Jürgens "Meersucht" in Thailand

    • Hallo Europäer,

      Es regnet und somit habe ich Zeit, von den beiden vergangenen Tagen zu berichten.

      Ich bin ja zusammen mit einem Bekannten mit dem Roller nach Ban Chang, das liegt etwa 80 Km südlich von Pattaya in der Region Rayong für drei Tage gefahren. Wir haben uns hier etwas umgesehen, die Strände verglichen und die ein oder andere Sehenswürdigkeit mitgenommen.

      Gestern stand Rayong selbst auf dem Programm. Es war wieder sehr heiß und bis zum Nachmittag wolkenlos. Vor Rayong befindet sich eine viele Kilometer lange schmale Insel, wo ein paar Häuser und vereinzelte Fischersiedlungen stehen. Was malerisch aussieht ist meiner Einschätzung nach Armut. Es gibt hier kleine Fischerboote und im Fischereihafen von Rayong auch größere. Alle sind traditionell bunt bemalt. Überhaupt lieben die Thai Farben. Häuser sind manchmal mit sehr knalligen Farben bemalt.

      Diese Insel hat auf der Meerseite einen ellenlangen mal mehr und mal weniger gepflegten Sandstrand. Um Erosion zu verhindern wurden überall Buhnen aus großen Felsen geschaffen so dass sich kleine Sandbuchten ergeben.

      Da gestern Sonntag war, hatten die meisten Geschäfte geschlossen und nur wenige Straßenverkäufer von Speisen und Getränken ihre Stände aufgebaut. Der Sonntag gehört in Thailand der Familie. Die fährt mit dem Roller oder Pickup an der Strand und es wird gegessen und getrunken. Die Kinder spielen dabei stundenlang bekleidet im flachen Wasser während die Eltern und andere Erwachsene gemeinsam grillen und vielfältige Speisen essen. Bier und Whiskey wie auch ein Bottich mit Eis und Softdrinks sind immer dabei. Die mobilen Strandverkäufer machen trotzdem noch Geschäfte, weil die Kinder Eis oder Fruchtdrinks bekommen, Plastikspielzeug oder Strandmatten verkauft werden.

      Die jüngeren Thai, die über einen Pkw verfügen treffen sich ebenfalls in Gruppen am Meer. Ins Wasser geht trotz Hitze kaum jemand. Dafür wummern die Bässe der Monster Stereoanlagen, die teilweise auf der Ladefläche der Pickups installiert werden. Ist es jemandem zu laut, muss derjenige halt ein Stück weiter fahren. Platz ist ja genug am Strand.

      Wir haben uns ebenfalls am späten Nachmittag ein solches Plätzchen an einer von einer Thai Familie belegten Bucht ausgesucht um zu baden. Als erstes rief ein Kind beim Anblick des bleichen langen Lulatsch aus Deutschland, der nur mit einer Badehose bekleidet ins Meer ging wiederholt "Farang" was singemäss weisser Ausländer bedeutet. Was mag sich wohl der mich beobachtende Rest der Familie dabei gedacht haben, als ich weiter ins tiefe Wasser ging und ein Stück rausgeschwommen bin? Spät nachmittags hielt ich mich dazu noch in der Sonne auf! Undenkbar für einen Thai, der die Sonne meidet.

      Auf beiden Seiten der Stadt wurden Ölraffinerien von sehr großem Ausmaß errichtet. An den Flammen der Schornsteine, wo Raffineriegas abgefackelt wird erkennt man, dass die Anlagen hier auf Hochtouren arbeiten. Auch Thailand als Schwellenland braucht Öl. Der Übergang vom Roller auf den Pkw vollzieht sich mit wachsendem Wohlstand recht schnell.

      Draußen auf dem Meer warten sicherlich zwei Dutzend Öltanker drauf, abgefertigt zu werden.

      Hinter dieser langen flachen vorgelagerten Insel befinden sich weitere Inseln, die teilweise bebaut sind und das Festland. Großteils ist noch Mangrovenwald vorhanden. Wir haben einen kleinen Lehrpfad durch diesen Wald gefunden, der direkt neben dem weißen Chedi auf einer Insel, einem der Wahrzeichen der Stadt Rayong, beginnt. Obwohl der betonierte Pfad durch den schattigen Wald führt, habe ich geschwitzt wie nach einem Marathonlauf.

      Danach sind wir in einer kleinen Gaststätte eingekehrt. Das Frühstück im herkömmlichen Sinne habe ich ja hier im Land oft ausfallen lassen und dafür meist gegen Mittag oder am frühen Nachmittag das erste Mal was gegessen. Bei der Hitze hat man eh nicht viel Hunger. In der Gststätte ist mir aufgefallen, dass die Besucher, überwiegend junge Leute, sehr gut gekleidet waren. Scheinbar zieht man sich doch am Sonntag etwas besser an wenn man ausgeht.

      Als Vorspeise gab es im übrigen frittierte Scheiben vom Schweinebauch, zu welchen süßsaure Soße und Gurkenscheiben gereicht wurden. Schmeckt auch nicht schlecht.

      Jetzt werden wir den Tag mit einer einstündigen Thai Massage und dem Mittagessen vergehen lassen und hoffen, dass es nachmittags tatsächlich trocken für unsere Rückfahrt nach Jomtien ist. Dafür werden wir etwa eineinhalb Stunden benötigen.

      Eine Sommerzeit gibt es hier im übrigen nicht. Ist ja logisch, weil es immer Sommer ist. :)

      Grüße

      Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von claus-juergen ()

    • Nach einer Woche Internetabstinenz habe ich noch nicht alle Deine Berichte gelesen- dafür möchte ich mir Zeit nehmen.
      Aber schon schon jetzt sehe ich , dass Du uns in diesem Jahr Thailand von verschiedenen Seiten zeigst - das ist interessant und das gefällt mir sehr gut.
      :401:

      Liebe Grüße,
      Elke

      Wann wirst Du wieder daheim sein?
    • Hallo,

      Der Regen hat gegen Mittag aufgehört, wir haben die Thai Massage, das ist nichts unanständiges, mit einer Tasse Tee danach und unser Mittagessen in einer Garküche uns Eck genossen.

      In knapp eineinhalb Stunden sind wir trocken mit den Rollern wieder nach Jomtien gefahren wo mich gleich der Weg zum Busbahnhof führte. Für 120 Bath, etwa vier € habe ich mir ein Ticket für Donnerstag, den 29.3. um 11 Uhr reserviert. Da fahre ich mit dem Bus direkt in knapp zwei Stunden zum Flughafen Bangkok wo mich ein Airbus A380 um 15.40'Uhr nach Dubai bringen wird. Dort übernachte ich bevor es am folgenden Nachmittag heim nach München geht.

      Nun aber die versprochenen Bilder der Fischersiedlung bei Rayong und der dortigen Küste. Die kleine Siedlung trägt den Namen Khlong Ka Choe und befindet sich unmittelbar neben den Neubauwohnungen.

      Dieses Bild stammt aus der Siedlung davor etwas abseits vom Meer. Vor einigen Jahrzehnten gab es nur solche Holzhäuser.





      Hier haben wir Liegestühle gemietet und zwei Stunden Meer, Schatten und ein kaltes Getränk genossen.





      An anderen Strandabschnitten sieht es so aus.









      Wer meint, das wäre ein Müllhaufen, der irrt. Hier sammelt eine Familie Reste von Tauen, Dosen, Glasflaschen, Plastikflaschen und Styropor um diese Wertstoffe für ein paar Bath zu verkaufen.















      Ich hätte zwar noch ein paar Bilder, aber irgendwie klappt das mit dem Einfügen heute nicht so richtig.

      Grüße

      Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von claus-juergen ()

    • Hallo Jürgen,

      es ist sehr interessant, was Du uns alles über Thailand und seine Bewohner berichtet hast. In Deinem längeren Urlaub in diesem und im letzten Jahr konntest Du wirklich mal Land und Leute (wie man so umgangssprachlich sagt) kennenlernen. Es war richtig spannend, immer wieder zu lesen und zu schauen, was Du so neu erkundet hast. So manches Mal sieht man auch, dass so einige "touristenferne" Gegenden nicht gerade besonders gepflegt aussehen. Es gibt halt mehrere Facetten in diesem Land.

      Danke für Deine interessant geschriebenen Urlaubserlebnisse. :wink:
      El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página.(Aurelio Agustín)
      Gruß Jofina
    • Hallo Jofina,

      Ja, es ist schon so, dass manchmal eine Menge Dreck in der Landschaft oder auch im Meer oder am Ufer herumliegt. Wir sind halt nicht in Mitteleuropa.

      Wie schon geschildert, habe ich mir heute vor der etwas längeren Rollerfahrt eine echte Thai Massage gegönnt. Da mögen nun manche Mönneraugen leuchten, aber das ist nicht das was manche denken, sondern ein jahrhundertealtes medizinisches Hilfsmittel.

      de.wikipedia.org/wiki/Thai-Massage

      Direkt neben unserem Hotel befand sich ein solches Massagestudio, wo ich mich eine Stunde lang nicht nur verwöhnen lassen durfte sondern auch mitarbeiten musste um meiner Gesundheit einen kleinen positiven Schub zu versetzen. Das angenehme ist, dass Frauen diesen Job ausüben.



      Die einzelnen Massageliegen sind abgetrennt. 200 Bath, also Ca. sechs Euro kostet die einstündige Massage. Die einzelnen Liegen sind durch Vorhänge abgetrennt.



      Hier ist genau angeschrieben, welche Formen der Massage angewandt werden müssen. Wer nun glaubt, das sei wie bei unserem Physiotherapeuthen, der irrt sich gewaltig. Die Thai Massage erfordert die Mitarbeit des Patienten und schmerzt teilweise. Es ist eine Form von Massage und Dehnungs und Streckungsübungen. Wie hierzulande wird ein aromatisches Massageöl verwendet.





      Hier geht es im übrigen hygienischer zu wie bei uns. Nix ist mit Papierauflage auf die Liege. Diese wird jedes Mal neu mit einem Leintuch überzogen. Ich bekomme dann ein ganz weites Hemd und eine ebensolche kurze Hose übergezogen, die zum Massieren hochgeschoben werden. Diese Kleidungsstücke sind frisch gewaschen.



      Klar, dass jede Angestellte auch ein Zertifikat hat, woraus hervor geht, dass sie die traditionelle Thai Massage auch erlernt hat.



      Das blaue ist meine Massage Kleidung, das gelbe das frische Leintuch.




      Diese Sessel sind nicht für die Angestellten da um auf Kundschaft zu warten. Diese dienen vielmehr der Kundschaft, die sich "nur" eine Fussmassage gönnt. Die traditionelle Thai Massage erfordert eine gewisse Fitness des Kunden und er sollte nicht allzu korpulent sein. Sonst geht es einfach nicht mit den Übungen. Dazu steigt im übrigen die Masseurin teilweise auf den Patienten, oder sitzt oder kniet mal links und mal rechts von ihm. Deswegen sind die Liegen auch so breit und stabil.

      Junge hübsche Thai Mädchen können diesen Job nicht ausüben. Dazu benötigt man eine enorme Kraft. Ich habe mich gewundert, wie so ein zierliches weibliches Wesen so eine Kraft hat.



      Nicht zuletzt hat auch diese Unternehmen seine religiöse Ecke. Die Thai Massage soll angeblich direkt auf Buddha zurückzuführen sein.

      Wenn man so wie ich gut mitgearbeitet hat, gibt es hinterher auf Kosten des Hauses eine Tasse Tee. Wer Thailand mal besucht, dem empfehle ich auf jeden Fall eine Thai Massage zu nehmen, wenn möglich nicht unbedingt am Strand wo sie auch angeboten wird.



      Grüße

      Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von claus-juergen ()

    • claus-juergen schrieb:

      Donnerstag, den 29.3. um 11 Uhr reserviert. Da fahre ich mit dem Bus direkt in knapp zwei Stunden zum Flughafen Bangkok wo mich ein Airbus A380 um 15.40'Uhr nach Dubai bringen wird. Dort übernachte ich bevor es am folgenden Nachmittag heim nach München geht.
      Ich wünsche Dir eine gute und sichere Heimreise!!

      Dein Heimweh nach Thailand wird sich bestimmt im Grenzen halten, wenn Du siehst, welch wunderschönes Frühlingswetter Dich im Allgäu erwartet!

      Viele Grüße,
      Elke
    • Hallo Elke,

      Ja, ich habe eben ein längeres Telefonat mit zuhause geführt. Die Sonne scheint, der Wintergarten ist warm, der Pool auch schon. Somit kann ich beruhigt morgen zumindest bis auf die Arabische Halbinsel fliegen.

      Heute war ich noch mal auf der Insel Koh Larn beim Baden. Die Affenhitze hat sich scheinbar durch den Regen etwas gelegt. Es war jedenfalls herrlich einmal am Strand zu liegen und nichts zu tun außer etwas zu schauen und immer wieder ins sehr warme Meer zu springen.

      Im übrigen ist es erstaunlich, wieviele große Frachter und Containerschiffe hier vorbeifahren. Ich nehme an, dass die alle den Hafen Rayong anfahren.

      Pattaya und Jomtien sind meiner Einschätzung übrigens derzeit in russischer Hand. Die Urlauber aus Russland sind mit Abstand die meisten. Ich habe mich heute gut mit einem Ehepaar aus dem Altai Gebirge tief hinten in Sibirien unterhalten. Die Frau war in den Neunziger Jahren in Deutschland beruflich tätig und spricht deshalb gut deutsch.

      Anscheinend war es vor ein paar Jahren aufgrund des Rubelverfalls so, dass die russischen Touristen weitgehend ausblieben . Das hat sich jedoch gelegt. Russen allen Alters einschließlich Familien sind hier anzutreffen.

      Im übrigen hat der Euro gegenüber dem thailändischen Bath binnen eines Jahres auch etwa zehn Prozent an Wert verloren. Wir merken davon im Euroraum oder in Kroatien, wo ich gelegentlich bin, eigentlich nichts.

      Grüße

      Jürgen
    • Hallo Steffi,

      Danke für die Wünsche. Den ersten Teil meiner Heimreise habe ich schon geschafft.

      Der Flug nach Dubai war ohne Probleme. Es ist immer wieder ein Vergnügen mit einem Airbus A380 zu Fliegen. Das Ding ist einfach riesengroß und fliegt sehr ruhig. Kaum Geräusche und ganz wenig Vibrationen. Dazu bei emirates ein gutes Unterhaltungsprogramm und hervorragendes Essen. Bei Zwei Spielfilmen und danach eine CD von AC/DC Zusammen mit gutem essen und ein paar Fläschchen Rotwein verging der Flug wie im Flug.

      Da ich nach Einbruch der Dunkelheit angekommen bin konnte ich gut die beleuchteten Straßen sehen die die einzelnen Ortschaften in den Emiraten verbinden. Geld spielt scheinbar keine Rolle in den Emiraten.

      Heute möchte ich mir die dhaus, die alten arabischen Segelboote im Dubai Creek ansehen. Die werden auch heute noch hier gebaut und sind nicht nur als touristenboote sondern im Handel mit dem Iran und Nachbarländern im Einsatz.

      Hier in der Jugendherberge sind Teams aus Pakistan und Indien, die an einem Kricketturnier teilnehmen. Ich dachte diese beiden Staaten sind zerstritten und ständig am Rande eines Krieges. So eine Veranstaltung gibt Hoffnung zumal es sich um Jugendliche handelt.

      Jetzt muss ich aber los sonst verpasse ich meine Metro. Die geht nur alle 10 Minuten.
      :)

      Grüße

      Jürgen
    • Lieber Jürgen,

      nachdem ich in Etappen Deine Live-Berichterstattung verfolgt habe, möchte ich nun auch einen Kommentar zu Deiner individuellen Thailandreise abgeben.

      Anders als bei geführten Rundreisen hast Du als Reisender den Organisationsaufwand und die Verantwortung für das Gelingen selbst getragen. Was ich schon mal sehr bewundernswert finde, denn das war sicher im Vorhinein schon ein riesen Aufwand für Dich.

      Du hast große Gegensätze des Landes offenbart mit modernen Hochhäusern, noblen Bars und Dich nicht davor gescheut, auch die weniger attraktiven Seiten des Landes zu präsentieren, die dem Pauschalreisenden meist verborgen bleiben.
      Du gibst immer wieder Einblicke in die von Touristen im Allgemeinen unbeachteten Kleinigkeiten aus dem Leben der Thais. Blickst hinter die Fassaden, zeigst Wohnverhältnisse, Lebensbereiche und hast sprichwörtlich „alles unter die Lupe genommen“, was Dir auf Deiner Reise in „die Quere kam“ und Dein Interesse weckte.

      Du befindest Dich derzeit auf dem Heimweg. Ich bin mir sicher, Du hast Deinen Urlaub sehr genossen und wirst Dir viele nachhaltige Eindrücke mit Nachhause nehmen.

      Was mich sehr erstaunte, wie selbstverständlich Du Dich an die regionalen Getränke und ungekochten Speisen herangetraut und das auch unbeschadet, überstanden hast. Wir wurden z.B. vor Eiswürfeln, vor dem Wasser beim Zähneputzen, ja selbst vor ungeschälten Früchten, immer gewarnt.

      Obwohl mir die asiatische Kultur aufgrund unserer Reisen nicht fremd ist, brachte mir Dein Situationsbericht, die Lebensweise der Thais und das facettenreiche Thailand ein großes Stück näher. Er machte Deine Ausführungen in "Fast-Echtzeit" interessant und zu etwas Besonderem.

      Ich sage, „Vielen Dank“ für Deine allmorgendliche große Mühe, lieber Jürgen und auch an Elke „Danke“ für ihren ständigen Einsatz, Deine Fotos einzufügen.

      Liebe Grüsse
      Gabi
      „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“
      Aurelius Augustinus (354 - 430)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Olifan ()

    • Hallo Jürgen,

      beim Fliegen kann ich nicht mit reden, bin noch nie geflogen, ausser vielleicht mal die Treppe hinunter :1f602:

      Deine Berichte sowie super Fotos, vor allem aber deine Eindrücke abseits der Touristen fand ich persönlich sehr interessant.

      Dadurch hat man vom wirklichen Leben in Thailand sehr viel erfahren.

      Vielen Dank nochmals, habe es genossen die letzten vier Wochen beim Kaffee die Thailändische Zeitung zu lesen.

      Vielen Dank auch nochmals an Elke fürs einfügen der Fotos.

      Grüße
      Steffi
      Ein Lächeln am Morgen ist die Sonne, die uns durch den Tag begleitet :)
    • hallo zusammen,

      ich möchte mich in Deutschland zurückmelden. Mit einer Stunde Verspätung sind wir in Dubai gestartet. Im Emirat selbst konnte ich mein Kurzprogramm an Besichtigungen wie geplant trotz ziemlicher Hitze durchführen.

      Nun geniesse ich einen überquellenden Schreibtisch mit unbezahlten Rechnungen und die vielen Arbeiten, die auf mich warten. Darunter sind auch so angenehme wie das Rausstellen der Palmen und Oleanderbüsche aber auch mein geliebter Pool, der immerhin schon 25 Grad Celsius hat. Der Klimawandel macht sich bemerkbar. Die im letzten Jahr hier ins Freie gepflanzte Chinesische Hanfpalme hat den Winter jedenfalls überstanden.

      Bilder habe ich jedenfalls noch genug für einige Berichte. Nun mit der neuen Medienverwaltung ist es ja fast ein Kinderspiel. Allerdings müsst ihr euch noch etwas gedulden.

      Näheres demnächst.

      grüsse

      jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von claus-juergen ()

    • claus-juergen schrieb:

      Darunter sind auch so angenehme wie das Rausstellen der Palmen und Oleanderbüsche aber auch mein geliebter Pool, der immerhin schon 25 Grad Celsius hat. Der Klimawandel macht sich bemerkbar. Die im letzten Jahr hier ins Freie gepflanzte Chinesische Hanfpalme hat den Winter jedenfalls überstanden.
      Dann hat ja alles gut geklappt mit Deiner längeren Reise, gesundheitlich und auch sonst so. Da freut man sich doch immer, wenn man wieder daheim ist. :wink:

      Hast Du denn in Deutschland einen Pool, der 25°C hat (also einen Innen-Pool?) und dazu noch Palmen (im Wintergarten?)? Oder bist Du schon wieder in Istrien?

      Bei uns in Spanien ist mir der große Gemeinschaftspool noch zu kalt. :/ Da muss ich wohl noch einige Wochen warten bis ich da mein morgendliches "Sportprogramm" durchziehe. ^^
      El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página.(Aurelio Agustín)
      Gruß Jofina
    • Hallo Jofina,

      Nein, Istrien muss noch etwas warten. Die nächsten Wochen bleibe ich hier im Voralpenland. Der Sommer hat sich bereits angesagt.

      Ja, ich bin in der glücklichen Lage, ein eigenes Hallenbad zu haben ohne Zahnarzt, Notar oder überhaupt Millionär zu sein. Die Technik habe ich komplett bis auf Elektro und die Fliesenarbeiten selbst installiert nachdem mein Vertrauen zu gewerblichen Poolbauern sehr erschüttert ist. Bereits bei unserem alten Haus haben wir im Jahr 1998 ein Hallenbad gebaut. Das was der Poolbauer und später sein Nachfolger alles vermurkst haben hat mein Haar ergrauen lassen und mich den Wert eines Kleinwagens gekostet.

      Deshalb habe ich jetzt im neuen Haus die Technik selbst geplant und auch selbst die passenden Komponenten gekauft und eingebaut. Bis auf die Entfeuchtungsanlage, die mittlerweile an den Hersteller zurückging und durch ein hochwertigeres Gerät ersetzt wurde passt nun im zweiten Betriebsjahr alles. Ich hoffe, das bleibt so. Ein Hallenbad muss bei richtiger Planung und hochwertiger handwerklicher Arbeit keine Sparkasse sein. Ich bin jemand, der täglich schwimmen möchte. Eigentlich beginnt mein Tag sogar damit.

      Die Palmen der Sorte Phoenix Canariensis stehen in Töpfen im Winter eingewickelt In der Garage. Einmal im Monat etwas Wasser genügt. Seit heute stehen die Töpfe im Garten. Genauso die Oleander. Beide Pflanzengattungen vertragen ohne weiteres leichte Minustemperaturen und auch etwas Schnee. Im Gegenteil. Ich lasse die Pflanzen möglichst lange draußen zur Abhärtung.

      im Wintergarten werden Geranien, der Zitronenbaum und die Bougainvilleen überwintert. Die dürfen jedoch noch nicht raus so das es drinnen noch etwas eng ist.

      Was den Pool bei dir angeht, wird es sich ähnlich verhalten wie auf den Kanaren. Obwohl eine einfache Solarheizung nicht viel kostet spart man sich die. So lange die Sonne niedrig steht und der Pool einen Teil des Tages im Schatten liegt, erwärmt sich das Wasser kaum. Ich habe 17 Quadratmeter thermische Sonnnenkollektoren auf dem Dach. Die alleine erwärmen das Wasser im Pool. Von Ende Mörz bis Ende November genügt die Temperatur zum Schwimmen.

      Den Strom für die Pumpen und andere elektrische Verbraucher erzeuge ich mittels einer 10 Kwp Photovoltaikanlage auf den Dächern.

      Jetzt muss ich mich wieder meiner Arbeit, dem "nachdenken im Liegestuhl" auf der Terrasse widmen. :)

      Grüße

      Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von claus-juergen ()

    • Was die Berichterstattung angeht, ist dem von Gabi wunderbar zusammen fassenden Ergebnis deiner unglaublich ausführlichen

      Reisebeschreibungen nichts mehr hinzuzufügen.

      Diese genauen Einblicke in die tägl. Erfahrungen bei den Thai`s , zusammen mit den herrlichen , aber auch ungeschminkten Fotos gaben schon ein recht genauen Überbllick.


      Willkommen zu Hause und diesmal überrascht es mich nicht, dass du nicht gleich wieder deine Sachen schnürst und nach Istrien reist.

      Genieße dein wunderschönes Zuhause , wenn auch für morgen mal kurz eine Dusche angesagt ist, damit du gleich wieder

      erinnert wirst, was ein Allgäuer Wetter ist. ;)

      Lieben Gruß
      Helmut
      Wer nichts weiß, muss alles glauben.
      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Hallo Jürgen,

      willkommen zuhause, schön, daß du wieder heil angekommen bist.

      Ich habe heute endlich die letzten Etappen Deiner Reise, bzw. der Berichte nachgelesen - nach einem Festplattencrash ist nun eine neue Platte eingebaut und zusätzlich ein neues Läppi gekauft....

      Du hast uns wieder viel abseits der Touripfade gezeigt und viel über die Menschen und deren Lebensumstände berichtet, sowas bekommt man ja selten in dieser Ausführlichkeit und mit aussagekräftigen Bildern ergänzt geboten.

      Danke Dir (und auch Elke für das Einstellen der Fotos) für diese interessanten Einblicke in ein Land, das ich nur von den Erzählungen und tollen Fotos von meinem Sohn und dessen Frau von einigen Backpackerurlauben dort kenne.
      :blume17: Grüssle von tosca


      Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!
    • hallo zusammen

      nun bin ich ein paar Tage zuhause und hatte das Glück, daß mich hier der Frühsommer erwartet. Das Schlafdefizit der letzten Tage ist mittlerweile aufgeholt und die wichtigsten unaufschiebbaren Arbeiten in Büro und am Haus sind auch erledigt. In den nächsten Tagen werde ich mich ans Ordnen meiner Bilder, die derzeit auf dem Handy, Ipad und der Lumix gespeichert sind, machen. Auf jeden Fall reichen die Fotos noch für ein paar Bildberichte.

      @ Gabi,

      Ehrlich gesagt, habe ich im Vorfeld der Reise gar kein detailliertes Programm erstellt. Mir war klar, daß ich etwa eine Woche lang bei Manni in Bangkok wohne und mir in dieser Zeit auf eigene Faust die Stadt anschaue. Danach sollte es auf Koh Chang gehen. Aber auch da bin ich meist alleine auf Tour gewesen wie geplant. Da ich die Insel bereits kannte, wusste ich, was ich mir vor allem mit dem Roller "erfahren" wollte. Nur die letzte Zeit hatte ich keine genaue Planung.

      Mein Bekannter Ralf, der in Jomtien bei Pattaya zwei Monate aufenthältlich ist, meinte, ich solle einfach kommen und dann werden wir sehen. So habe ich es auch gemacht und ziemlich schnell festgestellt, daß die Großstadt Pattaya für meine Reiseziele weniger bedingt ist. Einen kleinen Einblick ins dortige pulsierende Nachtleben habe ich natürlich dank Ralf auch gehabt. So kam es zur viertägigen Rollerfahrt gemeinsam mit Ralf nach Rayong und Umgebung und zu zwei Bootsausflügen auf die Pattaya vorgelagerte Insel Koh Larn.

      Mein Kurzprogramm für Dubai stand ja vor Reisebeginn fest. Auch von da habe ich Bilder, die ich euch noch zeigen werde.

      Was die asiatische Küche anbelangt, kann ich nach vier Wochen sagen, daß ich sie hervorragend und gut verträglich finde. Das Problem Trinkwasser habe ich angesprochen. Möglicherweise hat mein Allgäuer Saumagen das gut vertragen, was vielleicht nicht bei jedem der Fall ist. Im übrigen habe ich drei Kilogramm abgenommen ohne zu hungern. Bei der Hitze isst man einfach weniger. Süssigkeiten entfielen praktisch komplett. Das Essen, bestehend aus Reis, Nudeln, nur leicht angedünstetem Gemüse und wenig Fleisch oder Fisch ist einfach für mich sehr bekömmlich gewesen. Im Allgemeinen sind die Thailänder auch im Alter weniger korpulent wie wir Deutschen.

      @Steffi,

      fliegen und fliegen im Airbus A380 sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Wenn du keine Flugangst hast, mach es einfach mal. Du kommst viel weiter herum auf der Welt als mit dem Auto. Teste doch mal deinen Regionalflughafen vor der Haustüre in Friedrichshafen. Teilweise kannst du von dort aus für ein Appel und ein Ei zu vielen Zielen in Europa fliegen.

      @Helmut,

      ich lasse es tatsächlich in den nächsten Wochen ruhiger angehen. Seit Samstag sind Suzi und ich schon wieder unterwegs. Bisher hat das Mädchen mich noch nicht abgeworfen. Mal sehen, ob ich es demnächst auch mal wieder auf einen Berg in meiner Heimat schaffe. Aus der Ferne höre ich ein leises Rufen...

      @Sylvi,

      wie so oft, schaue ich halt auch in Thailand hinter die Kulissen. Es gibt Traumstrände aber auch vermüllte Strände. Um ein Land oder eine Region richtig kennenzulernen, muß man schnüffeln wie ich das zu tun pflege. Ich möchte euch demnächst noch ein paar Beispiele von Menschen aus vielen Ländern aufzeigen, die ich in den letzten Wochen kennengelernt habe.

      Zum Abschluß hätte ich noch ein paar Bilder, allerdings mit dem Handy aufgenommen, vom Samae Beach auf Koh Larn. Wir sind an meinem letzten Tag mit dem Boot von Pattaya aus direkt zu diesem Strand gefahren.

      Rechts von dem blauen Bootsanleger befindet sich der Hauptstrand. Da laufen alle hin, gibt es dort doch Liegestühle und Futterbuden. Ich habe es mir hier im Schatten einer alten Futterbude gemütlich gemacht.



      Über einen alten Plankenweg bin ich nachmittags als die Sonne etwas niedriger stand einfach so lange den Strand entlang und über die Felsen gekraxelt bis es nicht mehr weiter ging.





      Das waren einmal Korallenstöcke.



      Manche Felsen sind intensiv rot gefärbt...



      ...und andere wiederum Ockerfarben...



      ...oder grau bis schwarz.











      Als Antrieb für die langen Holzboote, Long-Tail-Boat genannt, dient ein alter LKW Motor. Ein Ruder gibt es nicht. An der einen Seite befindet sich am Ende einer vier Meter langen Welle der Propeller, an der anderen Seite ein Führungsstab für den Piloten. Der Motor ist so verankert, daß sein Gewicht austariert ist und das Boot nur durch das Verschieben der Welle gesteuert werden kann.











      grüsse

      jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von claus-juergen ()

    • Lieber Jürgen,

      nachdem wir hier so viel Interessantes auch aus dem Königshaus gelesen haben, möchte ich bezüglich des Thronfolgers

      heute über einen in der Münchner TZ erschienenen Artikel informieren:

      Beim Lesen ist man schon erstaunt, wie man nach einer Radltour seine königliche Hoheit würdigt.

      Thailands königl. Hoheit

      Wenn ich mir das so vorstelle, nach einer schweißtreibenden Radltour auf Knien bedient zu werden..........

      Alle Achtung.

      lieben Gruß
      Helmut
      Wer nichts weiß, muss alles glauben.
      Marie von Ebner-Eschenbach