Newcastle und Tynemouth im Nordosten Englands

    • Newcastle und Tynemouth im Nordosten Englands

      Es heißt ja oft, man möchte auf einer Reise „Land und Leute“ kennenlernen. Bei uns ist es eher so, dass wir hier in Spanien zuerst die Leute kennengelernt haben (Engländer, Waliser und Schotten in unserem Bekannten- und Freundeskreis) und nun im Sommer 2017 das Land.

      Bei unserer diesjährigen Sommer-Kreuzfahrt „Rund um Großbritannien“ war das 1. Ziel die Stadt Newcastle upon Tyne im Nordosten Englands. Angelegt hat das Schiff in der Kleinstadt Tynemouth.

      Hier ist zunächst ein Link von einer England-Karte.

      Wir sind von Tynemouth aus mit einem Taxi nach Newcastle gefahren. Wettermäßig war es überwiegend bewölkt, aber zum Glück gab es keinen Regen. :) Der nette, unterhaltsame Taxifahrer hat uns an der Quayside abgesetzt, d.h. am Fluß Tyne bei der modernen Millennium-Brücke. Von hier sieht man viele weitere Brücken (für Züge, für Autos), die den Fluß überqueren. Newcastle ist die Stadt der Brücken.










      Auf der anderen Flußseite befindet sich das auffällige Sage Gateshead, ein Konzerthaus und Veranstaltungszentrum.




      Wir sind jedoch an der Quayside geblieben, denn von dort kommt man in die Altstadt.




      Ein Fachwerkhaus aus dem 16./17. Jahrhundert




      Die Burg haben wir jedoch nicht näher besichtigt sondern sind am Tor Black Gate wieder umgekehrt.






      Weiter ging es zur Cathedral Church of St Nicholas. Es war das erste Mal, dass ich eine anglikanische Kirche von innen gesehen habe.
















      Vor der Kathedrale steht ein Monument von Queen Victoria. Das findet man in vielen Städten Englands.






      Das Zentrum der Altstadt heißt Grainger Town mit dem Grey-Monument und dem Theater, der Grainger Street und der Grey Street.










      Auf dem Eldon Square steht ein Denkmal vom Drachentöter St. George, welches an die beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts erinnert.






      Weiter ging es durch großzügige Straßen zu 2 weiteren Kirchen, hier zunächst die St John Church aus dem 13. Jahrhundert.






      und eine katholische Kirche, die St Mary´s Cathedral, erbaut in der Mitte des 19. Jahrhunderts.






      Hübsche Idee, ein Haus mit einer goldenen Uhr, die jedoch stehen geblieben war.




      Dann kamen wir an der ältesten Kirche der Stadt mit alten Gräbern vorbei.










      Damit beendeten wir den Stadtrundgang von Newcastle.
      Gemütlich wirkte diese Stadt nicht auf mich, aber irgendwie entsprach sie auch meiner Vorstellung von einer nordenglischen Stadt, alt und wuchtig.

      Fortsetzung folgt mit Tynemouth ...
      El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página.(Aurelio Agustín)
      Gruß Jofina
    • Fortsetzung....

      Diesmal fuhren wir mit der Metro von Newcastle zurück nach Tynemouth. Diese kleine Stadt mit der imposanten Küste hat uns super gefallen. :)



      Die Metro-Station, einfach nur toll, eröffnet 1882.








      Einige Straßenbilder vom Ortszentrum auf unserem Weg zum Meer.














      Da war sie, die beeindruckenden Küste mit dem Strand (King Edward´s Bay) und der Burg- und Klosterruine.
























      Nun besuchten wir noch einen Pub, in dem wir die einzigen Touristen waren. Wir wollten einheimisches Bier trinken und die Wirtin ließ uns zunächst 2 Sorten kosten. Danach bestellten wir jeweils ein Pint.










      Zum Tagesabschluß konnte ich noch dieses Abendrot aufnehmen. Den Sonnenuntergang hatte ich leider knapp verpasst.




      Nach Tynemouth gab es einen Seetag und danach liefen wir in den Hafen von Dover ein.

      Fortsetzung also mit den „Weißen Klippen von Dover“ und noch einiges mehr in einem weiteren Thread.
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      Gruß Jofina
    • Hallo Jofina,

      ein sehr schöner Bericht mit sehr vielen verschiedenen bildlichen Darstellungen.

      Besser kann es einem nicht darstellen, der noch nie in diesem Land war, ich zum Beispiel.

      Freue mich auf die Fortsetzung.

      Liebe Grüße
      Steffi
      Ein Lächeln am Morgen ist die Sonne, die uns durch den Tag begleitet :)
    • Mit Deinem Bericht und der gelungenen Bildauswahl hast Du meine Sympathie für beide Städte geweckt.

      Natürlich kann man Newcastle nicht mit dem Seebad Tynemouth vergleichen - beide Orte haben ihren speziellen Charakter, den Du mit Deinen Bildern jeweils sehr gut gezeichnet hast.
      Gefällt mir.

      Und zum Schluss die stimmungsvollen Bilder im Pub..... SUPER!!!

      Danke dafür!

      Es war ein gelungener Einstieg in Eure Kreuzfahrtrundreise.

      Liebe Grüße,
      Elke
    • hallo Jofina,

      nicht nur die Küste dort ist beeindruckend, sondern auch dein Bericht. Gewährt er doch einen sehr guten Einblick in die englische Kultur. Ich war zwar von genau 40 Jahren mal in Südengland, Wales und London. Meine Erinnerungen an diese Reise verblassen jedoch so langsam.

      Scheinbar gibt es auch nicht mehr die typischen roten Telefonzellen, wie ich auf diesem Bild erkennen kann.



      Auch dein "Brückenbild" ist schon beeindruckend.

      Tynemouth ist scheinbar fast leergefegt von Menschen. Wo sind die denn alle gewesen?

      Die Liegestühle am Strand zeigen, daß es für den Engländer kein schlechtes Wetter gibt. Sicherlich würden wir dort nie baden gehen bzw. uns von den Wolken "besonnen lassen". Die Engländer sehen das meines Wissens anders als wir.



      Mir ist bekannt, daß von den Niederlanden aus eine Fähre über Nacht nach Newcastle fährt. Der Transfer hin und zurück mit zwei Übernachtungen an Bord kostet im Winter weniger als 100 €. Die Fähre kommt am Morgen an. Der Aufenthalt in der Stadt dauert einen ganzen Tag bevor es am Abend wieder zurück auf den Kontinent geht. Sicherlich reicht ein Tag, um das Wichtigste in der Stadt gesehen zu haben. Wäre auch mal eine Alternative...

      Mustet ihr in der Kirche keinen Eintritt zahlen? MIr ist bekannt, daß in vielen Anglikanische Kirchen Eintritt verlangt wird.

      Die Bilder des Pubs vervollständigen deinen Bericht. Gibt es eigentlich noch die Glocke, nach deren Läuten die letzte Runde Bier vor der Sperrstunde ausgegeben wird? Gibt es überhaupt noch die Sperrstunde? Wie hat das Bier geschmeckt? War es so "saukalt" wie in den Pubs für die Engländer auf den Kanaren bzw. an der Costa Blanca?

      Entschuldige bitte, wenn ich dir ein "Loch in den Bauch gefragt" haben sollte. ;)

      grüsse

      jürgen
    • Hallo Jürgen, natürlich beantworte ich Deine Fragen gerne, wenn ich kann. :wink:


      Zuerst zu den roten Telefonzellen. Es gibt sie noch und ich habe auch einige fotografiert, so z.B. in Liverpool (Bericht folgt noch). Hier ist ein Foto von einer roten Telefonzelle in Tynemouth.




      Ja, wo die Menschen in Tynemouth waren? Du hast recht, so viele liefen dort nicht herum, auch kaum Touristen. Vielleicht daheim oder in den Pubs? Aber auf dem Tynemouth-Foto Nr.9, da sind einige auf dem Foto. Ich zähle 6 Personen. ;)


      Bezüglich Kälteempfinden der Briten – da ist schon ein erheblicher Unterschied zu uns Deutschen. Das stelle ich hier bei den Briten an der Costa Blanca auch fest. Sie laufen ärmellos herum, während ich schon eine ¾ lange Bluse trage. Oder sie laufen barfuß in Sandalen, ich trage dagegen Sneakers in geschlossenen Schuhen. Diese Beobachtung haben wir ganz oft gemacht.


      Du beschreibst, wie man von Bayern nach Newcastle kommt, über Holland mit der Fähre. Eigentlich wäre es zu schade, wenn man diesen langen Weg schon auf sich nimmt, sich NUR eine englische Stadt anzuschauen. Klar, reicht ein Tag für Newcastle. Aber man könnte ja mit dem Zug dann weiterfahren.
      Für uns ist es einfach, nach UK zu fliegen. Es gibt von Alicante reichlich Direktflüge zu unterschiedlichen britischen Flughäfen, so z.B. auch nach Newcastle. Auch Irland könnte man so erreichen. Du könntest auch von MUC Non-Stop nach Alicante fliegen, Dir einen Tag diese schöne Stadt anschauen und dann weiter nach England fliegen. ^^


      Wir haben uns mehrere Kirchen angeschaut, wo kein Eintritt zu zahlen war. In Newcastle war der Kirchenbesuch auch kostenlos. Es gab aber auch Kirchen, wo man Eintritt zahlen musste, so z.B. beim Besuch der Kathedrale zu Canterbury. Dann gab es auch Kirchen, wo eine lange Schlange davor war, da haben wir dann eine Innenbesichtigung ausgelassen.


      Ich wusste das nicht mit der Glocke in den Pubs und habe auch nicht darauf geachtet.


      Wie das Bier geschmeckt hat? Also unterschiedlich. Die erste Kostprobe, das Bier war viel zu warm. Grauslig! Die zweite Kostprobe fand ich erfrischend und hatte uns auch geschmeckt und deshalb hatten wir die Pints bestellt. Mir schmeckte es auch weiterhin. Mein Mann sagte jedoch, nachdem er es zu ¼ aufgetrunken hatte, da hätte auch ein small beer gereicht. Er war erstmal kuriert davon, sich ein ortstypisches Bier zu bestellen (machen wir immer). Aber in Dublin ist er schon davon wieder davon abgewichen und hat dann auch ein dunkles Bier (ähnlich wie Guinness) getrunken. Das schmeckte uns beiden dann wieder.
      El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página.(Aurelio Agustín)
      Gruß Jofina
    • Herzlichen Dank für deine Bilderserie der beiden Städte, wirklich schön aunzuschauen.

      Jofina schrieb:

      Auf dem Eldon Square steht ein Denkmal vom Drachentöter St. George, welches an die beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts erinnert.
      Schmunzeln musste ich beim Ablick der Statue des hl. Georg, der an die beiden Weltkriege erinnern soll. Auf diese Idee muss man erst mal kommen.

      Lieben Gruß,
      Klaus
      Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
      (Albert Schweitzer)
    • Jofina schrieb:

      Warum wundert Dich das?

      Vielleicht ist ihm nicht bekannt, daß der Heilige Georg der Schutzheilige der Engländer ist, Jofina.

      St. Georg in England schrieb:

      Vor der normannischen Eroberung soll es lediglich ein Gotteshaus und eine Abtei mit seinem Namen gegeben haben. Das änderte sich radikal im Zeitalter der Kreuzzüge. Nachdem der Heilige 1098 bei Antiochia das Schlachtenglück zu Gunsten der Christen gewendet hatte, wurde er in England außerordentlich populär. Ein erhalten gebliebenes Tympanon der Kirche von Fordington, Dorset, zeigt die entsprechende Szene. Parallel zur Veränderung des bisherigen Bildes kam die Legende von der Drachentötung in Umlauf, die weiter dazu beitrug, Georg als den Kriegerheiligen zu etablieren. Richard I. Löwenherz, der den größeren Teil seiner Regierungszeit im Heiligen, nicht in England, verbrachte, stellte seine Männer ausdrücklich unter den Schutz St. Georgs.

      Seit 1413 beging man den Georgstag als besonders wichtiges „Doppelfest“ des Kirchenjahrs, das heißt die Feierlichkeit wurde auf zwei Tage ausgedehnt. Zu diesem Zeitpunkt war unverkennbar, daß der Heilige in England eine ungleich größere Rolle spielte als in allen anderen christlichen Ländern, die sein Patronat beanspruchten (Deutschland, Frankreich, Schweden, Rußland).

      Die Durchsetzung des Georgskults in England stand in engem Zusammenhang mit dem Hundertjährigen Krieg. Im Kampf standen sich nicht nur zwei Könige und zwei Armeen gegenüber, sondern auch zwei Völker und deren Heilige: Der Heilige Dionysios, Saint Dénis, der Patron Frankreichs, und St. Georg, der Patron Englands. 1344 oder 1348 ließ Eduard III. Georg noch einmal zum Schutzheiligen Englands erklären. 1348 war außerdem das Jahr, in dem der König den Hosenbandorden stiftete, der ausdrücklich als Georgsorden gedacht und mit einer entsprechenden Symbolik verknüpft war.

      Fest steht weiter, dass schon bei der Eroberung von Calais, 1346, der englische Schlachtruf „Ha! St. George!“ ertönte, ein Vorgang, der deutlich an die von Shakespeare in seinem Stück „Heinrich V.“ geschilderte Szene erinnert, in der der König vor der Schlacht bei Azincourt an seine Männer die Parole ausgibt: „God for Harry, England and St. George!“

      Die Georgsverehrung hat sogar die Trennung von der katholischen Kirche überstanden.

      Wer mehr darüber lesen will der klickt auf den Zitatlink.

      In den beiden Weltkriegen kam der böse deutsche Drache , der dannn mit der Hilfe des Heiligen Georg besiegt wurde!
      Warum also keine Gefallenendenkmäler mit dem Heiligen Georg?


      Liebe Grüße von waldi :174:
      Und immer neugierig bleiben!
    • waldi schrieb:

      Warum also keine Gefallenendenkmäler mit dem Heiligen Georg?
      Auch in Deutschland, d.h in Sulzberg im Allgäu, gibt es ein Denkmal, dass den Hl. Georg beim Kampf mit dem Drachen darstellt (genauso wie in Newcastle). Es wurde 1930 eingeweiht, an Gedenken der Opfer des 1.Weltkrieges. Nach dem 2. Weltkrieg fügte man eine weitere Tafel hinzu mit den Namen von gefallenen und vermissten Soldaten.

      Hier ist der Link vom Denkmal in Sulzberg:
      de.wikipedia.org/wiki/Datei:Kriegerdenkmal_Sulzberg_Thal.JPG

      Wenn man bei Google eingibt: Kriegerdenkmal Sulzberg, dann erscheint als erstes der Wikipedia-Artikel darüber, den man anklicken kann. Mit einem direkten Link klappt es leider nicht.
      El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página.(Aurelio Agustín)
      Gruß Jofina

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jofina ()