Es war einmal..

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    • Es war einmal..

      Es war einmal eine Hochzeit, zu der ich eingeladen war.
      Wer bin ich?



      Man beachte den blonden Lausbuben rechts außen...kurze Hosen, lange, selbstgestrickte ( bestimmt kratzige) Wollstrümpfe, die irgendwie mit einem Gummiband festgehalten waren, doch leider etwas zu kurz geraten sind.
      Niemand störte sich dran!

      Liebe Grüße,
      Elke

      P.S. Es ist eines der nur ca 20 Schwarzweißfotos, die ich aus meiner Kindheit retten konnte.

      Habt Ihr auch solche Schätze, die Ereignisse in Euem Leben in einer bestimmten Zeit spiegeln?
      In der Enge unseres heimatlichen Gartens kann es mehr Verborgenes geben als hinter der Chinesischen Mauer.

      Antoine de Saint-Exupéry
      (Wind, Sand und Sterne)
    • Wie erst man damals noch bei so freudigen Ereignissen auf den Fotos geschaut hat...

      Leider hab ich zwei drei Fotos als Kind, die meisten Fotos von den Eltern sind bei meinem Bruder, der ins Elternhaus gezogen ist und da waren halt die ganzen Bilder und sind auch da geblieben.

      Bist du eines der Mädchen im Bild Elke? (ich kenne leider Dein Alter nicht, aber könnte mir vorstellen, daß Du noch ein Kind warst als das Foto entstand)
      :blume17: Grüssle von tosca


      Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tosca ()

    • Ich bin die "Kleine", Sylvi...mit dem großem Wiesenstrauß,
      Schleierträgerin der Braut auf dem Weg in die Kirche ;)
      Ich musste aufpassen, dass der Schleier nicht im Dreck schleifte und ich andererseits nicht so stark dran zog, dass der Braut der Schleier nach hinten vom Kopf rutschte.
      Eine schwierige Aufgabe für eine Vierjährige!

      Es war September 1948, 3 Monate nach der Währungsreform.
      Eingeladen waren wir ( auch Flüchtlinge ) bei einer großen Flüchtlingsfamilie aus Ostpreußen, die auf einem Gutshof bei Heilbronn in den Nebenräumen , Stallungen, Scheunen eines Gutshofes untergebracht waren und Hochzeit feierten.

      Ich denke man sieht den Gesichtern die Erlebnisse der vorangegangen Jahre der Flucht an.

      Seltsamerweise habe ich diese Momente noch so gut in Erinnerung.

      Warum forderst Du bei Deinem Bruder nicht die Kopien einiger der Bilder an??
      Ich wäre so froh, wenn ich mehr aus dieser Zeit hätte!

      Liebe Grüße,
      Elke
      In der Enge unseres heimatlichen Gartens kann es mehr Verborgenes geben als hinter der Chinesischen Mauer.

      Antoine de Saint-Exupéry
      (Wind, Sand und Sterne)
    • Sehr hübsch, und was Du für ein schönes Kleidchen anhattest... Eine große Aufgabe hattest Du zu bewältigen als 4jährige, die Du aber sicher auch mit viel Stolz erfüllt hast.

      Ob die ernsten Mienen mit den Erlebnissen des Krieges und der Flucht noch zusammenhängen, das kann ich natürlich nicht beurteilen, mir ist jedoch auch schon bei alten Fotos meiner Großeltern und denen meines Mannes aufgefallen, daß man, wenn der Fotograph da war, oder man bei ihm, immer alle so ernst drein geschaut haben, das war wohl ganz normal früher?!


      ELMA schrieb:

      Warum forderst Du bei Deinem Bruder nicht die Kopien einiger der Bilder an??
      Allzuviele haben wir nicht mehr, von den Eltern noch ein paar als junge Eheleute, und von meinem Vater gibts noch eines mit seinem Motorrad, einer Horrex. Wir haben immer wieder mal davon gesprochen, jetzt "doch endlich mal" einige der Fotos zu kopieren für mich und meinen anderen Bruder, aber wie es so ist, dann gerät es wieder in Vergessenheit bis zum nächsten Mal: "aber demnächst machen wir mal......usw". Böse Absicht ist es nicht.
      :blume17: Grüssle von tosca


      Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!
    • Ich wurde gefragt, ob diese Bilder nicht eher in den privaten Bereich gehören...

      Dazu meine Überlegungen :


      Ich würde kein Einzelbild/Kinderbild von mir einstellen nur um zu zeigen, wie ich früher mal ausgesehen habe.
      Das interessiert vermutlich wenig.

      Ich habe aber keine Bedenken bei diesem Bild, da es nicht nur mich (unter vielen anderen ) zeigt, sondern einen Blick auf die damalige Zeit erlaubt.
      Man sieht Kleidung s. die Strickstümpfe des Jungen, die einfache Kleidung der Hochzeitsgäste 3 Monate nach der Währungsreform, die Frisuren, die Gesichter , die ( so meine ich) vieles erkennen lassen usw.


      Und wenn man dann noch ein paar Hintergründe beschreibt ( Flucht, die nur wenige Jahre zurückliegt), dann spricht das Bild für sich, ohne dass man die Personen kennt.

      Es ging mir bei diesem Bild nicht um mich , sondern mehr um das Zeugnis einer bestimmten Zeit.
      Ich kenne keine einzige Person mehr auf diesem Bild - sie dürften fast alle nicht mehr leben , denke ich .
      Es ist ein historisches Bild. Copyright gibt es nach fast 70 Jahren auch nicht mehr.( Und das Bild gehört mir)
      Deshalb habe ich auch keine Bedenken, dieses Bild im öffentlichen Bereich zu zeigen.

      Ich könnte mir auch Bilder vorstellen z.B. von Festen von früher, von Festumzügen, Veranstaltungen , Ausflügen, usw...wo man sieht wie es damals zuging, vielleicht ist etwas zu erkennen, was es heute gar nicht mehr gibt, z.B. ein Gebäude, ein Straßenzug, ein Gegenstand.....usw.
      Ein kleine Geschichte dazu, Hintergünde, die erkennen lassen, warum das Bild etwas "Besonderes" ist.

      Es geht weniger drum wie eine einzelne, bestimmte Person früher mal ausgesehen hat. Natürlich kann das auch interessant sein ( wäre dann aber eher etwas für den internen Bereich des Forums)
      Aber das sind Entscheidungen, die jeder für sich treffen muss.

      Es sollten halt Bilder sein, die mehr erkennen lassen.

      Josef hatte im Forum schon mal ein Bild eingestellt, das genau das trifft
      ( Josef, ich hoffe, ich darf es hier nochmals einfügen)



      Für mich ist das ein Bild mit einem netten Jungen... aber viel wichtiger ist die Geschichte, wie der Junge zu solch einem "Fahrzeug" kommt und welch abenteuerliche Abfahrten er damals damit machen konnte - ohne Bremsen (?), ohne Sturzhelm oder Knieschutz, auf unasphaltierten Wegen...




      Viele Grüße,
      Elke
      In der Enge unseres heimatlichen Gartens kann es mehr Verborgenes geben als hinter der Chinesischen Mauer.

      Antoine de Saint-Exupéry
      (Wind, Sand und Sterne)
    • Eine schöne Idee und ja ich muss gestehen das man sich eigentlich wieder einmal hinsetzen sollte und
      etwas zu stöbern.

      Mal sehn was ich noch finde , recht viel dürfte nicht mehr vorhanden sein.
      Liebe Grüße

      Dieter

      Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.
    • Josef, dann erzähl mal!
      Wer hat denn das Fahrzeug gebaut? Ein Brett, vier Räder....
      Für Dich ?
      Sicher hast Du abenteuerliche Abfahrten damit gemacht !
      Gab es überhaupt eine Bremse?

      Liebe Grüße,
      Elke
      In der Enge unseres heimatlichen Gartens kann es mehr Verborgenes geben als hinter der Chinesischen Mauer.

      Antoine de Saint-Exupéry
      (Wind, Sand und Sterne)
    • Hier habe ich ein altes Foto herausgesucht.

      Meine Mutter und ihre Cousine erlernten 1947 in ihrem "Küchenjahr" das Kochen und Backen.

      Interessant, wie so ein großer Herd ausschaute und die Töpfe. Und die jungen Frauen alle mit weißen Schürzen. ^^

      El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página.(Aurelio Agustín)
      Gruß Jofina
    • Unter strenger Aufsicht einer Nonne, denke ich !!

      Jofina schrieb:

      Interessant, wie so ein großer Herd ausschaute und die Töpfe
      Auch das gleichmäßige Schüren des Feuers musste erlernt werden - zu viel Hitze, dann verbrannten die Weihnachtsgutsle - zu wenig, dann blieben sie "bleich".
      Nix mit Thermostat, Oberhitze, Unterhitze, Umluft...

      Schürzen in der Küche waren schon praktisch... habt (und benützt) Ihr eigentlich noch welche? :chef:

      Liebe Grüße,
      Elke
      In der Enge unseres heimatlichen Gartens kann es mehr Verborgenes geben als hinter der Chinesischen Mauer.

      Antoine de Saint-Exupéry
      (Wind, Sand und Sterne)
    • Ich glaube mein Fahrzeug war ein Unterteil eines alten Kinderwagens.
      Darauf wurde ein Brett befestigt.
      Bekommen habe ich es von meinen Vater. Natürlich war meine Freude groß.
      Bremsen hatte es keine, aber man bremste einfach mit den Füßen.
      LG Josef
    • Josef schrieb:

      Ich glaube mein Fahrzeug war ein Unterteil eines alten Kinderwagens.
      Darauf wurde ein Brett befestigt.
      Bekommen habe ich es von meinen Vater. Natürlich war meine Freude groß.
      Bremsen hatte es keine, aber man bremste einfach mit den Füßen.
      Ja Josef das oder so war es auch bei mir ,

      wir haben als Buben dieses Teil jedoch selbst gebaut.
      Ein alter Kinderwagen bzw. das unterteil davon , die vordere Achse wurde mit einem Loch versehen
      und eine durchgangsschraube ermöglichte das lenken.
      Wenn ich mir heute ( so ich mal wieder in meiner Heimat bin ) die Strecke wo wir runtergebrettert sind ansehe ,
      dann überkommt mich jedes mal ein ungutes Gefühl.

      Unglaublich das da nie etwas schlimmeres passiert ist.
      Liebe Grüße

      Dieter

      Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.
    • ELMA schrieb:

      Ich könnte mir auch Bilder vorstellen z.B. von Festen von früher, von Festumzügen, Veranstaltungen , Ausflügen, usw...wo man sieht wie es damals zuging, vielleicht ist etwas zu erkennen, was es heute gar nicht mehr gibt, z.B. ein Gebäude, ein Straßenzug, ein Gegenstand.....usw.
      Ein kleine Geschichte dazu, Hintergünde, die erkennen lassen, warum das Bild etwas "Besonderes" ist.
      Ich möchte euch gerne von einem unserer Skiausflüge aus vergangenen Tagen berichten.

      Es war einmal.... Ein Skiausflug im Jahr 1962


      Da wir kein eigenes Auto besaßen, nahmen uns die Freunde meiner Eltern öfters in ihrem VW Käfer 1200 De Luxe (Bj.1961) mit ins Skigebiet. Für vier Erwachsene, ein 5 ½-jähriges Kind und jede Menge Skiausrüstungen ging es von München in gut zwei Stunden zum Sudelfeld bei Bayrischzell.

      Ich fand Autofahren großartig und besonders dieses Auto, denn am Armaturenbrett in den Lüftungsschlitzen hing eine trichterförmige Glasvase mit bunten Plastikblümchen, die ich jedes Mal aufs Neue bestaunte und mir gerne näher angesehen hätte. Aber ich als kleinster Passagier wurde im Käfer in der Mulde hinter den Rücksitzen transportiert. Ich musste mich ganz klein machen, damit der Fahrer durch die Heckscheibe nach hinten sehen konnte. Viel Ausblick bot sich für ihn allerdings nicht, denn die Skier waren am Heck des Autos befestigt und versperrten die Sicht. Ich liebte es, auf diese Art und Weise kutschiert zu werden, denn ich hatte es als Einzige ganz nah am Motor kuschelig warm.

      Nach der weiten Anreise wurde sich erst einmal für den bevorstehenden Skitag gestärkt.






      Ich erinnere mich, einen Parkplatz gab es damals nicht. Wir parkten wie alle anderen Skifahrer am Straßenrand mitten im Wald und mussten dann noch kilometerweit -so kam es mir immerhin vor- bergauf laufen bevor wir das Skigebiet erreichten. Für mich lauffaules Kind war das eine Qual. Die Skier waren gut einen Kopf länger als ich, massiv und dementsprechend schwer. Wenn ich auf dem Marsch nach oben zu weit zurückfiel, erbarmte sich meistens ein Erwachsener und nahm mir die Bretter ab.

      Man trug zum Skifahren Norwegerpullis und Wollhandschuhe. So sah man richtig zünftig aus. Die überlangen Holzbretter hatten, man beachte, eine „Sicherheits“-Seilzug-Skibindung. Man schob die Schuhspitze der Lederschuhe mit Hakenschnürung unter einen Riemen. –Manche hatten schon eine Metallführung in der die seitlich überstehende Sohle arretiert wurde. Dann wurde eine Metallschlinge um den Schuhabsatz gezogen und mit einem Metallklipp auf Federzug vor dem Schuh festgespannt. Die Ferse blieb dabei beweglich wie bei Langlauf- oder Tourenskiern. Die Skistöcke waren zum großen Teil aus Bambus, hatten unten eine Metallspitze und einen Teller, der ebenso aus einem Holzring bestand. Für die Hände gab es einen Lederknauf mit Schlinge.





      Da meine Eltern Angst hatten, mich mit dem Einer-Schwebelift alleine fahren zu lassen, sollte ich an der Talstation auf einem von ihnen bestimmten Buckel erst einmal eigenständig üben, hochkraxeln und dann hinunterfahren. Es war bitter sehen zu müssen, wie die Erwachsenen mit dem Lift nach oben entschwebten. Immer wenn sie eine Abfahrt hinter sich hatten, kamen sie wieder, um nach mir zu schauen.

      Das mühselige Hochsteigen mit den lästigen Brettern an den Füßen, war mir schon nach kurzer Zeit zu umständlich. Ich gab den störenden Latten einen verächtlichen Schubs und sie landeten irgendwo im Tiefschnee. Ich wollte spielen, baute mir Schneemännchen oder kugelte Schneebälle oder mich selber den Hang hinunter. Deshalb hatte ich meistens nach einem sogenannten Skitag etwas von einem Schneemann. Der Schnee hatte sich in den Wollfäden meines Pullis festgesetzt und verhärtet. Ganz besonders die Wollhandschuhe hatten so eine steife, ungestaltete Form angenommen, dass ich kaum noch etwas damit greifen konnte.

      Ich hatte meinen Spaß und manchmal sogar ein paar Gleichaltrige, die den Unfug -so nannten die Erwachsenen mein Treiben- mit mir mitmachten.

      Trotz der äußerst unkonventionellen „Betreuung“ durch meine Eltern, habe ich Jahre später doch noch meine Liebe zum Wintersport entdeckt und ganz gut Skifahren gelernt.

      Liebe Grüsse
      Gabi
      „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“
      Aurelius Augustinus (354 - 430)
    • Ein schöner Bericht mit noch sehr gut erhaltenen Bildern.

      Wenn man sich die Skiausrüstung so ansieht und mit der von heute vergleicht

      dann fragt man sich schon : Gott wo ist die Zeit hingegangen ?

      Danke Gabi
      Liebe Grüße

      Dieter

      Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.
    • Hallo Gabi,

      das ist eine sehr schöne Geschichte, die Du uns erzählst. Und die tollen Fotos, ganz klasse!!

      Ich erinnere mich daran, als Kind auch schwarze Steghosen und so einen ähnlichen Norwegerpulli in weiß mit grünem Muster gehabt zu haben. Das trugen früher viele Kinder, das wir irgendwie in Mode. So einen originalSkistock wie Du ihn beschreibst, den haben wir als Deko im Partykeller ^^

      Allerdings ist bei uns keiner Ski gefahren. Meine Eltern hatten zwar ein Auto, aber Skifahrer waren sie nicht. Das hab ich erst so mit Anfang 20 gelernt, weil mein Mann Skifahrer war.

      Mit den hinten offenen Skiern: seid Ihr damals, bzw. Deine Eltern im Telemarkstil gefahren? Weißt Du das noch?
      Das erlebt seit einiger Zeit wieder eine Renaissance....

      :blume17: Grüssle von tosca


      Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!
    • Silvi das ist richtig. Mit den an der Ferse beweglichen Skibindungen, hätte man Telemark fahren können.
      Meine Eltern waren wenig erfahrene Skiläufer und beherrschten diesen komplizierten und zu der Zeit auch schon fast wieder überholten Fahrstil nicht.
      Sie schwangen sich mit Schrägfahrten und Stemm- oder auch Pflugbögen einigermaßen gut und sicher die Pisten hinunter.


      Liebe Grüsse

      Gabi
      „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“
      Aurelius Augustinus (354 - 430)
    • Liebe Gabi,

      das Sudelfeld. Das war das Skigebiet schlechthin für die Münchner. (neben Spitzingsee mit altem Lyralift.)

      Meinen Wallberg mit irrem Glaslhang fuhr ich erst später runter.

      Da hatten mein Bruder und ich ihren ersten VW Käfer, aber gebraucht, noch mit Kugelgas. lach.
      ,
      Und der Lift von Bayrischzell hinauf , war auch nicht gerade eine Augenweide.

      Keilhosen, ja, Foto natürlich nein, Kampf durch den Tiefschnee, da war ich ja erst 18 Jahre.

      Ich bevorzugte es, immer wenn ich stürzte , mich äußerst akkurat zu säubern. Mein Bruder war richtig sauer, der ja schon Tiefschneefahren beherrschte. Egal, trotzdem war ich durch und durch nass am Schluss.

      Später verfrachtete er mich auf den Auslaufhang bei Bayrischzell, um alleine zügig die Abfahrt herunter zu wedeln. War damals das Non Plus!!

      Danke für den Erinnerungsanstoß.

      lieben Gruß
      Helmut
      Wer nichts weiß, muss alles glauben.
      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Danke , Gabi !! :D :D
      Was für eine treffende Beschreibung und ein Stimmungsbild von früherem Skivergnügen!
      (Wobei die kleine Gabi anscheinend von den Brettern, mit denen man sie allein an einem kleinen Buckel gelassen hatte, nicht viel hielt...- aber das hat sich ja später geändert)

      Oh ja, die Holzbretter ( ich habe 2 Paar davon in wilden Buckelpisten "zerlegt", "Skisalat" nannte man das ) ,
      die modernen Lastex-Keilhosen, mit denen man nach Sesselliftfahrten ( auf Holzleisten, ohne Sitzpolster) bei Schneetreiben blau geforen oben ankam,

      die

      Olifan schrieb:

      Lederschuhe mit Hakenschnürung
      selbstverständlich "zwiegenäht" ( man konnte sie im Sommer zur Not auch als Bergschuhe tragen)
      drückten und waren schnell nass...
      usw..

      und doch war Skifahren damals ein wunderschönes, doch ein absolutes Privileg ( zumindest wenn man nicht am Alpenrand wohnte)

      und für die meisten , die einmal damit angefangen haben ( und es sich leisten konnten), wurde es eine Sportart, von der man nicht mehr loskam.

      Auch für mich.


      Liebe Grüße,

      Elke
      In der Enge unseres heimatlichen Gartens kann es mehr Verborgenes geben als hinter der Chinesischen Mauer.

      Antoine de Saint-Exupéry
      (Wind, Sand und Sterne)
    • Olifan schrieb:

      Aber ich als kleinster Passagier wurde im Käfer in der Mulde hinter den Rücksitzen transportiert.
      So ähnlich erging es noch mehr Kindern!
      Ich durfte immer in den Laderaum unseres Kombi. Beim Sonntagsausflug mit Oma, Opa und Geschwistern war sonst kein Platz mehr.
      Im FORD Taunus 15m war nicht viel Platz, aber für mich und meine kleine Schwester reichte es.



      Ich liebte diese "Weltkugel"!
      Wenn man heute versuchen würde einen Zehnjährigen in diesem Outfit auf die Straße zu schicken, gäbe es wahrscheinlich heftigen Widerstand!

      Bei diesem Modell war die Hecktür links angeschlagen.



      Sie öffnete sich also zur Straße hin. Heute sind diese Türen meist rechts angeschlagen. Das finde ich unpraktisch!
      (OBB steht nicht für Oberbayern! Das war Obernburg)
      Dieses Problem hatten wir bei dem Nachfolger nicht.



      Beim FORD Taunus 17m (P3), auch liebevoll "Badewanne" genannt, war die Heckklappe unten angeschlagen.
      Zum Öffnen der Klappe musste das rahmenlose Fenster runtergekurbelt werden um die Klappe nach unten klappen zu können.



      Das hatte für uns Heckpassagiere den Vorteil dass wir das Fenster während der Fahrt manchmal geöffnet lassen konnten - wenn wir durften!

      Beim nächsten 17m (P7) wars vorbei mit dem Huckepackfahren, denn es war eine Limousine.
      Außerdem waren wir dann nicht mehr bereit im Kofferraum mitzufahren. Den fuhr ich dann schon selber!


      Liebe Grüße von waldi :174:
      Und immer neugierig bleiben!