Käfertreff Hannover-Laatzen 1.5.18

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Grizzly.

  • Oldtimertreffs haben gegenüber Automuseen den Vorteil, dass man die Autos auch in Aktion sieht, hört, riecht. Wenn man, wie ich, dann noch den Bruder dabei hat, der die gleiche Zeit erlebt und zudem mehr Ahnung von Technik hat als man selber, ist das Vergnügen doppelt. Da steht man schon mal früher auf und nimmt, incl. Nahverkehr, drei Stunden Bahnfahrt auf sich.


    Keine Angst, ich lichte jetzt nicht alle Brezelfenster-Käfer ab, dazu sind's zu viele.



    Das Innere ist ziemlich original, einschliesslich Blumenvase.





    Der T2-Campingbus-Besitzer hat, wie viele, das Ersatzrad vorn untegebracht,



    wohl damit er leichter drankommt.



    Ein 412 Variant - eine Rarität.




    Gelbe Scheinwerfer waren hier eine Zeitlang Mode, in Frankreich waren sie bis 1993 Pflicht.




    Als, nach Angaben des Wohnmobilisten, seine Tochter zu groß wurde,


    bekam sie ihr eigenes Schlafzimmer.



    Motorblock - einer reicht - und ein bissl Blech: Jetz müssen wir's nur noch zusammen schrauben.




    Naja, ein bissl was fehlt noch. Aber nicht mehr viel.


    Und jemand, der/die die Häkelkunst beherrscht, denn eine nackte Klopapierrolle schickt sich ja nicht.




    Der Ovali, Nachfolger des Brezelfensterkäfers, wurde nur 1953 bis 1957 gebaut. Die vergrößerte Rücksicht erfreute sich so großer Beliebtheit, dass manche Brezelfensterbesitzer den Mittelsteg heraussägten und so einen Selfmade-Ovali schufen. Die fünf PS mehr, die der neue hatte, liessen sich nicht so leicht herbeizaubern.
    Mehr hier: http://www.kaeferwissen.de/html/_ovali_.html


    Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an (Kurt Tucholsky)


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  • Rost war ein Dauerproblem, an bestimmten Ecken besonders.




    Wer nicht, wie hier, einen Dachgepäckträger hatte, konnte mit seinem auf einen Heckskihalter befestigten Wintersportgerät in den Urlaub fahren.




    Ohne Dachgepäckträger standen die Skier natürlich über die Wagenhöhe hinaus, was einem Hofer - laut dem Mundartartglossisten "Gerch" von der Frankenpost - Ende der Sechziger zum Verhängnis wurde. Zu viert im Fichtelgebirge über die Pisten gewedelt, fuhr der Urlauber daheim mit Schwung in die niedrige, nur auf Käferhöhe ausgerichtete Garage, und - kracks - gab's viermal Spitzensalat.




    So sah meiner mal aus. 69er Baujahr, ebenfalls weiss, 1976 von der Patentante geerbt, und in den dreieinhalb Jahren, die ihm der Rost dann noch liess, kam ich bis nach Portugal damit und zurück.






    Was diesen Menschen dazu bewogen hat, seinen Wartburg, der ein DDR-Kennzeichen des Bezirks Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) trägt, mit einem Käfermotor auszustatten, weiss ich nicht.





    Die letzten Wartburgs waren keine Zweitakter mehr, sondern hatte Golfmotoren, was man an dem "halbierten" Kühlergrill sieht. Im Heckraum eines Wartburg hat ein Käfermotor natürlich viel mehr Platz als im Orgininalgehäuse, da passt die Batterie noch mit dazu (beim Käfer unter dem Rücksitz) und ein Benzinkanister.
    Was die dazu sagt ?

    Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an (Kurt Tucholsky)