Jürgens "Meersucht" in Thailand

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    • Hallo,

      Nun finde ich doch mal wieder etwas Zeit über meine letzten beiden Tage zu berichten. Wie schon erwähnt bin ich täglich mit dem Roller unterwegs. Vorgestern war es die wenig erschlossene Ostküste, gestern bin ich die Westküste runter bis ans Ende der Straße bei Bang Bao gefahren. Den Ort selbst habe ich vor einem Jahr schon mal besucht.

      Im übrigen hat es tatsächlich während meines gestrigen Ausflugs hier in Klong Son gut zwei Stunden kräftig geregnet. Ich hab davon nichts gemerkt weil der Regen anscheinend nur auf einer kleinen Fläche herabgeprasselt ist.

      Nun noch ein paar Infos zur Ostküste. Dort gibt es die Salak Khok Bay, eine flache Bucht die ein paar Kilometer landeinwärts reicht. Die Ufer sind fast nicht von Land aus zugänglich, weil überall Mangrovenwald wächst. Am Ende der Bucht führt die Küstenstraße vorbei. Dort befinden sich viele einzelne mit Folie ausgekleidete Becken in welchen wohl Garnelen gezüchtet werden.

      Am südlichen Ufer dieser Bucht liegt ein Fischerdorf welches ich mir angesehen habe. Das ist noch ärmlicher als Klong Son, welches ich euch schon gezeigt habe.

      Das Fischerdorf Klong Son auf der Insel Koh Chang in Thailand

      Es besteht dort sogar die Möglichkeit Kajaks zu mieten und damit durch den Mangrovenwald zu paddeln. Auch soll es hier einen Pfad durch die Mangroven geben. Den habe ich jedoch nicht gefunden. Mir war es eh zu heiß und zu mühsam. Dann schon lieber den Fahrtwind beim Roller fahren genießen.


      Gestern Abend bin ich mit Bekannten über den "Gotthardpass" rüber nach White Sand Beach gefahren um in Oodies Musikkneipe zu Abend zu essen. Ab 21.30 gibt es da immer Life Musik. Gestern spielten die Musiker Rock der 60er und 70er Jahre, also genau das was mir gefällt.

      Als wir schon aufbrechen wollten kamen andere Bekannte hinzu und so wurde der Abend halt etwas länger zumal die Feierabendhalbe dann weit nach Mitternacht zuhause nebenan bei Bekannten auch nicht ausgeschlagen werden durfte.

      Heute also wieder ein Traumtag der für mich nach einer zeitlich etwas verschobenen Nacht und der morgendlichen Runde im Pool halt erst gegen Mittag beginnt. Das darf auch mal sein. mir läuft nichts davon.

      Vom Fischerdorf Salak Khok habe ich ein paar Bilder hochgeladen die Elke vielleicht hier demnächst einfügt.

      Ich bin dann mal wieder auf Achse...

      Grüße

      Jürgen
    • Hallo Elke,

      Danke erst mal fürs einfügen in den Bericht.

      Obwohl,die Bilder etwas ungeordnet sind kann ich euch zu den Wasserleitungen folgendes erklären:

      Hier wird einer der auf der Insel vorhandenen Flüsse angezapft. Hier handelt es sich um den Klong Nueng. Während der Regenzeit im Sommer führt so ein Fluss eine Menge Wasser. Man muss sich vorstellen, dass es dann täglich zwei bis drei Stunden wie aus Kübeln schüttet. Irgendwo ganz oben am Berg muss es Quellen geben, die angezapft werden und ganzjährig Wasser ausschütten. Dieses Wasser wird aus dem unbewohnten Bergwald im oder neben dem Flussbett runter bis zu den Siedlungen an der Küste geführt. Weil ich gesehen habe, dass manche der Plastikleitungen lecken gehe ich davon aus, dass ausreichend Trinkwasser vorhanden ist obwohl alle Flüsse bis auf ein paar Gumpen knochentrocken sind.

      Überhaupt ist nur ein schmaler Küstenstreifen der Insel Koh Chang bewohnt. Das gesamte Inselinnere ist sehr gebirgig und von Dschungel überwuchert. Man kann tatsächlich mit Führer auf einzelne Berge wandern. Das ist jedoch kein Spaß weil die Pfade sofort wieder zuwachsen und jedesmal mit der Machete neu freigeschlagen werden müssen.

      Die beiden Bilder mit den Netzkäfigen am Betonpier und auch das letzte stammen von einem Fischerort oder ehemaligen Fischerort in der Nähe des Krankenhauses an der Ostküste der Insel. Dort habe ich auch quadratische Betonbehälter von vielleicht jeweils drei Kubikmetern Inhalt gesehen. Diese wurden vermutlich früher zum Frischhalten von Meeresfrüchten nach dem Fang genutzt. Heute verrotten diese Behälter genauso wie die abgebildeten Netzkäfige. Die Fischerei ist auf Koh Chang eindeutig im Niedergang. Eine moderne Fischerei existiert hier nicht.

      Die anderen Bilder stammen aus Salak Khok im Mangrovenwald. Hier werden auch die Fischerboote instand gesetzt. Vielfach setzen die Fischer auch nur Reusen aus in welchen sie verschiedene Krebse fangen. Eine Bambusstange mit einem Betongewicht, etwas Styropor als Schwimmer und einem farbigen Wimpel am oberen Ende lassen den Fischer seine Reusen wieder finden.

      Die Gewässer hier sind recht flach. Der gesamte Golf von Thailand hat eine Maximaltiefe von nur 50 Metern. Die Wracks der im zweiten Weltkrieg südlich von Koh Chang versenkten Kriegsschiffe sind deshalb begehrte Tauchreviere.

      Grüße

      Jürgen
    • claus-juergen schrieb:

      Es besteht dort sogar die Möglichkeit Kajaks zu mieten und damit durch den Mangrovenwald zu paddeln. Auch soll es hier einen Pfad durch die Mangroven geben. Den habe ich jedoch nicht gefunden. Mir war es eh zu heiß und zu mühsam.
      Als ich das gelesen hatte, kam bei mir diese Frage auf:
      Hast Du eigentlich irgendwelche Impfungen im Vorfeld vornehmen lassen oder eine Malaria-Prophylaxe?
      Oder ist es nicht erforderlich, auch wenn man durch den Mangrovenwald paddeln oder wandern möchte?
      El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página.(Aurelio Agustín)
      Gruß Jofina
    • Hallo Jofina,

      Nein, ich habe keinerlei Malariaprophylaxe oder sonst irgendwelche Medikamente dabei. Die größte Gefahr ist hier auf der Insel eine bestimmte Qualle im Meer, die bei Berührung ziemliche Schmerzen verursacht. Ähnliches kennen wir ja von den Feuerquallen in der Adria.

      Im Wald gibt es zwar auch giftige Schlangen. Ich habe jedoch noch keine gesehen. Allerdings sind die manchmal auch auf Bäumen so dass Erschütterungen durch das menschliche Gehen die nicht unbedingt vertreibt.

      Tatsächlich wird jedoch auch gelegentlich ein Tourist vom Affen gebissen. Die kommen wegen der Mülltüten mit Lebensmittelresten auch nach White Sand Beach rein oder belagern den oberhalb gelegenen Aussichtspunkt. So eine Bisswunde heilt deshalb schlecht, weil natürlich eine Menge Keime im Affenmaul sind und übertragen werden.

      Die meisten Personenschäden stammen jedoch von Rollerunfällen. Linksverkehr, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, Nachtfahrten oder Alkohol machen für manchen Touristen das Roller fahren nicht einfacher.

      Malaria kommt nur manchmal auf der Insel Koh Samet vor. Die werde ich vermutlich eh nicht besuchen.

      Heute Abend waren wir essen. Es gab Green Curry: sauscharf aber lecker

      chefkoch.de/rezepte/1412871246…/Thai-Green-Curry-Chicken.

      Grüße

      Jürgen
    • claus-juergen schrieb:

      Obwohl,die Bilder etwas ungeordnet sind
      Tut mir leid- aber wir waren heute früh schon beim Abfahren, als ich noch diese Bilder entdeckte und noch geschwind und in Eile einfügte.


      claus-juergen schrieb:

      Dieses Wasser wird aus dem unbewohnten Bergwald im oder neben dem Flussbett runter bis zu den Siedlungen an der Küste geführt
      Traust Du diesem Wasser? Trinkwasser ?
      Oder ist in Thailand in dieser Hinsicht Vorsicht nötig ( Vom Trinken, über Kaffee- und Tee zubereiten bis hin zum Zähneputzen..)?

      Viele Grüße ( derzeit aus Sibenik)

      Elke
    • Hier ein paar Bilder des Dorfes Klong Son im Norden der Insel, also bei mir ums Eck.

      Auch hier wird um den verstorbenen König ein Jahr lang getrauert.



      Die Dorfschule mit Nebengebäuden







      Der Haupttempel der Tempelanlage. Diese selbst habe ich euch ja in einem extra Bericht vorgestellt.



      Das Krematorium



      Dieser gut 50 Meter lange Neubau entsteht neben dem Tempel



      Hier wohnt der örtliche Mittelstand









      Und hier jemand der Papier und Plastik sammelt und weiterverkauft. Ich habe mir das ich mal von näher angeschaut. Das sind schon sehr bescheidene Verhältnisse wie diese Familie lebt.



      Der örtliche Laden für Topfpflanzen





      Ein Lastenroller mit Federung der Ladepritsche



      Eine Autowerkstatt für alle Fabrikate. Repariert wird am Straßenrand.



      Die einzige Kreuzung im Dorf. Links die bereits besuchte Pizzeria.



      Läden, Garküchen und Rollerverleih an der Hauptstraße.





      Das örtliche Reisebüro wo man Taxi, Bus, sogar Flugtickets im Inland, Fährtickets oder Bootstouren auf andere Inseln buchen kann. Hier habe ich mein Busticket mit Fähre nach Pattaya für 500 Bath also 13€ gekauft.



      Praktischerweise hält hier auch der Bus.



      Die Speisekarte in einem Strassenimbiss ist keine Selbstverständlichkeit. Alles kostet hier 30 Bath, also knapp einen Euro. Meist gibt es jedoch nur maximal eine Handvoll Gerichte. Teilweise sind Bilder davon auf einem Plakat aufgehängt. Dann deute ich einfach auf so ein Bild und vor meinen Augen wird das dann sofort zubereitet.

      Ich habe es nun also geschafft, ohne Maus und separate Tastatur sehr mühevoll einen Bildbericht zu erstellen. :)



      Egal. heute habe ich Zeit. Ein Spaziergang vielleicht später noch am Strand entlang um Bekannte zu besuchen. Viel habe ich heute nicht mehr vor. Morgen Mittag dann die Busfahrt nach Jomtien bei Pattaya.

      Grüße

      Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von claus-juergen ()

    • Vielen Dank, lieber Jürgen,

      für den aufwendigen Bildereigen von Klong Son, der doch so ein wunderschönes Gesamtbild erlaubt.

      Und dazu noch dein i Tüpfelchen mit dem herrlichen Sonnenuntergang. Macht Spaß.

      Lieben Gruß
      Helmut
      Wer nichts weiß, muss alles glauben.
      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Hallo,

      Ich bin heute mit dem Minibus nach Jomtien bei Pattaya gefahren. Hier wohne ich privat in wesentlich einfacheren Verhältnissen bei einem Bekannten. Eine völlig andere Welt als meine Trauminsel.

      Hier mal ein paar Bilder von meiner Unterkunft bzw. unmittelbarer Umgebung. Das ist das Appartementhaus. Darin befinden sich überwiegend Appartements wo Thai wohnen. Neben meiner Wohnung ist die meines Bekannten Ralf der mir hier etwas die Gegend zeigt.





      Meine Wohnung mit Terrasse



      Die auf der Zufahrtsstraße spielenden Kinder gehören den Nachbarsfamilien.



      Abends ging es dann noch mit dem Roller rein in die Paty- und Amüsiermeile von Pattaya. Die ist tatsächlich so schlimm wie berüchtigt. ;(

      Da heute Buddha Day ist, durfte ich vor der Abfahrt gegen Mittag gemeinsam mit dem Hausangestelltenehepaar in den Tempel Klong Son gehen und an einer Zeremonie teilnehmen. Näheres morgen im Tempelthema Klong Son.

      Thailand - der Tempel von Klong Son auf der Insel Koh Chang

      Grüße

      Jürgen

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    • ELMA schrieb:

      ...
      Dieses Wasser wird aus dem unbewohnten Bergwald im oder neben dem Flussbett runter bis zu den Siedlungen an der Küste geführt
      Traust Du diesem Wasser? Trinkwasser ?Oder ist in Thailand in dieser Hinsicht Vorsicht nötig ( Vom Trinken, über Kaffee- und Tee zubereiten bis hin zum Zähneputzen..)?

      Viele Grüße ( derzeit aus Sibenik)

      Elke
      hallo Elke,

      Nun finde ich endlich Zeit auf deine Fragen einzugehen. Ich bin seit Montag in Jomtien, dem praktisch mit Pattaya zusammengewachsenen Ort. Das ganze ist eine Großstadt mit Hochhäusern und allem was dazugehört.

      Eines gleich vorweg. Die Strände hier kann man getrost vergessen. Kein Vergleich mit Koh Chang. Schmal, überlaufen. Wasserqualität mies und alle zwei Minuten will dir ein Strandverkäufer alles mögliche verkaufen. Das Angebot reicht vom üblichen Zeug über Nahrung aller Art über zu In Käfigen gehaltenen Vögeln, die man gegen Entgelt freilassen kann bis hin zu Viagra Tabletten.

      Nun zum eigentlichen Thema Trinkwasser. Die meisten Einheimischen haben einen Wasseranschluss. Wie sauber oder keimfrei dieses Wasser ist, kann ich euch nicht sagen. Wasseruhren messen den Verbrauch. Nicht jeder kann sich jedoch einen Wasseranschluss leisten. In diesen Fällen steht ein mehr oder weniger großes Behältnis auf dem Dach oder auf einem Gestell und wird regelmäßig vom Wasserwagen befüllt.

      Nun ist es so, dass enorme Mengen Eis zum Kühlen von Lebensmitteln oder Getränken benötigt werden. Eiswürfel kann man praktisch überall kaufen. Ob dieses dafür verwendete Wasser entkeimt ist, bezweifle ich.

      Ich habe bisher sowohl an Garküchen am Straßenrand als auch in Gaststätten gegessen. Eiswürfel werden ungefragt in einem eigenen Behälter oder direkt im Glas serviert. Gratis gibt es dann in den Garküchen Wasser aus etwa 10 Liter fassenden Mehrweg Plastikflaschen wie wir sie von Wasserspendern her kennen. Selbst wenn dieses Wasser entkeimt ist, kommt es mit den Eiswürfeln in Kontakt. Nimmt man keine Eiswürfel, hat das Wasser die Temperatur der Umgebung, also Ca. 35 Grad Celsius und ist damit eigentlich nicht trinkbar.

      Nun, wie habe ich das bisher gehandhabt? Ich habe das angebotene Wasser mit Eiswürfeln getrunken, ich putze mit Leitungswasser meine Zähne und dusche ganz normal. Allerdings ist es durchaus möglich, dass das Wasser und nicht das Essen eine leicht abführende Wirkung bei uns Europäern erzeugt.

      Was das Haus meiner Freunde Manni und Lisa angeht, gibt es hier ein Entkeimungsgerät der Firma Stiebel Eltron, welches wie auch immer das in der Küche verwendete Wasser reinigt.





      Morgen zeige ich euch ein paar Bilder der Pattaya vorgelagerten Insel Koh Larn die wir heute besucht haben. Zur Einstimmung einen Link zu einem Reisebericht, der mich dazu animiert hat, diese Insel zu besuchen. Alles darin kann ich nur bestätigen. Eines fehlt in dem Bericht. Wir hatten heute eine fast unerträgliche Hitze.

      homeiswhereyourbagis.com/koh-larn

      Grüße

      Jürgen

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    • claus-juergen schrieb:

      Ich habe das angebotene Wasser mit Eiswürfeln getrunken,
      du Glückllicher, wenn es dir nichts ausmacht. In der Türkei reichten sogar 2 Eiswürfel um 1 Woche des kostbaren Urlaubs flach zu liegen. In Marokko reichte schon der Salat.

      Weiß schon, warum ich da später nie hinwollte.

      Lieben Gruß
      Helmut
      Wer nichts weiß, muss alles glauben.
      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Hallo,

      Gestern waren wir auf Koh Larn, einer nur wenige Quadratkilometer großen Insel vor Pattaya. Für 30 Bath, etwa 80 Cent wird sie stündlich von Pattaya aus angefahren. Gemeinsam mit meinem hier zeitweise lebenden Bekannten Ralf bin ich auf die Insel gefahren. Drüben haben wir uns einen Roller gemietet und sind damit von Strand zu Strand gefahren um dort zu baden.

      Mittlerweile ist es so heiß geworden, dass man sich eigentlich nur noch im Schatten aufhalten kann. Zwei Aussichtspunkte haben wir erklommen, wobei es eigentlich nur in einem Fall einige Treppenstufen sind und im anderen Fall ein paar hundert Meter etwas bergauf geht. Trotzdem ist man danach schweißgebadet.

      Scheinbar ist die Jahreszeit um hier etwas zu besichtigen doch vorbei. Meer und im Schatten liegen sind angesagt.

      Die rote Blüte rechts im Bild gehört zu einem Frangipani Baum. Diese sind hier weit verbreitet und blühen in vielen verschiedenen Farben. Die Blüten duften stark und halten noch ein paar Tage wenn sie abfallen. In besseren Hotels werden sie deshalb im Zimmer oder im Bad dekorativ hingelegt.



      Alle Straßen und Wege auf der Insel sind gepflastert und nicht geteert. Wenn man über Land fährt ist das Geräusch von Zikaden oder Heuschrecken allgegenwärtig.



      Die Namen der einzelnen Strände habe ich schon wieder vergessen. Wer genau hinsieht erkennt neben dem Weg oder der Straße eine große Rinne. Aufgrund der Dimension nehme ich an, dass während der Regenzeit im Sommer eine hohe Niederschlagsmenge zu erwarten ist.



      Große Hotels gibt es auf Koh Larn nicht. Die Übernachtungsmöglichkeiten halten sich in Grenzen. An den Stränden sind ein paar Futterbuden und Verkaufsstände und Toiletten.

      Da wir an einem Mittwoch auf der Insel waren, konnten wir keine Liegen am Strand mieten. In Thailand wurde kurz vor dem Ableben von König Bhumipol noch ein Gesetz erlassen, welches das Aufstellen von Liegen am Strand an einem Tag der Woche verbietet. Der Grund dafür waren die Klagen der Bevölkerung, dass die Strände so stark mit Liegen zugestellt sind, dass diejenigen, die sich keine Liegen mieten wollen oder können gar keinen Platz mehr am Strand finden. So wurde der "liegenfreie Mittwoch" eingeführt. Logisch, dass die Liegenvermieter einen Ausweg suchen. Für wenig Geld vermieten sie nun Strandmatten.



      An den flachen Sandstränden sind mit Pontons die Bereiche der Schwimmer vom Bereich des motorisierten Wassersports abgetrennt. Es wird strikt darauf geachtet, dass sich Badende nicht im falschen Strandabschnitt aufhalten. Der weiße Kreis im Wasser ist ein Jetski-Pilot, der im Kreis fährt.



      Diese überdimensionale Buddha Statue sitzt auf einem Hügel und wird von den Inselbewohnern für religiöse Zwecke genutzt. Etwas oberhalb davon ist eine neue große Buddha Statue im Bau. Die Arbeiten an den eingerüsteten Fragment ruhen jedoch derzeit.



      In der Ferne sieht man die Megastadt Pattaya. Rechts der Fernsehturm dient natürlich nicht nur der Kommunikation. Eine schräge Seilbahn führt nach oben. Ferner können Mutige mit einer Zipline nach unten sausen.

      Überhaupt ist hier nicht nur ein Vielfältiges Nachtleben gefragt, sondern Fun und Action aller Art. Tagsüber sausen hochmotorisierte Speedboote den Strand auf und ab. Scheinbar ist Pattaya der Treffpunkt der Vergnügungssüchtigen aus aller Welt.



      Alles was auf der Insel benötigt wird, muss mit dem Boot angefahren werden. Auf der Insel gibt es keinen Pkw Verkehr. Roller oder Sammeltaxen, die die Besucher zu den Stränden bringen und Traktoren mit Anhängern, die die Waren verteilen sind erlaubt. Ein Segen wie mir scheint. Wäre das nicht so, dann wäre diese kleine Insel nicht mehr ein kleines Paradies vor der Großstadt.



      Da wir um 18.15 Uhr das letzte Boot zurück aus Festland genommen haben konnten wir den Sonnenuntergang hinter Koh Larn genießen.




      Erst am Abend habe ich gemerkt, dass ich mir vom Roller fahren mit Badehose eine Erkältung zugezogen habe. Bei diesen Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit dürfte die jedoch morgen schon wieder vorbei sein.

      Heute ist wieder Baden angesagt. Dieses Mal jedoch hier am Festland. Wenn da nur die nervenden Strandverkäufer nicht wären. :(

      Grüße

      Jürgen

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    • Gestern war ich nicht nur beim Baden, sondern auch im Stadteil Naklua auf dem Fischmarkt und zuvor auf der Bank. In der Bank dürfte ich fotografieren und deshalb möchte ich euch den Unterschied zum Besuch einer Bank in Deutschland aufzeigen.

      Die Filiale der Siam Commercial Bank SCB steht einer Filiale einer deutschen Bank in nichts nach. Trotzdem gibt es Unerschiede.

      Das beginnt schon im Aussenbereich. Seit dem Tod des Königs ist auch dieses öffentliche Gebäude ein Jahr mit Trauerflor geschmückt. Am Eingang steht ein Uniformierter, der dem Besucher die Türe öffnet.



      Hat man die Filiale betreten, wird man von der Empfangsdame betreut, die den Kunden nach dem Begehr frägt. Die Dame zieht eine Wartemarke und übergibt sie dem Kunden. Wer möchte, kann sich ein kaltes Getränk aus dem Automaten zapfen.





      Natürlich hängen Bilder vom alten und neuen König an der Wand. Wer Muse hat, braucht nicht untätig darauf zu warten, dass er an der Reihe ist, sondern kann unter verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften wählen. Das war für mich natürlich nur eine hypothetische Möglichkeit, weil kein einziges Jounal in englischer Sorache vorhanden war.

      Hingegen hätte ich mich in das ausgelegte Kondolenzbuch für den verblichenen König Bumiphol
      eintragen können.





      Das habe ich nicht gemacht, weil ich gar nicht lesen konnte, was die anderen alles vor mir eingetragen haben. Nicht, dass ich noch was falsch mache.

      Leider ist das Foto mit den angezeigten Wechselkursen der Währungen misslungen. Interessant ist, welche Währungen ganz oben stehen. Das sind der Euro, der US Dollar, das britische Pfund, der Rubel, der chinesische Yuan, Taiwan Dollar, Hongkong Dollar, der Jen und der koreanische Won. Zeigt dies doch, aus welchen Löndern die meisten Touristen kommen.



      Nachdem ich meine Millionen sicher auf dieser Bank verwahrt habe, durfte ich wieder raus in die Hitze. Auf jeden Fall ist auch eine hiesige Bankfiliale anders als in Deutschland, wo gerade wegen des Kostendrucks eine Filiale nach der anderen geschlossen und Personal abgebaut wird.

      Heute geht's für ein paar Tage nach Rayong in den Süden. Dort soll es schöne Strände und auch ein paar Tempel geben. Schauen wir mal, was der Tag bringt...

      Grüße

      Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von claus-juergen ()

    • Macht schon Spaß, lieber Jürgen,

      deine fast im Zeitraffer dargestellten Erlebnisse zu "verschlingen".

      Trotzdem richtest du deinen Focus auf sogar minimale Unterschiede in fremden Ländern auf das alltägliche Geschehen.

      Siehe z.B. die Währungsaufstellung in der Reihenfolge. Na ja, das kennen wir ja von dir, auch kleinste Details zu einem Puzzle zusammenführen.

      Apropo Dienstleistung, da könnten sich unsere Banken , die von der Allgemeinheit!!! aufgesucht werden, noch ein bisschen was abskupfern.

      Lieben Gruß
      Helmut
      Wer nichts weiß, muss alles glauben.
      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Ist wirklich interessant, was Du uns alles über ein Leben in Thailand berichtest.

      Sollte jemand dort mehrere Monate im Rentenalter (zum Überwintern) verbringen wollen, sollte er/sie sich unbedingt Deine Threads anschauen.
      Da gibt es so viel nützliche Infos.

      Jürgen, in Pattaya gibt es wohl dieses Sanctuary of Thruth.
      Es liegt im Norden Pattayas bei der Naklua Bucht. Es ist ein großes Teakholzhaus, erbaut im Stil eines Tempels.
      Viele Holzschnitzereien (Figuren teilweise überlebensgroß) kann man dort besichtigen etc... Das wird wohl immer noch erweitert.
      Ich bin bei unserem Pattaya-Aufenthalt dort leider nicht hingekommen. Mein GG wollte nicht.

      Hast Du es Dir evtl. zufällig angesehen?
      El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página.(Aurelio Agustín)
      Gruß Jofina
    • Hallo Jofina,

      Ich war zwar gestern in Naklua um mir den dortigen Fischmarkt anzusehen. Auch haben wir da zu Mittag gegessen und uns anschließend den benachbarten Park mit dem Gerümpel der alten Fischerboote am Ufer angesehen, aber das war es dann schon in diesem Stadtteil. Hier sind im übrigen die deutschen Auswanderer bzw zeitweisen Auswanderer konzentriert. Naklua ist sicherlich einfach etwa fünfzehn Kilometer von Jomtien aus durch sehr verkehrsreiche Straßen zu errichen. Ich war danach froh, wieder in Jomtien zu sein. Roller fahren ist schön, nicht jedoch in der Großstadt.

      Bilder vom Fischmarkt werde ich euch noch zeigen.

      Wir sind heute vormittag in etwa eineinhalb Stunden bis Rayong gefahren. Genau genommen sind wir im Ortsteil Ban Chang gut fünfzehn Kilometer vor Rayong. Die Entfernung nach Jomtien dürfte etwa 80 km betragen. Entfernungsangaben sind nicht so einfach weil bei beiden Rollern Tacho und Kilometerzähler nicht funktionieren. Der Kilometerzähler meines Rollers zeigt seit drei Jahren 57.000 km an. Die Roller haben 125 cm3 was völlig ausreichend ist. Ich fahre mit Helm und Sonnenbrille und vollständiger Schutzkleidung, bestehend aus flipflops, kurzer Hose und T Shirt so wie alle hier. Wenn was passiert dann ist das natürlich schlecht. Zwei Rollerunfälle habe ich die letzten Tage bereits gesehen.

      Die Straße hierher ist zwei und vierspurig mit einem abgetrennten Seitenstreifen der für alle möglichen Zwecke verwendet wird. Da kommst schon mal ein Roller entgegen oder ist irgendein Fahrzeug abgestellt oder irgendwelches Zeug gelagert.

      Generell finde ich das Fahren mit dem Roller trotz des wirren Verkehrs und des chaotischen Verkehrs in der Großstadt Pattaya sicherer als zuhause weil langsamer gefahren wird und die PKW Lenker es gewohnt sind, dass Rollerfahrer sich von allen Seiten durchmogeln.

      Das langsame Fahren über Land gewährt mir wesentlich mehr Einblicke als beispielsweise das Busfahren.

      Draußen vor den Städten stehen sogenannte Condominiums also geschlossene Wohnsiedlungen für den Mittelstand. Das sind teils eng aneinander gebaute Einfamilienhäuser oder Eigentumswohnungen. Überall parkt ein Auto, meist ein Pickup davor.

      Hier bei Rayong sind wir am Nachmittag am Strand Phala Beach beim Baden gewesen wo in einem Abschnitt von 300 Metern maximal zwei Dutzend Einheimische waren. Touristen gibt es hier nicht. Die Kinder spielen alle bekleidet im Wasser während die Eltern der thailändischen Lieblingsbeschäftigung, dem essen nachgehen. Die meisten Thai können eh nicht schwimmen. Somit genügt ihnen das Plantschen im flachen Wasser.

      Das Meer hat hier eine grünliche Farbe. Vermutlich aufgrund des heutigen Wellengangs ist die Sicht unter Wasser nicht besonders. Im übrigen sind die Strände hier mit Koh Chang natürlich nicht zu vergleichen. Dafür gibt es hier keine Touristen. Die nutzen Rayong nur als Sprungbrett rüber zur Insel Koh Samet, die auch über tolle Strände verfügen soll.

      Rayong selbst wird auch im Ausland nicht als Urlaubsort beworben. Hier gibt es einen Ölhafen dessen Anlagen und Tanks weithin sichtbar sind. Morgen stehen ein paar Tempel, der Floating Market und vielleicht ein Ausflug ins Hinterland auf unserem Programm. Dort gibt es ein Naturschutzgebiet mit Urwald.

      Die Orientierung hier ist im übrigen nicht einfach. Nur die überregionalen Straßen sind mit Wegweisern versehen die auch englische Aufschriften tragen. Auch hier in der Stadt sind die Schilder der wichtigsten Straßen zweisprachig.Man sollte einfach etwas Orientierungsvermögen und Gespür haben und sich nicht scheuen, Menschen am Weg zu Fragen. Irgendwer kann oft etwas englisch und dann findet man sein Ziel.
      • Jetzt telefoniere ich noch etwas über whattsapp mit zuhause und dann wollen wir schauen, ob die Thai uns nicht noch ein abendliches Bier verkaufen wollen. :)
      Grüße

      Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von claus-juergen ()

    • Ist ja seltsam, dass die Thais meist nicht schwimmen können. Wir hatten hier einen pakistanischen Nachbarn (hatte überwiegend in England gelebt), der konnte auch nicht schwimmen.

      Wie ist es denn mit den Fremdsprachenkenntissen der Thais? Du schreibst weiter unten:

      claus-juergen schrieb:

      Irgendwer kann oft etwas englisch
      Spricht also die Mehrzahl der Thai-Bevölkerung kein Englisch auf Konversationsbasis? Nur die jungen Leute?
      Eine richtige Unterhaltung bleibt dann ja aus. Insofern kann ich natürlich verstehen, wenn die europäischen Langzeit-Urlauber (meist im Rentenalter) sich eher dort aufhalten, wo auch andere Touristen sind. Etwas Unterhaltung ist ja auch im Urlaub (beim Überwintern) schön.

      Wie ist es denn jetzt für Dich, Jürgen? Sehnst Du Dich schon zurück nach EUROPA? ^^
      Nach unserer Asien- und Karibik-Reise, da wurde mir so richtig bewusst, wie schön doch Europa ist. :thumbsup: Natürlich bedauere ich diese Reisen nicht, es war mir ja ein Bedürfnis gewesen, dort mal reinzuschnuppern. Aber dadurch ist mein Fernweh weitestgehend gestillt und nun steht Europa voll auf meiner Prioritätenliste. Da sind natürlich die Ansichten total unterschiedlich.
      El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página.(Aurelio Agustín)
      Gruß Jofina
    • Hallo Jofina,

      Wie schon gesagt, die Thai können meinst nicht schwimmen und gehen mit Kleidung ins Meer.

      Das Thema Fremdsprachen ist sicherlich ein Problem hier im Land. Es herrscht eine achtjährige Schulpflicht und während dieser Zeit lernen die Kinder so einigermaßen lesen, schreiben und rechnen. Englisch wird zwar unterrichtet, aber da bleibt nichts hängen. Englisch lernt man auf weiterführenden Schulen, die sich nur wenige leisten können oder im Tempel. Jungen gehen oft für ein paar Jahre als Novizen in den Tempel und erhalten da eine anständige Schulausbildung.

      Ich habe letztes Jahr in Chang Mai mit einem Novizen vom Stamm der Karen in einem Tempel gesprochen. Dessen englisch war akzeptabel. Der bleibt ein paar Jahre und geht dann ins zivile Leben zurück. Während dieser Zeit im Tempel trägt er die Orange Kleidung der Mönche und verfügt lediglich über sieben persönliche Dinge des täglichen Bedarfs.

      Was mein Heimweh anbelangt, muss ich dir recht geben. Meine Angelika ist zuhause geblieben und das ist auch nach 32jähriger Ehe nicht so angenehm. Es geht mir jedoch nicht um die Schönheit Europas sondern um die fehlende Nähe zur Geliebten Gattin, den Kindern und Enkeln und dem Katzentier. Der gesamte "Clan" wohnt praktisch direkt beieinander. Das hat Vor und Nachteile. Auf jeden Fall ist die Bindung recht eng.

      Ich freue mich jedenfalls auf den Heimflug, den Tag in Dubai nächste Woche und natürlich auf zuhause, wohl wissend, dass eine Menge Arbeit liegengeblieben ist. Hinzu kommt, dass ich glaublich sehr schöne Wohnverhältnisse in unserem neuen Haus habe und mich ehrlich gesagt riesig auf meinen eigenen Pool freue, den Anfang April die Sonne sicherlich angenehm aufgeheizt hat.

      Dann habe ich ja noch meine Freundin Suzi, die gerne mit ihren 94 Pferdchen unter dem Tank mit mir bereits im April bei gutem Wetter ausreiten möchte. Alternativ bewege ich mich ja auch gerne mit dem Fahrrad oder auf den nahen Allgäuer Bergen. Die warten auch noch auf mich...
      :)

      Morgen zeige ich Euch wieder ein paar Bilder.

      Grüße

      Jürgen
    • Heute sind wir mit den Rollern südlich von Rayong den Strand entlang gefahren und ein paar Mal ins warme Meer gehüpft. Eine Baustelle direkt neben einer ärmlichen Fischersiedlung musste ich mir natürlich ansehen. Hier werden Eigentumswohnungen gebaut, die vermutlich nahezu ausschließlich an Thai verkauft werden. Touristen treiben sich in diesem Strandabschnitt mit meiner Ausnahme keine herum.

      Erstaunlich für mich war, wie hoch die Bauqualität hier ist. Auf Säulenfundamenten ruht das zwei bzw. dreigeschossige Wohngebäude direkt am Sandstrand. Es handelt sich um ein Betonskelett mit Zwischenmauern.

      Aus Gründen des Feuerschutzes sind die Elektroleitungen in Metallrohre eingezogen, Wasserleitungen verlaufen unter der abgehängten Decke. Das Bad ist toll. Zum Wohnraum ist es mit einer Glasscheibe abgetrennt. Badewanne, Dusche hinter einer deckenhohen Glasplatte und auch das WC hinter einer solchen mit Milchglas und ein großzügiges Waschbecken sind vorhanden.

      Die Klimaanlage ist unter der Decke unsichtbar eingebaut. Eine Terrasse oder ein Balkon ist vorhanden. Die Wohnungen werden vollständig möbliert verkauft.

      Die Elektroinstallation unter der abgehängten Decke die mit Gipskartonplatten verkleidet wird.







      Die Sanitärinstallation Unter der Decke. Wasser und Abwasser in Kunststoffrohren.



      Man achte auf die Decke. Hier wird eine indirekte Beleuchtung in LED eingebaut. Neueste Technik halt!



      Diese große Glasscheibe trennt das Bad vom Wohnraum und bringt Tageslicht ins Bad. Toll wie ich meine.



      Direkt davor ist der Strand. Nur, was bringt der einem Thai, wenn er eh kaum ins Wasser geht und nicht schwimmen kann?









      Morgen zeige ich euch die sehr ärmliche Fischersiedlung direkt neben diesem Neubaukomplex, bestehend aus mehreren Gebäuden.

      Ihr könnt gerne mal raten, was so eine Wohnung kostet. Die Preise beginnen ab.....

      Grüße

      Jürgen

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