(4) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 4

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    • Nepomuk in Saalfelden am Steinernen Meer, Bezirk Zell am See, Salzburg.

      In Saalfelden habe ich in der Bahnhofstraße noch eine herrliche Nepomukkapelle gesehen.
      Leider war das Gitter so dicht und außerdem mit einer Plastikfolie versehen, so dass mir
      kein gutes Foto des Nepomuk gelungen ist.



      LG Josef
    • Dieser Nepomuk, eine Brunnenfigur auf hoher Säule, verwittert so vor sich hin im Hof des Neuen Schlosses in Ingolstadt (Oberbayern).
      (Das Neue Schloß ist allerdings gar nicht neu - es stammt aus dem 15. Jahrhundert.)

    • Die 1774 geschaffene Brunnenfigur des hl. Nepomuk in der Unterstadt von Haigerloch stammt von dem Bildhauer
      Johann Georg Weckenmann, der von 1753 bis zu seinem Tod (1795) in Haigerloch wohnte und an der Barockisierung
      der Schloßkirche mitwirkte. Die heutige Sandsteinstatue ist eine Kopie, aber auch sie hat schon gelitten ...






      Die 1584 begonnene Schloßkirche von Haigerloch wurde zwei Jahrhunderte später im Inneren barockisiert. Das übliche:
      Deckenfresken, Stuck, neue Altäre. So bekam nun auch der heilige Nepomuk seinen eigenen Altar. Das Altargemälde stammt
      von Andreas Meinrad von Au (1712-1792). Die obere Bildhälfte ist klar, die untere weniger: Beklagt man da den aus dem
      Wasser aufgefischten Märtyrer? Der Liegende sieht aus wie ein alter Mann,der darüber Schwebende nicht. Ich weiß es nicht,
      und der Verfasser des Informationsheftchens über die Kirche weiß es auch nicht.




      Ein Putto am Altar legt die Hand an die Lippen, um anzudeuten, warum Nepomuk zum Märtyrer und Heiligen wurde.
      Auf einem kleinen Fresko über dem Altar ist Nepomuk nochmal zu sehen; von den zwei Engeln deutet wieder einer das
      Schweigen an, der andere schwingt die Märtyrerpalme. Und auch eine repräsentative Brücke hat der Maler nicht vergessen.



    • Nepomuk in der Predigerkirche in Rottweil (Baden-Württemberg) – in einer evangelischen Kirche!

      Wenn ich nach Westen fahre, fürchte ich, ins alte protestantische Herzogtum (ab 1806 Königreich) Württemberg,
      also eine nepomukfreie Zone zu kommen. Aber es gab auch dort genug regionale Einsprengsel, in die der
      Evangelisierungswille der württembergischen Herzöge nicht hineinreichte. Ein Beispiel hatten wir schon:
      Haigerloch, das den süddeutschen Hohenzollern gehörte – und die blieben stur katholisch.

      Ein anderer Fall war Rottweil, eine Reichsstadt mit dem Recht auf Selbstverwaltung. In der Reformationszeit
      entschied sich der Rat der Stadt, beim katholischen Glauben zu bleiben. 1803 kam Rottweil zu Württemberg,
      und gleichzeitig wurden alle Klöster aufgelöst. Den Evangelischen, die nun ungehindert in die Stadt zogen, überließ
      man die 50 Jahre zuvor barockisierte Kirche der Dominikaner. Die duldeten im wesentlichen die katholische
      Ausstattung; zwei Altäre allerdings gaben sie weg, darunter auch den Nepomukaltar. Er steht heute in der Dorfkirche
      Horgenzell (Kreis Ravensburg); das Altarbild in der Rottweiler Predigerkirche ist eine fotografische Reproduktion.

      (Ich hoffe, ihr toleriert meine historischen Abhandlungen . Jeder schleppt halt seine Interessen ins Forum ein ...)




      Da Rottweil so lange eine rein katholische Stadt war, ist es kein Wunder, wenn man dort auch etliche
      Hausheilige findet. In einer Nische steht ein besonders großer und schöner Nepomuk.

    • Hallo Josef,


      du beruhigst mich sehr. Mühe macht das keine, jedenfalls keine, was den Inhalt betrifft. (Nur daß ich schon immer sehr schwer und langsam geschrieben habe :roll: – trotz lebenslanger beruflicher Schreiberei).
    • Nyra, mir gefallen Deine Anmerkungen und Ergänzungen


      Nyra schrieb:

      ......ihr toleriert meine historischen Abhandlungen
      Von tolerieren kann nicht die Rede sein - ich schätze sie sehr ( und hoffe dass Du weitere folgen lässt ^^

      ( Schade, dass Dein Haigerlochportät im Städte ABC dem Crash zu Opfer fiel... hast Du keine Kopie?)

      Viele Grüße,
      Elke
    • Danke, Elke!

      Das Haigerloch-Porträt kann ich rekonstruieren. Was ich da geschrieben habe, weiß ich noch halbwegs (so lange ist es ja nicht her), und die Fotos sind sowieso in der Bildergalerie.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nyra ()

    • 3 Nepomuks in Mittersill, Bezirk Zell am See, Salzburg.

      Ein Nepomukbildstock befindet sich bei der Salzachbrücke.





      Ein weiterer Nepomuk befindet sich am linken Seitenaltar
      der Felberkirche.







      Den dritten Nepomuk habe ich am linken Seitenaltar der Pfarrkirche
      St. Leonhard gesehen.







      LG Josef
    • Der heutige Nepomuk steht auf einer Konsole hoch oben an der Wand der Spitalkirche Mariä Himmelfahrt in Gundelfingen an der Donau (Bayerisch Schwaben).




      Und das ist er wohl nochmal, diesmal als Altarbild. Zwar fehlen die Sterne um den Kopf und das Birett, aber der versiegelte Brief rechts im Bild findet sich auch sonst manchmal (z. B. hier), und der darüber nur schattenhaft erkennbare Engel hält den Finger an die Lippen.

    • Nepomukstatue in Třebčice, Region Pilsen, Tschechien.

      Třebčice (deutsch Trebschitz) ist eine Gemeinde mit 66 Einwohnern im Bezirk Pilsen.
      Der Ort liegt zwei Kilometer südöstlich der Stadt Nepomuk.
      Die Nepomukstatue befindet sich an der Durchzugstraße des Ortes
      Leider konnte ich die Schrift im Sockel des Nepomuk nicht mehr lesen.





      LG Josef
    • Nepomuk Seitenaltar in České Budějovice, Region Südböhmen,Tschechien.

      In der Kirche des Dominikanerklosters in Budweis habe ich diese Darstellung
      des Hl. Johannes Nepomuk gesehen.
      Das Dominikanerkloster mit der Kirche Mariä Opferung ist die älteste Sehenswürdigkeit
      in České Budějovice.



      LG Josef
    • H:Pilisvörösvár

      Diese barocke Steinstatue des Heiligen Johannes von Nepomuk stand einmal am Ufer des "See des Heiligen Johannes" am Ortsrand von H: Pilisvörösvár .
      Dazu habe ich dieses Bild gefunden.



      Pilisvörösvár (Werischwar (Rotenburg am Pilis)) ist einer der "deutschen" Orte in den Budaer Bergen.
      Ladislaus Graf Csáky initiierte nach der Vertreibung der Osmanen im Jahre 1686 die Ansiedlung von Familien aus dem süddeutschen Raum. Davon zeugt ein Brief aus dem Jahre 1689.

      István Marlock, Pfarrer von Pilisvörösvár schrieb:

      “Patent Ofen den 4. July 1689. Demnach sich gegenwertige Baurn aus Schwaben, so in vier familien bestehen nacher Werisch War zu begeben, und aldor niederzu lassen gesunnen. Als ergeheet von Obhabenden ambts wegen an all und ieden wass stand, würden, und Condition selbe seind, das respective dienstfreundliche erzuchen, an die aber inwohner die gemessene Erinderung, gedachte baurn aldort ohne einige Verhinderung unter zu kommen, ihren handel und wandel mit ackherbau und andern ohne jemandes irrn treiben und sonsten ihr auf Komen zu nuzen und behueff des landt suechen zu lassen, woran beschicht Ihre Königlichen Majestät allergnedigster Willen und mainung.”


      Die Einwanderer brachten ihren katholischen Glauben mit und 1692 wurde die katholische Liebfrauengemeinde gegründet. Seit dieser Zeit werden das sonntägliche Hochamt um 10:00 Uhr und das Kirchweih-Hochamt an Mariä Himmelfahrt auf Deutsch gelesen. Die Gemeinde blieb aus unerklärlichen Gründen von der sonst in Ungarn üblichen Vertreibung nach dem WK II. verschont, sodass Werischwar heute als die größte deutsche Siedlung Ungarns gilt. Noch etwa 25% der Bevölkerung bekennt sich zur deutschen Nationalität.

      Den Heiligen Nepomuk hat wahrscheinlich Graf Guido Karátsonyi vor 1864 am Seeufer aufstellen lassen. 1936/37 wurde der Nepomuk von János Szontágh (welch schöner magyarisierter deutscher Nachname) restauriert. Weil man ihn in der sozialistischen Zeit wahrscheinlich vor der Zerstörung bewahren wollte wanderte er um 1970 in einen privaten Garten. Im Jahre 2000 wurde der Nepomuk von Imre Csizmadia erneut restauriert, und 2011 wurde er an seinen jetzigen Standort vor dem Haus in der Hauptstraße 149 versetzt.


      ...


      Bequem hat er es ja. Man hat ihm einen Sockel hingestellt wo er sein schweres Steinkreuz abstellen kann.


      Liebe Grüße von waldi :174:
      Und immer neugierig bleiben!
    • Nepomuk in Benešov nad Černou, Region Südböhmen, Tschechien.
      2 Nepomuks in Benešov nad Černou (deutsch Deutsch Beneschau)

      Ein Nepomuk befindet sich auf der herrlichen Nepomuksäule aus dem Jahre 1726.
      Auf der Säule befinden sich noch Statuen der Heiligen Florian und Rochus.





      Der zweite Nepomuk befindet sich in einer Mauernische der ursprünglichen gotischen
      St. Jakob Kirche die im 17. Jahrhundert im Barockstil neu umgebaut wurde.





      LG Josef
    • Nepomukstatue in Borovany, Region Südböhmen, Tschechien.

      Die Statue des Hl. Johannes von Nepomuk von 1730 befindet sich im Stadtpark
      vor dem Schloss.


      LG Josef

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von waldi ()