf den ungarischen König László I. (Ladislaus), ungarischer König von 1077 bis zu seinem Tod 1091, zurück.
    Diese Symbole erscheinen heute noch oder wieder auf dem ungarischen Wappen. Das seht Ihr auch auf meinem Avatar.


    Im Hintergrund des oberen Bildes seht Ihr zwei Türme. Das ist das "Tor zu den Bergen"!
    "Szenencs, das Tor zu den Bergen" - nennt man seit langer Zeit den Ort am Beginn der Tokajer Berge.
    Wenn man von Westen auf Szerencs (sprich Serentsch) zufährt erkennt man die charakteristische Form der Tokajer Weinberge, dem Tokaji borvidék (Tokajer Weingebiet).
    Die Lage kann man auf dieser Karte sehen.



    Bildtitel: Magyar borvidékek. Tokaj-hegyalja borvidék.
    Quelle: Wikipedia
    Autor:Wine_regions_Hungary.svg:Té y kriptonita. Based on file:HU_counties_blank.svg& file:Hungary map blank.svg


    Im Jahre 2002 erklärte die UNESCO Tokaj-Hegyalja (Nr. 22) als Kulturlandschaft zum Weltkulturerbe.
    Im Jahre 2005 begann die Planung einer Verbildlichung des Tores zu den Bergen. Schon 2007 war das Werk vollendet.
    Das Tor besteht aus zwei massiven Steinsäulen die an altertümliche Torformen erinnern sollen.
    Die beiden unteren gemauerten Teile sind 18 Meter hoch und können über Treppen erstiegen werden.
    Dabei kann man in Vitrinen die Kultur der Region (Geologie, Morphologie, Weinbau, Traditionen, Architektur, Literatur, Geschichte, Kunst, Wissenschaft, etc) beschrieben sehen.
    Auf die Steintürme sind 12 Meter hohe "Strahlen" aus Holz aufgesetzt.
    Angebaut an das Tor ist ein Touristikzentrum mit Café und Terrasse
    Das Tor zu den Bergen kostete 102,5 Mio. HUF ( etwa 330 000 € ), daran beteiligte sich die EU mit 100 Mio!!!


    Neben dem Kreisverkehr steht eine moderne Kirche.



    Die Kirche wurde am 27. Oktober 2002 von Erzbischof Dr. Stefan Seregély dem "Munkás Szent József" (Heiliger Josef dem Arbeiter) geweiht. Man vermutet in dieser Gegend das Grab des 1100 Jahre alten Eroberers Árpád der die Ungarn in das Karpatenbecken führte. Tatsächlich wurde es nie gefunden. Unter der Kirche befinden sich Urnengräber.


    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Tolle Anlage dieser Kreisverkehr ,


    da hat sich mal jemand Gedanken gemacht. **\'6

    Liebe Grüße :auto3:




    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.

  • Wieder ein interessanter Bericht, der sich wie viele Berichte
    von Dir mit ungarischer Geschichte befasst.
    Vor allem die herrlichen Aufnahmen runden das Bild ab und gerade für mich,
    dem Ungarn doch sehr am Herzen liegt sind solche Berichte die größte Freude.

    LG Josef

  • Diese Anlage ist es Wert, dass Du sie uns vorstellst und erklärst!
    Danke, Waldi!


    Neben den historischen Zusammenhängen fällt mir auch hier wieder auf, mit welchem Selbstbewusstsein und Stolz die Ungarn mit solchen Einnerungsstätten an ihre Geschichte erinnern.
    Ganz selbstverständlich ....


    Geschichtsunterricht zum Erleben.


    Liebe Grüße,
    Elke

  • Tolle Anlage dieser Kreisverkehr...

    Der gefällt mir auch sehr!
    Es gibt ja noch einen weiteren Kreisverkehr in Szerencs. Der ist aber nichts Außergewöhnliches.
    Inmitten von Blumen steht eine große Laterne.



    Dieser Kreisverkehr ist aber trotzdem der interessantere für mich!
    Im Hintergund sieht man das Tor zur "Szerencsi Cukorgyár" (Zuckerlfabrik).



    Leider ist sie seit ein paar Jahren geschlossen und wird jetzt demoliert. Hier wurden hervorragende Schokoladen und andere Süssigkeiten hergestellt.
    Aber ein kleiner Verkaufspavillon blieb erhalten.



    Wenn ich durch den Ort fahre, dann muss ich an dem Kreisverkehr abbiegen um zu dem Pavillon zu gelangen. Das kleine Lädchen ist vollgestopft mit Zuckerwaren!
    Vom einfachen Karamellbonbon bis zur Prachtbonboniere, vom Pfefferminzplätzchen bis zur Maxi-Schokoladentafel - alles was mein Herz begehrt und mein Wohlbefinden steigert!

    ...und gerade für mich, dem Ungarn doch sehr am Herzen liegt sind solche Berichte die größte Freude.

    Das freut mich besonders, Josef!
    Du warst sicher auch schon in Miskolc-Diosgyör. Das ist an der Straße in Richtung Lillafüred und Forellenhof. Vielleicht hast Du die Burgruine in Diosgyör besichtigt.
    Dort gab es bis kurz nach der Wende einen Zweigbetrieb der Schokoladenfabrik in Szerencs. Den durtfe ich mal besuchen und die Fertigung von Hohlfiguren beobachten (und natürlich naschen).
    Leider ist das lange vobei. Die Betriebe wurden von Westfirmen aufgekauft und später geschlossen. Marktbereinigung! Schade!



    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Leider ist sie seit ein paar Jahren geschlossen und wird jetzt demoliert

    Sorry Waldi aber meinst du jetzt demoliert von irgendwelchen Raudis oder wird sie demontiert um Platz für andere Objekte zu machen.

    Liebe Grüße :auto3:




    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.

  • Letzteres, Dieter!
    Ein Teil wird/wurde abgerissen und ein Teil steht unter Denkmalschutz.
    Ein kleines Museum wurde auch eingerichtet.
    Aber die Arbeitsplätze sind futsch!
    Es war übrigens ein französisches Unternehmen das die Zuckerfabriken in mehreren Orten Ungarns aufkaufte und später an einen norddeutschen Zuckerfabrikanten veräußerte.


    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Hallo Waldi!


    Ja in Miskolc-Diosgyör waren wir schon. Sind aber nur durchgefahren.
    Haben unser Hauptaugenmerk auf Felsőhámor gelegt, wo wir neben
    der Straße stundenlang den Felsklettereren zugesehen haben.





    LG Josef

  • Oha! Da steht Fönöknő ja am Aufgang zum Palasthotel von Lillafüred.
    Wart Ihr hinauf- und hineingegangen?
    Ich habe mich nicht reingetraut weil es so teuer wirkt. :roll:



    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Waldi, soweit ich mich erinnern kann haben wir
    2 Nächte im Hotel gewohnt. An den Preis kann ich mich nicht mehr erinnern.


    LG Josef

  • Waldi, soweit ich mich erinnern kann haben wir
    2 Nächte im Hotel gewohnt. An den Preis kann ich mich nicht mehr erinnern.

    Also wird es nicht zu teuer gewesen sein denn sonst würde man es nicht vergessen. :thumbsup:


    Aber ein schönes Hotel ist es allemal. :thumbup:

    Liebe Grüße :auto3:




    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.

  • Waldi, soweit ich mich erinnern kann haben wir 2 Nächte im Hotel gewohnt.

    Darum beneide ich Dich!
    Es sollen ja tolle bunte Fenster zu sehen sein die Geschichten erzählen.

    Also wird es nicht zu teuer gewesen sein denn sonst würde man es nicht vergessen

    Lieber Dieter! Du willst doch nicht die Pension eines österreichischen Beamten mit der Rente eines deutschen Arbeiters vergleichen! :sad:


    Jetzt ist es aber genug mit der Unterhaltung. Hier soll es doch um Kreisverkehre gehen! :offtopic:Mea culpa, mea maxima culpa!



    meint waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!